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Zeitlupe hat immer Wackeleffekte




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Frage von Bernd:


Hallo,
ich habe einige Versuche mit Zeitlupen-Effekten in Mdeiastudio 6.5 hinter mir.
In der Vorschau sieht immer noch alles manierlich aus, aber auf dem fertigen Video gibt's immer so Wackeleffekte. Ich vermute das sind Interlacing Probleme.
Wie kann man so etwas verhindern?
Gibt es eine Art "De-Interlacing" Funktion?
Was für Leitlupen-Geschwindigkeiten sind ratsam?
In MSP6.5 wird der Speed eines Videos von 0-100% für Zeitlupe festgesetzt. D.h. 50% entspricht 2x Zeitlupe.
ist es hier wichtig nur ganzzahlige Zeitlupenfaktoren zu verwenden (;d.h. 25% für 4x, 50% für 2x etc.)? BTW: das habe ich bei obigen Zeitlupen gemacht und trotzdem Interlace effekte.

Danke für die Hilfe
Bernd

100141.155 -BEI- compuserve.com




Antwort von Willi aus dem Ahrtal:

Hallo Bernd,

perfekt wirst Du's nicht hinbekommen, aber versuch mal, in der betreffenden Zeitlupenszene die Halbbildreihenfolge umzudrehen. Das führt meist zum Erfolg.

Natürlich ist es am besten, nur ganzzahlige Zeitlupenfaktoren zu verwenden. Die Software muss ja zusätzliche Bilder in den Clip hineinrechnen. Wenn Du da krumme Werte nimmst, wird's schwer ;-)))

Gruss Willi


w.roedle -BEI- t-online.de



Antwort von Marius:

Hallo Bernd

Gleiches Problem hat mich fast zur weißglut gebracht und deshalb habe ich hier die Lösung, oder zumindestens das beste, was du bekommen kannst.
erstens: du kannst generell in 2 modi deine Videos drehen, also schon in der Kamera, die eine Version ist die allgemeine einstellung, d.h. du nimmst 25 frames mit 2 halbbildern auf (;interlace, bei bewegung am kammeffekt erkennbar) oder du schaltest die kamera auf progressive scan. In diesem Fall soll der progressive scan eine framerate von 25 ganzbildern erzeugen, daher kann man bei kameras ohne progressive scan z.b. den slow shutter aktivieren und auf 1/25 sek. setzten, dann hast du interlacefreie, vollaufgelöste frames. so arbeiten eigentlich die Profis, denn der nächste weg ist unendlich viel eleganter, aber dazu muß man das prinzip von halbbildern, PALPAL im Glossar erklärt und frames ein wenig verinnerlichen.

also, weg nr. 2, der geile weg :)
du benutzt deine kamera im normalen interlacemodus. was jetzt passiert ist, und das sagt einem ersteinmal keiner, deine kamera "fotografiert" mit 1/50, und zwar für jedes FrameFrame im Glossar erklärt 2x! Das tolle daran ist, das du, weil PALPAL im Glossar erklärt zwar genial ist, aber verdammt alt, pro sekunde 25 bilder mit DV-Auflösung bekommst, diese in wirklichkeit aber 2 unterschiedliche bilder sind, nämlich in einem zeitlichen abstand von 1/50 sekunde. d.H. ein frame wird in der ersten 50stel sekunde in den geraden zeilen "Belichtet" und in der 2ten 50stel sekunde in den ungeraden Zeilen! oder auch genau entgegengesetzt, das hängt vom Camcorder-hersteller ab.
schön wäre, wenn du jetzt bei einer 50% Zeitlupe deine 50 Halbbilder pro sekunde auf 25 Frames strecken könntest, dann hättest du zwar nur noch die halbe bildauflösung, aber zeitlich gesehen mit der maximalsten Qualität gearbeitet. UND DAS GEHT!!!! und das auch noch ganz einfach!!!

Stelle dein previewfenster auf 1:1, dann solltest du für jeden FrameFrame im Glossar erklärt, den du mit dem Frame-vorwärtspfeil anwählst, genau das kammartige interlace gezackere sehen. jetzt stellst du die geschwindigkeit auf 50%. wenn du jetzt frame für frame durch den film klickst, gibt es mehrere möglichkeiten (;ohne preview zu rendernrendern im Glossar erklärt, sonst sieht man es nicht).
1. du siehst alle 2 mauskclicks ein neues gezacktes bild. wenn das der fall ist:
gehe in die projekteinstellungen und schalte von frame-based auf fieldorder-A (;ich benutze die englische ersion, mag anders heissen)
probiere 1. noch einmal.
ist das ergebnis gleich unbrauchbar:
clicke den film in der Zeitleiste an und lege über die rechte maustaste die feldoptionen entsprechend deiner hardware fest, ersteinmal "Fieldorder A".

Wenn alles so stimmt (;und du auch den deinterlaceschalter NICHT gedrückt hast, schreckliche qualitätsverluste sind die folge), sollte jetzt die zweite möglichkeit gegeben sein:

2. du siehst JEDEN mausklick ein neues bild, ohne die interlacestreifen!

jetzt funktionieren die Zeitlupen fast ruckelfrei und die 50%zeitlupe sogar in normaler framegeschwindigkeit.

ausserdem wird erst, wenn diese einstellungen jeweils für jeden verwendeten film gemacht werden und auch das projekt so eingestellt ist, alle 3d-Transitionen glatter.

und wenn du zum beispiel ein video schneller ablaufen lassen willst, werden erst mit diesen einstellungen aufeinanderfolgende bilder in neue halbbilder umgerechnet, ohne das es zu verzahungen des interlaces kommt.

Warum ist das so?

nur kurz, denn am besten probiert man das selber aus. in den ddefaulteinstellungen denkt mediastudio es hätte 25 vollbilder vor sich, dazu gehören eben auch die gezackten ränder. solange man an den geschwindigkeiten nicht dreht, wird beim zurückspulen auf den DV das problem hardwaremäßig wieder geradegebogen und man merkt von dem problem nichts. sobald man aber die laufgeschwindigkeit ändert, bekommt der camcorder beim zurückspulen die falschen interlacebilder und fängt so an z.b. das 2.te bild vor dem ersten abzuspielen, und bei ungeraden zeitlupen sogar oszillierend, das resultat ist ein zuckendes ding.
sagt man mediastudio wie die filme aufgebaut sind, so werden die 25 bilder pro sekunde nicht mehr beachtet, sondern für den benutzer unsichtbar gibt es jetzt 50 bilder pro sekunde, und egal was man jetzt macht, man hat im fertigen video keine vorwärts-rückwärtssprünge in der zeit (;wie vorher).

P.s. auch bei dem zoom in zoom out-transitionsfilter ist erst richtig eingestellt, eine klasse bildqualität da.

Wozu also deinterlace oder slow shutter? nun wen man die filme weiterverarbeiten möchte, z.b. als animierter hintergrund in einem 3-dprogramm, dann braucht man ganze bilder, ohne interlace. eine lösung wäre, die halbbilder durch eine Zeitlupe zu trennen, die 3d-sachen anwenden und mit einem zeitraffer wieder zusammenzufügen. dann hätte man auch beste qualität aber die berechnung würde genau 4x so lange dauern. nun, auch das muß nicht sein, davon aber an geeigneter stelle mehr.

so, ich hoffe ich konnte dir und vielleicht auch anderen in diesem Forum helfen

Gruß Marius
"(;User Above)" wrote:

:
: Hallo,
: ich habe einige Versuche mit Zeitlupen-Effekten in Mdeiastudio 6.5 hinter mir.
: In der Vorschau sieht immer noch alles manierlich aus, aber auf dem fertigen Video
: gibt's immer so Wackeleffekte. Ich vermute das sind Interlacing Probleme.
: Wie kann man so etwas verhindern?
: Gibt es eine Art "De-Interlacing" Funktion?
: Was für Leitlupen-Geschwindigkeiten sind ratsam?
: In MSP6.5 wird der Speed eines Videos von 0-100% für Zeitlupe festgesetzt. D.h. 50%
: entspricht 2x Zeitlupe.
: ist es hier wichtig nur ganzzahlige Zeitlupenfaktoren zu verwenden (;d.h. 25% für 4x,
: 50% für 2x etc.)? BTW: das habe ich bei obigen Zeitlupen gemacht und trotzdem
: Interlace effekte.
:
: Danke für die Hilfe
: Bernd



mariusw -BEI- rocketmail.com



Antwort von Bernd:

"(;User Above)" wrote:

: Was ist eigentlich besser für Zeitlupe geeignet: Aufnahmen in Hallbildern oder
: progressiv?
: Welche der beiden Theorien stimmt bzw. ist ausschlaggebend?
:
: 1.) Interleave ist besser weil es im Endeffekt 50 Halbbilder statt 25 Vollbilder sind
: und das Video bei Verlangsamung wegen der höhren FramerateFramerate im Glossar erklärt weniger
: "ruckelt".
:
: 2.) Progressiv ist besser weil aus den Vollbildern besser die Zwischenbilder berechnet
: werden können.

Hmmm,
ich habe gerade mal geschaut. In MSP gibt's noch Optionen die da lauten:
*BildTyp (;Vollbild-basierend, Feld-Reihenfolge A, Feldreihenfolge B)
->Wählt man Vollbild basierend, dann gibt's ein Feld "Flimmerreduzierung"
->Wählt man Feld Reihenfolge X, dann gibt's ein Feld "Entflechten"
Was wählt man denn hier?
Oder bleibt mir nur ausprobieren?

mfG
Bernd


100141.155 -BEI- compuserve.com



Antwort von Pawel:

Was ist eigentlich besser für Zeitlupe geeignet: Aufnahmen in Hallbildern oder progressiv?
Welche der beiden Theorien stimmt bzw. ist ausschlaggebend?

1.) Interleave ist besser weil es im Endeffekt 50 Halbbilder statt 25 Vollbilder sind und das Video bei Verlangsamung wegen der höhren FramerateFramerate im Glossar erklärt weniger "ruckelt".

2.) Progressiv ist besser weil aus den Vollbildern besser die Zwischenbilder berechnet werden können.

pawel3 -BEI- gmx.net



Antwort von Bernd:

Hallo Marius,
vielen Dank für Deine Tips.
ich werde mal schauen, ob ich etwas ausrichten kann. Leider ist nicht immer bei der Aufnahme schon ersichtlich, ob das später mal eine Zeitlupe wird oder nicht. Speziell, wenn ich den Camcorder jemandem in die Hand gedrückt habe, der die Kamera gerade mal ruhig halten und ein/ausschalten kann. Ihm noch die zusammenhänge mit Interlace, Shutter-Funktionen zu erklären scheidet leider aus praktischen erwägungen aus.
Aber mal sehen ob ich's dem Media-Studio beipuhlen kann, die Halbbilder sauber zu trennen und dann sequentiell aufzuzeichnen.
Eventuell noch ein Filter drüber und die Sache müßte eigentlich ganz anständig aussehen.

mfG
Bernd

100141.155 -BEI- compuserve.com




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