Frank Glencairn hat geschrieben:Er hat es mit 2 gehackten GH1 (GH13) gedreht die - wie bei einem 3D-Rig - um 90 grad versetzt einen halbdurchsichtigen Spiegel filmen.
Dann ist es wirklich sehr bemerkenswert, denn eine Demo dieser Technik mit DSLR und damit ohne Genlock zeigte ein Problem mit den Farben bei bewegten Motiven. Hier nur ganz leicht:
tommyb hat geschrieben:Der "unscharf-maskieren"-Trick könnte es durchaus sein. Einfach mal die krassen "Haloing"-Artefakte um die Haare anschauen...
Wäre interessant, ob das durch eine besonders günstige Belichtungszeit, durch einen Software-Blur (aber das müsste man doch sehen) oder durch zig Versuche (in jeder soundsovielten Aufnahme sollten die Kameras ja zumindest
fast in derselben Phase sein) ermöglicht wurde, vielleicht auch in der Tat durch einen wie auch immer selbst erzwungenen Genlock (der erwähnte Hack?). Wer weiß mehr (oder versteht Französisch)?
Die kühlen blauen Augen sind womöglich gar nicht dem HDR zuzuschreiben. Ich gehe von rigoroser Farbkorrektur zusätzlich aus (EDIT:
Yep!, gefunden). Das fertige Video hat eine willkürlich neu verteilte Tonwertkurve, aber in Wirklichkeit keine höhere Dynamik. Wenn man mit einer DSLR ein "flat-style" Video schießt, spreizt man ja die Tonwerte hinterher wieder. Man möchte nicht nur Zeichnung in den Mitten haben, sondern auch in den Höhen und Tiefen, die Tonwertstufen - und damit die Genauigkeit der Zeichnung, die Details - muss man den Mitten klauen. Der einzige Unterschied zu HDR ist, und das muss man einmal nachvollziehen, dessen noch bessere Zeichnung in Höhen und Tiefen, die Gesamtgradation ist nicht besser als bei Superflat, beides, selbst wenn man als 4:2:2 über HDMI-Recorder aufnimmt, bleibt 8-bit und damit 250 Stüfchen, wobei man die untersten und die obersten ~10 Stufen auf den meisten Wiedergabegeräten ohnehin nicht differenzieren kann, beides stellt eine Skalierung von Werten dar. Noch einmal: Man hat nicht eine einzige Helligkeits- oder Farbnuance mehr als bei "normalem" Video, man sieht nur mehr Details - nämlich die normalerweise abgesoffenen oder ausgefressenen - in einem in Bezug auf Kontraste komprimierten Bild, das streng genommen immer doch LDR ist. Das, was normalerweise einige hundertmal heller ist als die Augenrunzeln, sagen wir Wolken vor blauem Himmel, hat plötzlich dieselben Werte ...

Das, was man in bestimmten Grenzen auch mit einem Grauverlaufsfilter erreicht, der auch in der digitalen Welt nicht ersetzt werden kann. Übrigens hier auch schön zu sehen: Was die Extrembereiche an Zeichnung gewinnen, müssen die Mitten (der - ähm - neutralgraue Fels selbst) spenden.
Ich hatte mich damals neugierdehalber nach solchen halbdurchlässigen Spiegeln ("Teleprompter") erkundigt, falls man mal selbst sein Geschick mit einem Rig probieren will. Googlen unter "optische Gläser", dann "Strahlenteiler", ab ca. 200 € aufwärts ...