VR und die Übelkeit: Lichtfeld VR-Headset soll Abhilfe schaffen

// 09:07 Mo, 10. Aug 2015von

Die Verheißung von Virtual Reality, den User vollkommen in eine andere Welt zu entführen, stößt noch auf einen sehr realen Widerstand: die Übelkeit, den manche Benutzer trotz alle Faszination empfinden. Dieses Unwohlsein, das bis zum Erbrechen führen kann, kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Ruckeln der gezeigten Bilder durch eine zu geringe Bildwiederholungsrate, eine zu starke Verzögerung zwischen dem Wenden des Kopfes und der entsprechend veränderten Sicht oder ein zu starkes Auseinanderklaffen zwischen der über die Bilder implizierten Bewegung (z.B. eine Kamerafahrt die Treppe hinauf oder das beliebte "Strafing" also seitlich gleiten) und der diesen Bildern widersprechende Körperwahrnehmung (der Zuschauer sitzt ja still).


Letzteres stellt gerade die Entwickler von Spielen, die eigentlich eine große Chance in VR sehen, vor große Herausforderungen, denn bisher etablierte Techniken der Bewegungssteuerung der Spielfigur funktionieren in der totalen Ich-Perspektive VR nicht mehr. Jede "unnatürliche", nicht selbst gefühlte Bewegung im Spiel verursacht einen Konflikt des Sinneswahrnehmung, der zu Übelkeit führen kann - die Schwelle scheint bei unterschiedlichen Personen ganz verschieden zu sein. Golem hat ein interessantes Interview mit dem Experten Ben Lewis-Evans zum Thema VR-Übelkeit geführt.


Zumindest für einen besonderen Aspekt dieser Übelkeit (VR Sickness), der auch schon für die Wahrnehmung von stereoskopischem 3D ein Problem war, haben Forscher der Universität Stanford (unterstützt von NVIDIA) anscheinend eine Lösung gefunden. Normale stereoskopische Bilder fokussieren unnatürlicherweise nur auf eine Schärfeebene - das neuentwickelte VR-Headset dagegen präsentiert dem Betrachter eine Art Hologramm, ein Lichtfeld, in dem er ganz wie in der Realität auf verschiedene Bildebenen fokussieren kann. Der Protoyp wurde aus handelsüblichen Teilen zusammengesetzt und wird auf der Siggraph 2015 präsentiert.





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