Frage von Nigma1313:Liebes Forum,
wie sollte das erste Filmprojekt aussehen, um die Aufmerksamkeit eines professionellen Fimlproduzenten zu erlangen? Welche Aspekte (Geschichte, Schauspieler, Genre) sind wirklich wichtig und erfolgsversprechend? Angenehm ehrliches Interview mit dem Filmproduzenten Fabian Gasmia. Schaut rein, Hört rein....empfehlt uns bitte weiter! ;-)
Antwort von Darth Schneider:
Spannend auch für Laien.
Aber sagt mal,
er sagt, möglichst kleines Budget, natürlich sehr gutes Drehbuch, grosse Bilder und möglichst bekannte Schauspieler. Also möglichst Stars…
Schneidet sich das nicht ?
Gerade bei einem ersten (Debut) Film….
Gruss Boris
Antwort von Nigma1313:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Spannend auch für Laien.
Aber sagt mal,
er sagt, möglichst kleines Budget, natürlich sehr gutes Drehbuch, grosse Bilder und möglichst bekannte Schauspieler. Also möglichst Stars…
Schneidet sich das nicht ?
Gerade bei einem ersten (Debut) Film….
Gruss Boris
Es ist halt ein wenig die Quadratur des Kreises....Will heißen: Man muss schon ordentlich tricksen....Aber ich weiß halt auch von Schauspielern, die doch recht große Namen haben, die für ein ziemlich mageres Budget kleine Independentfilme gedreht haben. Wie sagte mal eine Schauspielagentin zu mir (Das Interview kommt irgendwann noch auf dem Kanal): Das müssen sich die Schauspieler auch erstmal leisten können...aber wenn das der Fall ist....wieso nicht?
Antwort von iasi:
Nigma1313 hat geschrieben:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Spannend auch für Laien.
Aber sagt mal,
er sagt, möglichst kleines Budget, natürlich sehr gutes Drehbuch, grosse Bilder und möglichst bekannte Schauspieler. Also möglichst Stars…
Schneidet sich das nicht ?
Gerade bei einem ersten (Debut) Film….
Gruss Boris
Es ist halt ein wenig die Quadratur des Kreises....Will heißen: Man muss schon ordentlich tricksen....Aber ich weiß halt auch von Schauspielern, die doch recht große Namen haben, die für ein ziemlich mageres Budget kleine Independentfilme gedreht haben. Wie sagte mal eine Schauspielagentin zu mir (Das Interview kommt irgendwann noch auf dem Kanal): Das müssen sich die Schauspieler auch erstmal leisten können...aber wenn das der Fall ist....wieso nicht?
Große Bilder erhält man, wenn man Drehorte nutzt, die dies kostenlos bieten.
Kleines Budget bedeutet, dass man finanziell erfolgreich ist, auch wenn der Film nicht Millionen einspielt.
Schauspieler sind nicht nur an Geld interessiert. Ein Star hat schon genügend Geld verdient und kann sich Herausforderungen zuwenden, also Rollen übernehmen, die ihn reizen und an denen er nur als Teilhaber mitverdienen kann.
Wichtig finde ich was er über die Ambition, etwas zu erzählen, das auch jemand in Argentinien sehen will, sagt. Das Ziel sollte doch sein, möglichst viele Menschen anzusprechen. Was nutzt die schönste Kunst, wenn sie niemand sieht? Wer hört die Aussage, wenn der Film keine Zuschauer findet?
Andererseits machen 300 Mio.Budget noch kein Traumprojekt.
Antwort von 7River:
iasi hat geschrieben:
Schauspieler sind nicht nur an Geld interessiert. Ein Star hat schon genügend Geld verdient…
Einige Hollywood-Stars haben sicherlich genügend Geld verdient. Aber Tatsache ist, dass die meisten Schauspieler ziemlich knapp bei Kasse sind - besonders hier in Deutschland. Selbst wenn du, salopp gesagt, C-Promis für dein Low-Budget-Projekt gewinnen kannst, wollen die (etwas) Geld sehen. Und einige würden mitmachen, ziemlich sicher sogar (…), weil die ebenso laufende Rechnungen zu bezahlen haben.
Antwort von iasi:
7River hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Schauspieler sind nicht nur an Geld interessiert. Ein Star hat schon genügend Geld verdient…
Einige Hollywood-Stars haben sicherlich genügend Geld verdient. Aber Tatsache ist, dass die meisten Schauspieler ziemlich knapp bei Kasse sind - besonders hier in Deutschland. Selbst wenn du, salopp gesagt, C-Promis für dein Low-Budget-Projekt gewinnen kannst, wollen die (etwas) Geld sehen. Und einige würden mitmachen, ziemlich sicher sogar (…), weil die ebenso laufende Rechnungen zu bezahlen haben.
Gasmia redet von Stars, die auch Leute ins Kino ziehen.
Die verdienen auch in D genügend Geld, dass sie auch mal ein Projekt machen können, das sie von der Rolle her reizt.
Es kann sich für die dann sogar finanziell lohnen, wenn sie prozentual beteilgt sind, statt Gage zu erhalten.
Ein wenig Unternehmergeist sollte man für ein interessantes Projekt schon auch mal aufbringen.
Wenn ein DP 10 Wochen lang für eine geförderte Produktion Wochengagen bezieht, kann er schließlich auch mal 4 Wochen in ein LowBudget-Projekt investieren ohne gleich auf unbezahlten Rechnungen sitzen zu bleiben.
Zumal sich das durchaus auch lohnen kann, wenn man u.a. die Einkommensteuer etc. einrechnet.
Und Schauspieler übernehmen doch Fimrollen nicht in erster Linie, um Rechnungen bezahlen zu können.
Antwort von 7River:
Es geht darin aber auch um einen Debütfilm für 10000 Euro, der in einem Hotel gedreht wurde. Ist das etwa kein Low-Budget?
Was steht denn da oben? Karrierestart.
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Du schreibst:
„Und Schauspieler übernehmen doch Fimrollen nicht in erster Linie, um Rechnungen bezahlen zu können.“
Wenn das Profis sind, doch natürlich tun sie das.
Oder glaubst du Schauspieler leben von Luft und Liebe..?
Auch Künstler müssen Rechnungen bezahlen.
Gruss Boris
Antwort von 7River:
Das spielt natürlich alles keine Rolle, wenn man, wie iasi, gleich mit dem ersten Film erfolgreich durchstarten will.
Antwort von iasi:
7River hat geschrieben:
Es geht darin aber auch um einen Debütfilm für 10000 Euro, der in einem Hotel gedreht wurde. Ist das etwa kein Low-Budget?
Was steht denn da oben? Karrierestart.
Ein Budget berechnet sich nicht aus dem Geld, das der Produzent in seinen Taschen als Bargeld stecken hat.
Das Hotel hatte Kosten durch den Dreh, die es in den Film "investiert" hatte.
Kaum anzunehmen, dass der Crew mit diesen 10000 € die Gagen bezahlt wurde.
...
Alle Beteiligten zeigten bei diesem Debütfilm Unternehmergeist und waren nicht nur Lohnempfänger.
Und wenn diese Unternehmer ihre Teilhaberschaft richtig organisiert und formalisiert hatten, dann erhält auch jeder seinen Anteil, wenn Netflix den Film immer mal wieder ins Programm nimmt und streamt.
Gerade Low-Budget-Filme verlangen nach Unternehmergeist und können nicht realisiert werden, wenn es den Beteiligten darum geht, ihre laufenden Rechnungen durch eine Anstellung bezahlen zu können.
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Du schreibst:
„Und Schauspieler übernehmen doch Fimrollen nicht in erster Linie, um Rechnungen bezahlen zu können.“
Wenn das Profis sind, doch natürlich tun sie das.
Oder glaubst du Schauspieler leben von Luft und Liebe..?
Auch Künstler müssen Rechnungen bezahlen.
Gruss Boris
Wenn es diesen "Künstlern" in erster Linie um das bezahlen von Rechnungen geht, sollten sie sich eine feste Anstellung in einem vielleicht auch anderen Beruf suchen.
Es gibt Handwerker, die arbeiten für ein Unternehmen gegen einen regelmäßigen und sicheren Lohn, mit dem sie ihre Rechnungen bezahlen.
Es gibt Handwerker, die gründen eine eigene Firma und lassen sich von ihren Kunden bezahlen, für die erledigten Aufträge bezahlen.
Antwort von pillepalle:
Iasi hat bis heute nicht kapiert was einen Künstler von einem Handwerker unterscheidet. Ich geb' dir einen Tip... es ist nicht die Art der Bezahlung ;)
VG
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Klar, Handwerker können wenn sie wollen eine eigenen Firma gründen.
Aber Schauspieler sind nun mal Angestellt. Sie werden gebucht für einen Job.
Und sie sind wie alle anderen auch darauf angewiesen das jeden Monat genug Geld rein kommt um von ihrem Beruf leben zu können.
Fällt das weg, gibt es bald gar keine Schauspieler mehr.
Gruss Boris
Antwort von 7River:
iasi hat geschrieben:
Ein Budget berechnet sich nicht aus dem Geld, das der Produzent in seinen Taschen als Bargeld stecken hat.
Das Hotel hatte Kosten durch den Dreh, die es in den Film "investiert" hatte.
Kaum anzunehmen, dass der Crew mit diesen 10000 € die Gagen bezahlt wurde.
...
Alle Beteiligten zeigten bei diesem Debütfilm Unternehmergeist und waren nicht nur Lohnempfänger.
Und wenn diese Unternehmer ihre Teilhaberschaft richtig organisiert und formalisiert hatten, dann erhält auch jeder seinen Anteil, wenn Netflix den Film immer mal wieder ins Programm nimmt und streamt.
Gerade Low-Budget-Filme verlangen nach Unternehmergeist und können nicht realisiert werden, wenn es den Beteiligten darum geht, ihre laufenden Rechnungen durch eine Anstellung bezahlen zu können.
Alles richtig. Das gehört natürlich dazu.
Trotzdem werden bestimmte Leute im Team bezahlt. Vor allem Zugpferde. Das sind meistens Schauspieler, die halbwegs bekannt sind. Das haben die Vorbilder in Hollywood in ihren Anfängen auch schon so gemacht.
Da gibt es den „berühmten“ Satz: Wir brauchen einen bekannten Namen. Geht auch als Produzent? Ja.
Antwort von Darth Schneider:
Unternehmergeist und gratis Arbeit um seine Karriere ins laufen zu bringen hin oder her.
Ich war nie ein Fan von gratis zu arbeiten, ganz egal wer, was und wie hoch das Budget ist.
Zumal bringt das automatisch Spannungen innerhalb der Crew. Wenn der eine gut verdient und der andere der sich nicht weniger Mühe gibt gratis arbeitet.
Das finde ich grundsätzlich falsch.
Gruss Boris
Antwort von 7River:
Besonders im No-Budget/Low-Budget machen viele aus Spaß an der Freude mit. Oder welche, die gerade mit dem Filmen/der Schauspielerei anfangen, und etwas fürs Portfolio benötigen. Trotzdem bekommen tragende Personen, wie etwa echte Schauspieler, oft einen Lohn. Und wenn es unter der Hand ist.
Antwort von iasi:
7River hat geschrieben:
Besonders im No-Budget/Low-Budget machen viele aus Spaß an der Freude mit. Oder welche, die gerade mit dem Filmen/der Schauspielerei anfangen, und etwas fürs Portfolio benötigen. Trotzdem bekommen tragende Personen, wie etwa echte Schauspieler, oft einen Lohn. Und wenn es unter der Hand ist.
Unter der Hand geht doch sowieso nichts.
"Aus Spaß an der Freude" ist zudem keine Motivation, um an einer Filmproduktion mitzumachen, der man viel Vertrauen entgegenbringen kann.
Die Motivation sollte sein, am Ende der Mühen einen Film einem möglichst großen Publikum zeigen zu wollen.
No-Budget/Low-Budget bedeutet, dass das zur Verfügung stehende Geld knapp ist.
Gerade "tragende Personen" wie Regisseur, Autor, DP, Hauptdarsteller etc. müssen Eigenleistungen in solch eine Produktion mit einbringen, soll es überhaupt umgesetzt werden können.
Geld muss erstmal da sein, um damit jemanden bezahlen zu können.
Wer soll dieses Geld zur Verfügung stellen?
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Natürlich hier die Filmförderung, in anderen Ländern die Sponsoren, beziehungsweise in Amerika die Studios. Sicher nicht der Regisseur, der DoP oder der Hauptdarsteller.
Natürlich bestätigen einige wenige Ausnahmen die Regel.
Aber ich denke nicht das du irgend einen Profi findest der für dich arbeitet und gleichzeitig den Film noch mitfinanziert.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Unternehmergeist und gratis Arbeit um seine Karriere ins laufen zu bringen hin oder her.
Ich war nie ein Fan von gratis zu arbeiten, ganz egal wer, was und wie hoch das Budget ist.
Zumal bringt das automatisch Spannungen innerhalb der Crew. Wenn der eine gut verdient und der andere der sich nicht weniger Mühe gibt gratis arbeitet.
Das finde ich grundsätzlich falsch.
Gruss Boris
"Gratis" arbeitet jemand nicht, wenn er sich in eine Filmproduktion einbringt.
Er ist ja schließlich an der Herstellung eines Filmes beteiligt, an dem er dann auch Rechte besitzt.
Wer denkt, er würde für jemanden anderen arbeiten, hat nicht verstanden, dass er für sich selbst arbeitet.
Er arbeitet zusammen mit anderen an seinem Film, den er dann auch zusammen mit den anderen besitzt.
Wenn sich ein Dutzend Leute zusammentun, um einen Film zu drehen, und Eigenleistung, Geräte und Geld einbringen, werden sie sich genau überlegen, ob sie jemanden engagieren und bezahlen.
Dann wird vielleicht nur ein Kurzfilm gedreht, weil alle die großen Investition von Zeit und Geld scheuen.
Nur: Die Chancen etwas mit diesem Kurzfilm zu erreichen, sind dann auch nur minimal.
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Dann wird der Mitarbeiter Sicherheiten von dir sehen wollen, sonst wird er dankend ablehnen.
Niemand geht sonst so ein Risiko ein, weil niemand kann garantieren das dein erster Film überhaupt Geld einspielt.
Darum gibt es Filmförderung.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Natürlich hier die Filmförderung, in anderen Ländern die Sponsoren, beziehungsweise in Amerika die Studios. Sicher nicht der Regisseur, der DoP oder der Hauptdarsteller.
Natürlich bestätigen einige wenige Ausnahmen die Regel.
Aber ich denke nicht das du irgend einen Profi findest der für dich arbeitet und gleichzeitig den Film noch mitfinanziert.
Gruss Boris
Es gibt keine "Sponsoren".
Wer Geld investiert, tut dies mit einer Gewinnabsicht.
Und natürlich sind dies dann Leute aus der Branche, die dies auch tun.
Regisseure gründen Produktionsfirmen.
Hauptdarsteller arbeiten auf Basis von prozentualler Beteiligung - vor allem die Stars.
Filmförderung gibt vor, die Branche zu unterstützen und Filmkunst zu fördern. Mittlerweile sind wir aber an einem Punkt angelangt, wo Filmförderung eigentlich nur noch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist.
Filme werden hergestellt, um die Förderung zu erhalten.
Die beschränkten FF-Gelder sind dann auch schon aufgeteilt und halten die etablierten Unternehmen am Leben.
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Nicht nur die Stars machen das aber nur weil sie A eh schon genug Geld auf dem Konto haben um so ein Risiko überhaupt eingehen können und B nur für jemanden der sehr viel Erfahrung und schon mehrere Erfolge vorzuweisen hat.
Ansonsten vergiss es.
Und bei allen Film und TV Produktionen wo ich reinschauen durfte waren Alle ganz normal bezahlt. Und das waren Filme mit eher kleinem Budget.
Gruss Boris
Antwort von Frank Glencairn:
iasi hat geschrieben:
"Aus Spaß an der Freude" ist zudem keine Motivation ..
Das stimmt so nicht alle 1-2 Jahre mach ich mal was mit, einfach weil ich Bock drauf habe, mich das Thema oder die Herausforderung reizt. Irgend ein Erfolg oder Einspielergebnis interessieren mich dabei überhaupt nicht, sondern nur die Arbeit daran.
Und da bin ich nicht der einzige, ich kenne ne ganze Menge Kollegen aus allen Möglichen Bereichen, die das so machen.
Voraussetzung ist dabei natürlich immer, daß das ganze Hand und Fuß hat, entsprechend hochkarätige Leute mit machen, das Script wirklich gut ist und das ganze keine Kindergarten-Shitshow ist.
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Spass an der Freude
Wird ja auch der wichtigste Grund sein warum meisten Leute überhaupt erstmal eine Kamera in die Hand nehmen… )
Aber das heisst nicht das sie ständig gratis/ auf eigenes finanzielles Risiko arbeiten…
Da geht man besser gleich an die Börse, die Erfolgschancen sind viel grösser.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Dann wird der Mitarbeiter Sicherheiten von dir sehen wollen, sonst wird er dankend ablehnen.
Niemand geht sonst so ein Risiko ein, weil niemand kann garantieren das der Film überhaupt Geld einspielt.
Darum gibt es Filmförderung.
Gruss Boris
Warum soll der Mirarbeiter denn Sicherheiten von mir sehen wollen, wenn er Geschäftspartner ist?
Und natürlich geht jemand ein Risiko ein, um einen Film herzustellen, denn sonst wird kein Film hergestellt.
Leider sind wir in D an dem Punkt, dass Filme hergestellt werden, um Filmförderung zu erhalten. Niemand geht mehr ein Risiko ein, weil sowieso niemand davon ausgeht, dass ein Film Geld eingespielen wird. Produktionsfirmen leben von der Filmförderung und nicht von den Einnahmen von Filmen.
Gefällt das Drehbuch und die Projektvorstellung den Gremien, ist das Ziel schon erreicht und für die Mitarbeiter und die Produktionsfirma sichergestellt, dass die laufenden Rechnungen bezahlt werden. Der Film und ob dieser dann Zuschauer erreicht, ist nebensächlich.
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Glaubst du im ernst das jemand dein Geschäftspartner werden und eigenes Geld investieren will ohne Sicherheiten von dir zu sehen ?
Sehr naives denken.
Ebensogut könnte ich einen Kameramann einstellen ohne jemals was von ihm gesehen zu haben.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Spass an der Freude
Wird ja auch der wichtigste Grund sein warum meisten Leute überhaupt erstmal eine Kamera in die Hand nehmen… )
Aber das heisst nicht das sie ständig gratis/ auf eigenes finanzielles Risiko arbeiten…
Da geht man besser gleich an die Börse, die Erfolgschancen sind viel grösser.
Gruss Boris
Das ist ja das Problem der deutschen Filmlandschaft:
Die Leute, die in der Filmbranche arbeiten, glauben selbst nicht mehr an die Erfolgschancen der Filme, die sie selbst herstellen.
Wer soll denn dann überhaupt noch Geld in solche Filmproduktionen investieren?
Da kommt dann der Ruf nach der Allgemeinheit, die diese Filmbranche und die Leute, die in ihr arbeiten, finanzieren soll.
Wer selbst nicht an das glaubt, was er herstellt, sollte es besser lassen und sich eine andere Betätigung suchen.
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Ich sehe das so.
(Zumindest bei uns wo Film und Showbusiness gar keine riesige Industrie ist wie in den USA)
Film ist Kunst, und Kunst muss man fördern, so oder so.
Weil es kommt schlussendlich immer weniger Geld rein als raus geht.
Filme/Theater/Tanz/Oper/Musik/Literatur/bildende Kunst, und so weiter, ist alles Unterhaltung für die Leute.
Das braucht es, das ist wertvoll für die Gesellschaft.
Und das muss alles finanziell gefördert werden.
Und von mir aus mit viel mehr Geld als es jetzt der Fall ist, da zahle ich sehr gerne mehr Steuern.
Dabei geht es nicht nur um die Filme, auch um den Nachwuchs, die Filmschulen/Unis, was hier auch viel zu wenig gefördert wird.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Glaubst du im ernst das jemand dein Geschäftspartner werden und eigenes Geld investieren will ohne Sicherheiten von dir zu sehen ?
Sehr naives denken.
Ebensogut könnte ich einen Kameramann einstellen ohne jemals was von ihm gesehen zu haben.
Gruss Boris
Es ist üblich, dass Geschäftspartner gemeinsam das Risiko tragen.
Wenn ich das Risiko eines Geschäftspartners absichern soll, brauche ich doch diesen Partner gar nicht mehr.
Nehmen wir mal an, du wirst Teilhaber an einer gemeinsamen Produktionsfirma.
Und nun verlangst du von deinen Partnern, dass sie den Kredit absichern, mit dem du deinen Anteil finanzierst.
Naiv zu denken, dass sie dich dann überhaupt als Partner brauchen und wollen.
Du verstehst auch den Unterschied nicht zwischen dem Einstellen eines Kameramanns und der Einigung auf eine Partnerschaft.
Oder willst du etwa mit einem Partner eine Firma gründen, wenn du allein das Kreditrisiko übernimmst, während dein Partner nichts rsikiert?
Antwort von Alex:
Iasi, niemand wird mit dir Filme produzieren, bei denen er selbst ein Risiko eingeht, solange du keine Referenzen vorweisen kannst. Ohne sichtbare Ergebnisse wird dich niemand ernst nehmen.
Erfahrungen in kleinen Projekten sind die Grundlage für größere Vorhaben. Je mehr kleinere Projekte du realisierst, desto mehr Referenzen kannst du vorzeigen, um deine Qualifikation zu belegen. Ohne Qualifikation gibt es keinen Job – und erst recht keinen Geschäftspartner, der bereit ist, mit dir ein Risiko einzugehen.
Kurzfilme, egal ob unbezahlt oder bezahlt, sind der Weg, um irgendwann bei Spielfilmen anzukommen. Alles andere ist entweder eine seltene Ausnahme oder schlicht naives Wunschdenken.
Wenn ich einen Kameramann (und/oder Investitionspartner) suche, und ich frage z.B. jemanden wie Frank, könnte er sagen: „Ich habe etwas Ähnliches schon einmal gemacht“ und mir dann das entsprechende Projekt zeigen – selbst wenn es nur ein einminütiger Clip ist. Das reicht, um zu sehen, dass er Erfahrung gesammelt hat. Selbst jemand ohne große kommerzielle Projekte wird interessant, wenn er durch kleinere, nicht-kommerzielle Arbeiten zeigt, dass er in dem Bereich Erfahrung hat, der mir wichtig ist. Solche Leute werden gebucht.
Du hingegen kommst nur mit Theorien. Wenn ich nachfrage, wie du diese praktisch umsetzen willst, hast du nichts vorzuweisen. Niemand wird sich darauf einlassen – absolut niemand.
Mein Rat: Dreh ein paar Kurzfilme mit minimaler Crew und begrenzten Mitteln. Wenn der Stoff interessant und die Umsetzung einfach ist, kann das gut funktionieren. So etwas bringt dich weiter und zeigt, dass du es ernst meinst. Solange du nur Worte und keine Ergebnisse lieferst, bleibst du unglaubwürdig. Das wird sich nicht durch das, was du schreibst, ändern – nur durch Resultate.
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Schon kar, aber ich mache doch keine Geschäfte ohne Sicherheiten.
Beziehungsweise keinen Film mit jemandem der selber keinen einzigen erfolgreichen Film gemacht hat.
Sonst kann ich ja gleich die Mafia um Geld fragen…;)))
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Ich sehe das so.
(Zumindest bei uns wo Film und Showbusiness gar keine riesige Industrie ist wie in den USA)
Film ist Kunst, und Kunst muss man fördern, so oder so.
Weil es kommt schlussendlich immer weniger Geld rein als raus geht.
Filme/Theater/Tanz/Oper/Literatur und so weiter, ist alles Unterhaltung für die Leute.
Das braucht es, das ist wertvoll für die Gesellschaft.
Wenn die Leute diese Unterhaltung nicht nutzen und nur dafür bezahlen, ist sie schlicht nutzlos für die Gesellschaft und hat daher auch keinen Wert für sie.
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Und das muss finanziell gefördert werden.
Und von mir aus mit viel mehr Geld als es jetzt der Fall ist, da zahle ich sehr gerne mehr Steuern.
Dabei geht es nicht nur um die Filme, auch um den Nachwuchs, die Filmschulen/Unis, was hier auch viel zu wenig gefördert wird.
Gruss Boris
Filme, die niemand sieht, braucht niemand.
Welchen Sinn macht es einen Nachwuchs zu fördern, der dann nur Filme produziert, die niemand sieht?
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Ohne Nachwuchs keine Filme, oder zumindest nicht für lange. Und die müssen gut ausgebildet sein.
Zum Finanzieren:
Wenn ich den Frank frage, ob er mein Geschäftspartner sein will um selber Geld zu investieren um mein Drehbuch zu verfilmen lacht der mich nur aus.
Weil ich habe Nix vorzuweisen.
Wenn ich aber dem Frank hingegen das Drehbuch schicke, ihm sage ich geb dir 5000€ dann kommt er womöglich gerne und arbeitet auch zwei Tage länger wenn es sein muss.
Und 5000 Franken muss ich auftreiben, aber nicht von der Crew…
So läuft der Hase.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Schon kar, aber ich mache doch keine Geschäfte ohne Sicherheiten.
Beziehungsweise keinen Film mit jemandem der selber keinen einzigen erfolgreichen Film gemacht hat.
Sonst kann ich ja gleich die Mafia um Geld fragen…;)))
Gruss Boris
Wenn du selbst nicht an das glaubst, was du tust, solltest du etwas ganz anderes tun.
Ein DP, der schon mit der Erwartung an einen Kinofilmdreh geht, dass den Film dann niemand sehen wird, sollte besser z.B. Imagefilme für Unternehmen drehen.
Das ist ja auch das Problem mit Kurzfilmen: Niemand geht von einem finanziellen Erfolg aus.
Wenn mich ein Projekt überzeugt und ich am Ende einen verwertbaren Film voraussehe, investiere ich in dieses Projekt - einen "erfolgreichen Film" kann in D doch sowieso kaum jemand vorweisen. :)
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Das hat nichts mit Glauben zu tun.
Ich „glaube“ ich könne die Regie in einem SF Hollywood Film übernehmen.
Was nützt das dem Frank ?
Der glaubt dann was ganz anderes.
Glauben tut man in der Kirche.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Ohne Nachwuchs keine Filme, oder zumindest nicht für lange. Und die müssen gut ausgebildet sein.
Wenn die Filme, für dere Herstellung der Nachwuchs ausgebildet werden soll, eh nicht angesehen werden, braucht es auch diese Ausbildung nicht mehr.
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Zum Finanzieren:
Wenn ich den Frank frage, ob er mein Geschäftspartner sein will um selber Geld zu investieren um mein Drehbuch zu verfilmen lacht der mich nur aus.
Weil ich habe Nix vorzuweisen.
Wie schon gesagt:
In D gibt es nur sehr wenige Leute, die erfolgreiche Filme vorzuweisen haben.
Was soll ich denn von jemandem halten, der z.B. beim Dreh eines Filmes beteiligt war, für den nicht mal 5000 Kinokarten verkauft wurden.
Wichtig ist das Drehbuch - und ob man darin Erfolgspotential erkennt.
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Wenn ich aber dem Frank hingegen das Drehbuch schicke, ihm sage ich geb dir 5000€ dann kommt er womöglich gerne und arbeitet auch zwei Tage länger wenn es sein muss.
So läuft der Hase.
Gruss Boris
Wenn er kommt, weil er 5000€ von dir bekommt und nicht aufgrund des Drehbuchs, ist das ein schlechter Ansatz.
Es gibt Leute, die drehen Werbedauersendungen fürs TV - das machen sie auch nur fürs Geld.
Antwort von Darth Schneider:
Und ich glaube ein erfolgreicher Film entsteht erstmal durch das Drehbuch.
Und der Knackpunkt dabei ist, wer was schreibt und nicht zuletzt welches Drehbuch das verfilmt werden soll ausgesucht wird.
Da liegt bei uns der Hund begraben,
zu wenig Mut von den Produzenten, die falschen Drehbücher fürs Publikum werden vielfach verfilmt.
Nur meine Meinung.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Das hat nichts mit Glauben zu tun.
Ich „glaube“ ich könne die Regie in einem SF Hollywood Film übernehmen.
Was nützt das dem Frank ?
Der glaubt dann was ganz anderes.
Glauben tut man in der Kirche.
Gruss Boris
Wenn Frank nur kommt, weil er dafür bezahlt wird, dann sagt das rein gar nichts über die Qualität des Drehbuchs oder des Projekts aus.
Auch in Hollywood muss ein erfolgreicher Regisseur ein überzeugendes Konzept und Drehbuch vorweisen.
Und genau darum geht es:
Konzept und Drehbuch. Davon müssen die Leute überzeugt sein, die eine Filmproduktion dann auch ermöglichen.
Wenn es dann noch einen DP braucht, der gegen Gage am Film mitarbeitet, macht man eine Stellenausschreibung und einen Vorstellungstermin. ;)
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
Und ich glaube ein erfolgreicher Film entsteht erstmal durch das Drehbuch.
Und der Knackpunkt dabei ist, wer was schreibt und nicht zuletzt welches Drehbuch das verfilmt werden soll ausgesucht wird.
Da liegt bei uns der Hund begraben,
zu wenig Mut von den Produzenten, die falschen Drehbücher fürs Publikum werden vielfach verfilmt.
Nur meine Meinung.
Gruss Boris
Das ist der Punkt:
Ist das Drehbuch überzeugend, ist es egal, was der Autor zuvor gemacht hat.
Wenn denjenigen, die den Film drehen sollen, der Mut fehlt, wird´s schon gar nichts.
Wenn diese Leute davon ausgehen, dass ein Film sowieso kein Publikum findet, machen sie sich auch keine Gedanken mehr darüber, ob das Drehbuch dazu geeignet ist.
Zumal sie sowieso mit Filmförderungsmittel bezahlt werden, wenn sie irgendetwas drehen - also egal welches Drehbuch, Hauptsache es wird gefördert.
Antwort von 7River:
iasi hat geschrieben:
In D gibt es nur sehr wenige Leute, die erfolgreiche Filme vorzuweisen haben.
Heißt ja noch lange nicht, dass die weniger erfolgreichen Filme schlecht sind. Oder? Wer macht denn in Deutschland die erfolgreichsten Filme? Til Schweiger. Sollen wir mal da vergleichen?
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Du schreibst:
„Wenn Frank nur kommt, weil er dafür bezahlt wird, dann sagt das rein gar nichts über die Qualität des Drehbuchs oder des Projekts aus.“
Natürlich hast du recht.
Aber der Frank würde das Drehbuch natürlich lange vor dem Dreh lesen und mir so lange auf die Rübe hauen bis die Story und die Dialoge gut genug sind.
(Das wäre ein wichtiger Teil von seinem Job..;)
Und die Hauptdarsteller genau so.
Film ist Teamwork.
So erhöhen sich die Chancen.
Gruss Boris
Antwort von Frank Glencairn:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Du schreibst:
„Wenn Frank nur kommt, weil er dafür bezahlt wird, dann sagt das rein gar nichts über die Qualität des Drehbuchs oder des Projekts aus.“
Natürlich hast du recht.
Aber der Frank würde das Drehbuch natürlich lange vor dem Dreh lesen und mir so lange auf die Rübe hauen bis die Story und die Dialoge gut genug sind.
LOL :D
Normal nehme ich einfach keine Jobs an, bei denen mir schon das Drehbuch nicht zusagt.
Apropos - ich drehe demnächst ein paar Tage in der Schweiz (wahrscheinlich Ende Februar) - da kannst du ja mal auf nen Kaffee vorbei kommen.
Antwort von Darth Schneider:
@7river
Und manchmal sind es Komiker die die sehr erfolgreiche Filme machen…;)
Gruss Boris
Antwort von Darth Schneider:
@Frank
Noch so gerne.
Wo, wann genau ?
Ende Februar bin ich flexibel.
ich helfe euch gratis als Schlepper wenn du willst…
Gruss Boris
Antwort von 7River:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@7river
Und manchmal sind es Komiker die die sehr erfolgreiche Filme machen…;)
Stimmt natürlich. Aber hier gilt das gleiche: Die Filme mögen erfolgreicher sein als andere. Sie sind aber nicht besser.
Antwort von Darth Schneider:
@7river
Manchmal sind die Filme der Komiker aber echt sehr gut…;))
Gruss Boris
Antwort von 7River:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@7river
Manchmal sind die Filme der Komiker aber echt sehr gut…;))
Ja, das stimmt. Ich bezog mich aber auf iasis Kommentar, dass es nur wenige erfolgreiche deutsche Filme gibt.
Antwort von Darth Schneider:
@River
Manchmal muss man halt Schrott kreieren.
Sprich jetzt mal bezüglich Tanz,
halt keine hohe Ballett Kunst machen und die Tänzerinnen in sexy Kostüme stecken und eine fetzige, simple Jazz oder Hip Hop Nummer choreografieren….Oder das Publikum einfach zum lachen bringen.
Weil das Publikum das mag.
Hab ich zig mal so gemacht.
Ist doch beim Film auch nicht anders.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
7River hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
In D gibt es nur sehr wenige Leute, die erfolgreiche Filme vorzuweisen haben.
Heißt ja noch lange nicht, dass die weniger erfolgreichen Filme schlecht sind. Oder? Wer macht denn in Deutschland die erfolgreichsten Filme? Til Schweiger. Sollen wir mal da vergleichen?
Wenn es darum geht, ob du nach deiner Investition in eine Filmproduktion deine Rechnungen noch bezahlen kannst, kommt es darauf an, dass der Film erfolgreich ist.
"Weniger erfolgreich" bedeutet, je nachdem was du darunter verstehen willst, dass du vielleicht Geld verloren hast.
"Kunst" ist ein Begriff, der viel zu oft von Leuten genutzt wird, die eigentlich nur sich selbst auf Kosten aller verwirklichen wollen.
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Du schreibst:
"Kunst" ist ein Begriff, der viel zu oft von Leuten genutzt wird, die eigentlich nur sich selbst auf Kosten aller verwirklichen wollen.“
Da geb ich dir voll recht.
Ändert aber nichts daran, Filme sind Kunsthandwerk und manche davon sind Kunst.
Eine sehr erfolgreiche Choreografin aus New York hat mir mal gesagt,
von 10 Stücken die ich kreiere sind 9 eigentlich schlecht.
Also Kunst entsteht halt nicht jedes mal, auch bei talentierten Leuten nicht.;)
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Du schreibst:
"Kunst" ist ein Begriff, der viel zu oft von Leuten genutzt wird, die eigentlich nur sich selbst auf Kosten aller verwirklichen wollen.“
Da geb ich dir voll recht.
Ändert aber nichts daran, Filme sind Kunsthandwerk und manche davon sind Kunst.
Eine sehr erfolgreiche Choreografin aus New York hat mir mal gesagt,
von 10 Stücken die ich kreiere sind 9 eigentlich schlecht.
Also Kunst entsteht halt nicht jedes mal, auch bei talentierten Leuten nicht.;)
Gruss Boris
Um mal Wikipedia zu zitieren:
Das Wort Kunst (lateinisch ars, griechisch téchne) bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit von Menschen, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind.
Und ich sag´s mal ketzerisch:
Wer den Begriff "Kunst" als Begründung dafür nutzt, um finanziellen Bedarf zu rechtfertigen, ist schlicht nicht in der Lage genügend Menschen mit seinem Werk anzusprechen, die dann die Herstellung des Werkes auch ermöglichen.
Ein Film, den niemand sich ansieht, braucht auch niemand.
Nur diejenigen, die ihn gedreht haben, profitieren dann von der Herstellung.
Und wer sich dafür dann von der Allgemeinheit finanzieren lässt, ist ein Schm... ;):)
Antwort von Darth Schneider:
@iasi
Geb ich dir ja recht.
Es ging mir aber nicht darum was man als Kunst bezeichnen will und was nicht. Das ist so oder so sehr individuell.
Es ging mir nur darum das Film Kunsthandwerk ist, und Kunst sein kann…
Und das man Kunsthandwerk halt möglichst von allen Seiten unterstützen und fördern sollte.
Damit Kunst und das Handwerk nicht verloren geht,
beziehungsweise wegen zu wenig Unterstützung leiden muss/besser und nicht schlechter wird.
Gruss Boris
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@iasi
Geb ich dir ja recht.
Es ging mir aber nicht darum was man als Kunst bezeichnen will und was nicht. Das ist so oder so sehr individuell.
Es ging mir nur darum das Film Kunsthandwerk ist, und Kunst sein kann…
Und das man Kunsthandwerk halt möglichst von allen Seiten unterstützen und fördern sollte.
Damit Kunst und das Handwerk nicht verloren geht,
beziehungsweise wegen zu wenig Unterstützung leiden muss/besser und nicht schlechter wird.
Gruss Boris
"Kunsthandwerk" hört sich nach einem Töpfer an, der wunderschöne Vasen in seiner kleinen Hinterhauswerkstatt töpfert.
Film ist jedoch - gerade, wenn man als Maßstab "professionelle Sets" nimmt - ein kapitalintensives Ergebnis einer Industrie.
Genausogut kann man auch den Bau von Autos als Kunsthandwerk betrachten.
Zumal auch aus einer Vorlage dann massenhaft Kopien gefertigt werden. :)
Und speziell in D, wo die Finanzierung hauptsächlich über die Filmförderung läuft, ist doch die große Kunst, dies hier für sich und seine Produktion nutzen zu können:
https://www.ffa.de/filmfoerderungsgesetz.html
Antwort von iasi:
"Darth Schneider" hat geschrieben:
@7river
Und manchmal sind es Komiker die die sehr erfolgreiche Filme machen…;)
Gruss Boris
Eigentlich sind es TV-Komiker, die erfolgreich waren, die dann die TV-Erfolge ins Kino übertragen. ;)
Oder sie waren eh fürs Fernsehen gedacht:
Männer ist eine als Fernsehspiel gedrehte Komödie von Doris Dörrie aus dem Jahr 1985.
Oder aber man versucht es mit Bestsellern des Buchmarktes und baut darauf, dass ein Teil der Leser dann auch die Verfilmung anschauen werden.
Bei durchschnittlichem Budget von 4 Mio.€ und nicht ganz 10€ Kinokartenpreis braucht es mindestens 800.000 Kinozuschauer, um das Budget wieder einzuspielen.
Das erreicht kaum ein deutscher Film.
Aber immerhin gibts noch das deutsche Fernsehen, das ja auch Inhalte benötigt.
Das erreichten im 1.Hj.2024 nur sehr wenige deutsche Filme:
https://www.google.com/url?sa=t&source= ... 5H_cix_Y0D
Antwort von 7River:
@iasi
Dein Ziel, einen Film zu machen, der auf Anhieb erfolgreich ist und ein Publikumsmagnet wird, in allen Ehren.
Aber: Wovon reden wir hier eigentlich die ganze Zeit? Allmählich bin ich etwas verwirrt.
Selbst als man dein IS-Film-Projekt gelobt hat, kamst du mit Ausreden, dass das Thema nicht mehr in den Medien präsent ist. Und und und…
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du dich verrennst. Du bringst immer wieder neue Argumente vor, um eins nicht zu machen: zu filmen.
Antwort von iasi:
7River hat geschrieben:
@iasi
Dein Ziel, einen Film zu machen, der auf Anhieb erfolgreich ist und ein Publikumsmagnet wird, in allen Ehren.
Aber: Wovon reden wir hier eigentlich die ganze Zeit? Allmählich bin ich etwas verwirrt.
Selbst als man dein IS-Film-Projekt gelobt hat, kamst du mit Ausreden, dass das Thema nicht mehr in den Medien präsent ist. Und und und…
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass du dich verrennst. Du bringst immer wieder neue Argumente vor, um eins nicht zu machen: zu filmen.
Wenn man sowieso davon ausgeht, dass man eine Filmförderung ergattern möchte, ist das Thema natürlich zweitrangig und muss nur die Gremien überzeugen. Soll der Film jedoch auch ein Publikum finden, muss man sich darüber Gedanken machen, wie und wann dies im Idealfall geschehen sollte.
Das Problem mit den Drehbüchern ist die fehlende Reifung. Sobald es FF-Gremien-geeignet ist, wird es zur Filmherstellung genutzt. Denn das ist in D schließlich das primäre Ziel: Die Herstellung des Filmes und nicht dass der Film Zuschauer erreicht.
Das Problem ist dieses "zu filmen".
Dieses "der Weg ist das Ziel".
Da wird ein Thema gewählt oder in einer Vorlage gefunden.
Dann schreibt man mal schnell ein Drehbuch dazu, feilt noch etwas daran, damit es den FF-Gremien gefällt.
Nun kann man sich FF sichern.
Und schon beginnt der Dreh nach Schema F.
Antwort von Darth Schneider:
@ Iasi
Den Bau von schönen Autos konnte man früher durchaus als Kunsthandwerk bezeichnen.
Heute wo 90% der Autos fast gleich langweilig aussehen und eh von Robotern gebaut werden natürlich nicht mehr.
Und wenn du mal einem erfahrenen Töpfer zu schaust was der alles mit den Händen machen kann (was wir Beide nicht mal ansatzweise können) wirst du ganz bestimmt bemerken das solche Arbeit durchaus Kunsthandwerk ist.
Genau so wie ein guter Film auch, oder ein Konzert…
Gruss Boris
Antwort von Frank Glencairn:
iasi hat geschrieben:
Große Bilder erhält man, wenn man Drehorte nutzt, die dies kostenlos bieten.
Kleines Budget bedeutet, dass man finanziell erfolgreich ist, auch wenn der Film nicht Millionen einspielt.
Schauspieler sind nicht nur an Geld interessiert. Ein Star hat schon genügend Geld verdient und kann sich Herausforderungen zuwenden, also Rollen übernehmen, die ihn reizen und an denen er nur als Teilhaber mitverdienen kann.
Wichtig finde ich was er über die Ambition, etwas zu erzählen, das auch jemand in Argentinien sehen will, sagt. Das Ziel sollte doch sein, möglichst viele Menschen anzusprechen. Was nutzt die schönste Kunst, wenn sie niemand sieht? Wer hört die Aussage, wenn der Film keine Zuschauer findet?
Andererseits machen 300 Mio.Budget noch kein Traumprojekt.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn jemand der weder eine Ausbildung noch Erfahrung in dem Bereich hat, geschweige denn jemals irgend ein Projekt (nicht mal ein erfolgloses) durchgezogen hat, und auch sonst nullkommanix vorzuweisen hat darauf besteht, Leute die das seit Jahrzehnten erfolgreich hauptberuflich machen darüber belehren zu wollen, daß sie alles falsch machen.
Antwort von iasi:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Große Bilder erhält man, wenn man Drehorte nutzt, die dies kostenlos bieten.
Kleines Budget bedeutet, dass man finanziell erfolgreich ist, auch wenn der Film nicht Millionen einspielt.
Schauspieler sind nicht nur an Geld interessiert. Ein Star hat schon genügend Geld verdient und kann sich Herausforderungen zuwenden, also Rollen übernehmen, die ihn reizen und an denen er nur als Teilhaber mitverdienen kann.
Wichtig finde ich was er über die Ambition, etwas zu erzählen, das auch jemand in Argentinien sehen will, sagt. Das Ziel sollte doch sein, möglichst viele Menschen anzusprechen. Was nutzt die schönste Kunst, wenn sie niemand sieht? Wer hört die Aussage, wenn der Film keine Zuschauer findet?
Andererseits machen 300 Mio.Budget noch kein Traumprojekt.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn jemand der weder eine Ausbildung noch Erfahrung in dem Bereich hat, geschweige denn jemals irgend ein Projekt (nicht mal ein erfolgloses) durchgezogen hat, und auch sonst nullkommanix vorzuweisen hat darauf besteht, Leute die das seit Jahrzehnten erfolgreich hauptberuflich machen darüber belehren zu wollen, daß sie alles falsch machen.
An ihren Ergebnissen soll man sie bemessen.
Wer nur Erfahrungen bei Projekten gesammelt hat, die keinen Erfolg hatten, sollte mal in sich gehen und sich fragen, wie gut diese Erfahrungen denn waren, die er sammeln konnte.
Bei Dauerwerbesendungen im TV stehen auch Leute in der Kamera und üben dabei einen Beruf aus.
Macht sie das dann zu herausragenden DPs - oder auch nur zu jemandem, dem allein aufgrund seiner Erfahrungen alle Behauptungen geglaubt werden müssen.
Und wenn ich über Rundfunkgebühren, Kinokartenabgaben, Steuern etc. diese Leute bezahle, dann nehme ich mir auch heraus, ihre Leistungen, also die Ergebnisse ihrer Arbeit zu beurteilen.
Wenn dann ein Spielfilm so gut wie keine Zuschauer hat, ist nun einmal etwas falsch gelaufen.
Wenn der Marktanteil von deutschen Filmen im 1.Hj.2024 in Deutschland auf nur noch 17,4% gefallen ist, dann läuft da sehr viel falsch - zu viel.
Wir reden hier von einer Branche - und damit von allen in dieser Branche Beschäftigte - viel davon hauptberuflich.
Der Marktanteil von deutschen Filmen international ...
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Antwort von pillepalle:
iasi hat geschrieben:
An ihren Ergebnissen soll man sie bemessen.
Gut, dann fangen wir mal bei dir an. Wo würdest du dich mit deinen Ergebnissen so einordnen?
VG
Antwort von Alex:
iasi hat geschrieben:
Wer nur Erfahrungen bei Projekten gesammelt hat, die keinen Erfolg hatten, sollte mal in sich gehen und sich fragen, wie gut diese Erfahrungen denn waren, die er sammeln konnte.
Und wenn die Erfahrungen nur dazu dienen Fehler zu machen, aus denen man lernt, sie nicht zu wiederholen, hat man schon viel gewonnen.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (bis auf Iasi!).
Antwort von iasi:
pillepalle hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
An ihren Ergebnissen soll man sie bemessen.
Gut, dann fangen wir mal bei dir an. Wo würdest du dich mit deinen Ergebnissen so einordnen?
VG
Wenn ich Filmförderung beziehe oder mich mit meinen Erfahrungen brüste, darfst du das Fragen.
Da ich jedoch zu denen gehöre, der diese Filme, die hier am Ende aufgelistet sind, zwangsweise finanzieren muss, ordne ich mich auch entsprechend als jemanden ein, der auch Ergebnisse für sein Geld sehen will - und zwar bessere Ergebnisse:
https://www.google.com/url?sa=t&source= ... 5H_cix_Y0D
Antwort von pillepalle:
@ iasi
Verstehe. Du hälst dich also für besser als die meisten deutschen Filmemacher, weil du deine Filme ohne Förderung machst. Aber um nochmal auf die Ergebnisse zurück zu kommen... wie schätzt du die ein?
VG
Antwort von iasi:
Alex hat geschrieben:
iasi hat geschrieben:
Wer nur Erfahrungen bei Projekten gesammelt hat, die keinen Erfolg hatten, sollte mal in sich gehen und sich fragen, wie gut diese Erfahrungen denn waren, die er sammeln konnte.
Und wenn die Erfahrungen nur dazu dienen Fehler zu machen, aus denen man lernt, sie nicht zu wiederholen, hat man schon viel gewonnen.
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (bis auf Iasi!).
Wenn nur noch Erfahrungen gesammelt werden, wie man mit dem Geld anderer Filme herstellt, ist gar nichts gewonnen.
Wer braucht denn "Meister", die letztlich nur gelernt haben, wie sie Filme herstellen, die sich so gut niemand ansieht:
https://www.google.com/url?sa=t&source= ... 5H_cix_Y0D
Worin liegt denn die Meisterschaft in Filmproduktionen, die letztlich nur Geld verschlingen?
108 deutsche Filme kamen im 1.Hj.2024 auf insgesamt gerade mal 5.478.009 verkaufte Kinokarten.
Damit waren es durchschnittlich 50.722 Tickets pro Film.
Kaum anzunehmen, dass für jedes dieser Tickets 160€ bezahlt wurde, um die Produktionskosten wieder einzuspielen. ;)
Nebenbei:
Es wurden in diesem Zeitraum in Deutschland 31.491.864 Kinokarten verkauft.
2.705.551 dieser 5.478.009 Tickets wurden übrigens für Chantal und 1.115.005 für Eine Million Minuten gekauft - also deutsche Meisterwerke.
Für die anderen 106 deutschen Filme wurden also 1.657.453 Kinokarten verkauft - also im Schnitt 15.636 pro Film.
Somit hatten diese 106 deutschen Filme Einnahmen von durchschnittlich 150.000€ erzielt.
Davon flossen dann 75.000€ zurück an die Produktionsfirma, was immerhin fürs Catering gereicht haben sollte. :);)
Antwort von Frank Glencairn:
Heißt das jetzt, daß du Chantal II drehst?
Antwort von Alex:
Iasi, jetzt hats auch bei mir geklickt, dein Whataboutism über Erfahrung und die geistreiche Ermittlung der durchschnittlichen Ticketanzahl pro Kinofilm (die wichtigste Zahl für jeden Filmschaffenden) hat mir die Augen geöffnet. Jetzt verstehe ich, dass je weniger Erfahrung die Crew hat, umso mehr Besucher der Kinofilm haben wird.
P.S.: Kann man gewonnene Erfahrung hinsichtlich Erfolgs auch irgendwie wieder ablegen? Frage für einen Freund.
Antwort von iasi:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Heißt das jetzt, daß du Chantal II drehst?
Wenn das deine Schlussfolgerung daraus ist ...
Ich schaue mir dann doch zuerst noch diese Zahlen an:
https://www.boxofficemojo.com/title/tt27075304/
:)
Chantal
Worldwide
$29,663,607
Germany
$28,567,561
Ebenso aufschlussreich:
Der Schuh des Manitu
Worldwide
$75,675,074
Germany
$64,221,213
Austria
$11,260,881
Provinzielle Klamotten
Antwort von iasi:
Alex hat geschrieben:
Iasi, jetzt hats auch bei mir geklickt, dein Whataboutism über Erfahrung und die geistreiche Ermittlung der durchschnittlichen Ticketanzahl pro Kinofilm (die wichtigste Zahl für jeden Filmschaffenden) hat mir die Augen geöffnet. Jetzt verstehe ich, dass je weniger Erfahrung die Crew hat, umso mehr Besucher der Kinofilm haben wird.
P.S.: Kann man gewonnene Erfahrung hinsichtlich Erfolgs auch irgendwie wieder ablegen? Frage für einen Freund.
Nun - wenn die Erfahrungen der Crews zu Filmen führt, die niemand sehen will, sind diese Erfahrungen scheinbar nicht viel wert.
Jedenfalls sollte man diese Erfahrungen gründlich und grundlegend hinterfragen.
Die FFA geht bei ihren Beispielrechnungen von Herstellungskosten von 4.000.000€ für einen Kinofilm aus.
Bei einem Rückfluss von durchschnittlich 75.000€ bedeutet das, dass 3.925.000€ an Geld der Allgemeinheit für einen Film, den sich nicht einmal 16.000 Leute im Kino angesehen haben, ausgegeben wurde. Jeder dieser 16.000 Kinogänger wurde also mit 250€ subventioniert.
Oder anders gesagt:
Verdient haben die erfahrenen Beteiligten an dieser Filmproduktion eigentlich nur 75.000€ - also das Catering. Erhalten haben sie jedoch 3.925.000€ an Subventionen. Da soll nochmal jemand das Bürgergeld kritisieren. ;):)
Wenn diese Beteiligten dann auch noch ein Wohlfühlklima und Spaß beim Dreh erwarten, ...