Das liest sich wie ein Beispiel, das um die Eigenschaften einer fixen Pipeline herum konstruiert wurde: In "klassischen" Konvertern kann ich erst gar nichts in die Mitte eines Graphen (die einzelnen Nodes bilden einen gerichteten Graphen, keinen Baum) einfügen, da es gar keinen gibt, der für Anwender zugänglich wäre.cantsin hat geschrieben: Fr 17 Apr, 2026 15:30 Wie löst Du das folgende Problem:
Du hast 100 Fotos, die im Prinzip schon bearbeitet sind. Jetzt möchtest Du bei 20 Fotos, die jeweils individuelle Korrekturen haben, in der Mitte des Nodetrees eine Absenkung der Spitzlichter (z.B. mit dem HDR-Tool) hinzufügen.
In allen klassischen Foto-Rawkonvertern ist das trivial (Du machst eine Highlight-Absenkung z.B. um 20% und kopierst sie auf die 20 Fotos), in Resolves Farbkorrektur-Workflow nicht.
Keine Ahnung, das musst Du nicht mich fragen :-).Darth Schneider hat geschrieben: Fr 17 Apr, 2026 16:47 Stellt sich auch die Frage warum überhaupt 100 Fotos ?
Um den Kunden zu nerven wenn er am Schluss nur 10 wirklich braucht ?
Ja, aber in Resolve musst Du nun mal händisch einen Graphen bauen (was ja auch den Vorteil höherer manueller Kontrolle hat).TheBubble hat geschrieben: Fr 17 Apr, 2026 16:37Das liest sich wie ein Beispiel, das um die Eigenschaften einer fixen Pipeline herum konstruiert wurde: In "klassischen" Konvertern kann ich erst gar nichts in die Mitte eines Graphen (die einzelnen Nodes bilden einen gerichteten Graphen, keinen Baum) einfügen, da es gar keinen gibt, der für Anwender zugänglich wäre.cantsin hat geschrieben: Fr 17 Apr, 2026 15:30 Wie löst Du das folgende Problem:
Du hast 100 Fotos, die im Prinzip schon bearbeitet sind. Jetzt möchtest Du bei 20 Fotos, die jeweils individuelle Korrekturen haben, in der Mitte des Nodetrees eine Absenkung der Spitzlichter (z.B. mit dem HDR-Tool) hinzufügen.
In allen klassischen Foto-Rawkonvertern ist das trivial (Du machst eine Highlight-Absenkung z.B. um 20% und kopierst sie auf die 20 Fotos), in Resolves Farbkorrektur-Workflow nicht.
Ich werde hier langsam sauer, mir hier so praxisfremdes Zeugs anhören zu müssen. Das ist eine völlig normale alltägliche Anwendung. Mit wem diskutiere ich hier? Du hast z.B. Konzertfotos von einem Abend mit verschiedenen Sets, schwierigen available light-Bedingungen, Mischlicht und z.T. Gegenlicht. Jetzt hast Du 20 Fotos von einer Bühne/einer Band, und Du stellst bei der letzten Kontrolle bzw. bei der Feinkorrektur fest, dass da ein z.B. eine Neonschrift im Hintergrund geclippt ist, Du das aber mit Highlight-Absenkung reparieren kannst, ggfs. auch noch mit einer leichten Farbtemperaturverschiebung dieser Spitzlichter.Im genannten Beispiel würde mir eher Gedanken machen, warum von 100 bearbeiteten Fotos immerhin 20 einheitlich um 25 % überhöhte Spitzlichter aufweisen, die man nun mit nur einer einzigen einheitlichen Einstellung absenken können muss.
Nee.Und wenn die (Serien-?) Aufnahmen sich schon so ähnlich sind, das das geht, dann sind doch bestimmt auch alle anderen Einstellungen gleich und könnten mit kopiert werden.
Dann lass es doch einfach mal, zur Abwechslung.Darth Schneider hat geschrieben: Fr 17 Apr, 2026 17:22 Ich will auch nicht den Klugscheisser spielen,
Mir ist schon klar, was andere Tools tun. Mir ist aber auch klar, dass sich Flexibilität und Simplizität häufig einander ausschließen. Was Du willst und in anderen Tools machst geht in DR in exakt der gleichen Weise vermutlich nicht. Macht das DR insgesamt schlechter? Ich meine nein, die zusätzlichen Möglichkeiten überwiegen, zumal man das gleiche Resultat ebenfalls erreichen kann, auch wenn sich dies für Dich viel aufwendiger anfühlt.cantsin hat geschrieben: Fr 17 Apr, 2026 16:56 Was Lightroom, DxO & Co machen, wenn Du so ein Attribut auf 20 Fotos kopierst, ist, den intern automatisch und für den Nutzer unsichtbar gebauten Graphen zu modifizieren bzw. die Spitzlicht-Absenkung in der Pipeline dort zu platzieren, wo das Programm es für sinnvoll hält (also irgendwo zwischen Debayering und Farbraumumwandlung nach sRGB). Darktable macht das auch so, erlaubt Dir aber nachträgliche Veränderung der Node-Reihenfolge.
Ich bezweifle gar nicht, dass es praxisrelevante Fälle gibt, wo die von Dir gewünschte Vorgehensweise enorm zeitsparend ist. Im Grunde bezweifle ich nur, dass ein etwas höhere Aufwand ein ernsthaftes Problem für die allermeisten Anwender darstellt. Aber natürlich ist dies eine Abwägungssache, andere Ansichten und Bedürfnisse sind erlaubt.cantsin hat geschrieben: Fr 17 Apr, 2026 16:56 Ich werde hier langsam sauer, mir hier so praxisfremdes Zeugs anhören zu müssen.
Wobei diese Lightroom-Nutzer schon von den bei Resolve nötigen Gamma-/Farbraumwandlungen bzw. dem Color Management überfordert sein dürften.TomStg hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 09:51 Nur Lightroom-Nutzer, die die allereinfachsten Funktionen von LR kennen bzw. nutzen, freuen sich über die Photo Page.
Also das stimmt so ja nun auch nicht ganz.cantsin hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 10:44Wobei diese Lightroom-Nutzer schon von den bei Resolve nötigen Gamma-/Farbraumwandlungen bzw. dem Color Management überfordert sein dürften.TomStg hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 09:51 Nur Lightroom-Nutzer, die die allereinfachsten Funktionen von LR kennen bzw. nutzen, freuen sich über die Photo Page.
Und auch hier ist Resolve mit seinem Video-Workflow nicht wirklich für Fotoanwendungen optimiert. In allen klassischen Raw-Konvertern ist es z.B. trivial, Fotos einmal als sRGB- und einmal als AdobeRGB-JPEGs rauszurendern. Bei Resolve wäre dafür jedesmal eine Umkonfiguration des Farbmanagements in den Projekteinstellungen sowie ggfs. des Tonemappers (bzw. von Color Space Transform) auf der entsprechenden Korrektur-Node nötig.
Dann erklär mir das doch bitte.iasi hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 10:55Also das stimmt so ja nun auch nicht ganz.cantsin hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 10:44
Wobei diese Lightroom-Nutzer schon von den bei Resolve nötigen Gamma-/Farbraumwandlungen bzw. dem Color Management überfordert sein dürften.
Und auch hier ist Resolve mit seinem Video-Workflow nicht wirklich für Fotoanwendungen optimiert. In allen klassischen Raw-Konvertern ist es z.B. trivial, Fotos einmal als sRGB- und einmal als AdobeRGB-JPEGs rauszurendern. Bei Resolve wäre dafür jedesmal eine Umkonfiguration des Farbmanagements in den Projekteinstellungen sowie ggfs. des Tonemappers (bzw. von Color Space Transform) auf der entsprechenden Korrektur-Node nötig.
Auch Lightroom hat Voreinstellungen für den Import von RAW-Bildern.
Nein, die Möglichkeiten bei Lightroom und Resolve sind in diesem Fall dieselben: Man kann Raw-Bilder prozessieren und wahlweise als sRGB- oder AdobeRGB-JPEGs rausrendern. (EDIT: Wobei da HEIF als Ausgabeformat noch komplett fehlt - eigentlich seltsam angesichts von Resolves ausgefeilter, und Lightroom überlegener, HDR-Unterstützung...) Nur die Interfaces sind grundverschieden, weil Lightroom & Co. das über ein Pop-Up-Fenster bzw. definierbare Presets im Export-Menü regeln, so dass man bei jedem Export schnell den Zielfarbraum wechseln kann, während Resolve das über die Color Management-Konfiguration in den Projekteinstellungen regelt:iasi hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 12:20Auch Lightroom hat Voreinstellungen für den Import von RAW-Bildern.
Du drehst nun die erweiterten Möglichkeiten von Resolve zu einem Nachteil, indem du dir einen Punkt aus einem komplexen Workflow herauspickst.
Sagen wir mal so: Wenn Blackmagic die Photo Page verbessern würde, würde das auch dem Rest von Resolve zugutekommen. Denn viele Sachen, die jetzt beim Foto-Editing sofort störend auffallen, sind eigentlich auch Schwachpunkte von Resolve als Videobearbeitungsprogramm:Darth Schneider hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 14:13 Das ist erst die allererste Beta Version.
Lightroom gibt es hingegen schon ewig.
So wie ich BM einschätze geht das ein oder zwei Jahre und die Foto Page hat Lightroom in vieler Hinsicht überholt.
Das Bild oben zeigt exakt das Gegenteil von deiner Beschreibung, lass die Finger von den Projekteinstellungen, werden eh nicht angewendet.cantsin hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 12:57Nein, die Möglichkeiten bei Lightroom und Resolve sind in diesem Fall dieselben: Man kann Raw-Bilder prozessieren und wahlweise als sRGB- oder AdobeRGB-JPEGs rausrendern. (EDIT: Wobei da HEIF als Ausgabeformat noch komplett fehlt - eigentlich seltsam angesichts von Resolves ausgefeilter, und Lightroom überlegener, HDR-Unterstützung...) Nur die Interfaces sind grundverschieden, weil Lightroom & Co. das über ein Pop-Up-Fenster bzw. definierbare Presets im Export-Menü regeln, so dass man bei jedem Export schnell den Zielfarbraum wechseln kann, während Resolve das über die Color Management-Konfiguration in den Projekteinstellungen regelt:iasi hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 12:20
Auch Lightroom hat Voreinstellungen für den Import von RAW-Bildern.
Du drehst nun die erweiterten Möglichkeiten von Resolve zu einem Nachteil, indem du dir einen Punkt aus einem komplexen Workflow herauspickst.
Screenshot From 2026-04-19 12-50-57.png
...und außerdem, beim Standard-YRGB-Workflow, die entsprechende Transformation nach sRGB oder Adobe RGB händisch im Node-Tree gemacht bzw. verändert werden muss:
Screenshot From 2026-04-19 13-02-41.png
Mir geht es hier ausschließlich um die Alltagstauglichkeit von Resolve für typische (semiprofessionelle und professionelle) Foto-Editing-Jobs. Und da fehlt praktisch noch alles, und viele Workflows sind vergleichsweise ineffizient. Das komplette Fehlen von jeder - auch jeder händischen - Objektiv-Verzeichnungskorrektur ist dabei sicher das größte Problem.
In der Praxis wird Resolve 21 daher Lightroom nicht ersetzen, sondern man wird es dazu verwenden, um ein aus Lightroom oder einem anderen Raw-Konverter debayertes und rudimentär (einschließlich Objektivkorrekturen) vorkorrigiertes TIFF mit Resolves-Farbkorrekturtools zu graden bzw. in die Endform zu bringen.
Damit ist Resolves Foto-Editor jetzt ungefähr da, wo bei früheren Versionen (10 und davor) seine Video-Edit-Page war und man für vernünftigen Videoschnitt XML-Roundtrips mit Premiere, Final Cut oder Avid machen musste. Steht extra da.
Wobei für Roundtrips mit Lightroom & Co. die in Resolve 21 fehlende Unterstützung des ProPhoto-Farbraums noch ein echter Hemmschuh ist. (Eine Alternative sind hier Open Source-Raw-Konverter wie Darktable und Rawtherapee, die auch in videotypische Farbräume und Gammas wie ACES exportieren können. Allerdings haben sie wiederum eine eher beschränkte Anzahl von Objektivkorrekturprofilen und z.T. fehlende Unterstützung der Raw-Formate neuerer Kameramodelle.)
Wieso das Gegenteil? Arbeitsfarbraum/-gamma Davinci Wide Gamut/Intermediate, Output-Farbraum/Gamma AdobeRGB sowohl in den Color Management-Projekteinstellungen, als auch in der finalen CST-Node [Erläuterung: diese Node sitzt in 'Group Post Clip'].dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 19:35 Das Bild oben zeigt exakt das Gegenteil von deiner Beschreibung, lass die Finger von den Projekteinstellungen, werden eh nicht angewendet.
Dort seht, dass sie von den Timeline Settings ÜBERSCHRIEBEN werden.cantsin hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 19:38Wieso das Gegenteil? Arbeitsfarbraum/-gamma Davinci Wide Gamut/Intermediate, Output-Farbraum/Gamma AdobeRGB in den Color Management-Projekteinstellungen + in CST.dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 19:35 Das Bild oben zeigt exakt das Gegenteil von deiner Beschreibung, lass die Finger von den Projekteinstellungen, werden eh nicht angewendet.
Wenn Du im obigen Beispiel AdobeRGB nicht im Color-Management definierst, werden die JPEGs mit falschen Metadaten rausgerendert, bzw. von anderen Programmen nicht als AdobeRGB erkannt.
Ja... Aber: bei der Photo-Page hast Du keine Timeline-Settings....dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 19:40Dort seht, dass sie von den Timeline Settings ÜBERSCHRIEBEN werden.cantsin hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 19:38
Wieso das Gegenteil? Arbeitsfarbraum/-gamma Davinci Wide Gamut/Intermediate, Output-Farbraum/Gamma AdobeRGB in den Color Management-Projekteinstellungen + in CST.
Wenn Du im obigen Beispiel AdobeRGB nicht im Color-Management definierst, werden die JPEGs mit falschen Metadaten rausgerendert, bzw. von anderen Programmen nicht als AdobeRGB erkannt.
Nichts über Farbräume und Gammas. Das kannst Du nur in den Projekteinstellungen regeln.
Nur JPEG, wie gesagt keinen Farbraum.dienstag_01 hat geschrieben: So 19 Apr, 2026 22:41 Kann man denn für den Export nur JPEG auswählen oder auch AdobeRGB? Könnte ja sein, dass das für ein korrektes Mapping reicht.

