dienstag_01
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von dienstag_01 »

TomStg hat geschrieben: Mi 22 Jan, 2025 15:39
dienstag_01 hat geschrieben: Mi 22 Jan, 2025 14:24 Edit: i meint doch intra, also einen hochkomprimierenden Codec? Das würde auch für eine etwas längere Dauer der Waveform-Erstellung sprechen.
XAVC-I ist einer der am wenigsten komprimierenden Codecs und fordert daher auf der Timeline am wenigsten GPU-/CPU-Leistung. XAVC-L komprimiert ca 50% stärker als XAVC-I.
Richtig, ich verwechsel manchmal intra und inter. Also die Bedeutung.



rush
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von rush »

Pianist hat geschrieben: Mi 22 Jan, 2025 14:33
Bisher habe ich immer gesagt, dass der XAVC-L(8bit)-Codec zu S-Cinetone oder anderen "fertigen" Bildprofilen gehört, und der XAVC-i(10bit)-Codec zu S-Log. Habe ich das womöglich zu streng gesehen? Man würde natürlich viel Speicherplatz und Kopierzeit sparen, wenn man bedenkenlos den kleineren Codec auch mit S-Log nutzen könnte.

Matthias
Fängt diese Diskussion in deinem Kopf schon wieder an? Teure Kamera und dann den dünnsten 420 8bit Codec wählen? ;-)

Natürlich geht das - aber es macht nicht unbedingt Sinn wenn du tatsächlich primär in S Log fahren möchtest.

Wie der FX6 fehlt der FX9 eigentlich ein platzsparender "Prosumer" 10bit Codec ala XAVC HS für Nutzer die deine Anforderungen haben.
Ich weiß das viele Profis auch hierbei die Stirn runzeln weil die Infrastruktur "hintenraus" das leistungsmäßig oft nicht packt - aber im Vergleich zu XAVC L bekommt man immerhin 10bit 422 in einem platzsparenden Codec an die Hand.

Ich kenne eigentlich niemanden mehr der im professionellen Umfeld freiwillig auf 8bit zurückschalten würde, egal ob an den Alphas, FS7 oder eben FX9.

Letzten Endes isses deine Entscheidung - die Kamera bietet es entsprechend an und visuell wirst du auf den ersten Blick wahrscheinlich auch keine größeren Unterschiede sehen... Aber wenn du doch mal etwas stärker nachbearbeiten musst wird es sich wahrscheinlich negativ bemerkbar machen.
keep ya head up



Pianist
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Hast ja Recht! :-)
Filmemacher für besondere Aufgaben



Pianist
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Mal abgesehen davon, dass meine FX 9 einen Defekt im Bereich des Graufilters hat, scheint es insgesamt Probleme zwischen Kamera (V 4.02) und Schnittsystem zu geben: FCP (11.0) stürzt ständig ab und hat auch immer wieder Aussetzer in der Darstellung der Audio-Wellenformen. Mal sind sie da, dann wieder weg, dann wieder da. OS ist auf 15.2 ("Sequoia"). Das Material liegt in 3820x2160 als AVC-I mit 25 Bildern vor.

Kann da jemand was zu sagen? Apple dürfte heute von meinem FCP bisher rund zehn Fehlerberichte erhalten haben...

Matthias
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Pianist
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Gestern hat mir mein Mac ein OS-Update auf 15.3 angeboten, was ich natürlich sofort umgesetzt habe. Und siehe da – jetzt läuft wieder alles stabil. War also kein Problem von FCP oder der FX 9, sondern des Betriebssystems.

Matthias
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Axel
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Axel »

Weiß nicht, Matthias. Das hätte doch von den Tausenden mit gleicher Konfi mal irgendeiner berichtet. Könnte sein, dass das Update mit Neustart schlicht dein System aufgeräumt hat. Fährst du deinen Mac ganz runter? Hast du „bei Neustart letzte Fenster öffnen“ aktiv?
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



Pianist
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

zu Frage 1: ja

zu Frage 2: nein
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Alex
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Alex »



rush
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von rush »

Der "Nachfolger" der FX3 ist da - die FX3a.

Spoiler Altert: Maximal ein Facelift mit etwas höherer Display-Auflösung, flotterem USB Port und anderem Ladegerät.

Ansonsten gilt diesmal wohl: Alter Wein in alten Schläuchen.
Langweiliger könnte ein Facelift wohl kaum sein.
Wahrscheinlich ersetzt sie einfach die bisherige FX3.

https://pro.sony/ue_US/products/handhel ... /ilme-fx3a
keep ya head up



Pianist
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Hier mal ein aktueller Film, den ich komplett (außer die Luftaufnahmen) mit der Anfang des Jahres gebraucht erworbenen FX 9 und dem Fujinon MK 18-55 gedreht habe:



Gedreht in S-Log3 und dann mit meiner Spezial-LUT von Robert aufgehübscht. Copter ist eine Mini 4 pro. Bei den O-Tönen diente ein heller Baucontainer als Reflektor.

Die Sprachaufnahme habe ich mit dem BCM 104 gemacht. Mit den passenden Einstellungen an meinen ADT-Modulen komme ich damit für meinen Geschmack zum besten Ergebnis. Das ist insofern lustig, als dass ich ja etliche Mikrofone im Schrank habe, die jeweils ein Mehrfaches kosten.

Matthias
Filmemacher für besondere Aufgaben



Darth Schneider
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Darth Schneider »

Wau beeindruckend.
Einzig die Skintones bei den Aussenaufnahmen von den Leuten die erklären mit den orangen Jacken.
Nicht ein wenig zu bunt/rotstichig ?
Vor allem bei dem Herrn mit Helm.
Bin mir nicht sicher.

Reflektieren die Jacken und die Kappe selber zusätzlich rot/orange ins Gesicht, draussen im Sonnenlicht ?
Wäre möglich…
Kappe bei ihr und die Jacke bei ihm nächstes mal für den Film ausziehen wäre eine Lösung.
Ein kleines Namensschild mit Berufsbezeichnung auf dem Hemd/Pulli täte es doch auch…;))
Gruss Boris



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Ich will die Leute natürlich unbedingt mit Helm/Anstoßkappe und Warnkleidung vor der Kamera haben. Problem dabei: Das Warn-Orange ist sehr nahe am Hautton. Die meisten Kameras haben Probleme mit der Wiedergabe dieses Farbtones, so dass ich da immer was nachjustieren muss, und dabei aufpassen muss, gleichzeitig nicht zu viel Buntheit ins Gesicht zu bauen.

Das Thema hatten wir hier ja schon mehrmals. Insgesamt finde ich, dass die FX 9 besser damit klarkommt als die FX 6. Sogar die Amira hatte da erhebliche Probleme. Am besten klappt es mit der C 300 mk iii, die ich ja mit einem Fujinon 20-120 einsetze, und diese Kombination ist sehr viel schwerer und daher für Touren quer durch die Brücke nicht so geeignet.

Matthias
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Darth Schneider
Beiträge: 26925

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Darth Schneider »

Willst du das oder musst du das so handhaben mit der Warnkleidung ?
Klar hoch auf nem Gerüst oder unter einem Kran, auf dem kleinen Boot, keine Frage, da ist das Vorschrift.

Aber so draussen an der Sonne, alleine ohne gefährliches Zeugs rund herum erzählend, bräuchte es eigentlich keine Helme und Schutzkleidung.
Gruss Boris



Pianist
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

In einem Bahnbau-Film tragen die Projektbeteiligten ihre PSA. Punkt.

:-)

Matthias
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Darth Schneider
Beiträge: 26925

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Darth Schneider »

Alles klar.
Und wir Bademeister tragen eine Badehose.
Ich aber trotzdem so selten wie nur irgendwie möglich. Schon gar nicht wenn ich beim erzählen gefilmt werde.

Ich habe für im Winter zu arbeiten auch eine orange PSA Jacke, innen ist sie dunkelblau.
ich würde die für deinen Film einfach verkehrt herum anziehen….;))))
Gruss Boris



Darth Schneider
Beiträge: 26925

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Darth Schneider »

@Matthias
Spass bei Seite,
all deine Aufnahmen sonst finde ich sehen absolut toll aus.
Der Film auch spannend geschnitten und sehr gut vertont.
Kompliment.

Und das die Jacken (PSA) dort sein und die Gesichter leider erröten müssen, schon klar…
Gruss Boris
Zuletzt geändert von Darth Schneider am Mi 28 Mai, 2025 13:16, insgesamt 2-mal geändert.



gammanagel
Beiträge: 313

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von gammanagel »

Hallo Matthias,
Gefällt mir gut, aber klar Profi 😁
Die Aufnahmen bei 35 sec mit Gimbal?
Viele Grüße
Elimar



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Was mir allerdings gerade ein- und auffällt: Ich muss künftig daran denken, dass ich in solchen Situationen meine eigene Warnjacke ausziehe. Denn die reflektiert natürlich tatsächlich ins Gesicht der Leute, so wie das natürlich dominantere Licht der hellgrauen Container.
gammanagel hat geschrieben: Mi 28 Mai, 2025 13:14 Die Aufnahmen bei 35 sec mit Gimbal?
Nein, einfach die Kamera in der Hand gehalten und mit dem ganzen Körper eine leicht gebückte Bewegung gemacht, ohne die Füße zu bewegen. Und dann noch später in FCP nachstabilisiert. Ich gehe wirklich nur mit der Kamera auf die Brücke, habe allenfalls einen Ersatzakku im Rucksack. Sonst nichts weiter. Nicht mal das Stativ ist oben mit dabei, da ich die O-Töne immer unten etwas weiter weg aufnehme, wo es leiser ist und ich die Brücke im Hintergrund habe.

Matthias
Filmemacher für besondere Aufgaben
Zuletzt geändert von Pianist am Mi 28 Mai, 2025 13:21, insgesamt 1-mal geändert.



Darth Schneider
Beiträge: 26925

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Darth Schneider »

Und wenigstens die orange Kappe, könnte theoretisch auch weg für die Aufnahme mit der Frau..
Die schützt ja nix wirklich….

Und kauf dir eine weisse Jacke zum arbeiten für mehr Licht und ne schwarze, für mehr Schatten. Dann kannst du variieren…D
Gruss Boris



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Das habe ich tatsächlich hin und wieder gemacht, bei Straßenumfragen im Sommer bei Sonne. Da war mein weißes T-Shirt der Reflektor.
Filmemacher für besondere Aufgaben



Darth Schneider
Beiträge: 26925

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Darth Schneider »

@Matthias
Falls du mehr Licht brauchst…
https://www.lightinthebox.com/de/p/sche ... WBOi4gKpRc
Kommt sicher auch gut an bei so manchen Frauen….;)))))
Gruss Boris



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Da hätte ich Bedenken, dass ich damit unkontrollierte Reflexionen verursache, so wie ich auch nicht gerne mit silbernen oder goldenen Reflektoren arbeite... Aber ansonsten sehr schick, vielleicht mal für andere Anlässe! :-)
Filmemacher für besondere Aufgaben



rob
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Beiträge: 1783

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von rob »

Pianist hat geschrieben: Mi 28 Mai, 2025 12:40 Ich will die Leute natürlich unbedingt mit Helm/Anstoßkappe und Warnkleidung vor der Kamera haben. Problem dabei: Das Warn-Orange ist sehr nahe am Hautton. Die meisten Kameras haben Probleme mit der Wiedergabe dieses Farbtones, so dass ich da immer was nachjustieren muss, und dabei aufpassen muss, gleichzeitig nicht zu viel Buntheit ins Gesicht zu bauen.

Das Thema hatten wir hier ja schon mehrmals. Insgesamt finde ich, dass die FX 9 besser damit klarkommt als die FX 6. Sogar die Amira hatte da erhebliche Probleme. Am besten klappt es mit der C 300 mk iii, die ich ja mit einem Fujinon 20-120 einsetze, und diese Kombination ist sehr viel schwerer und daher für Touren quer durch die Brücke nicht so geeignet.

Matthias
Hi Matthis, auf jeden Fall interessant. Danke für den Beitrag und den gelungenen Clip.

Hatte mich gestern beim Filmmaker Summit u.a. auch mit Sony über die FX9 vs FX6 unterhalten. Bei allen Vorteilen, die die FX6 bietet, wurde hierbei auch darauf hingewiesen, dass die FX9 in Lowlight-Situationen eine bessere Farbauflösung haben soll, weil man es hier eher mit Luma- als mit Chromanoise zu tun hat. Kann mir gut vorstellen, dass sich die Farbwiedergabe zwischen FX9 und FX6 auch in anderen Punkten leicht unterscheidet ...

Kurze Frage zu deinem Clip bei den Interviews vor der Brücke. Hast du da extra abgeschattet oder einfach nur die Protagonisten gegen die Sonne gestellt? (- bin selbst ein großer Gegenlicht-Fan :-)

Viele Grüße

Rob/
slashCam



DKPost
Beiträge: 1133

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von DKPost »

Ich glaube, die Skintones sind da vor allem zu gesättigt dafür, dass die Protagonisten eher im Schatten stehen. Da müsste die Sättigung hin zu den Schatten abfallen. Sieht man bei dem Herren vor der Brücke gut am Hals, der nochmal mehr orange von den Klamotten abbekommt. Stichwort "desaturated shadows".



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Ich habe die Leute einfach ins Gegenlicht gestellt, und hinter mir war ein fast weißer Baucontainer. Allerdings hatte ich vergessen, meine eigene Warnjacke auszuziehen. Insgesamt muss ich die Sättigung des Warn-Oranges immer ein wenig erhöhen, und dabei wird dann das Gesicht mit beeinflusst. Ich muss zugeben, dass ich mich nie mit Maskierungen beschäftigt habe, damit könnte man das vielleicht besser trennen...

Ansonsten muss ich aber sagen, dass ich Sättigung im Schattenbereich ganz wichtig finde. Das war damals ja das große Problem bei der FS 7, und daran erkenne ich heute noch viele FS 7-Aufnahmen: die fehlende Sättigung von Hauttönen in ungünstigen Lichtsituationen.

Matthias
Filmemacher für besondere Aufgaben



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Von mir mal wieder was zur FX 9: an sich drehe ich ja nur noch mit Kameras, die auf beiden Karten gleichzeitig aufnehmen. Mir ist glatt entgangen, dass die FX 9 das nicht kann, jedenfalls nicht in Vierkah. Um eine Rückfallebene zu haben, könnte man 8bit-Proxies auf der SD-Karte aufnehmen, trotz geringerer Datenrate besser als nichts. In einer FX9-Facebookgruppe brachte jemand das Thema "SUB"-Clips ins Spiel, dabei werden angeblich auf der zweiten Karte alle Clips zeitgleich in HD Mpeg422 aufgenommen. Entweder habe ich da was falsch verstanden oder falsch konfiguriert, jedenfalls sind auch diese Clips wie die Hauptclips auf Karte A gelandet, also keine zusätzliche Sicherheit.

Da dann die Proxy-Funktion deaktiviert wird, hatte ich nicht mal mehr diese Rückfallebene. Das war mir absolut nicht geheuer, so dass ich mal geschaut habe, ob es die Möglichkeit gibt, innerhalb der Kamera alle Clips von Karte A auf Karte B zu kopieren. Und siehe da – das geht! Ich hatte gestern rund 30 Minuten gedreht, erst wurden als Kopierzeit 70 Minuten angezeigt, aber das reduzierte sich schnell, und nach weniger als 15 Minuten war alles kopiert.

So kann ich mir nun eine Karte ins Portemonnaie stecken und eine Karte in das entsprechende Kartentäschlein im Rucksack packen. So sollte das Risiko bis zur Rückkehr ausreichend gut verteilt sein. Da ich genügend XQD-Karten habe, geht das auch bei mehrtägigen Einsätzen.

Matthias
Filmemacher für besondere Aufgaben



rob
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Beiträge: 1783

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von rob »

Hi Matthias,

ist dir denn schonmal eine Karte beim Dreh abgeraucht? Immer interessant, hier von anderen Erfahrungen zu hören ...

Ich bin selbst auch großer Freund von parallelen Aufnahmen - sei es kameraintern oder extern - aber zum Glück bei mir eher psychologisch als real motiviert - bislang noch keine Verluste bei der Aufnahme gehabt - so lange Codec und Kartenspecs zueinander passen.

Viele Grüße

Rob/
slashCam



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Ein einziges Mal, das muss vor ungefähr 15 Jahren gewesen sein. Da hatte ich die Ikegami Editcam HD, und die Fieldpaks bestanden aus einer mit Schaumstoffpuffer eingebauten Laptop-Festplatte. Gegen Ende eines langen Drehtages nahm die Kamera plötzlich nicht mehr auf und wollte auch keine Clips abspielen. Ein Datenretter hat später festgestellt, dass der Schreiblesekopf eine Schramme quer über die Platte gezogen hat.

Auslöser könnte gewesen sein, dass im Laufe des Tages eine Kamerafrau mit dem Heck ihrer Kamera gegen das Heck meiner Kamera gestoßen ist.

Da zu diesem Zeitpunkt gerade die nächste Speichergeneration kam, also Flashpaks statt Fieldpaks, habe ich gleich welche bestellt. Wenn ich mich richtig erinnere, kosteten 32 GB rund 400 Euro.

So habe ich dann jahrelang gedreht, aber für mich war klar, dass die nächste Kamerageneration (das war dann vor zehn Jahren die FS 7) auf zwei Karten parallel aufnehmen muss.

Später bin ich von meiner Regel mal abgewichen, da die Arri Amira nur auf einem der beiden Slots aufnehmen konnte, aber da habe ich dann immer abends im Hotel ein Backup auf so ein Nextodi-Gerät gemacht.

Matthias
Filmemacher für besondere Aufgaben



rob
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Beiträge: 1783

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von rob »

OK,

interessant (und krass): Elektro-mechanische Datenspeicher in der Kamera klingt nach Recipe for Disaster - da sind wir zum Glück jetzt etwas weiter - aber Redundanz bleibt trotzdem ein Thema - und wenn auch nur "versicherungstechnisch".

Viele Grüße

Rob/
slashCam



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Vor allem, weil ich nie wieder einem Auftraggeber erklären möchte, dass wichtige und nicht wiederholbare Aufnahmen futsch sind...

(nun gut, also für jeden Auftraggeber sind seine Projekte und die damit verbundenen Aufnahmen die jeweils wichtigsten der Welt)
Filmemacher für besondere Aufgaben



Jott
Beiträge: 23350

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Jott »

Ja, Doppelaufzeichnung machen wir auch, wann
immer möglich. Es gibt ja heute eine gute Auswahl an Kameras mit zwei Kartenschächten für parallele Aufnahmen.

Passiert ist bisher noch nichts - aber sicher ist sicher. Materialverlust wäre katastrophal bei teuren Projekten, das will ich nie haben.



Bildlauf
Beiträge: 2632

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Bildlauf »

Ich hatte bislang einen Fall, wo die Backup-Aufnahme gegriffen hat. Ich bin auch Fan von Backup Aufnahme und sie ist für mich obligatorisch.
Es geht hier lediglich um geringe Wahrscheinlichkeiten, aber es sind kein Unmöglichkeiten, daß eine Karte abraucht.

Einen Dreh mit einer 3-köpfigen Akustik Band an irgendeiner öffentlichen Location gefilmt, sowas kann man problemlos wiederholen. Da gibt es einen kleinen Preisnachlass, weil man ja kein Unmensch ist und zieht halt nochmal los und filmt es nochmal.
Es gibt aber auch Sachen, da hängt wesentlich mehr dran, als einfach nur nochmal zusammen loszuziehen für einen Nachdreh.

Filmt man mit einer Kamera, die diese Dual Record Funktion besitzt, nutzt diese aber nicht und filmt nur mit einer Karte, und es kommt zum Verlust von Daten, dann kann einem grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden (Versicherung, Gericht).
Sollten beide Karten abrauchen läuft das eher unter "höherer Gewalt".

Hat man ein Kamera, die nur einfach aufzeichnen kann, dann kann einem eigentlich kein Strick draus gedreht werden, wäre dann tendenziell höhere Gewalt, wenn auch eine Kamera mit Dual Backupaufnahme als vorteilhafter und womöglich positiver bewertet wird (Versicherungen, Gericht).



Pianist
Beiträge: 9086

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Es geht ja nicht nur um den finanziellen Verlust, das wäre bei mir nie mehr als der Drehtag. Bei szenischen Sachen hinge natürlich viel mehr dran. Bei mir ginge es vor allem um die Reputation, denn nur davon lebe ich.

Es muss ja nicht mal die Karte selbst einen Defekt haben. Denkbar wäre ja, dass das Auto abbrennt, dass ins Hotelzimmer eingebrochen wird, oder dass beim späteren Import ein defekter Kartenleser die Dateistruktur der Karte ruiniert.

So richtig groß kann das Risiko aber nicht sein, wenn ich mir überlege, welche Unmengen an szenischen Sachen mit einer Alexa mini gedreht werden, und die hat nur einen Schacht. Aber ich weiß nicht, wie oft am Tag da die Karte gewechselt wird. Der Umgang mit vielen Karten zur gleichen Zeit bringt ja auch wieder neue Risiken...

Unser seliger Frank war ja Fan von kleinen Karten und häufigem Wechsel, wo ich aber meine, dass einem ein Teilverlust auch schon arge Probleme bringen kann. In meiner C 300 mk iii habe ich zwei ziemlich große Karten, und sehe auch dort die parallele Aufnahme als größten Beitrag zur Betriebssicherheit.

Natürlich sollte man nicht bei laufender Aufnahme den Akku abziehen, wenn man nicht gerade einen Hotswap-Adapter dran hat. Ob das nur zum Verlust des aktiven Clips oder zum Totalverlust beider Karten führt, weiß ich allerdings nicht.

Matthias
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Bildlauf
Beiträge: 2632

Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Bildlauf »

Pianist hat geschrieben: Mi 21 Jan, 2026 14:09 Es geht ja nicht nur um den finanziellen Verlust, das wäre bei mir nie mehr als der Drehtag. Bei szenischen Sachen hinge natürlich viel mehr dran. Bei mir ginge es vor allem um die Reputation, denn nur davon lebe ich.

Es muss ja nicht mal die Karte selbst einen Defekt haben. Denkbar wäre ja, dass das Auto abbrennt, dass ins Hotelzimmer eingebrochen wird, oder dass beim späteren Import ein defekter Kartenleser die Dateistruktur der Karte ruiniert.

So richtig groß kann das Risiko aber nicht sein, wenn ich mir überlege, welche Unmengen an szenischen Sachen mit einer Alexa mini gedreht werden, und die hat nur einen Schacht. Aber ich weiß nicht, wie oft am Tag da die Karte gewechselt wird. Der Umgang mit vielen Karten zur gleichen Zeit bringt ja auch wieder neue Risiken...

Unser seliger Frank war ja Fan von kleinen Karten und häufigem Wechsel, wo ich aber meine, dass einem ein Teilverlust auch schon arge Probleme bringen kann. In meiner C 300 mk iii habe ich zwei ziemlich große Karten, und sehe auch dort die parallele Aufnahme als größten Beitrag zur Betriebssicherheit.

Natürlich sollte man nicht bei laufender Aufnahme den Akku abziehen, wenn man nicht gerade einen Hotswap-Adapter dran hat. Ob das nur zum Verlust des aktiven Clips oder zum Totalverlust beider Karten führt, weiß ich allerdings nicht.

Matthias
Ich glaube bei "wirklich großen Filmdrehs" da gibt es DIT´s und da wird regelmäßig backup gemacht.
Wichtige Szenen werden mit mehreren Kameras gedreht.
Womöglich gibt es auch eine raw dual Aufnahme Funktion.

Bei manchen Sachen hängt halt mehr dran, wenn Daten weg.
Klar Einbruch ist dann wieder so ein Thema. Dann müsste man fragen, hat man die Karten getrennt aufbewahrt, eine zb immer am Mann, eine im Zimmer.

Letztendlich wird dann eingeschätzt inwieweit man wie und ob (grob) fahrlässig gehandelt hat, wenn es zu einem Datenverlust gekommen ist.
Mit zwei Karten reduziert man aber Risiken in vielerlei Hinsicht.

Es kommt auf die Leute an, inwieweit so etwas der Reputation schadet.

Wenn man den Akku zieht, dann wird auf beiden Karten nicht geschrieben. Dateien von Panasonic kann man aber wiederherstellen (.mdt Dateien), bis zu dem letzten Frame, bevor der Akku gezogen wurde.

Es sind extrem geringe Wahrscheinlichkeiten und mit Sicherheit gibt es mir auch einfach nur ein gutes und sicheres Gefühl.



Pianist
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Re: -SONY FX- Erfahrungsaustausch

Beitrag von Pianist »

Na eben, und mit einem guten und sicheren Gefühl lebt es sich besser.

Matthias
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