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Billiger Kameragyro im Eigenbau



Kommentare / Diskussionen zu aktuellen Newsmeldungen auf slashCAM
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slashCAM
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Beiträge: 11262

Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von slashCAM » Di 18 Jun, 2013 09:30

Bild

Hier geht es zur Newsmeldung mit Link und Bildern auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Billiger Kameragyro im Eigenbau




jwd96
Beiträge: 967

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von jwd96 » Di 18 Jun, 2013 09:56

Was sollen denn "Gyromotoren" sein? Das sind einfach Brushless-Motoren, anstatt Servos wie sie sonst oft verwendet werden. Eine richtige Kreisel (gyro) stabilisation à la cineflex ist aber was anderes, denn da wird ja tatsächlich der gyroskopische Effekt eines (bzw. mehrerer) Kreisel verwendet um die Kamera zu stabilisieren.
So sieht eine echte Gyrostabilisation aus:




deti
Beiträge: 3974

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von deti » Di 18 Jun, 2013 10:35

Ja, leider fehlt bei der vorgestellten Lösung eine Achse, wodurch alle Stöße beim Gehen direkt auf's Bild durchschlagen. Auch ist die Steuerung viel zu langsam. Jede SteadiCam funktioniert, ganz ohne technischen Schnickschnack, deutlich besser, aber erfordert eben etwas Erfahrung.

Deti
Lieber mal selbst suchen... http://goo.gl




jwd96
Beiträge: 967

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von jwd96 » Di 18 Jun, 2013 10:39

Brushless-Gimbal Steuerungen mit Boards wie Alex Mos sind unglaublich schnell, das problem ist wie gesagt bei diesem Modell die fehlende Achse sowie die Balancierung des Gewichts und die perfekte Einstellung der PID-Anteile des Reglers




le.sas
Beiträge: 1645

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von le.sas » Di 18 Jun, 2013 11:13

Ich denke auch dass das richtige ausrichten und einstellen der Software das schwerste sind.
Ansonsten kann ich nur zustimmen- niemals ein Ersatz für steadycam




jwd96
Beiträge: 967

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von jwd96 » Di 18 Jun, 2013 11:21

Ich finde man könnte so einen Gimbal aber schön mit einer Steadicam kombinieren. So hat man im Prinzip ein zweifaches Stabilisierungssystem. Vllt. kann ich mir mal ne Steadicam ausleihen und es probieren. An sich muss man ja nur einen simplen Rahmen haben, um den Gimbal auf der Steadicam zu mounten




yakobusan
Beiträge: 29

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von yakobusan » Di 18 Jun, 2013 11:31

Uhm, das Bild wackelt in den Samples wie Sau? :)
Ich denke mal, richtige Movi Alternativen kommen schon noch, aber 500$ ist vielleicht auch etwas überoptimistisch...




Blackeagle123
Beiträge: 4039

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von Blackeagle123 » Di 18 Jun, 2013 13:23

die fehlende Achse sowie die Balancierung des Gewichts und die perfekte Einstellung der PID-Anteile des Reglers
Kannst du das nochmal einfach erklären bitte? :-)
Was ist der PID-Anteil?
Warum muss die Kamera so korrekt justiert werden, die Motoren arbeiten doch an der Justage?

Warum hat er nur zwei Achsen? Das würde ja heißen, dass die Kamera noch nach rechts/ links wackelt, richtig?




CameraRick
Beiträge: 4754

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von CameraRick » Di 18 Jun, 2013 13:38

Blackeagle123 hat geschrieben:
die fehlende Achse sowie die Balancierung des Gewichts und die perfekte Einstellung der PID-Anteile des Reglers
Kannst du das nochmal einfach erklären bitte? :-)
Was ist der PID-Anteil?
Warum muss die Kamera so korrekt justiert werden, die Motoren arbeiten doch an der Justage?

Warum hat er nur zwei Achsen? Das würde ja heißen, dass die Kamera noch nach rechts/ links wackelt, richtig?
Wenn es nicht gut balanciert/justiert ist, werden die Motoren ggf zu stark beansprucht denke ich mal.

Die fehlende Achse, die er meint, ist die, die Du brauchst um das Gehen auszumerzen. Klar, Neigung horizontal wie vertikal sind ja abgedeckt, aber wenn ich damit laufe ists dennoch am Wackeln.




jwd96
Beiträge: 967

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von jwd96 » Di 18 Jun, 2013 13:48

Also bei der Regeltechnik auf dem Board gibt es einen Proportional-, Integral- und Differentialanteil, deswegen PID-Regler. Diese Werte beeinflussen, wie die Motoren auf Veränderungen der Lage reagieren. Hier können teilweise kleinste Änderungen vibrationen oder Aufschaukeln verursachen, oder eben ein besseres Ergebnis.

Die beiden Achsen die in dem Video stabilisiert wurden waren Nick und Roll, jedoch nicht Yaw/Gier ( weiß grad nicht, wie man die Achsen bei Video nennt ), wird aber eigentlich benötigt um ein perfektes Bild zu bekommen




wv
Beiträge: 47

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von wv » Di 18 Jun, 2013 14:11

jwd96 hat geschrieben:An sich muss man ja nur einen simplen Rahmen haben, um den Gimbal auf der Steadicam zu mounten
Gute Idee! Steuerungen und Motoren haben ja technisch/physikalisch (Massenträgheit)bedingt immer mit gewissen Verzögerungen/Reaktionszeiten zu kämpfen. Ich hielte da z.B. folgende Einfach-Lösung auch im Zusammenhang mit Steadicam für effektiver (auch wenn die Eigengeräusche des Systems bei Tonaufnahmen noch in den Griff zu kriegen wären) :



edit: siehe auch hier:

http://forum.mikrokopter.de/topic-25100-1.html




motion-devices
Beiträge: 144

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von motion-devices » Di 18 Jun, 2013 15:13

Ich denke viele Menschen unterschätzen diese "Brushless Gimbals". Ich sehe in einer Steadycam konzeptbedingtmehr Nachteile als Vorteile. gegenüber einem Brushless Gimbal(zählen wir die Mövii mal dazu).
Im Grunde ist ein Brushless Gimbal ja funktionstechnisch nichts anderes als eine Steadycam mit Motoren in etwas anderer Bauform.
Hier mal ein Video von einem 3-Achsen BG, der im Gegensatz zu dem im Video gut eingestellt ist...




jwd96
Beiträge: 967

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von jwd96 » Di 18 Jun, 2013 15:51

Ein großes Problem sind auch Temperaturunterschiede. Wir sind gestern mit einem Brushless Gimbal geflogen (sehr warm) und er hat ganz anders reagiert (leichtes Zittern + Drift) als bei niedrigeren temperaturen

@wv
Klar, Kreiselstabilistion ist immer noch die beste Variante. Funktioniert garantiert immer (außer bei leerem Akku) und ist nicht viel Einzustellen. Nur leider eben (außer DIY System) unglaublich teuer und ziemlich schwer




Blackeagle123
Beiträge: 4039

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von Blackeagle123 » Di 18 Jun, 2013 20:27

Klar, Kreiselstabilistion ist immer noch die beste Variante. Funktioniert garantiert immer (außer bei leerem Akku) und ist nicht viel Einzustellen. Nur leider eben (außer DIY System) unglaublich teuer und ziemlich schwer
Was ist der Unterschied zu einem Kreisstabilisator im Vergleich zu diesem System?




domain
Beiträge: 11053

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von domain » Di 18 Jun, 2013 22:08

motion-devices hat geschrieben: Hier mal ein Video von einem 3-Achsen BG, der im Gegensatz zu dem im Video gut eingestellt ist...
Wiklich beeindruckend und so sollte eine elektronisch gesteuerte Steadycam auch aussehen. Nur ein Henkelgriff mit intergrierter Steuerungsmöglichkeit, die ein Radfahrer während des Fahrens mit einer Hand noch halten kann.
Und da will jemand behaupten, dass die klassische Steadycam noch sehr lange unersetzbar sind wird? Wohl ein Scherz.

@ Blackeagle
Bei den elektronischen Mini-Gyros gibt es kein mechanisches Bauteil mehr
und beim "SMM-Kreisel (früher auch irreführend als Piezo-Integral bezeichnet) kommt ein Mikromechaniksensor auf Siliziumbasis (Silicon Micro Machine) zum Einsatz. Einer der Vorteile von SMM-Kreiseln ist die weitestgehende Temperaturunabhängigkeit"




rush
Beiträge: 11677

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von rush » Di 18 Jun, 2013 22:19

motion-devices hat geschrieben:Ich denke viele Menschen unterschätzen diese "Brushless Gimbals". Ich sehe in einer Steadycam konzeptbedingtmehr Nachteile als Vorteile. gegenüber einem Brushless Gimbal
Nun - ich denke beide Systeme haben ihre Berechtigung. Die Brushless Gimbals für den Privatnutzer stecken noch in den Kinderschuhen bzw. kommen jetzt erst so langsam in die Gänge, oder? Die meisten sind auch leider relativ laut - somit für Video nicht ganz unproblematisch.

Eine reine Steadicam benötigt keinen weiteren Strom (mal abgesehen von vllt. einem zu speisenden Monitor etc) und ist zudem flüsterleise. Aber das mag sich ja auch ändern... im verlinkten Video hört man das System ja auch kaum arbeiten.

Das Optimum liegt womöglich in der Verschmelzung aus "mechanischer" Stabilisation + Brushless Gimbals.

Ich finde diese Brushless Geschichte ziemlich spannend - die Modellbauleute sind ja auch ganz heiß drauf und es sprießen fast wöchentlich neue Boards und Gyrossysteme für kleine Kameras aus dem Boden. Und die teuren Systeme ala Zenmuse gibt es ja auch noch.

Wer gerne bastelt kann da sicher die ein oder andere spannende Sache zusammenschrauben.

Ich bastel ungern - daher interessieren mich wenn dann eher fertige und funktionierende Systeme. Bin mehr der Anwender ;)
keep ya head up




domain
Beiträge: 11053

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von domain » Di 18 Jun, 2013 22:27

rush hat geschrieben: Das Optimum liegt womöglich in der Verschmelzung aus "mechanischer" Stabilisation + Brushless Gimbals.
Das wird mit Sicherheit eine Fehlkonstruktion, weil du die Geräusche von hochbeschleunigenden Elektromotoren dann trotzdem noch hast.
Aber in Punkto Geräuschdämpfung gibt es ja phänomenale Beispiele z.B. bei den voll eingepackten Dieselmotoren neuerer Generation und auch bei den ursprünglich brüllend lauten Presslufthämmern.




posedown
Beiträge: 24

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von posedown » Di 18 Jun, 2013 22:41

Oder einfach eine Kamera mit IBIS kaufen?

:D




domain
Beiträge: 11053

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von domain » Di 18 Jun, 2013 22:49

Du Scherzkeks.
Und wie funktioniert eine IBIS-Kamera ? ;-)




posedown
Beiträge: 24

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von posedown » Di 18 Jun, 2013 22:59

Ich meinte das allgemein. Wenn jede Kamera IBIS oder ähnliches hätte, bräuchte man solch aufwendige Lösungen nicht.
Würde gern mal ein Vergleich sehen...




acrossthewire
Beiträge: 736

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von acrossthewire » Mi 19 Jun, 2013 15:44

posedown hat geschrieben:Ich meinte das allgemein. Wenn jede Kamera IBIS oder ähnliches hätte, bräuchte man solch aufwendige Lösungen nicht.
Würde gern mal ein Vergleich sehen...
Hier die OM-D mit IBIS und Doppelschulerstativ 12mm (24mmKB) auf dem Fahrrad.
Be Yourself. Everyone else is already taken
Oscar Wilde




Frank Glencairn
Beiträge: 13466

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 19 Jun, 2013 16:06

Das sieht schon besser aus, hat auch 3 Achsen:




Frank Glencairn
Beiträge: 13466

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von Frank Glencairn » Mi 03 Jul, 2013 16:24

NOW we are taking.

3 Achsen, Kameras bis 2,5 Kilo , 770 Euro

Elektronik geht allerdings extra, sollte aber nicht so wild sein.




http://www.aliexpress.com/item/PRE-ORDE ... 92102.html




domain
Beiträge: 11053

Re: Billiger Kameragyro im Eigenbau

Beitrag von domain » Mi 03 Jul, 2013 17:34

Funktioniert ja schon sehr gut, ist aber, wie aus dem Video ersichtlich, immer noch von RC-Fernsteuerungen abhängig. Sieht man, wie er er zur Seite geht und den Modus der Rückstellung auf die Nullposition einstellt.
Wird erst wirklich gut, wenn div. Einstellungen direkt an den Rig-Griffen möglich sein werden.
Übrigens gerade der richtige Zeitpunkt, seine klassische Steadycam (ev. sogar mit Weste) an irgend einen Dummie zu verkaufen :-)




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