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Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien



Der Joker unter den Foren -- für alles, was mehrere Kategorien gleichzeitig betrifft, oder in keine paßt
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srone
Beiträge: 10474

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von srone »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:45
srone hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:39

wäre ein traum...:-)

lg

srone
Wahrscheinlich.
Trotzdem sind die Chefs überwiegend männlich. Vor allem in den prestigeträchtigeren Bereichen wie Medizin.
ja, aber wir haben neuerdings ja auch noch "divers", was wenn nun alle divers wären?

ich liebe diese kleinen espressobars in italien, da gibt es eine toilette für alle gäste....:-)

lg

srone
ten thousand posts later...
Zuletzt geändert von srone am Fr 17 Jun, 2022 02:01, insgesamt 1-mal geändert.



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

srone hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:52
dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:45
Wahrscheinlich.
Trotzdem sind die Chefs überwiegend männlich. Vor allem in den prestigeträchtigeren Bereichen wie Medizin.
ja, aber wir haben neuerdings ja auch noch "divers", was wenn nun alle divers wären?

lg

srone
Wer oder was ist divers?



MK
Beiträge: 4426

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von MK »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:34 Du meinst, wie im Krankenhaus, Kindergarten, Grundschule, eigentlich der gesamte soziale Bereich?
Dann mach das doch.
Die Hälfte Männer.
Da fängt das Problem an. Die Geschlechter die in anderen Bereichen überproportional vertreten sind stehen bei den 50% Quotenplätzen anderswo nicht zur Verfügung. Also erstmal kündigen um Ausgleich zu schaffen damit die Quote überall erfüllt werden kann.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von Frank Glencairn »

Ich finde es erstaunlich, daß wir im 21ten Jahrhundert wieder damit angefangen haben, Menschen nach ihren Geschlechtsteilen zu segregieren.
Da waren wir früher schon mal weiter.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



freezer
Beiträge: 3910

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von freezer »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:22
srone hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:16

richtig...:-) aber wäre es dann wirklich so?

lg

srone
Weiß ich nicht, sag dus mir.
Aber was hat das mit der Forderung der Autorinnen zu tun?
Die Gemeinsamkeit ist: beide Forderungen sind ähnlich von Fakten gedeckt. Nämlich gar nicht.

Dank der Studie wissen wir also, dass es ein Ungleichgewicht beim Frauenanteil in Deutschlands Filmautorenlandschaft gibt. Was wir nicht wissen, ist die Ursache. Die wurde mangels Daten und Zeit nicht erforscht. Folgert auch die Studienautorin.

Dafür wissen es die beiden Autorinnen dank Bauchgefühl ganz genau: es liegt daran, dass die Frauen nicht zum Zug kommen, weil die Patriarchen das unterdrücken.

Das ist halt dann nicht mehr der wissenschaftliche Zugang, sondern Schwurbelei aka Verschwörungstheorie.
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www.laufbildkommission.wordpress.com



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von Frank Glencairn »

... wobei dieses angebliche "Ungleichgewicht beim Frauenanteil" als Prämisse bereits fishy ist.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

Was steht denn dazu im Grundgesetz?
Artikel 3: (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
Was könnte "Beseitigung bestehender Nachteile" bedeuten? Dass, um ein prozentuales Gleichgewicht herzustellen, man Krankenschwestern kündigt oder man doch mehr Ärztinnen zu Chefärztinnen macht? Oder sich eben dafür einsetzt, dass es mehr weiblich geführte Autorenteams in der Filmindustrie gibt, ohne dass das mit der einer anderen Forderung verknüpft wird.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von Frank Glencairn »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 08:59 Was steht denn dazu im Grundgesetz?
Artikel 3: (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Grundgesetz...

Selbst jemandem wie dir sollte klar sein, daß eine Verfassung ein Abwehrrecht gegen einen übergriffigen Staat ist, und nicht die Beziehung zwischen Unternehmern und ihren Auftraggebern regelt.

Unabhängig davon, haben alle Frauen immer schon das selbe Recht Drehbücher zu schreiben und zu verkaufen wie Männer - sind also völlig gleichberechtigt.

Ob ihnen das im gleichen Maße gelingt, ob sie das tatsächlich machen, oder ob sie das überhaupt wollen, darüber haben wir - wie schon von verschiedenen hier erwähnt - keine Daten. Und weil wir nicht mal wissen wie viele Drehbuchautoren es überhaupt gibt, können wir auch keine belastbaren Aussagen in der Richtung treffen.

Und was in aller Welt ist überhaupt so erstrebenswert daran, daß mehr Frauen die Leitung von Autorenteams übernehmen sollen?
Erstrebenswert ist, wenn jemand der ein Tema führen kann, ein Team führt - und zwar völlig unabhängig von seinen Geschlechtsteilen.

In welchem finsteren Mittelalter lebst du eigentlich, daß du die Menschen nach ihren Geschlechtsteilen aussortierst?

Wie Morgan Freeman mal über Rassismus gesagt hatte - er ist erst zu ende, wenn wir anfangen nicht mehr über Hautfarben reden, so sollten wir auch einfach aufhören ständig über die Geschlechtsteile der Menschen zu reden und vor allem - sie danach zu beurteilen.

Irgendwann ist es dann mal völlig egal ob ein Mann oder ne Frau ein Team führt.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 09:33
dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 08:59 Was steht denn dazu im Grundgesetz?
Artikel 3: (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Grundgesetz...

Selbst jemandem wie dir sollte klar sein, daß eine Verfassung ein Abwehrrecht gegen einen übergriffigen Staat ist, und nicht die Beziehung zwischen Unternehmern und ihren Auftraggebern regelt.

Unabhängig davon, haben alle Frauen immer schon das selbe Recht Drehbücher zu schreiben und zu verkaufen wie Männer - sind also völlig gleichberechtigt.

Ob ihnen das im gleichen Maße gelingt, ob sie das tatsächlich machen, oder ob sie das überhaupt wollen, darüber haben wir - wie schon von verschiedenen hier erwähnt - keine Daten. Und weil wir nicht mal wissen wie viele Drehbuchautoren es überhaupt gibt, können wir auch keine belastbaren Aussagen in der Richtung treffen.

Und was in aller Welt ist überhaupt so erstrebenswert daran, daß mehr Frauen die Leitung von Autorenteams übernehmen sollen?
Erstrebenswert ist, wenn jemand der ein Tema führen kann, ein Team führt - und zwar völlig unabhängig von seinen Geschlechtsteilen.

In welchem finsteren Mittelalter lebst du eigentlich, daß du die Menschen nach ihren Geschlechtsteilen aussortierst?

Wie Morgan Freeman mal über Rassismus gesagt hatte - er ist erst zu ende, wenn wir anfangen nicht mehr über Hautfarben reden, so sollten wir auch einfach aufhören ständig über die Geschlechtsteile der Menschen zu reden und vor allem - sie danach zu beurteilen.

Irgendwann ist es dann mal völlig egal ob ein Mann oder ne Frau ein Team führt.
Es geht ja im besprochenen Fall nicht darum, dass Frauen keine Drehbücher verkaufen dürfen, sondern, vereinfacht, dass sie nicht gekauft werden. Und das scheint nicht an der Qualität zu liegen, denn in den Teams sind dann schon immerhin 34 Prozent weibliche Autoren. Sie können es also. Daher ist die Forderung nach Förderung nicht unberechtigt.

Was deine Analogie zum Rassismus betrifft, müsste es besser heissen: er ist zu ende, wenn wir KEINEN GRUND mehr haben, darüber zu sprechen. Nicht, wenn wir versuchen, ihn totzuschweigen.



macaw

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von macaw »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:11
Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 09:33

Grundgesetz...

Selbst jemandem wie dir sollte klar sein, daß eine Verfassung ein Abwehrrecht gegen einen übergriffigen Staat ist, und nicht die Beziehung zwischen Unternehmern und ihren Auftraggebern regelt.

Unabhängig davon, haben alle Frauen immer schon das selbe Recht Drehbücher zu schreiben und zu verkaufen wie Männer - sind also völlig gleichberechtigt.

Ob ihnen das im gleichen Maße gelingt, ob sie das tatsächlich machen, oder ob sie das überhaupt wollen, darüber haben wir - wie schon von verschiedenen hier erwähnt - keine Daten. Und weil wir nicht mal wissen wie viele Drehbuchautoren es überhaupt gibt, können wir auch keine belastbaren Aussagen in der Richtung treffen.

Und was in aller Welt ist überhaupt so erstrebenswert daran, daß mehr Frauen die Leitung von Autorenteams übernehmen sollen?
Erstrebenswert ist, wenn jemand der ein Tema führen kann, ein Team führt - und zwar völlig unabhängig von seinen Geschlechtsteilen.

In welchem finsteren Mittelalter lebst du eigentlich, daß du die Menschen nach ihren Geschlechtsteilen aussortierst?

Wie Morgan Freeman mal über Rassismus gesagt hatte - er ist erst zu ende, wenn wir anfangen nicht mehr über Hautfarben reden, so sollten wir auch einfach aufhören ständig über die Geschlechtsteile der Menschen zu reden und vor allem - sie danach zu beurteilen.

Irgendwann ist es dann mal völlig egal ob ein Mann oder ne Frau ein Team führt.
Es geht ja im besprochenen Fall nicht darum, dass Frauen keine Drehbücher verkaufen dürfen, sondern, vereinfacht, dass sie nicht gekauft werden. Und das scheint nicht an der Qualität zu liegen, denn in den Teams sind dann schon immerhin 34 Prozent weibliche Autoren. Sie können es also. Daher ist die Forderung nach Förderung nicht unberechtigt.

Was deine Analogie zum Rassismus betrifft, müsste es besser heissen: er ist zu ende, wenn wir KEINEN GRUND mehr haben, darüber zu sprechen. Nicht, wenn wir versuchen, ihn totzuschweigen.
Und was, wenn die Drehbücher auch dann nicht gekauft werden, wenn sie ohne Namen eintreffen?



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

macaw hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:24
dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:11
Es geht ja im besprochenen Fall nicht darum, dass Frauen keine Drehbücher verkaufen dürfen, sondern, vereinfacht, dass sie nicht gekauft werden. Und das scheint nicht an der Qualität zu liegen, denn in den Teams sind dann schon immerhin 34 Prozent weibliche Autoren. Sie können es also. Daher ist die Forderung nach Förderung nicht unberechtigt.

Was deine Analogie zum Rassismus betrifft, müsste es besser heissen: er ist zu ende, wenn wir KEINEN GRUND mehr haben, darüber zu sprechen. Nicht, wenn wir versuchen, ihn totzuschweigen.
Und was, wenn die Drehbücher auch dann nicht gekauft werden, wenn sie ohne Namen eintreffen?
Könnte damit zusammenhängen, dass die Entscheider mehrheitlich Männer sind und sich für bestimmte Themen nicht interessieren/sie nicht verstehen.
Könnte!!!



andieymi
Beiträge: 1597

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von andieymi »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:25 Könnte damit zusammenhängen, dass die Entscheider mehrheitlich Männer sind und sich für bestimmte Themen nicht interessieren/sie nicht verstehen.
Könnte!!!
Ja, aber das ist dann der Punkt, wo das kein Filmbranchen oder gar Autorinnnenspezifisches Problem mehr ist. Dann würden doch Quoten für Leitungspositionen gesamtgesellschaftlich mehr helfen als für Autorinnen?

Dann bräuchte man doch keine Quoten mehr für jeden einzelnen Job (unabhängig davon, wie der Pool aus geeigneten KandidatInnen verteilt ist), sondern hätte vielleicht mehr Ausgewogenheit bei Entscheidungen?

Aber der Vorschlag, dass auf jeden Zuliefererjob auszudehnen zäumt das Pferd eigentlich von hinten auf. Es wären dann wieder nur die niedrig-mittel-guten Jobs, welche so quotiert würden, bei allem was besser bezahlt ist würde sich nichts ändern.



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

andieymi hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:30
dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:25 Könnte damit zusammenhängen, dass die Entscheider mehrheitlich Männer sind und sich für bestimmte Themen nicht interessieren/sie nicht verstehen.
Könnte!!!
Ja, aber das ist dann der Punkt, wo das kein Filmbranchen oder gar Autorinnnenspezifisches Problem mehr ist. Dann würden doch Quoten für Leitungspositionen gesamtgesellschaftlich mehr helfen als für Autorinnen?

Dann bräuchte man doch keine Quoten mehr für jeden einzelnen Job (unabhängig davon, wie der Pool aus geeigneten KandidatInnen verteilt ist), sondern hätte vielleicht mehr Ausgewogenheit bei Entscheidungen?

Aber der Vorschlag, dass auf jeden Zuliefererjob auszudehnen zäumt das Pferd eigentlich von hinten auf. Es wären dann wieder nur die niedrig-mittel-guten Jobs, welche so quotiert würden, bei allem was besser bezahlt ist würde sich nichts ändern.
Gesamtgesellschaftlich heisst auch, dass es noch größer und damit noch unübersichtlicher wird. Ist für mich nachvollziehbar, dass man das genau für den Bereich fordert, wo man persönlich Einblick hat.



berlin123
Beiträge: 1616

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von berlin123 »

srone hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:30
dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 01:22
Weiß ich nicht, sag dus mir.
Aber was hat das mit der Forderung der Autorinnen zu tun?
wenn quote, dann richtig.

lg

srone
Wenn ich den Artikel richtig lese dann haben die beiden Autorinnen in ihrer Untersuchung das Verhältnis unter Autoren erforscht. Ihre Forderung bezieht sich folglich auf den Bereich Autoren.



berlin123
Beiträge: 1616

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von berlin123 »

Frank Glencairn hat geschrieben: Mi 15 Jun, 2022 09:26 Daraus leitet sich dann eine völlig illusorische Forderung nach einer 50% Quote ab.
Was man immer wieder erleben kann: Forderungen müssen illusorisch sein damit sie überhaupt Aufmerksamkeit bekommen.

"Wir fordern dass es bei der Vergabe von Aufträgen gerechter zugeht" ist niemandem eine Schlagzeile wert.

"50%" dagegen erregt die Gemüter wie man an diesem Thread beobachten kann. Damit ist der Köder ausgeworfen. Mit jeder Diksussion steigt die Chance, dass die entscheidenden Menschen davon hören.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von Frank Glencairn »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:11
Es geht ja im besprochenen Fall nicht darum, dass Frauen keine Drehbücher verkaufen dürfen, sondern, vereinfacht, dass sie nicht gekauft werden. Und das scheint nicht an der Qualität zu liegen..

..mehrheitlich Männer sind und sich für bestimmte Themen nicht interessieren/sie nicht verstehen.

Du behauptest also, es gäbe eine Verschwörung von irgendwelchen Leuten die das entscheiden, und sich entschlossen haben, keine Drehbücher von Frauen zu kaufen, unabhängig davon wie gut der Stoff ist, weil sie zu blöd sind die Themen zu verstehen?


Wobei die beiden Damen jede Menge Drehbücher verkauft haben, die auch verfilmt wurden - scheint also kein Problem per se zu sein.
berlin123 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 11:28

"50%" dagegen erregt die Gemüter wie man an diesem Thread beobachten kann. Damit ist der Köder ausgeworfen. Mit jeder Diksussion steigt die Chance, dass die entscheidenden Menschen davon hören.
Yup - und gleichzeitig die Chance daß mehr und mehr Leute über solche Maximalforderungen entweder Lachen oder den Kopf schütteln.
Die Vorstellung es bräuchte solche Forderungen, damit diejenigen die das seit Jahren beruflich machen "mal was davon hören", ist an Absurdität kaum noch zu übertreffen.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



berlin123
Beiträge: 1616

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von berlin123 »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 11:44
Die Vorstellung es bräuchte solche Forderungen, damit diejenigen die das seit Jahren beruflich machen "mal was davon hören", ist an Absurdität kaum noch zu übertreffen.
Ob du es absurd findest ändert an meinen Erfahrrungen nichts.

Erinnere mich noch wann ich das zum ersten Mal gelernt habe: es gab mal einen großen Universitätsstreik, bei dem für andere Studienbedingungen demonstriert wurde. Der ging über ein paar Wochen, von der Politik kam ausser Kopfschütteln jedoch keine Reaktion.

Dann wurden die Foderungen geändert: auf einem großen Plakat, das am Hauptgebäude der Uni aufgehängt wurde, fand sich unter den Forderungen nun der Punkt: "Sofortiger Rücktritt der Bildungssenatorin".

Mein erster Gedanke damals: "was für ein Blödsinn. Jetzt nimmt sie erst Recht niemand mehr ernst."

Einige Tage später wurden einige Forderungen von der Politik erfüllt und der Streikt beendet.

Dasselbe Prinzip sah man gerade an den bis ins Illusorische gesteigerten Forderungen der Ukraine bei den Waffenlieferungen. Ob es da funktioniert wird sich zeigen, aber die Aufmerksamkeit war ihnen sicher.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von Frank Glencairn »

Wenn das so ist, fordere ich sofort den Rücktritt der Regierung und kostenlosen Sprit - mal sehen ob das tatsächlich klappt.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



andieymi
Beiträge: 1597

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von andieymi »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:44 Gesamtgesellschaftlich heisst auch, dass es noch größer und damit noch unübersichtlicher wird. Ist für mich nachvollziehbar, dass man das genau für den Bereich fordert, wo man persönlich Einblick hat.
Naja, oder aber noch sinnloser. Weil dann kommen 50% Quoten auf <34% Branchenanteil raus. Sollen dann die 34% die 50% Quote erfüllen? Wie wäre das in Branchen, wo es um die aktuellen Frauenanteile noch schlechter gestellt ist? Sollen dann 10% zu 50% Anteil führen, automatisch?

Das Verstecken hinter Zahlen hilft tatsächlich nicht unbedingt, das solche Anliegen ernst genommen werden.



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

andieymi hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 13:39
dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:44 Gesamtgesellschaftlich heisst auch, dass es noch größer und damit noch unübersichtlicher wird. Ist für mich nachvollziehbar, dass man das genau für den Bereich fordert, wo man persönlich Einblick hat.
Naja, oder aber noch sinnloser. Weil dann kommen 50% Quoten auf <34% Branchenanteil raus. Sollen dann die 34% die 50% Quote erfüllen? Wie wäre das in Branchen, wo es um die aktuellen Frauenanteile noch schlechter gestellt ist? Sollen dann 10% zu 50% Anteil führen, automatisch?

Das Verstecken hinter Zahlen hilft tatsächlich nicht unbedingt, das solche Anliegen ernst genommen werden.
Die 50%-Quote soll natürlich auch den 34%-Anteil der Frauen in den Drehbuchteams erhöhen.
Und wenn es zwischenzeitlich mal mehr Frauen in Führungspositionen gäbe, als ihr Anteil im betrachteten Berufszweig, dann wäre das wahrscheinlich auch ok, da es ja in den meisten Branchen jetzt auch so ist, nur dass es Männer betrifft.



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 11:44
dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 10:11
Es geht ja im besprochenen Fall nicht darum, dass Frauen keine Drehbücher verkaufen dürfen, sondern, vereinfacht, dass sie nicht gekauft werden. Und das scheint nicht an der Qualität zu liegen..

..mehrheitlich Männer sind und sich für bestimmte Themen nicht interessieren/sie nicht verstehen.

Du behauptest also, es gäbe eine Verschwörung von irgendwelchen Leuten die das entscheiden, und sich entschlossen haben, keine Drehbücher von Frauen zu kaufen, unabhängig davon wie gut der Stoff ist, weil sie zu blöd sind die Themen zu verstehen?


Wobei die beiden Damen jede Menge Drehbücher verkauft haben, die auch verfilmt wurden - scheint also kein Problem per se zu sein.
berlin123 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 11:28

"50%" dagegen erregt die Gemüter wie man an diesem Thread beobachten kann. Damit ist der Köder ausgeworfen. Mit jeder Diksussion steigt die Chance, dass die entscheidenden Menschen davon hören.
Yup - und gleichzeitig die Chance daß mehr und mehr Leute über solche Maximalforderungen entweder Lachen oder den Kopf schütteln.
Die Vorstellung es bräuchte solche Forderungen, damit diejenigen die das seit Jahren beruflich machen "mal was davon hören", ist an Absurdität kaum noch zu übertreffen.
Von einer Verschwörung habe ich nicht gesprochen. Und natürlich gibt es in dieser Branche auch Fehlentscheidungen.
Um was es aber hier aber besonders geht, dass sich mehr Frauen aufgefordert fühlen, sich überhaupt an diesen Auswahl-/Bewerbungsprozessen zu beteiligen. Weil sie bevorzugt werden. Und sie werden bevorzugt, weil sie bisher benachteiligt werden.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von Frank Glencairn »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 16:03
Weil sie bevorzugt werden. Und sie werden bevorzugt, weil sie bisher benachteiligt werden.
Erstens fehlt immer noch der belastbare Nachweis einer angeblichen Benachteiligung, und zweitens bedeutet das ja, dann jemand anderen vollbewußt - nur weil er von Geburt an die "falschen" Geschlechtsteile hat - proaktiv zu benachteiligen, was du dann "Gerechtigkeit" nennst.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 16:43
dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 16:03
Weil sie bevorzugt werden. Und sie werden bevorzugt, weil sie bisher benachteiligt werden.
Erstens fehlt immer noch der belastbare Nachweis einer angeblichen Benachteiligung, und zweitens bedeutet das ja, dann jemand anderen vollbewußt - nur weil er von Geburt an die "falschen" Geschlechtsteile hat - proaktiv zu benachteiligen, was du dann "Gerechtigkeit" nennst.
Eigentlich geht es darum, dass Frauen einen ihrem statistischen Anteil an der Bevölkerung entsprechenden Anteil an Beteiligung, an Einfluß, an Wahlfreiheit, auch Macht etc. im Berufs- und Arbeitsleben abbilden.
Gleichbehandlung ist für eine Gesellschaft wichtig.



MK
Beiträge: 4426

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von MK »



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von dienstag_01 »

MK hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 17:10 Ach?

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesel ... nhalt.html
Was heisst ach?



markusG
Beiträge: 5242

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von markusG »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 16:43 und zweitens bedeutet das ja, dann jemand anderen vollbewußt - nur weil er von Geburt an die "falschen" Geschlechtsteile hat - proaktiv zu benachteiligen, was du dann "Gerechtigkeit" nennst.
Du verwechselst Gleichberechtigung mit Gerechtigkeit.

Eklatant ist die Problematik z.B. in der Gründerszene

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 39664.html

https://www.handelsblatt.com/karriere/k ... 67820.html
Zuletzt geändert von markusG am Fr 17 Jun, 2022 17:36, insgesamt 1-mal geändert.



roki100
Beiträge: 18810

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von roki100 »

Männeranteil bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Friseurhandwerk binnen zehn Jahren von 12 % auf 31 % gestiegen
auch interessant. Ich habe in letzten Jahren tatsächlich beobachtet, dass mittlerweile in Friseurläden überwiegend Berber oder Barbers tätig sind, aber wenig Berber:innen/Barber:innen. Dafür aber mehr iranische, afghanische...und Syrische Schwule. Man erkennt es an derer halb weibliche Motorik und rede... und ich muss sagen, dass sie die besten Berber oder Berber:innen (oder was auch immer) sind, so zart beim Bart rasieren und freundliche Unterhaltung über die Welt und Gott, mit kurze pause dazwischen fürs Schwarztee schlucken.... Nette Menschen.
Und die alte Friseurin (Annika), wo ich auch mal kalten Kaffe bezahlen musste, ist schon pleite...
"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)
Zuletzt geändert von roki100 am Fr 17 Jun, 2022 17:36, insgesamt 3-mal geändert.



freezer
Beiträge: 3910

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von freezer »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 17:08
Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 16:43

Erstens fehlt immer noch der belastbare Nachweis einer angeblichen Benachteiligung, und zweitens bedeutet das ja, dann jemand anderen vollbewußt - nur weil er von Geburt an die "falschen" Geschlechtsteile hat - proaktiv zu benachteiligen, was du dann "Gerechtigkeit" nennst.
Eigentlich geht es darum, dass Frauen einen ihrem statistischen Anteil an der Bevölkerung entsprechenden Anteil an Beteiligung, an Einfluß, an Wahlfreiheit, auch Macht etc. im Berufs- und Arbeitsleben abbilden.
Gleichbehandlung ist für eine Gesellschaft wichtig.
Nein, es geht darum dass Frauen einem ihrem statistischen Anteil an der Berufsgruppe entsprechenden Anteil abbilden.
Wenn es 100 Autoren in einem Gebiet gibt und davon sind zB 25 Frauen, dann können die bei 10 genommenen Drehbüchern sicher nicht 50% stellen, sondern rund 25%.
Das ist wie in dem anderen Thread mit der Filmförderung wo ich die Zahlen vom ÖFI gebracht habe - wenn 35% der Einreichungen von Frauen sind, wieso sollten sie dann 50% der eingereichten Projekte gefördert bekommen? Das ist ja wohl mehr als unfair gegenüber dem Rest der Einreicher.
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
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www.laufbildkommission.wordpress.com



Funless
Beiträge: 6109

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von Funless »

dienstag_01 hat geschrieben: Fr 17 Jun, 2022 17:08 Eigentlich geht es darum, dass Frauen einen ihrem statistischen Anteil an der Bevölkerung entsprechenden Anteil an Beteiligung, an Einfluß, an Wahlfreiheit, auch Macht etc. im Berufs- und Arbeitsleben abbilden.
Gleichbehandlung ist für eine Gesellschaft wichtig.
Zusammengefasst möchtest du also eigentlich eine existierende Ungleichbehandlung (respektive Diskriminierung) mit einer anderen Ungleichbehandlung (respektive Diskriminierung) ersetzen. Verstehe ich das richtig?
Funless has spoken!
.........................................................
"The enemy of art is the absence of limitations."
(Orson Welles)
.........................................................
No Cenobites were harmed during filming.



Frank Glencairn
Beiträge: 26509

Re: Autorinnen fordern Frauenquote beim Drehbuch-Schreiben für Serien

Beitrag von Frank Glencairn »

Ja, ich habe auch immer mehr den Eindruck, daß es eigentlich um Rache geht.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



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