also ohne Chinessen hätten wir in DE nichtmal vernünftige Kamera Handschlaufe...! Ich musste bei eBay lange suchen bis ich was passendes gefunden habe. Fast alles was man findet, wird "Standort Deutschland..." angezeigt, was aber in Wirklichkeit nicht stimmt - es wird aus China geliefert (schon oft das Problem gehabt).
"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)
Hatte Deine Frage gestern gar nicht gesehen :) Ja, ist natürlich anders als direkt an der Optik zu drehen, aber ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt. Meist habe ich den Drehwinkel am Finger auf 330° stehen, weil ich normalerweise keine wilden Focus-Racks mache und dann kann man wirklich super präzise damit fokussieren. Ich verbinde den Motor direkt mit dem Handgriff von dem er dann auch mit Strom versorgt wird, aber ganz allgemein ist die Reichweite vom Nucleus M ist ziemlich phänomenal (manche nutzen den auch um den Fokus an Drohnen zu steuern).
Für mich persönlich gibt es viele Vorteile gegenüber der Bedienung direkt an der Optik, nicht nur am Gimbal, oder um die kurzen Fokuswege von AF-Optiken zu umgehen. Zum einen kann ich die Drehrichtung ändern und somit immer in die gleiche Richtung drehen. Ich habe Optiken von Nikon, Zeiss und Sigma und die Sigma Optiken drehen z.B. anders herum. Da kommt man nach dem Objektivwechsel auch mal durcheinander und dreht in die falsche Richtung, wenn man diese Option nicht hat. Noch wichtiger ist für mich aber die Option bei Objektiven ohne Hard-Stops (AF-Optiken) die Optik nicht zu überdrehen (z.B. über unendlich hinaus), denn normalerweise kann ich die Anzeigen auf dem Objektiv während des filmens gar nicht gleichzeitig ablesen und auf Anhieb unendlich, oder die Naheinstellgrenze zu treffen ist nicht immer einfach. Bei manuellen Optiken kann ich damit auch sehr genaue Focus-Racks hinbekommen, indem ich mir durch Knopfdruck Hardstops setzte und diese dann wie ein Uhrwerk immer wieder anfahren kann. Das ist schon komfortabel.
Der Nachteil ist die Setup-Time, die natürlich länger ist, als wenn man eine Optik ohne Follow-Focus wechselt, aber mit etwas Übung hat man das auch schnell raus. Bei manuellen Optiken kann man eine Autokalibration machen, die sehr schnell geht (fährt einmal den Fokusbereich zwischen Nah und unendlich ab), und bei AF-Opiken, setzt man Unendlich und Nah eben manuell. Dauert auch nicht viel länger. Die Motoren können zwischen 7 und 14 Volt betrieben werden und je nach Stromzufuhr arbeiten sie unterschiedlich kräftig. Mit 14V reicht bei mir die 30% Kraft/Torque Einstellung, mit 7 Volt (z.B. vom Handgriff) habe ich die Kraft/Torque auf 50% stehen. Das Set was ich habe (FIZ, zwei Handgriffe und 2 Motoren) kann ich den sogar an zwei Kameras gleichzeitig nutzen, sofern ich nur den Fokus brauche. Und falls ich mal mehr Motoren brauchen sollte, kaufe ich die einfach einzeln dazu.
Was ich im Netzt oft gesehen habe sind wackelige Objektive/Kameras (meist am Bajonett) mit denen man Probleme beim Richtungswechsel haben kann. Das war für mich auch ein Grund zur Nikon zu greifen. Da sitzt auch mit FTZ Adapter alles Bombenfest und ich habe nie Probleme damit gehabt. Aber das ist schon wichtig. Wackelige Optiken machen mit Follow Fokus keinen Spaß. Cinema Optiken haben in der Regel stabilere Mounts oder noch eine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit (Objektivstütze), so dass man dort auch keine Probleme hat.
Ich habe ein 8Sinn Cage für die GH5. War anfänglich begeistert, etwa solange, bis ich auf einem Vulkan saß und Nachtaufnahmen machen wollte. Dummerweise habe ich erst da gemerkt, dass die Buchse für den Fernauslöser nicht zugänglich war. Hatte man einfach eine Aussparung vergessen. Generell mag ich Gages, weil man da 2 Bohrungen für die Stativplatte hat und die Kamera da verdrehsicher drin sitzt. ließe sich natürlich einfacher lösen, wenn die Kamerahersteller direkt an ein 2. Löchlein für die Platte denken würden.
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