Dein Beispiel ist perfekt. Aber irgendwie ziehst du die falschen Schlüsse:cantsin hat geschrieben: Do 09 Jul, 2026 23:09Das stimmt zwar in der Theorie, aber nicht in der Praxis, weil das f2.4-Objektiv einer 1"-Kamera i.d.R. nur einen 1"-Bildkreis ausleuchtet. (Weshalb das f2.4-Objektiv für 1" auch wesentlich kleiner und leichter ist als z.B. ein f2.4-Objektiv für Full Frame.)AndreasBuder hat geschrieben: Do 09 Jul, 2026 22:45 Relevant ist die tatsächlich eingefangene Lichtmenge. Das heißt, dass zwar ein f2.4 Objektiv immer die gleiche Lichtmenge durchlässt, völlig unabhängig von jedem Sensor
Jepp.kann eine kleinere Sensorfläche davon einfach weniger einfangen. Praktisch gesehen muss man also den Sensor und das Objektiv in Relation zueinander setzen.
Kann man ganz gut an diesem Beispiel illustrieren: Man hat einen 100 Watt-Scheinwerfer und einen 200 Watt-Scheinwerfer, beide mit denselben Leuchtmitteln. Fokussiert man den 100 Watt-Scheinwerfer auf einen Lichtkreis mit einem Meter Durchmesser und den 200 Watt-Scheinwerfer auf einen Lichtkreis mit zwei Metern, dann ist das Bild des 100W-Scheinwerfers doppelt so hell, weil es nur ein Viertel der Fläche ausleuchten muss. Trotzdem ist der 200W-Scheinwerfer lichtstärker und gibt die doppelte Lichtmenge ab.
In Blenden und Sensorgrößen ausgedrückt: Wenn der 100W-auf-1m-Durchmesser-Scheinwerfer f2.0 auf 1"-Bildkreis entspräche, wäre der 200W-auf-2m-Durchmesser-Scheinwerfer f2.8 auf APS-C-Bildkreis. Trotz "nur" f2.8 wäre das 200W-System immer noch lichtstärker.
Jepp. Allerdings sind an diesem Vergessen nicht die Foristen hier schuld, sondern die Kamerahersteller, die Mogelpackung-Marketing betreiben. Im Fall der RX10V sind zwar wahrheitsgemäß "9.1-210mm/f2.4" aufs Objektiv aufgedruckt. Aber in Sonys Pressemitteilung zur Kamera steht:AndreasBuder hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 09:25 Leute, es ist ein 9,1 - 210mm f2.4 - f4 Objektiv, in all seinen optischen Eigenschaften, nicht 24-600mm. Nur der Bildwinkel entspricht dem (ganz konkret eigentlich 24,5 - 567mm). Und weil ein 1-Zöller eine 2,7-fach höhere Vergrößerung zu einer einheitlichen Betrachtungsgröße benötigt, im Vergleich zu Vollformat, wird auch jeder optische Fehler, jedes Beugungsscheibchen und jedes elektronisches Rauschen um 2,7-fach stärker vergrößert. Um aber all diese Komplexität zu vereinfachen, nutzt man Äquivalenz. Einfach den Crop-Faktor nehmen und Brennweite und Blende damit multiplizieren, schon kann man relativ genau die optischen Eigenschaften, den Bildwinkel, das Rauschverhalten, die Beugung etc. abschätzen. Aber scheinbar wird bei der Äquivalenz bis heute die Blende einfach vergessen.
Du verwechselst Lichtmenge mit Bildhelligkeit und hast damit mein obiges Beispiel, fürchte ich, nicht wirklich verstanden.JesusWolf hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 00:39Dein Beispiel ist perfekt. Aber irgendwie ziehst du die falschen Schlüsse:cantsin hat geschrieben: Do 09 Jul, 2026 23:09 In Blenden und Sensorgrößen ausgedrückt: Wenn der 100W-auf-1m-Durchmesser-Scheinwerfer f2.0 auf 1"-Bildkreis entspräche, wäre der 200W-auf-2m-Durchmesser-Scheinwerfer f2.8 auf APS-C-Bildkreis. Trotz "nur" f2.8 wäre das 200W-System immer noch lichtstärker.
Du benötigst für die kleinere Fläche von 1m Durchmesser auch nur ein Viertel der Leistung der 2m Durchmesser Fläche.
Genau das passiert auch bei dem Objektiv und dem Sensor.
(Stichwort Lupe: Wir errinnern uns, dass wir das Sonnenlicht mit Hilfe einer Lupe so sehr bündeln konnten, dass wir ein Stück Papier zum Brennen bringen konnten.)
Ein Objektiv ist eine komplizierte Lupe.
Das Objektiv bringt den BildWinkel direkt auf den Sensor.
Die Blenden sind Lichtmäßig also exakt vergleichbar.
Auch hier hast Du meinen Punkt nicht verstanden. Es geht mir nicht um Schwankungen/Abweichungen innerhalb der (ohnehin schon ungenauen und noch aus chemischen Filmzeiten stammenden) ISO-Norm. Sondern darum, dass ISO nur etwas über Bildhelligkeit, aber nicht über Lichtmenge aussagt. Mein Punkt war, dass bei vergleichbarer Sensortechnologie ISO 100 bei einem 1"-Sensor ein ungefähr so stark rauschendes Bild wie bei ISO 400 eines APS-C-Sensors und ISO 800 eines FF-Sensors produziert. Das kann man mit Tools wie z.B. DPReviews Studio-Vergleichsszene auch in der Praxis gut sehen:Zu den ISO Zahlen. Du hast schon Recht, dass die ISO Zahlen nicht genormt sind und mehr oder weniger variabel sind, aber auch nicht so stark, dass man statt ISO 100 --> ISO 800 hat.
Darum ging es mir nicht, und das hatte ich auch nicht in Abrede gestellt. Ich hatte ja in meinem Beitrag geschrieben, dass Blendenwerte (als relative Werte) und ISO-Norm so konstruiert sind, dass damit identische Belichtungsmessungen über verschiedene Filmformate und Sensorgrößen möglich sind. Das sagt aber nichts über die tatsächliche, absolute Brutto-Lichtmenge aus, die auf dem Film/dem Sensor landet.Ich habe das mal für dich getestet:
LINKS: DSC-RX10m5 -->9,1mm (24mm FF F2,8)
Mitte : Sony Alpha 6700 --> SEL16F18G (24mm FF --> F2,8)
Rechts: Sony Alpha 7RM5 --> SEL2470GM2 (24mm FF --> F2,8
Alle auf ISO 100 mit Blendenvorwahl.
Die Zeiten waren, wie erwartet alle identisch.
Klar, das ist der eigentliche Vorteil der RX10 (und allgemein der Kombination von kleiner Sensorgröße + stacking)..
Die RX10 Serie hat seit der zweiten und die RX100 Serie seit der 4ten Generation einen voll gestackten Sensor. Also lange vor der A9.
Rolling Shutter ist dort minimal.
Keine Verzerrung selbst bei Propellern.
In mehreren Artikeln/Testberichten steht, dass es sich um denselben Sensor wie bei der RX10iv handelt: "Sony is absolutely clear that the RX10 V uses the same lens and sensor as the RX10 IV" (Quelle).Der Sensor MUSS neu sein, ich weiß nicht, woher das kommt, dass der selbe Sensor verbaut ist.
Die Grenzen legt da nicht nur der Sensor, sondern auch die Kameraelektronik, Stromversorgung und das thermische Design der Kamera. Ähnlich Sprünge bei den Framerates gab's z.B. auch von der Fuji X-T3 zur Fuji X-T4 und von der Sony A6700 zur FX30, obwohl die Kameras jeweils denselben 26MP APS-C-Sensor haben.Die haben nicht Jahrelang einen Sensor verbaut der dauerhaft 4Kp120 aufzeichnen kann, mit 10 Bit usw. und dann einfach gesagt: Achja, 25p reicht....
Eine Sache ist da aber schon relevant bzgl. Blende (im Gegensatz zur ISO): Die Blende ist nicht als Standard genormt, sondern eine mathematische Größe, die sich aus zwei physikalischen Eigenschaften berechnet, nämlich Blendenöffnung und Brennweite. Dass bei einem 600mm f4 und einem 210mm f4 die gleiche Menge Licht (aka Photonenanzahl) durchfällt, obwohl die Blendenöffnung beim 600mm f4 mit 150mm Durchmesser massiv größer ist, liegt ja daran, dass durch die höhere Brennweite aus einem weit engeren Bildausschnitt Licht aufgenommen wird. Insofern ist die Blende nicht einfach so normiert worden, dass man damit Belichtungen einheitlich berechnen kann, sondern es ist faktisch physikalisch so, dass bei gleicher Blendenzahl auch die gleiche Lichtmenge durchgeleitet wird, ganz egal, was die Brennweite ist. Für den kleineren Sensor ist da dann nur die Lichtmenge pro Flächeneinheit wichtig. Das sichtbarere Photonenrauschen kommt dann durch die höhere Vergrößerung zur einheitlichen Betrachtungsgröße zustande, obwohl der kleinere Sensor gar nicht mehr Photonenrauschen pro Flächeneinheit hat. Vorausgesetzt natürlich immer, dass man die gleiche Sensortechnologie miteinander vergleicht. Bitte korrigiert mich, falls ihr da Einwände habt.cantsin hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 10:48 Darum ging es mir nicht, und das hatte ich auch nicht in Abrede gestellt. Ich hatte ja in meinem Beitrag geschrieben, dass Blendenwerte (als relative Werte) und ISO-Norm so konstruiert sind, dass damit identische Belichtungsmessungen über verschiedene Filmformate und Sensorgrößen möglich sind. Das sagt aber nichts über die tatsächliche, absolute Brutto-Lichtmenge aus, die auf dem Film/dem Sensor landet.
Ein Einwand zu deiner Erklärung: Du beschreibst das Prinzip der Blende zwar richtig, vernachlässigst dabei aber die Sensorgröße bzw. den Bildkreis und ziehst - wenn Dich richtig verstehe - beim Rauschen den falschen Schluss.AndreasBuder hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 13:15 Eine Sache ist da aber schon relevant bzgl. Blende (im Gegensatz zur ISO): Die Blende ist nicht als Standard genormt, sondern eine mathematische Größe, die sich aus zwei physikalischen Eigenschaften berechnet, nämlich Blendenöffnung und Brennweite. Dass bei einem 600mm f4 und einem 210mm f4 die gleiche Menge Licht (aka Photonenanzahl) durchfällt, obwohl die Blendenöffnung beim 600mm f4 mit 150mm Durchmesser massiv größer ist, liegt ja daran, dass durch die höhere Brennweite aus einem weit engeren Bildausschnitt Licht aufgenommen wird. Insofern ist die Blende nicht einfach so normiert worden, dass man damit Belichtungen einheitlich berechnen kann, sondern es ist faktisch physikalisch so, dass bei gleicher Blendenzahl auch die gleiche Lichtmenge durchgeleitet wird, ganz egal, was die Brennweite ist. Für den kleineren Sensor ist da dann nur die Lichtmenge pro Flächeneinheit wichtig. Das sichtbarere Photonenrauschen kommt dann durch die höhere Vergrößerung zur einheitlichen Betrachtungsgröße zustande, obwohl der kleinere Sensor gar nicht mehr Photonenrauschen pro Flächeneinheit hat. Vorausgesetzt natürlich immer, dass man die gleiche Sensortechnologie miteinander vergleicht. Bitte korrigiert mich, falls ihr da Einwände habt.
Genau das meine ich. Identische Lichtmenge pro Flächeneinheit ergibt dasselbe SNR. Und nun soll plötzlich der größere Sensor eine bessere SNR haben, obwohl seine einzelnen Flächeneinheiten eine andere SNR haben? SNR ist ein Verhältnis, und das bleibt bei Skalierung (aka größerer Sensor oder auch, höhere Vergrößerung, gleich). Ein größerer Sensor hat eine höhere absolute Lichtmenge, aber auch eine höhere absolute Menge an Photonenrauschen.cantsin hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 14:02 Das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) ist bei kleineren Sensoren schlechter, weil die absolute Lichtmenge geringer ist, auch bei identischer Lichtmenge pro Sensor-Flächeneinheit.
Ich glaube, das ist dein Missverständnis. Beim SNR geht es um die Güte des Signals, die Fläche spielt da keine Rolle. Obwohl sie einen Einfluß hat, genau wie die Zeit.AndreasBuder hat geschrieben:Ein Signal-Rauschabstand ergibt nur bezogen auf eine Flächeneinheit Sinn
Die Güte des Signals ist doch das SNR. Also was meinst du nun genau?dienstag_01 hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 15:04Ich glaube, das ist dein Missverständnis. Beim SNR geht es um die Güte des Signals, die Fläche spielt da keine Rolle. Obwohl sie einen Einfluß hat, genau wie die Zeit.AndreasBuder hat geschrieben:Ein Signal-Rauschabstand ergibt nur bezogen auf eine Flächeneinheit Sinn
Jetzt drehen wir uns im Kreis. Die Lichtmenge aka Signal im Verhältnis zum Photonenrauschen aka Störsignal. Sowohl die Lichtmenge als auch die Menge des Photonenrauschens ist auf eine bestimmte Fläche bezogen. Ohne Fläche gibt es nichts.
Natürlich nicht. Aber auch ohne Zeit gibt es nichts. Trotzdem finden sich beide physikalischen Größen nicht in der Berechnung. Weil beides Größen sind, mit denen man den SNR optimieren kann. Von daher ist deine Annahme, der SNR bezieht sich auf eine Fläche als Referenz falsch. Der SNR misst das, was "hinten raus kommt".AndreasBuder hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 15:40Jetzt drehen wir uns im Kreis. Die Lichtmenge aka Signal im Verhältnis zum Photonenrauschen aka Störsignal. Sowohl die Lichtmenge als auch die Menge des Photonenrauschens ist auf eine bestimmte Fläche bezogen. Ohne Fläche gibt es nichts.
ich hab das Gefühl, dass wir beide das gleiche meinen. Meine These ist ja, dass der Signalrauschabstand unabhängig von der Flächengröße gleich bleibt. Ich verstehe jetzt allerdings, dass ich das falsch ausgedrückt habe. Die These von Cantsin ist hingegen, dass der größere Sensor ein besseren Signalrauschabstand hat als ein kleinerer Sensor. seiner Aussage nach, weil der größere Sensor eine größere Lichtmenge einfängt. Das lässt hingegen außer Acht, dass sich im gleichen Verhältnis auch die Menge des Photonenrauschens erhöht. Ich behaupte zusätzlich, dass das sichtbarere Rauschlevel durch die höhere Vergrößerung zu Stande kommt. Cantsin behauptet, das läge am schlechteren Signalrauschabstand.dienstag_01 hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 15:57Natürlich nicht. Aber auch ohne Zeit gibt es nichts. Trotzdem finden sich beide physikalischen Größen nicht in der Berechnung. Weil beides Größen sind, mit denen man den SNR optimieren kann. Von daher ist deine Annahme, der SNR bezieht sich auf eine Fläche als Referenz falsch. Der SNR misst das, was "hinten raus kommt".AndreasBuder hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 15:40
Jetzt drehen wir uns im Kreis. Die Lichtmenge aka Signal im Verhältnis zum Photonenrauschen aka Störsignal. Sowohl die Lichtmenge als auch die Menge des Photonenrauschens ist auf eine bestimmte Fläche bezogen. Ohne Fläche gibt es nichts.
Hab Deine Frage mal spaßeshalber von Gemini beantworten lassen, da die KI die genauen Formeln besser kennt als ich - hoffe, Du nimmst mir das nicht übel:AndreasBuder hat geschrieben: Mo 13 Jul, 2026 16:11 ich hab das Gefühl, dass wir beide das gleiche meinen. Meine These ist ja, dass der Signalrauschabstand unabhängig von der Flächengröße gleich bleibt. Ich verstehe jetzt allerdings, dass ich das falsch ausgedrückt habe. Die These von Cantsin ist hingegen, dass der größere Sensor ein besseren Signalrauschabstand hat als ein kleinerer Sensor. seiner Aussage nach, weil der größere Sensor eine größere Lichtmenge einfängt. Das lässt hingegen außer Acht, dass sich im gleichen Verhältnis auch die Menge des Photonenrauschens erhöht. Ich behaupte zusätzlich, dass das sichtbarere Rauschlevel durch die höhere Vergrößerung zu Stande kommt. Cantsin behauptet, das läge am schlechteren Signalrauschabstand.
An dieser Aussage stimmen zwei entscheidende physikalische Dinge nicht. Der Denkfehler liegt in der Art und Weise, wie Photonenrauschen (Shot Noise) funktioniert.
Cantsin hat physikalisch recht, während die These der anderen Person auf einem weit verbreiteten Missverständnis über die Natur des Rauschens beruht.
Hier ist die detaillierte Aufdröselung, was an der Aussage falsch ist:
1. Der Denkfehler beim Photonenrauschen (Der Hauptfehler)
In der Aussage heißt es:Das ist mathematisch und physikalisch falsch. Lichtteilchen (Photonen) treffen rein zufällig auf den Sensor. Dieses Verhalten wird durch die Quantenphysik beschrieben. Für das Photonenrauschen gilt eine fundamentale Regel:"Das lässt hingegen außer Acht, dass sich im gleichen Verhältnis auch die Menge des Photonenrauschens erhöht."
Wenn ein größerer Sensor (bei gleicher Belichtungszeit und Blende) nun die 4-fache Lichtmenge einfängt, passiert Folgendes:
- Das Signal (S) entspricht der Menge der eingefangenen Photonen: S = N
- Das Rauschen (R) entspricht der Quadratwurzel aus der Menge der Photonen: R = √N
Berechnet man nun den Signal-Rauschabstand (SNR), also Signal / Rauschen:
- Das Signal vervierfacht sich (4 * N).
- Das Rauschen erhöht sich aber nur um die Quadratwurzel aus 4, also um das 2-fache (√4 = 2).
Fazit: Der Signal-Rauschabstand des größeren Sensors ist doppelt so gut (bzw. um 2 EV-Stufen besser). Das Rauschen steigt eben nicht im gleichen Verhältnis wie die Lichtmenge, sondern deutlich langsamer. Deshalb rauschen größere Sensoren bei gleicher Belichtung insgesamt weniger.
- Kleiner Sensor: N / √N = √N
- Großer Sensor: 4N / 2√N = 2 * √N
2. Das Argument mit der "höheren Vergrößerung"
In der Aussage heißt es weiter:Hier wird Ursache und Wirkung vertauscht. Es stimmt zwar, dass man das Bild eines kleineren Sensors für das gleiche Endmedium (z. B. einen großen Monitor oder Ausdruck) stärker vergrößern muss."Ich behaupte zusätzlich, dass das sichtbarere Rauschlevel durch die höhere Vergrößerung zu Stande kommt."
Die stärkere Vergrößerung des kleinen Sensors macht das Rauschen zwar sichtbarer, aber sie erzeugt es nicht. Das Grundproblem des kleinen Sensors bleibt, dass sein Gesamtbild einen schlechteren Signal-Rauschabstand hat, weil er in der Summe weniger Photonen eingefangen hat. Cantsin hat also auch hier recht: Es liegt am schlechteren Signal-Rauschabstand des Gesamtsystems.
- Wenn man "Pixel-Peeping" betreibt (also bei 100%-Ansicht am Monitor einzelne Pixel vergleicht) und die Pixel auf beiden Sensoren gleich groß sind, ist das Rauschen pro Pixel tatsächlich nahezu identisch.
- Betrachtet man aber das fertige Gesamtbild, kommt der Vorteil des großen Sensors voll zum Tragen: Er hat durch die größere Fläche schlicht mehr Gesamt-Informationen (Gesamtlicht) gesammelt.
Zusammenfassung:
Größere Sensoren fangen mehr Licht ein. Da das Rauschen nur mit der Quadratwurzel der Lichtmenge wächst, steigt das Signal viel schneller als das Rauschen. Ein größerer Sensor hat daher physikalisch immer einen besseren Signal-Rauschabstand auf dem fertigen Bild als ein kleinerer Sensor (bei gleichem technologischen Stand und gleicher Belichtung).
Ist ja auch interessant, daß Du die S5IIx (habe selber die S5II u.a.) als spezieller betrachtest.felix24 hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 16:03
Ich hab noch andere Kameras (P S5IIx, Gopro Hero 13)), die viel besser oder spezialisierter sind und für besondere Fälle
zur Anwendung kommen. Aber viel seltener... jedenfalls wenn es um den privaten Bereich geht.
Die RX10 V positioniert sich zwischen DSLM und Camcorder:Bildlauf hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 16:25Ist ja auch interessant, daß Du die S5IIx (habe selber die S5II u.a.) als spezieller betrachtest.felix24 hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 16:03
Ich hab noch andere Kameras (P S5IIx, Gopro Hero 13)), die viel besser oder spezialisierter sind und für besondere Fälle
zur Anwendung kommen. Aber viel seltener... jedenfalls wenn es um den privaten Bereich geht.
Für mich ist zb. die S5II ein typisches Arbeitstier, daß eben fast alles bewerkstelligen kann, also gerade nicht so speziell für mich.
Jeder hat da wohl seine eigenen Definitionen.
Ich brauche bei S5II dann halt zwei Objektive (24-70 und 70-300 mit APSC Crop und noch etwas digital Crop) um das ungefähr abzudecken.
Dafür habe ich aber die Vorteile die mir (besonders) wichtig sind mit einer typischen DSLM.
Wer klare Einsatzzweck - Visionen für die RX10V hat, der wird den Preis in kauf nehmen, wenn man dann auch einen wirklichen Benefit davon hat.
Naja, da vergleichst Du zwei paar Schuhe - alte Profikameras mit einer neuen Consumerkamera.felix24 hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 16:03 Wenn man an die Sony PMW-EX1 zurück denkt, die seinerzeit eine Revolution und extrem beliebt war oder an die FS7...
was die geleistet haben, kann die RX10 auch leisten.
Es fehlen für mich aber auch zwei SD Slots, großer HDMI, Eine Stabi Qualität wie bei S5II zb und womöglich ist der DR auch besser. Dann die ganze Lowlight/Noisesache.iasi hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 17:11
Die RX10 V positioniert sich zwischen DSLM und Camcorder:
Sie bietet den motorischen Zoom eines Camcorder und annähernd die Aufnahmeformate von DSLM - internes Raw fehlt zwar noch, aber 10bit/all-i/log hebt sich doch sehr von Camcordern ab.
Die 1" Sensorgröße bietet 2 Vorteile:
1. Sie erlaubt kompakte und leichte Bauweise für einen großen Brennweitenbereich.
2. Bei den langen Brennweiten eine praktikable Schärfentiefe.
Um aus einer APSC-Kamera die 600mm herauszukitzeln, muss man schon ziemliche Kompromisse bei der Bildqualität eingehen, wenn man kein schweres, großes Zoom herumschleppen will.
Ein 70-300 am APSC erfordert einen Crop und ein höheres ISO aufgrund der geringeren Lichtstärke.
Die RX10 V ist etwas für Leute, die die Bildwirkung von längeren Brennweiten nutzen wollen ohne viel schleppen zu müssen.
Also zum Einen gibt es das 70-350mm, das umgerechnet auf 525mm kommt (verglichen mit den 567mm der RX10V - ja, richtig, die kommt gar nicht auf 600mm) und zum anderen, hat der größere Sensor genügend Reserven, um auf die gleiche Bildqualität der RX10 V zu kommen. Die dunklere Blende gleicht sich da nahezu exakt aus.iasi hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 17:11 Ein 70-300 am APSC erfordert einen Crop und ein höheres ISO aufgrund der geringeren Lichtstärke.
Die RX10 V ist etwas für Leute, die die Bildwirkung von längeren Brennweiten nutzen wollen ohne viel schleppen zu müssen.
Wenn man von FF mal über paar übliche Sensorgrößen runtergeht kommt APSC, MFT und dann 1 Zoll so als grobe Abstufungen.AndreasBuder hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 18:00
Edit: Die Sony A6700 hat ja noch die zweite ISO-Stufe von ISO 2500, sie dürfte also sogar die Nase gut vorne haben, wenn es dämmriger wird, trotz dunklerer Blende.
Ja - letztlich hat man dann also keinen erheblichen Vorteil des größeren Sensors.AndreasBuder hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 18:00Also zum Einen gibt es das 70-350mm, das umgerechnet auf 525mm kommt (verglichen mit den 567mm der RX10V - ja, richtig, die kommt gar nicht auf 600mm) und zum anderen, hat der größere Sensor genügend Reserven, um auf die gleiche Bildqualität der RX10 V zu kommen. Die dunklere Blende gleicht sich da nahezu exakt aus.iasi hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 17:11 Ein 70-300 am APSC erfordert einen Crop und ein höheres ISO aufgrund der geringeren Lichtstärke.
Die RX10 V ist etwas für Leute, die die Bildwirkung von längeren Brennweiten nutzen wollen ohne viel schleppen zu müssen.
Gewichtsmäßig geben sich eine Sony A6700 + 16-50mm Powerzoom + 70-350mm mit einer RX10V fast nichts (1225gr vs 1111gr). Klar, es ist kein so smoothes Gesamtpaket mehr. Aber es bietet auch einige Stärken, die die RX10 V nicht kann, umgekehrt natürlich auch. Aber die Sache ist sehr viel enger als allgemein angenommen.
Edit: Die Sony A6700 hat ja noch die zweite ISO-Stufe von ISO 2500, sie dürfte also sogar die Nase gut vorne haben, wenn es dämmriger wird, trotz dunklerer Blende.
Ich hatte wegen diesem Objektiv meine RX10 IV verkauft. Die ging für 1100€ weg und die Linse für 450€ rein. Da ich aber festgestellt habe, dass ich selten das Bedürfnis von über 200mm habe, ging dann das 70-350mm auch wieder in die Bucht. Nur um dann festzustellen, dass ich doch manchmal wieder mehr möchte 😅iasi hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 19:22 Die Kombi A6700+70-350 ist aber beeindruckend leicht. Das hatte ich nicht auf dem Schirm.
Hier ein ISO 1000-JPEG aus DPRviews Testgalerie:Bildlauf hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 19:07 Lowlight Material der RX10V zum Download wäre interessant.
Das ist eine wahrlich interessante Linse.AndreasBuder hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 19:37Ich hatte wegen diesem Objektiv meine RX10 IV verkauft. Die ging für 1100€ weg und die Linse für 450€ rein. Da ich aber festgestellt habe, dass ich selten das Bedürfnis von über 200mm habe, ging dann das 70-350mm auch wieder in die Bucht. Nur um dann festzustellen, dass ich doch manchmal wieder mehr möchte 😅iasi hat geschrieben: Di 14 Jul, 2026 19:22 Die Kombi A6700+70-350 ist aber beeindruckend leicht. Das hatte ich nicht auf dem Schirm.

