| Test : Canopus ADVC-300 von Holger Scheel Fr, 19.November 2004
Es gibt zwar eine Reihe von DV-Konvertern mit Y/C-Anschluss, das höherwertige YUV-Signal lieferte aber nur einer, der datavideo DAC2. Nachdem dieser auch noch im Preis gesunken war, galt er fast konkurrenzlos. Jetzt hält Canopus dagegen, der ADVC-300 ist bereits für 589 Euro zu haben.
Beim ersten Auspacken hat man fast den Eindruck, Canopus hätte das falsche Gerät eingepackt. Das Gehäuse ist praktisch baugleich mit dem älteren ADVC-100, zumindest von vorne. Auf der Rückseite klärt sich das aber schnell auf, denn einen Komponentenanschluss bietet der kleinere Bruder nicht. Zusätzlich gibt es Anschlüsse für Y/C, FBAS und Cinch-Audio (0dBu).
Eine Besonderheit anderer Canopus-Konverter teilt erfreulicherweise auch der ADVC-300: Es gibt zwei Firewire-Anschlüsse, ein 6-poliger auf der Rückseite und ein 4-poliger auf der Vorderseite. Mitgeliefert wird neben dem eigentlichen Konverter auch eine Software (für PC und MAC!) zur Steuerung der analogen Eingänge. Kleinere Pegelkorrekturen sind damit kein Problem. Dass funktioniert auch im Parallelbetrieb mit einer Videoschnittsoftware, einzig das Preview-Fenster funktioniert nicht in jedem Fall. Ist schon ein DirectX-Overlay aktiv, gibt es eine Fehlermeldung. Zusätzlich lassen sich in der Software auch eine Reihe von Sonderfunktionen aktivieren, so z.B. der neue Timebasecorrektor, die Ton-Aussteuerung und die neue 3D-Rauschunterdrückung. Damit bietet der ADVC-300 mehr Möglichkeiten für analoge Signale als die meisten Videoschnittkarten. Das gilt auch für die Videoqualität: Sogar im FBAS-Eingang gelingen rauschfreie und scharfe Bilder dank des 3D-Kammfilters. Wer möchte, kann in der Controllersoftware die Schärfe der Eingänge noch ein klein wenig anheben, dann ist der Frequenzgang bis 5MHz linear.
Auch die Ausgänge liefern nur Bestes: Dank einer ganz feinen symmetrischen Anhebung im Y-Kanal und hoher Bandbreite in den Chroma-Kanälen gibt es knackscharfe Bilder im Y/C- und YUV-Betrieb. Schade, dass man für die Komponentenkanäle erst einen Adapter nachkaufen muss, standardmäßig liegt das Kabel für miniDVI auf YUV nicht bei. Da greift wohl auch bei Canopus der Sparzwang.
Auch beim Kühlungsdesign griff man leider zur Günstig-Lösung: Statt eines ausreichend dimensionierten Kühlkörpers sorgt ein Lüfter für Unruhe am Schnittplatz, dass hätte sich vielleicht auch anders lösen lassen. Quasi als Wiedergutmachung gibt es auf der Unterseite eine Reihe von Dip-Switches, die neben den Grundeinstellungen z.B. für die Videonorm (PAL/NTSC) auch einen 16:9-Modus bietet. Da hat jemand mitgedacht, denn die meisten Fernseher lassen sich nur über ein Signal an der Scartbuchse in den 16:9-Betrieb versetzen. Über Y/C geht das prinzipbedingt nicht, hat also der Fernseher keine manuelle Umschaltung, kann das im Falle des ADVC-300 auch der Konverter erledigen.
Fazit
Eigentlich gibt es vom ADVC-300 nur Gutes zu berichten: Einfache Installation, gute Videoqualität, Software für PC und MAC, stabiler Betrieb und das für einen fairen Preis von 589 Euro. Wäre da nicht der Lüfter, wäre das smarte Kistchen perfekt.
Produkt: Canopus ADVC-300 Beschreibung: DV-Konverter Webseite: www.canopus.de Preis inkl. MwSt: 589 Euro
| Inhaltsverzeichnis: | Fazit / Fazit
| |
[7 Leserkommentare] [Kommentar schreiben] Letzte Kommentare:
 | Sonriso (unregistered) 20:53 31.08. | | Danke Markus! Jetzt bin ich wieder beruhigt. Hab's eigentlich auch gewusst, nur war ich kurz verwirrt.
Ich warte zwar noch auf Rückme...weiterlesen |  | Markus 14:08 30.08. | | Svenowi hat folgendes geschrieben: Ich empfehle unbedingt keine stromführenden Firewire-Kabel zu benutzen (also 6/6-Pol) habe so schon einen A...weiterlesen |  | Sonriso (unregistered) 21:49 28.08. | | Sonriso hat folgendes geschrieben: Wie soll man denn den ADVC sonst an den PC anschließen, wenn nicht mit einem 6/6Pol-Kabel? Oder verstehe ic...weiterlesen |  | Sonriso (unregistered) 18:30 28.08. | | Wie soll man denn den ADVC sonst an den PC anschließen, wenn nicht mit einem 6/6Pol-Kabel? Oder verstehe ich da was falsch? Ich schließe ihn nämlich h...weiterlesen |  | [ Alle Kommentare lesen]
[nach oben]
Weitere Artikel:
Test: Manfrotto Stativ Set 526,545GBK Mi, 22.Juli 2009 Mit dem brandneuen Manfrotto Stativ Set 526,545GBK zielt Manfrotto klar auf den Prosumer-/Professional Bereich. Die Leistungsdaten dieses Stativ-Sets unterstreichen diesen Anspruch. Bei einer Auszugslänge von knapp 1,60m bietet das Stativ 545GB eine Traglast von 25 Kg – der mit fluider Dämpfung arbeitende Stativkopf 526 bringt es auf immerhin 16 Kg max. Traglast. Das Stativ-Set inkl. hochwertiger Tragetasche wird mit einer UVP. von 1.663,00 Euro gelistet.
| Test: Dell 2405 FPW Sa, 8.Oktober 2005 Gerade (und vorraussichtlich bis 25. Oktober 2005) gibt es bei Dell ein HD(V)-taugliches Display inkl. Versand unter 900 Euro. Wir haben einen Blick darauf geworfen... | Test: JVC Monitor DT-V 1710/1910 Do, 30.Juni 2005 Jetzt sind die ersten HDV-Kameras und Schnittsysteme auf dem Markt, nur eine verbindliche Bild-Kontrolle fällt noch schwer. LCD-Displays sind zwar günstig, eignen sich aber nur eingeschränkt zur Farbbeurteilung. Plasmas wiederum sind noch nicht in 1920x1080 lieferbar, also worauf schaut man als HDV-User eigentlich? | Test: Stativ Manfrotto 503/055SSBK Do, 20.Januar 2005 | Test: JVC Monitor TM-H1750 Fr, 4.Juli 2003 | Test: Steadycam Clip & Go: Im mobilen Einsatz Mo, 3.Februar 2003 | Test: FAST-Dazzle Hollywood DV-Bridge Sa, 11.August 2001 | Ausprobiert: ZACUTO Z-Finder EVF Pro Di, 30.August 2011 |
[nach oben]
| |
| |