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Die ersten Wochen mit der Sony FS 7



... was Sony-Modelle betrifft, die keine eigene Kategorie haben
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wolfgang
Beiträge: 6686

Re: Die ersten Wochen mit der Sony FS 7

Beitrag von wolfgang »

rainermann hat geschrieben:abgesehen vom evtl. Weissabgleich wüsste ich nicht, warum man unbedingt mehr justieren muss, wenn man von Anfang an korrekt belichtet, wie ich es beschrieben hatte. Belichtet man so, dass es im Sucher mit "übergestülpter" LUT korrekt ist, sieht es auf der Timeline, wenn man identische LUT darüber legt, ganz genauso aus. Vorausgesetzt natürlich, man nimmt in 2000ISO auf bzw. weiss, wie man mit dem EI richtig umgeht.
Na zu was gradest du den? Gradest du heute schon zu HDR wo du die 14 Blendenstufen der FS7 erhalten kannst, oder bist du (wie die meisten hier) derzeit noch in der Situation dass du zu rec709 graden mußt?

Wenn du zu rec709 gradest bedeutet das gezwungenerweise, dass du die 14 Blendenstufen (soferne du sie bei der Aufnahme ausgenutzt hast und mit dem nativen ISO unterwegs warst) in die 6-7 Blendenstufen "einzwängen" mußt. Und dabei wirst du immer Kompromisse schließen müssen und auch wollen. Welcher Luminanzbereich soll verstärkt werden, welcher soll abgeschwächt werden? Wie entwickelst du das Material damit es in die 6 Blendenstufen paßt und man doch die interessanten Bildinhalte sieht?

Das ist in Wirklichkeit eben keine lineare Operation die man nur einem Kamera-LUT überläßt, sondern erfordert meist eine entsprechende Feinanpassung. Deine Luminanzeinstellung an der Kamera, selbst wenn du es mit dem kleinen Waveform-Monitor der FS7 machst oder auch einem größeren von z.B. einem Shogun, ist ja zunächst nur eine Stauchung/Streckung. Zumindest solange du keinen LUT in das s-log einbrennst sondern eben das s-log Material aufzeichnest (um den größtmöglichen Spielraum in der Post zu haben).

Und jetzt rede ich noch nicht mal von LUTs zum Erzeugen eines looks. Denn die kommen dann ja eventuall auch noch dazu, wenn man es eben nicht von Hand aus machen will.
Lieben Gruß,
Wolfgang



rainermann
Beiträge: 1722

Re: Die ersten Wochen mit der Sony FS 7

Beitrag von rainermann »

Alister Chapman redet immer vom "Eimer an Daten".
Das ist ein gutes Beispiel - 8bit hat so und so viele Daten insgesamt zur Verfügung. 10bit wesentlich mehr.
Bei Slog3 ist die Kurve so, dass ein großer Teil der Daten für die Höhen reserviert ist, da bleibt nur noch wenig für die Tiefen. Die Kurve in den Schatten ist sehr flach. Wird da in der Post was angehoben, Gut Nacht.
Eine normale rec709 Kurve ist gleichmäßig, Höhen bekommen so viel ab wie Mitten und Tiefen. Da sind 8bit "ok". Aber in Slog sind die Schatten dermaßen zusammengepresst, da sieht man jedes extra bit. Daher 10bit und am besten immer ne Blende überbelichten per EI (Exposure Index).



wolfgang
Beiträge: 6686

Re: Die ersten Wochen mit der Sony FS 7

Beitrag von wolfgang »

Pianist hat geschrieben:
wolfgang hat geschrieben:Und oft genug muss man fein justieren.
Wobei da die Betonung wirklich auf "fein" gehört, denn logischerweise erfolgen bei diesem Workflow die Bewegungen auf den drei Farbrädern ebenfalls logarithmisch.
Darum hast du ja etwa bei Resolve sowohl logarithmische Filter wie auch lineare. Das x-log Material ist mal mit den logarithmischen einzustellen und erst dann kommen die linearen Korrekturen.

Aber diese Feinheiten tun sich wenige Software-Tools an. Hat das deine Software? Meist findet man nur einen Typ von Reglern vor, und die scheinen meist linear zu sein.
Pianist hat geschrieben:Nun muss ich mir wohl so einen Dreifach-Trackball für den Avid ("Avid Artist Color") kaufen, oder was meinen die Mitlesenden?
Wenn du Colorist werden willst macht das schon Sinn. Wenn nicht tuts auch die gute alte Maus. ;)
Pianist hat geschrieben:Allerdings würde ich mir gerne genau die LUT aus dem Avid in die Kamera auf den Sucher legen, da habe ich jetzt erst mal die 709-A genutzt. Jedoch ist es mir bisher nicht gelungen, den Ordner zu finden, wo diese Sachen drin sind.
Man kann ja in die FS7 auch eigene LUTs einladen. Habe die Kamera jetzt auch nicht bei mir und kann nicht nachsehen, geht aber definitiv.
Lieben Gruß,
Wolfgang



rainermann
Beiträge: 1722

Re: Die ersten Wochen mit der Sony FS 7

Beitrag von rainermann »

@Wolfgang:
zu rec709.
Und dabei habe ich erst mal auf der Timeline mit entsprechender LUT das exakt gleiche Bild, wie im Sucher, mit entsprechender LUT.
Ist man mit dem Bild im Sucher zufrieden, MUSS man nicht mehr viel justieren.
LUT drauf und gut ist. Immer vorausgesetzt, alles wurde entsprechend eingestellt: Exposure Index, Monitor-LUT, etc.!! Und dieses Hintergrundwissen muss man haben, sonst natürlich nicht. Sonst setzt man z.B. die "ISO" beim Dreh hoch und hat auf der Timeline z.B. plötzlich ein zu dunkles Bild etc.
Ist per Monitor-LUT alles ok, ist das Bild auf der Timeline weder heller noch dunkler, weder rötlicher noch gelblicher noch etc. Es ist 1:1 das Bild vom Monitor.
NATÜRLICH beginnt erst jetzt der große Spaß mit Finetuning bis zum Umfallen. Du und ich tun das auch, aber jemand wie Pianist will das Bild möglichst so, wie im Sucher. Der MUSS das nicht groß tunen, er KANN.
Und hat damit halt viel mehr Spielraum, als in seinem rec709-Format wie bisher. Ausserdem nutzt man im Slog Bereich einen ganz anderen Farbraum, das kommt ja noch hinzu.



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Die ersten Wochen mit der Sony FS 7

Beitrag von Pianist »

wolfgang hat geschrieben:Man kann ja in die FS7 auch eigene LUTs einladen. Habe die Kamera jetzt auch nicht bei mir und kann nicht nachsehen, geht aber definitiv.
Natürlich geht das. Aber dazu muss ich auf meinem Schnittrechner doch erst mal die Stelle finden, wo der Avid sich die LUTs herholt. Dann kann ich das von mir präferierte LUT auf die Kamera ziehen und auf dem Monitor anwenden.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



wolfgang
Beiträge: 6686

Re: Die ersten Wochen mit der Sony FS 7

Beitrag von wolfgang »

rainermann hat geschrieben:Ist man mit dem Bild im Sucher zufrieden, MUSS man nicht mehr viel justieren.
Ja und nein, denn eigentlich funktioniert das schon rein von der Methode ungenügend, weil du ja die Form der Gammakurve bei der Aufnahme nur ungenügend verändern kannst - als die Hochtöner oder Tieftöner nicht anheben oder abschwächen kannst. Du kannst eben die Luminanzkurve nur dehnen oder stauchen indem du den Weißpunkt setzt, auch eine Gammakorrektur mit selektiver Anhebung oder Absenkungen der Mitteltöner spielt es halt nicht wirklich.

Und der LUT transformiert halt rein mechanisch und kann ja nie wissen wo in deinem Bild die besonders sensiblen Stellen sind. Das ist dann halt die Handarbeit für den Schnittplatz, und die kostet eben Zeit. Das sollte man eben berücksichtigen, meine ich. s-log ist nichts wenn es schnell gehen soll.

Es gibt einige Leute die so arbeiten dass sie die LUTs gleich mit einbrennen. Wird von wenigen empfohlen aber einige machen das. Und ich vermute wenn man wenig nachbearbeiten will dann kann man gleich bei den Hypergammakurven bleiben. Weil ein HDR Bild/x-log Bild für die Postpro brauchst streng genommen nicht wenn du eh nur einen Kameralut drauf wirfst.

Und so gesehen frage ich mich halt ob für Matthias das wirklich sinnvoll ist. Die von Tom genannten Files von Jensen könnten da mehr Sinn machen. Aber jeder wie er mag, das wäre meine Idee dazu.
Lieben Gruß,
Wolfgang



rush
Beiträge: 15407

Re: Die ersten Wochen mit der Sony FS 7

Beitrag von rush »

Neue Firmware für FS7 User... Version 4.10

Inhalt / Contents of update:

1. Operability of low speed zoom by handle zoom button is improved.
2. Phenomenon that clip is shot different form user setting gamma occasionally is improved.
3. Overall stability and operability of the camera is improved.

http://www.pro.sony.eu/pro/lang/en/eu/s ... SS-1238/70
keep ya head up



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