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Frage von Frank Glencairn:


Spaß mit Resolve: bin gerade dabei einen Avatar/Last Airbender inspirierten Look für unsere nächste Doku zu entwickeln.
Der Gag dabei ist, daß der Look ohne Qualifier, Alpha, Masken oder Roto auskommen soll, sondern rein Pixel-/Farb-basiert funktionieren muß.

Wird so langsam :-)




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Antwort von Alex:

Interessant.
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Der Gag dabei ist, daß der Look ohne Qualifier, Alpha, Masken oder Roto auskommen soll, sondern rein Pixel-/Farb-basiert funktionieren muß.
Weil? Geschwindigkeit?

Und was strebst du/ihr an? Gibts Zielvorstellungen oder Vorlagen an denen du dich orientierst?

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Antwort von Frank Glencairn:

Ja, erstens Geschwindigkeit (auf den Shot ziehen, minimal anpassen und fertig), und zweitens hab ich viele Szenen, wo alles mögliche im Vordergrund ist (also Zweige Bäume, Zeugs), was jede Menge Handarbeit und Gefummel bedeuten würde - gibt das Budget aber nicht her.

Inspiration/Zielvorstellung war die Waldszene von Airbender - nicht 1:1 (geht sowieso nicht, weil völlig anders gedreht) aber so in die Richtung.

image_2024-06-20_145622519.png image_2024-06-20_145530208.png

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Antwort von stip:

Alex hat geschrieben:

Weil? Geschwindigkeit?
Show LUTs funktionieren immer so. Bei der Entwicklung werden sie auch in allen möglichen Szenarien getestet weil sie global funktionieren müssen.

Und je nach Produktionsqualität wird dann in der Post auch gar nicht der ganze andere Firlefanz betrieben (was man vor allem von YouTube "Coloristen" kennt).

Bei Roger Deakins Filmen wird zum Beispiel ausser Korrektur von Farbunterschieden und hier und da Belichtungsangleichungen so gut wie nichts gemacht. Bei Marvel Zeug kann aber natürlich jede Menge gewurschtelt sein.

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Antwort von Frank Glencairn:

Wobei das keine Show LUT ist - also eigentlich gar keine LUT, sondern reines Grading von Hand.
Das betrifft ja auch nur die Szene in diesem Wald, und nicht die ganze Show (dafür hab ich tatsächlich ne Show LUT entwickelt) - ist also eher im Bereich Spezialeffekt.

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Antwort von stip:

Ah, dachte für die ganze Dok.

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Antwort von Alex:

stip hat geschrieben:
Show LUTs funktionieren immer so. Bei der Entwicklung werden sie auch in allen möglichen Szenarien getestet weil sie global funktionieren müssen.
Ja, kenne ich auch so, wobei sie dann am Ende doch fast nie überall gleich gut passen :)
stip hat geschrieben:
Bei Roger Deakins Filmen wird zum Beispiel ausser Korrektur von Farbunterschieden und hier und da Belichtungsangleichungen so gut wie nichts gemacht. Bei Marvel Zeug kann aber natürlich jede Menge gewurschtelt sein.
Das wusste ich zwar nicht, aber bei nem Altmeister wie Deakins kann ich mir das sehr gut vorstellen, dass er den Anspruch hat, so viel am Set zu gestalten wie es nur geht. Da ist eine herrliche Arbeitsweise bei der man sein Handwerk verstehen muss, besonders wenn man auf Film dreht. Ich hatte früher das Vergügen mit einigen wirklich genialen Kameramännern wie z.B. Serge Roman (Werbekameramann) auf 35mm zu arbeiten, wirklich ein handwerklicher Meister seines Faches, da kann ich noch viele Geschichten erzählen...
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Wobei das keine Show LUT ist - also eigentlich gar keine LUT, sondern reines Grading von Hand.
Hatte ich auch so verstanden. Wobei ich sagen muss, z.B. tracking Masken meist schnell umzusetzen sind, copy & paste + neues Tracking klappt oft recht zuverlässig. Hängt auch immer von der Anzahl der Einstellungen ab.

Auch wenn ich alles andere als ein Meister im Grading bin (eher ein permaneter Geselle), wenn ich mein eigenes Material grade, stecke ich i.d.R. mehr Arbeit rein als ich dafür bezahlt bekomme. Ich weiß, dass das Material dann besser aussieht bzw. besser zum Projekt passt und die Bilder sind ja meine Visitenkarte. Wäre ich Vollzeit Colorist, wäre das natürlich finanzieller Selbtsmord :D

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Antwort von stip:

Alex hat geschrieben:
stip hat geschrieben:
Bei Roger Deakins Filmen wird zum Beispiel ausser Korrektur von Farbunterschieden und hier und da Belichtungsangleichungen so gut wie nichts gemacht. Bei Marvel Zeug kann aber natürlich jede Menge gewurschtelt sein.
Das wusste ich zwar nicht, aber bei nem Altmeister wie Deakins kann ich mir das sehr gut vorstellen, dass er den Anspruch hat, so viel am Set zu gestalten wie es nur geht. Da ist eine herrliche Arbeitsweise bei der man sein Handwerk verstehen muss, besonders wenn man auf Film dreht. Ich hatte früher das Vergügen mit einigen wirklich genialen Kameramännern wie z.B. Serge Roman (Werbekameramann) auf 35mm zu arbeiten, wirklich ein handwerklicher Meister seines Faches, da kann ich noch viele Geschichten erzählen...
Also bei Deakins findet das Grading quasi wirklich mit der Show LUT statt, die damals von Joachim Zell von Arri in wochenlanger Arbeit auf Basis eines Datensets von Filmscans erstellt wurde, und die Deakins seither bei jedem Film benutzt. Deakins gab Zell glaube ich 'True Grit' als Referenz.

Der workflow der meisten Amateur Coloristen (auch als Resultat der vielen, selbsternannten YouTube "Coloristen") ist viel zu kompliziert, Powerwindow hier, Qualifier da, und führt m.M. meistens zu Verschlechterung gegenüber einem simplen Look.

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Antwort von Frank Glencairn:

stip hat geschrieben:


Der workflow der meisten Amateur Coloristen (auch als Resultat der vielen, selbsternannten YouTube "Coloristen") ist viel zu kompliziert, Powerwindow hier, Qualifier da, und führt m.M. meistens zu Verschlechterung gegenüber einem simplen Look.
Ja, teilweise stehen einem da die Haare zu Berge.
Oft völlig stranger Workflow und Color Pipeline.

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