Frage von nachtspion:Hallo, ich bin Besitzer einer VX2100. Ich produziere meine Videos ausschließlich für das Internet. HD war da bisher nie ein Thema.
Trotzdem möchte ich in Zukunft auf Breitbild umstellen, 4:3 ist auch im Internet langsam "out of date". Deshalb denke ich darüber nach meine VX2100 16:9 fähig zu machen oder mir gleich eine HD Cam wie die Hf100 zuzulegen.
Denn wenn ich mir die Preise für den Century 16:9 Konverter ansehe, komme ich mit der Canon deutlich billiger. Und da die Videos wirklich nur im Netz ausgestrahlt werden, frage ich mich schon, ob es sich noch lohnt in die VX zu investieren. Eventuell bekomme ich für die VX noch soviel das ich mir die Hf100 mit Zubehör kaufen könnte?
Außerdem reizt mich der Bandlose Workflow.
Das einzige Manko der HF gegenüber der VX wird wohl das Lowlight verhalten sein, wobei ich aber oft gelesen habe das die HF ein gutes Lowlight verhalten hat. Leider finde ich die VX nicht mehr in der Slashcam Datenbank um sie im Lowlight mit der HF100 vergleichen zu können. Wisst ihr in etwa wie groß der Unterschied ist. Ich Filme oft im Dunkeln bzw. mache Interviews in Clubs und Diskotheken.
Oft wird vorgeschlagen der HF100 die HV30 vorzuziehen. Da wäre ich aber wieder zurück am Band, was mich bei der VX eigentlich ziemlich genervt hat. Größtes Plus im Vergleich sind die manuellen Möglichkeiten bei der HV30. Wenn ich aber sowieso daran denke, mir einen DOF Adapter zuzulegen, sind dann nicht die Vorteile der HV30 bezüglich der manuellen Einstellmöglichkeiten obsolet?
Jede Meinung ist willkommen.
Antwort von weitwinkel:
fürs internet reicht doch der 16:9 modus der vx2100 allemal oder?
hf100/hv20 haben sicher das bessere bild aber ob man damit in der disco
was ordentliches gedreht bekommt (cmos-problematik mit discolicht)
schlechtere tonabteilung schwächer bei lowlight ist fraglich...
und ob man mit so einer kleinen cam (hf100 ohne sucher) als interviewter das
überhaupt ernst nimmt?....
gruß cj
Antwort von Bruno Peter:
Oft wird vorgeschlagen der HF100 die HV30 vorzuziehen. Da wäre ich aber wieder zurück am Band, was mich bei der VX eigentlich ziemlich genervt hat. Größtes Plus im Vergleich sind die manuellen Möglichkeiten bei der HV30. Wenn ich aber sowieso daran denke, mir einen DOF Adapter zuzulegen, sind dann nicht die Vorteile der HV30 bezüglich der manuellen Einstellmöglichkeiten obsolet?
1. Hier erfährst Du etwas über die Möglichkeiten der Canon HV30. Mich stört das Band absolut nicht, habe jetzt sogar zwei HDV-Kameras mit Band als Speichermedium. Ich lege das Band ja nur einmal rein und nehme es einmal raus, das ist alles... Habe bisher für die Sony HC3 und Canon HV30 zusammen 46 Bänder eingesetzt, alles störungsfrei! Aber bitte, es ist nur meine Erfahrung, schätze auch die einfache Archivierungsmöglichkeit für geschnittene Videos und die problemlose Vorführung davon egal welches Fernsehsystem nun gerade verfügbar ist.
2. Informiere Dich ersteinmal über den Sinn eines DOF Adapters, bevor Du überlegst ob manuelle Kamera-Einstellmöglichkeiten den DOF Adapter überflüssig machen.
3. Die HF100 ist sicher nicht schlechter und nicht besser bei der Bildqualität als die HV30, aber überlege wie Du die Bearbeitung des schwierigen H.264/AVC-Materials bewältigen möchtest. Falls Deine PC- und Videoschnittprogrammausrüstung nicht in der Lage ist dieses Rohmaterial flüssig zu bearbeiten, wirst Du auf eine Transkodierung vor dem Editing zurückgreifen müssen und dann ist Dein erhoffter eleganterer Workflow im Vergleich zum HDV auf Band beim Teufel.
Eine "Nachteule" wie Deine VX, wirst Du mit den obigen Kameras nicht bekommen, erst im HD-Bereich ab 3000 Euro!
Antwort von joerg-emil:
hallo,
na als "nachtspion" kann ich mir gut nachvollziehen, dasse dich besonders für die Lowlight-Fähigkeiten interessierst ;-)
Mach mal Butter bei die Fische und erkläre uns, was du mit der Cam vorhast. DV ist noch nicht tot, aber sehr bald....und 16:9 wird Pflicht....
Ein 16:9 Konverter hat den Nachteil, das dir im 4:3 Sucher/LCD auch ein gestauchtes 16:09 Bild angezeigt wird. Da braucht man für die Bildgestaltung schon recht viel Fantasie. Ich hatte eine Canon XM1, die konnte auch anamorph 16:9 aufnehmen, aber das gestauchte Sucherbild hat mich nach kurzer Zeit echt genervt.
Guten Gewissens kann ich dir nur noch zu HDV raten. Es eröffnen sich dir damit neue interessante Möglichkeiten, auch wenn deine Videos nur im Internet oder auf normaler DVD landen. Ich hatte da mal diesen Beitrag drüber geschrieben am Beispiel einens Chorkonzertes:
viewtopic.php?t=66584?highlight=
Willst du deine Videos nicht nur mit harten Schnitten versehen und etwas aufwendiger nachbearbeiten, rate ich dir dringend zu einer Kamera mit Bandaufnahme. Das erleichtert dir und deinem PC die Nachbearbeitung erheblich und führt zu besseren Ergebnissen. Das AVCHD-Format aus der Hf100 benötigt mit die höchste Rechnerleistung beim Videoschnitt überhaupt und führt regelmäßig zu Problemen, wenn der PC nicht absolut optimal eingerichtet ist.
Insofern auch von mir der Tipp, verkaufe deine DV-Cam und hol dir die HV30.
Gruß Jörg-Emil
Antwort von nachtspion:
Zum DOF-Adapter möchte ich sagen, das ich es eher als gestalterisches Element betrachte, um möglichst nah an Filmlook zu kommen. Und nur da wo ich den Filmlook haben möchte, brauche ich meiner Ansicht nach manuelle Einstellmöglichkeiten. Der Rest läuft mit der Automatik.
Ich habe hier einen Intel Quad 9550 mit 4 GB Speicher. Sollte das nicht für AVCHD reichen? Speicher ist billig, den würd ich mir nachrüsten wenn nötig. Ich mach meist harte Schnitte.
Im Prinzip ist es so, das meine Videos bisher in kleiner Auflösung gehalten wurden, da der Großteil der Bevölkerung noch auf langsamen I-Net Verbindungen unterwegs waren. Heute ist es aber so dass meine Zielgruppe mit DSL im Bereich von 2.000 - 16.000 und bald 50.000 unterwegs ist. Das bedeutet für mich ein Umdenken. Meine nächsten Videos möchte ich in in voller Auflösung für die Bandbreite um 4.000 Kbit/s veröffentlichen. Vimeo ist da ein gutes Beispiel. Trotz einer reduzierten HD Auflösung sind viele Videos in Vollbild einfach traumhaft anzusehen. Darum überlege ich eine HF100 anzuschaffen. Ich würde mir aber für mein Vorhaben nie wieder so ein Monstrum wie die VX2100 anschaffen, weil es überdimensioniert war. Also alles über 1.000 Euro ist für mein Vorhaben zu teuer.
Klar macht eine HF100 oder eine HV30 bei Interviews nicht viel her, aber ich gebe davor ja immer an das es nur für das Internet ist. Ich glaube nicht, das die Intervieweter mit einer Broadcast Kamera rechnen.
Die VX würde wohl mit einem Century 16:9 gerade so noch meine Anforderungen ans Breitbild erfüllen, wobei die Vimeo Videos im Vergleich zu HV30 oder anderen HD Cams im Vollbild einfach grauenhaft aussehen.
Aber 899 Euro für den Adapter für die Aufrüstung einer DV Kamera? Aus dem Grund bin hin und hergerissen. Die VX hat mich damals 2800 gekostet, und es wäre schade sie einfach in die Ecke zu stellen. Aber noch mal 900 Euro für ein veraltetes Format ausgeben lohnt doch nicht wirklich, oder?
Wie gesagt, mehr als 1.000 Euro dürfen es diesmal nicht werden.