cantsin hat geschrieben: So 23 Jun, 2019 20:01
Da es dem TO eigentlich um die Vor- und Nachteile der neuen ggü. der alten Pocket geht, hier mal ein Versuch:
Alte Pocket
+ preiswert gebraucht aufzutreiben
+ klein, unauffällig
+ Metallgehäuse
+ Verzeichnung von MFT-Systemobjektiven wegen 1"-Crop weniger sichtbar/störend; allerdings auch: umständliche Einstellung von elektronischer Blende und Focus an der Kamera
+ Pegel/Tonqualität der Klinkenbuchse (ggü. Pocket 4K; ggü. anderen Kameras immer noch schlecht/stark rauschender Preamp)
+ Standardbuchse für externe Stromversorgung
+/- Super 16-Sensorgröße (je nach vorhandenen Objektiven)
+/- CinemaDNG (je nach Präferenz und eingesetzter Nachbearbeitungssoftware)
+/- Bildeindruck (subjektiv)
- Dateigrößen (ggü. BRAW und 3:1-/4:1-CinemaDNG)
- Akkulaufzeit (maximal 30 min. mit originalen Nikon-Akkus)
- Moiré (stark ausgeprägt, heftig bei hochauflösenden Objektiven)
- Realauflösung unter FullHD (= ca. 720p) wegen 1080p-Bayer-Sensor
- Stabilisierung von Systemobjektiven nicht abschaltbar
- maximal 30fps
- kein DCI 2K
- altes Menüsystem, kein Touchscreen
- schlechtes, kleines, kontrastarmes Display, kann nicht betriebssicher durch externen Monitor ersetzt werden (s.u.)
- Fokuspunkt bei Push-AF und Focus Assist nicht wählbar
- kein Rec709-Profil für kontrastreiche Motive bzw. Extended Video-Profil bei ProRes-Aufnahme
- keine Resolve Studio-Lizenz
- unbrauchbares internes Mikrofon
-- IR pollution-empfindlich (führt zu bräunlichem Bild), IR-Sperrfilter auf dem Objektiv daher immer nötig
-- HDMI-Buchse ist Sollbruchstelle auf dem Mainboard; Bruch führt zu Kameratotaldefekt (daher die Buchse tunlichst nicht gebrauchen), Risiko bei Gebrauchtkauf
-- RAW-Aufzeichnung nur mit nicht mehr erhältlichen Sandisk-Karten, andere Karten (Samsung, Sony) experimentell bzw. nicht offiziell unterstützt
Pocket 4K
++ Bedienung und schnelle Parameter-Einstellung über Tasten (inkl. 3 belegbare), Wahlrad + Touchscreen, inkl. Steuerung elektronischer Objektive
+ Auflösung (4K-Bayer = sauberes 2K plus Spielraum für Stabilisierung/Crop)
+ Dateigrößen (BRAW ggü. CinemaDNG, sowie CinemaDNG 4:1 bei älterer Firmware)
+ Frameraten bis 60/120p
+ Flexibilität von Speichermedien (SD, CFast, USB, Braw Q5 auf preiswerten SD-Karten)
+ Auflösung & Qualität Kameradisplay
+ belastbare Fullsize-HDMI-Buchse
+ kein IR-Sperrfilter nötig bei Standardaufnahmen
+ XLR-Buchse
+ Qualität internes Stereomikrofon (ggü. alter Pocket)
+ Menüsystem und Touchscreen-Steuerung, inkl. Focus Assist
+ False Color
+ in Kamera ladbare LUTs
+ Extended Video-Profil oder frei ladbare LUTs bei ProRes-Aufzeichnung
+ Bluetooth-Fernsteuerung
+ Resolve Studio-Lizenz
+ volle MFT-Sensorgröße, mit 19mm Überbreite bei 4K DCI
+ 1 Stunde Laufzeit mit internem Canon-Akku (ggü. alter Pocket)
+ Flexible Konfiguration von Cropmarks, macht auch Drehen mit S16/16mm/8mm-Crops möglich; S16 dann mit 2.7K
+/- optische Schwächen und Konstruktion für Software-Korrektur von MFT-Systemobjektiven wg. 4K, RAW und voller MFT-Sensorgröße sichtbarer/größeres Problem
- Gehäusegröße, Plastikgehäuse, Lüftungsschlitze, Kompatibilität zu Gimbals
- Tonqualität/Pegel Klinkenbuchse
- proprietäre Buchse für externe Stromversorgung
- Rotüberempfindlichkeit bei Rec709- und Extended Video-Profil
- keine CinemaDNG-Option mehr mit aktueller Firmware/neueren Modellen, weniger RAW-Parameter und eingebackene Rauschfilterung bei BRAW
-- Lieferbarkeit