Das schrub ich ja schon ganz am Anfang, dass Du Dir kein leichtes Motiv ausgesucht hast :) Und ja, in so einem kleinen Raum muss man sehr genau arbeiten. Aber Du kannst es Dir zumindest durch eine günstige Perspektive und Ausschnitt etwas einfacher machen. Also z.B. wenig Decke ins Bild nehmen und dann kannst Du eine Leuchte auch von oben nah an die Protagonisten bringen, ohne das sie im Bild ist. Indirekt kannst Du z.B. mit soetwas wie dem CRLS System arbeiten. Das ist auch super für enge Räume, aber das sind alles Dinge die Dir nicht zur Verfügung stehen. Ich würde erstmal versuchen etwas mit den Sachen die ich habe hinzubekommen. Den Umgang mit dem Licht was du hast zu lernen...
@Frank
Aber ich hatte doch ein Licht schon unten am Boden beim Sofa versteckt und bei der letzten Aufnahme am Boden beim Heizkörper, und mit schwarzem Tuch überdeckt und mit Diffuser davor.
Problem:
Entweder bei genug Lichtstärke Gesicht schön beleuchtet, aber die Wand dahinter halt auch.
Oder mit wenig Licht, Wand dunkel, aber Gesicht abgesoffen…
Ich denke eher nicht das mir Glübirnen am Boden mehr bringen als die Smallrigs, die ich ja bei einigen Versuchen auch herunter gedimmt hatte..
Ich könnte es mit 2 Nanlights Pavo Tubes probieren, über die Köpfe damit, an die Decke kleben, leicht diagonaler Winkel, seitlich mit Gaffa abschirmen……;)) ?
Ganz anderer Ansatz…
Gruss Boris
Ich glaub deine nächste Anschaffung in dem Bereich sollte erst mal ne Rolle BlackWrap sein ;-)
Licht von der Decke sehe ich bei der Szene eigentlich eher nicht.
Schaff erst mal die Kamera in den Gang und dann schauen wir mal welchen zusätzlichen Spielraum uns das ermöglicht.
@Pille
Bin schon ganz oben mit der Lantern, spielt halt immer noch an die Wand.
Gut der Raum ist auch nur ca 2m hoch…
Aber ich gehe nach dem Frühstück mal hoch, mir kam gerade eine radikale Idee…
Ein Loch in die Decke, oder ganz weg damit, da oben gibt es Platz ohne Ende (Dachstock)
Mal schauen…
Gruss Boris
Ich weiß nicht ob ich gleich Löcher in die Decke machen würde *g* Mach doch einfach den Ausschnit so, daß Du wenig Decke im Bild hast und die Leuchte unter die Decke passt. Und mit den Skirts sorgst Du dann dafür, dass das Licht nur in Richtung Gesichter geht. Von hinter den Protagonisten, wohlgemerkt.
Das Ding ist, belichte doch erstmal Deinen Raum ohne Leuchten, so wie Du ihn belichten möchtest. Danach fügst Du ein Keylight dazu, so daß es gut aussieht. Und solange machst Du erstmal nichts anderes. Und erst wenn das Keylight steht fängst Du an Dir Gedanken über den Rest zu machen. Schritt für Schritt eben.
Vielleicht sollte man auch noch erwähnen das es eine Reihenfolge gibt, die man tunlichst einhalten sollte. Erst die Kameraposition festlegen, dann das Licht. Bevor Du die Perspektive nicht festgelegt hast, bauchst Du Dir auch über Licht keine Gedanken zu machen, denn davon ist abhängig wo Deine Leuchten überhaupt stehen können.
Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 23 Feb, 2024 07:35
Ich glaub deine nächste Anschaffung in dem Bereich sollte erst mal ne Rolle BlackWrap sein ;-)
Ich glaube auch, in dem Kontext wäre es die aktuell einfachste und günstigste Art dein Licht zu kontrollieren, wenn keine passenden Fahnen mit entsprechend Grip zur Verfügung stehen.
pillepalle hat geschrieben: Fr 23 Feb, 2024 07:50
Vielleicht sollte man auch noch erwähnen das es eine Reihenfolge gibt, die man tunlichst einhalten sollte. Erst die Kameraposition festlegen, dann das Licht. Bevor Du die Perspektive nicht festgelegt hast, bauchst Du Dir auch über Licht keine Gedanken zu machen, denn davon ist abhängig wo Deine Leuchten überhaupt stehen können.
Gewiss. Die praktischen Erfahrungen, die Boris hier sammelt, sind unbezahlbar. Was mich an deinem Posting ein bisschen stört, ist „tunlichst“. Es gibt bei Licht viele dogmatische Ansätze, was man tut und was nicht, und sie sind alle Scheiße. Das ist ein schmuseenger Tango mit den Musen, kein „Aufbau“. Im Zweifelsfalle macht der krudeste Effekthascher besseres Licht als derjenige, der zweihundert Lichttutorials gesehen und theoretisch verstanden hat und dann mit den notorischen Lichtkoffern aufkreuzt und anfängt, aufzubauen. Auch ich erwähnte ja, dass Kontinuität des Lichts für eine Szene bedacht werden muss, aber ich schrieb nicht „befolgt“. Auch widerspreche ich dir darin, dass die Kameraposition immer zuerst festgelegt werden muss. Warum? Weil ein Storyboard es so in Stein gemeißelt hat? Damit ordnest du die Beleuchtung der Kadrage unter, und das hat sie nicht verdient. Ja, ich weiß, Stu Maschwitz schrieb, the DV Rebel plans her shoot and shoots her plan, aber nicht ohne Spaß bitte!
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...
Ich habe tunlichst geschrieben, weil das eine der wenigen Regeln ist die immer gilt 😉
Wenn Du kein Licht setzt und herumtanzt, dann gibt es sowieso keine Reihenfolge. Aber wenn Du vor hast die Szene zu beleuchten, dann immer erst nachdem dir die Kameraposition, oder dessen choreografierte Bewegung klar ist. Sonst stellst du deine Leuchte auf und sie ist plötzlich im Bild. Und du kannst das Licht ja auch erst beurteilen, wenn du weißt von wo man schaut. Das ist wirklich eine Regel die man in Stein meisseln sollte 😊
Axel hat geschrieben: Fr 23 Feb, 2024 09:07Auch widerspreche ich dir darin, dass die Kameraposition immer zuerst festgelegt werden muss. Warum?
Weil die Perspektive ja bestimmt, was ich denn überhaupt genau sehe. Was bringt es mir zu leuchten und ich dann feststelle, dass mit entweder die Beleuchtung jetzt im Bild steht oder für diesen Winkel gar nicht geeignet ist. Aus dem Grund wird auch innerhalb einer Szene ja dauernd umgebaut, um einerseits das Licht zu optimieren (Closeups) oder entsprechend anzupassen (Richtungswechsel)
Axel hat geschrieben: Fr 23 Feb, 2024 09:07Damit ordnest du die Beleuchtung der Kadrage unter, und das hat sie nicht verdient.
Ich ordne sie nicht strikt unter, aber in der Regel schon. Erst wenn ich sehe, dass ich deutliche Kompromisse machen muss, mache ich mir Gedanken über eine perspektivische Veränderung zugunsten des Lichtes.
Guck mal, hier bei dem Musikvideo hatten wir den Wunsch die Totale mit kompletten Fenstern im Bild zu drehen:
oma.jpg
Klar muss die Beleuchtung dann der Perspektive folgen. Wären die Perspektive eine andere (zum Beispiel nicht mittig, sondern nach rechts oder links in eine Ecke kadriert, hätte ich mit dem Licht von außen bessere Chancen gehabt, aber der Wunsch zu dieser Perspektive hat überwogen.
Also ähnlich wie bei Boris Beispiel. Dann mussten wir sehen, wie wir unter den Bedingungen leuchten konnten. Nur wir hatten mehr Platz ;-)
Funfact: Es waren 2x 2,5KW HMI, die ich über Kreuz ins Wohnzimmer gegeben habe, später ist uns dann erst eine, dann beide ausgefallen und ich musste von innen den Effekt nachleuchten, war etwas abenteuerlich, aber hat am Ende geklappt.
Bei den Lichtproblemen bisher könnte man die Gesichter der beiden Ganoven ja auch nur temporär aufleuchten lassen. Tendenziös hocken sie in dem etwas finsteren Raum (mit dem inzwischen berühmt gewordenen Fenster hinten als hellste Lichtquelle).
Beispiele für temporäres Licht: Zünden sich Zigarren an, das Zündholz erhellt die Gesichter. Einer zieht einen Lageplan vom Tatort hervor und leuchtet darauf mit einer Taschenlampe, das Licht bounced in die Gesichter. Würde auch zusätzlichen Thrill aufbauen.
Hängt natürlich von der Handlung ab und der Länge der Szene und was dort überhaupt besprochen werden soll. Insoweit müßte man zunächst mal den Inhalt/die Erzählung festklopfen. Daraus könnten sich weitere Möglichkeiten ergeben, wie die Szene mit den begrenzten Bordmitteln realisiert und dramatisiert werden kann.
Ist schon ein Treffen, ein geheimes Gespräch. Düster ist sicher gut, aber Taschenlampen ergeben da keinen Sinn. Hingegen Zigarren, Zigaretten/Pfeife oder was auch immer rauchen schon…
Danke für den Wink.
Wobei es schon von dem Aspekt weil da ja Lichtquellen im Raum sind, sollte doch auch wenigstens ein wenig Licht da sein. Weil es sonst ist es doch unlogisch und warum sollten sie im stockdunkel hocken ?) Man will doch wenigstens die Augen vom Gegenüber sehen…
Gruss Boris
Bin jetzt am überlegen wie ich aus dem Hyper Reflektor ein ein bündelnder Spot basteln kann…Beziehungsweise 2 davon.
Das mit dem mit schwarzen Plastik vom 5 fach Reflektor die Lampe abdecken hat sich
als ein wenig riskant ergeben gestern.
Die Lampe ist wahrscheinlich schon zu heiss geworden darunter….
Und bündeln kann ich das Licht so eh nicht wirklich..
Gruss Boris
Auch cool ändert mit meinen Mitteln aber wenig, da der Raum leider nicht grösser wird…;))
Wenn nicht gerichtet und gebündelt wird Licht auf die Wände fallen.
Gruss Boris
Sind zwar nur 5 Watt Einheiten, aber durch die modulare, kompakte Bauweise vielseitig einsetzbar. Durch das Tauschen der Optik erhält man unterschiedliche Abstrahlcharakteristiken (10º, 25º, 60º, 90º und 10x70º) und es gibt auch ein 1 bzw. 3m Glasfasermodul um das Licht umzuleiten sowie Snoots and andere Lichtformer.
Noch ein Versuch, Kamera Position gewechselt auch weiter unten und mit 35mm BW.
Ein Licht auf Boden, vorne Seite Heizung, Flächenleuchte motiviert vom Fenster, andere Leuchte Lantern mit Schürze rechts vorne, nah beim Sofa motiviert von den Practicals.
WB wegen den Skintones ist nicht perfekt.
Gruss Boris
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@Alex
Nachts, könnte auch sein. Wahrscheinlich beides. Bräuchte aber blaue Folie…Das da oben ist regnerischer Tag. Viel Licht kommt eh nicht durchs Fenster….Und die Flächenleuchte wegen den Barn Doors hab ich lieber drinnen…Draussen nützen die mich wenig jetzt….
Gruss Boris
Werde den kleinen Raum wohl völlig umkrempeln ganz anders einrichten und beleuchten müssen..
So krieg ich das nicht gescheit hin.
Aber zuerst mal Pause vom Licht.
jetzt ist für ne Weile schreiben und Storyboard angesagt.
Danke nochmals an alle für all die wertvollen Tipps von euch.
Gruss Boris
Ich finde es übrigens ganz toll, dass Du Dich selber uns Licht setzt, Das ist fast noch mutiger, als, was Deine L
ernkurve ist: Du siehst übrigens bisschen aus, wie Tom Waits finde ich (was cool ist :) Mach so weiter!!!
Zuletzt geändert von rkunstmann am Sa 24 Feb, 2024 00:56, insgesamt 1-mal geändert.
Darth Schneider hat geschrieben: Fr 23 Feb, 2024 17:19
Noch ein Versuch, Kamera Position gewechselt auch weiter unten und mit 35mm BW.
Ein Licht auf Boden, vorne Seite Heizung, Flächenleuchte motiviert vom Fenster, andere Leuchte Lantern mit Schürze rechts vorne, nah beim Sofa motiviert von den Practicals.
WB wegen den Skintones ist nicht perfekt.
Gruss Boris
Du verkünstelt dich.
So viele Lampen und die Personen sitzen scheinbar im Dunkel.
Links die Wand, in der Mitte das rote Sofa, rechts das Schränkchen und dann noch das Fenster - das wird durch das Licht betont.
Auch der Bildausschnitt ist nicht auf die Personen ausgerichtet.
Das rechte Drittel des Bildes nimmt die Lampe ein.
Geh von den Personen aus. Um die soll es in dieser Szene doch gehen.
Beide Lampen gehen ganz ganz weg, aus dem Bild, hinten platziere ich ein simples Regal vor den doofen Heizkörper, die kleine Truhe wo jetzt die kleinere Lampe drauf steht kommt mehr in die Mitte, dort ne kleine bessere Lampe drauf die gleich beide Köpfe beleuchtet…
Die Lampe da unten ersetzt beide anderen, ist wenn man will ziemlich hell, dimmbar, nah bei 3200K und klein.
Was meint ihr ?
Gruss Boris
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So wie der Frank wollte das der Hintergrund dunkel ist hab ich es ja nicht hingelegt.
Also für jetzt Quasi eine Szene die am Tag spielt ein anderer Ansatz.
Geht das ?
(Das sind pinke Wände ich weiss..;))
Nachts würde ich dann einfach durch das Fenster gar kein Licht geben, oder blau, alle Leuchten bis auf die kleine Tischlampe und die 2 Nanlights über den Köpfen ausschalten, sprich die Lantern wenn es geht auch weglassen….
Gruss Boris
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