Stabilisierung
Der Sensor selbst ist nicht beweglich gelagert, kann aber Randpixel für eine elektronische Stabilisierung nutzen. Im normalen Modus reduziertén sich dabei die 4K-Auflösung und der Bildausschnitt kaum. in der zweiten, extremen Einstellung sind Bildwinkel dagegen deutlich beschnitten und die Auflösung geht auch so deutlich zurück, dass wir diesen Modus nicht empfehlen würden.
Beide Modi lassen sich zudem mit einer optischen Stabilisierung in der Optik kombinieren, im 4K-Videomodus wird die Stabilisierung allerdings von 5 möglichen Achsen auf 4 Freiheitsgrade reduziert. Jedoch selbst in HD mit 5 Achsen und hybrider Stabilisation darf man von so einer Lösung nicht die Stabiliserungsleistung eines Gimbals erwarten. Dennoch kann die hybride Kombination schon bemerkenswert viel Bewegung aus dem Bild zaubern.
Kurze Aufnahmezeiten und kein Tether for Streaming
Aus thermischen Gründen kann die G110 in 4K nur maximal 10 Minuten am Stück aufzeichnen. Für Vlogger, die gerne verbal ausschweifen eventuell ein Problem. In FullHD verlängert sich die maximale Aufnahmezeit auf 20 Minuten, was man wohl ebenfalls nicht den europäischen Zollbestimmungen anlasten kann. Über den HDMI-Port kann die Kamera übrigens ohne Zeitbeschränkung ausgeben, weshalb offensichtlich nicht der Sensor, sondern der interne Signalprozessor zu einer Überhitzung neigt.

In diesem Zusammenhang was verwunderlich: Trotz expliziter Ausrichtung fürs Vlogging wird das kürzlich angekündigte Tool "LUMIX Tether for Streaming" nicht unterstützt. Dieses soll weiterhin nur gehobenen LUMIX-Modellen vorbehalten bleiben. Zu diesen zählt Panasonic aktuell folgende Modelle: DC-GH5, DC-G9, DC-GH5S, DC-S1, DC-S1R sowie die DC-S1H.
Fazit
Szenische Filmer könnten sich zwar durch das freigeschaltete V-Log Profil angezogen fühlen, bekommen jedoch mit den verfügbaren Kits keine gut abgestimmte Kombination in die Hand. Der fehlende manuelle Fokusring sowie die relativ hohen Blendenwerte des Kit-Objektivs erlauben kein sonderlich cinematisches Arbeiten. Ein Kit mit dem 25mm/f1.7 wäre hierfür weitaus interessanter. Die V-Log 8 Bit Limitierung lässt jedoch andere MFT-Modelle für diesen Zweck reizvoller erscheinen.
Vlogger die dagegen schnell und knackig scharf produzieren wollen, könnten den aktuellen Paketen sicherlich einiges abgewinnen, werden aber wahrscheinlich um V-Log einen Bogen machen, weil es einem schnellen Internet Produktionsworkflow diametral entgegensteht.
Die 10-/20-Minuten Beschränkung bei der Aufzeichnung könnten jedoch ebenso ein Dealbreaker sein, wie die fehlende Unterstützung von LUMIX Tether for Streaming. Positiv sind dagegen die Audiofunktionen und die zahlreichen Automatiken, um ohne große Einstellungen sofort losvloggen zu können. Ach ja. Und bemerkenswert klein ist sie in der tat:



















