Frage von aki-108:Servus zusammen.
Auf der Suche nach einem für Videoschnitt geigneten, aber trotzdem sehr leisen Notebook bin ich auf das Samsung R560 Aura P9500 aufmerksam gemacht worden.
Die Daten:
Core 2 Duo P9500 2x 2.53GHz • 4096MB (2x 2048MB) • 320GB • DVD+/-RW DL • NVIDIA GeForce 9600M GT 512MB max.1280MB shared memory • 3x USB 2.0/Gb LAN/WLAN 802.11agn/bluetooth • HDMI • ExpressCard/54 Slot • 7in1 Card Reader • 15.4" WSXGA+ glare TFT (1680x1050)
Es hat eine Grafikkarte, die über 512 MB eigenen Ram verfügt, sich jedoch bis 1 GB Ram zusätzlich aus dem Speicher holt.
Wenn es nur um die Menge an Ram geht - die könnte man bei 4 GB wohl verkraften. Meine Frage ist nun aber, ob die Tatsache dass sie sich Ram holt wegen der Zugriffs-Prozesse zu starker Verlangsamung führen würde.
Wenn euch sonst etwas daran auffällt was Videomäßig eine Rolle spielen würde, bitte nicht zögern es mitzuteilen.
Danke und Grüße,
Aki.
Antwort von RickyMartini:
Die 9600M GT verfügt über eigenen RAM. Daher wird nichts vom System-RAM abgezweigt.
Ein Notebook (Acer 5930g) mit dieser Grafikkarte habe ich selber, somit kannst du mir vertrauen.
Antwort von aki-108:
Du hast ja einen ähnlich schnellen Chip drin - wie bist du denn mit der Performance deines Notebooks zufrieden? Ich würde gerne Premiere CS4 nutzen, meinst du das reicht?
Danke für die Info
Antwort von RickyMartini:
Für AVCHD sollte es bei Premiere schon ein Intel DualCore mit 2,5Ghz (P9300/T9300) sein, sonst ist keine flüssige Wiedergabe im Quellmonitor oder von der Timeline möglich. Bei HDV sollte eine langsamere CPU aber genügen.
Antwort von aki-108:
Mir geht es um HDV;
Ich hatte deswegen Zweifel, weil ich diese Posts in den letzten Tagen rauskopiert habe (weiß aber nicht mehr aus welchen threads):
Gerade solche Monster wie Adobe CS4 laufen auf Dual-Core Rechnern schleppend lahm, weil viele Prozesse gleichzeitig gestartet werden.
Wenn du jetzt zu einem PC mit Core 2 Duo rätst, dann hat der Kollege maximal 150€ gespart und bekommt einen Prozessor der im Application Benchmark für Adobe CS4 um den Faktor 3,7 langsamer ist (vgl. http://www.tomshardware.com/charts/2009 ... ,1404.html).
I7 ohne Cuda reicht nicht wirklich. Man baut sich dann Krücken: Intermediates, niedrigere Vorschauaufloesung, Workflow an's Material anpassen muessen (also Farbkorrektur etc. erst ganz am schluss, weil man das sonst immer rechenintensiv mit jedem weiteren Schritt mitschleppen muss).
Andererseits würde viel für einen Core Duo sprechen - an erster Stelle steht weniger Stromverbrauch (Wohnmobil), an zweiter Stelle weniger Lüfterlärm (auch enorm wichtig für mich), an dritter Stelle der Preis.
Leider sagen manche dass 2 X 2,5 GHZ reicht, andere sagen es reicht nicht. Bin daher unsicher, und würde mich über mehr Erfahrungsberichte freuen.
Danke und Grüße
Aki.
Antwort von RickyMartini:
Optimal wäre ein Notebook mit kommender i7-CPU. Allerdings wäre dann der Preis des Notebooks exorbitant hoch.
Für HDV reicht dein Notebook jedenfalls aus.
Das erste Zitat ist ohne Zusammenhang für mich sinnlos, da allgemein DualCore Rechner niedergemacht werden. Ein schneller QuadCore ist jedoch immer besser. Mit einem flotten DualCore läßt es sich mit CS4 aber auch recht gut arbeiten. Von "schleppend lahm" ist auch bei nur 2GB RAM keinesfalls die Rede! Wer verbreitet denn solchen "Käse"?
Premiere Pro nutzt bisher kein Cuda. Nur mit speziellen nVidia Quadro-Karten läßt sich det Export nach H.264 beschleunigen.
Mit einem Q2C-System (3Ghz +) läuft CS4 auch schon sehr angenehm. Bei einem Neukauf würde ein i7-System die beste Wahl darstellen.
Antwort von aki-108:
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Das war eine sehr aufschlussreiche Antwort, vielen Dank.
Wichtigster Punkt ist halt der Geräuschpegel; Ich kann bei Lüftergeräuschen nicht arbeiten, je lauter, umso schlimmer. Da würde ich schon auch sehr starke Kompromisse bei der Performance hinnehmen. Und ich nehme an dass Quadcore-Notebooks deutlich lauter sind, da ja doppelt so viele Prozessoren gekühlt werden müssen;
Das anvisierte, sehr leise R560 von Samsung hat jedoch leider ein Problem - kein Firewire; Ich wollte zwar sowieso einen Mini DV Player besorgen, um das Laufwerk der Kamera zu schonen, das würde jedoch nicht verhindern dass es mit dem Überspielen der Daten sehr langsam gehen würde; Kann ich nicht richtig abschätzen wie wichtig das ist.
viele Grüße ;)
Aki.
Antwort von RickyMartini:
Notebooklüfter werden bei diesen harten Anforderungen immer zu hören sein, da die CPU am Limit läuft. Damit wirst du leider leben müssen.
Bei einem Desktop/Tower-System lassen sich sehr leise Lüfter verbauen - bei einem Notebook leider bisher nicht.
Beim Rendern wird auch die Notebookplatte sehr, sehr warm, weshalb ein sehr guter Notebookkühler verwendet werden sollte! Achte darauf, dass die Lüfter im unteren Bereich des Kühlers vorhanden sind, da dort die HDD sitzt.
Mit einem MiniDV Player läßt sich bei HDV rein gar nichts ausrichten, da HDV andere Daten beinhaltet, als DV!
Kopiert wird immer 1:1 - in Echtzeit. Es kann weder langsamer noch schneller gehen, wenn die Daten vom Band kommen.
Firewire läßt sich auch mittels Steckkarte nachrüsten.
Antwort von aki-108:
Notebooklüfter werden bei diesen harten Anforderungen immer zu hören sein, da die CPU am Limit läuft.
Vielleicht ist es doch am besten, möglichst Quad zu nehmen wie du schreibst ... weil sich die Arbeit dann besser verteilt, und somit weniger Hitze und weniger Lüftergeräusch entsteht ... theoretisch könnte man dann auf einen Prozessor setzen der nicht so eine hohe Frequenz hat, um es weniger laut zu haben. Oder runtertakten, und nur für rendering hochtakten.
Achte darauf, dass die Lüfter im unteren Bereich des Kühlers vorhanden sind, da dort die HDD sitzt.
Ich habe leider nicht verstanden, was du mit "unterem" Bereich meinst - den hinteren?
Interessant fand ich diese Anleitung zum Eigenbau: http://forum.silenthardware.de/index.php?showtopic=9423
Man muss ins untere Drittel scrollen - dort hat er eine Variante entworfen, bei der er die Lüfter exakt an die Stellen gebaut hat, wo unter dem Notebook die Luftschlitze sind. Das müsste meiner Vermutung nach einen vielfach besseren Effekt haben als wenn man das geschlossene Gehäuse von außen kühlt - es ersetzt praktisch fast die internen Lüfter.
Das einzige was ich daran nicht kapiert habe ist seine Berechnung des Strombedarfs:
Um zu sehen, ob die von euch angeschloßenen Lüfter den USB-Port nicht überlasten, könnt ihr deren Verbrauch @USB Port (5V) wie folgt berechnen:
Watt@5V = Watt@12V * (5V/12V)²
Watt@5V = Ampere@12V * (5V)²/12V
Hierbei gilt:
Summe der Lüfterverbräuche@5V < 2W (2,5W minus Sicherheitsmarge, da der Lüfter kein rein ohmscher Verbraucher ist)
Mir ist unklar welche mathematischen Zeichen er mit dem AT-Zeichen und dem Stern symbolisiert.
Mit einem MiniDV Player läßt sich bei HDV rein gar nichts ausrichten, da HDV andere Daten beinhaltet, als DV!
Kopiert wird immer 1:1 - in Echtzeit. Es kann weder langsamer noch schneller gehen, wenn die Daten vom Band kommen.
Aber die Daten werden in der Kamera ja auch bei HDV auf Mini-DV Bänder aufgenommen, wenn ich es richtig verstanden habe ... wundert mich warum man dann nicht einfach die Bänder aus der Kamera nehmen, und per Player auf den Computer überspielen kann;
Firewire läßt sich auch mittels Steckkarte nachrüsten.
Super Tipp. Da muss man drauf achten dass das Notebook einen PCMCA-Karten-Slot hat, was viele nicht haben.
Danke recht sehr für die vielen Hinweise!
und viele Grüße,
Aki
Antwort von RickyMartini:
Hoppala!
Eine QuadCore-CPU hat immer eine höhere Wärmeentwicklung, als eine DualCore-CPU bei Volllast (geiches/sehr ähnliches CPU-Design vorausgesetzt)! Ein QuadCore für Notebooks benötigt daher auch deutlich eine bessere Kühlung!
Der i7 z.B. taktet automatisch hoch, wenn die Leistung benötigt wird (Turbomodus).
Mit "unteren Bereich" meine ich den vorderen Bereich des Notebooks.
Das Laufwerk von DV- und HDV-Camcordern ist zwar identisch, die Datenverarbeitung ist bei DV und HDV aber grundverschieden. Ein DV-Camcorder KANN KEIN HDV verarbeiten!
Antwort von Bernd E.:
...die Daten werden in der Kamera ja auch bei HDV auf Mini-DV Bänder aufgenommen.. wundert mich warum man dann nicht einfach die Bänder aus der Kamera nehmen, und per Player auf den Computer überspielen kann...
Das kannst du natürlich, nur muss der Player eben HDV-tauglich sein - ein Player, der nur DV-Aufnahmen in Standardauflösung wiedergeben kann, funktioniert nicht. Das Problem des fehlenden Firewireanschlusses am Notebook löst so ein Player aber nicht, denn auch er muss ja - wie die Kamera selbst - über Firewire mit dem Rechner verbunden werden.
Antwort von aki-108:
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Der i7 z.B. taktet automatisch hoch, wenn die Leistung benötigt wird (Turbomodus).
Ich hatte es so gemeint dass man einen Quad-Core drosseln könnte, um im Vergleich die gleiche Leistung wie bei einem Dual-Core zu erzielen, was dazu führen würde dass bei gleicher Leistung der Quad-Core wesentlich kühler wäre. Ausgedachtes Beispiel: Vier auf 2,0 gedrosselte Kerne würden die gleiche Leistung bringen wie zwei Kerne à 2,95. Die Quad-CPU wäre dabei aber wesentlich kühler, oder? Und wenn man sie wirklich braucht, dann ent-drosselt man sie;
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nur muss der Player eben HDV-tauglich sein - ein Player, der nur DV-Aufnahmen in Standardauflösung wiedergeben kann, funktioniert nicht
Ach so. Da ich nun dank Ricky weiß dass man Firewire über eine Steckkarte implementieren kann, habe ich viel Zeit dafür, das zu sondieren.
Danke euch!
Antwort von RickyMartini:
Wenn ein QuadCore genauso schnell wie ein DualCore wäre bei maximaler Last, wäre der QuadCore ja sinnlos! Diese Rechnung geht nicht auf.
Beim QuadCore müssen mehr Kerne mit Spannung versorgt werden, als beim DualCore. Daher wird ein QC bei 2Ghz wärmer, als ein DC bei 3Ghz.
Bei Notebooks läßt sich auch nicht so einfach der CPU-Takt senken.
Alle CPUs laufen normal bereits gedrosselt, wenn deren volle Leistung nicht benötigt wird.
Antwort von aki-108:
Beim QuadCore müssen mehr Kerne mit Spannung versorgt werden, als beim DualCore. Daher wird ein QC bei 2Ghz wärmer, als ein DC bei 3Ghz.
Ich dachte immer dass die Schwingungsfrequenz hier einen enormen Unterschied macht ... aber das lässt sich eigentlich auch alles nur vermuten;
Bei Notebooks läßt sich auch nicht so einfach der CPU-Takt senken.
Doch das geht schon - ich habe RmClock installiert, da geht es einzustellen;
Antwort von RickyMartini:
Die Kernspannung einer CPU hat deutlich mehr Einfluß auf die Abwärme, als die Taktrate. Bei Videoschnittanwendungen den CPU-Takt zu senken, ist äußerst kontraproduktiv, da praktisch jedes Megahertz zählt, um besser arbeiten zu können.
Antwort von aki-108:
Die Kernspannung einer CPU hat deutlich mehr Einfluß auf die Abwärme, als die Taktrate.
Ich bin wirklich kein Experte, aber die Spannung müsste doch eigentlich immer die gleiche sein, egal wie er beansprucht wird - und trotzdem erhitzt sich die CPU umso mehr, je mehr sie beansprucht wird (i.e. je mehr die Taktrate nach oben geht)
Antwort von RickyMartini:
Ohne Last wird die CPU-Spannung sowie deren Takt automatisch auf ein Minimum - abhängig vom Multiplikator - gesenkt. Unter Last werden Spannung und Multi auf Standard der CPU angehoben.
Richtig, erhöht man die Taktrate der CPU (Übertaktung), wird mehr Abwärme produziert, was bei Last sehr deutlich werden kann.
Antwort von aki-108:
Also, habe nochmal neu sondiert, und bin auf das "Guru Ice" gestossen:
- P9700 2 x 2,8 Ghz
- ATI Mobility Radeon HD 4650 mit 512 MB GDDR3 RAM
- 4 GB DDR3
das müsste doch eigentlich gehen, oder?
leider hat es nur 1366x768 Pixel ... wie wichtig ist das?
viele Grüße,
und danke für die Infos!
Aki
PS leider musste ich lernen dass Notebook CPUs den baugleichen PC-Varianten um ein Fünftel bis ein Viertel unterlegen sind:
Der Notebook Core 2 Duo ist baugleich mit den Desktop Core 2 Duo Prozessoren, jedoch werden die Notebook-Prozessoren mit niedrigeren Spannungen (0.95 bis 1.188 Volt) und geringerem Frontsidebus Takt (1066 vs 667 MHz) betrieben. Von der Leistung bleiben gleichgetaktete Notebooks deswegen (und auch wegen der langsameren Festplatten) 20-25% hinter Desktop PCs.