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Kleiner Selbstdarstellungsfilm



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Antworten
Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

Sag ruhig konkret, ich kann das ja noch mal durcharbeiten.

Ich wollte übrigens nur Szenen verwenden, die zwar so ungefähr für ein Thema stehen, aber nicht ganz genau sagen, welche Auftraggeber dahinterstecken.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



TheBubble
Beiträge: 2150

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von TheBubble »

Pianist hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 22:02 Sag ruhig konkret, ich kann das ja noch mal durcharbeiten.
Ok, aber bitte nicht böse sein. Es sind alles nur Anregungen und subjektive Ansichten.
Pianist hat geschrieben: Fr 03 Jul, 2026 22:02 Ich wollte übrigens nur Szenen verwenden, die zwar so ungefähr für ein Thema stehen, aber nicht ganz genau sagen, welche Auftraggeber dahinterstecken.
Verständlich. Aber wer kommt schon als Auftraggeber von Filmen über Bahntunnel in Frage? Wenn das aus keiner Edutainment-Doku kommt, dann nur wenige. Daher würde ich das Beste von dem nehmen was nutzbar ist, auch wenn man den Auftraggeber erahnt.

Also dann mal los:

Erste Einstellung, noch bevor irgendetwas passiert: Der Horizont ist schief, das fällt sofort auf. (Ich habe eben noch einmal überlegt, ob das vielleicht an der Perspektive liegt, aber letztlich ist es egal, solange ich es als störend schief empfinde).

Die "BITTE RUHE" Anzeige kommt 2x vor, ich würde einen Auftritt weglassen.

Zusätzlich (das Folgende ist noch mal deutlich subjektiver):

Deine Stimme hat etwas unaufgeregt ruhiges, dazu würde ein leicht reduziertes Tempo mit etwas längeren Pausen zwischen den Sätzen und beim Szenenwechsel passen. Das gäbe auch mehr Zeit, die visuellen Eindrücke wirken zu lassen. Diese Zeit fehlt mir etwas. Wenn ich es mir genau überlege, dann fände ich von allen möglichen Anpassungen hier eine Änderung am wirkungsvollsten.

Der Fokuspunkt und die Sache mit den beliebten offenen Blenden: Vieles wirkt sehr weich, die Wahl des Fokuspunkts ist teils nicht wirklich nachvollziehbar (z.B. in der 3. Einstellung kann ich den Text vorne am Objektiv entziffern, aber die interessanten Bereiche der Kamera sind unscharf). Hier wäre eine kleinere Blende besser gewesen, um die gesamte Kamera scharf abzubilden.

Insgesamt finde ich eigentlich alles sehr weich, auch etwas kontrastarm. Es gibt einfach nicht die knackige Schärfe und die hohen Kontraste eines Hochglanzprospekts.

Ist die Belichtung so gewollt, also ein expliziter Stil? Ich habe den Eindruck, dass öfter die Highlights clippen, auch ist der Gesamteindruck vieler Clips recht hell. Auf die Schnelle konnte ich kein echtes Schwarz finden. Hier müsstest Du klären, ob das so die Intention war oder es womöglich an der Technik liegt. Beim Schnitt zum Conteinerumschlagplatz kommt man von einem einfarbig grauen Himmel zu einem deutlich helleren Himmel, der trotzdem mehr Durchzeichnung hat. Kann natürlich Pech mit dem Wetter sein.

Ich würde es beim "filmenden Politologen" belassen. Das nachfolgende "oder politologischer Filmemacher" wirkt auf mich als unnötige Verdoppelung (auch wenn die Begriffe eine unterschiedliche Bedeutung haben).

"spannende Menschen und ? Projekte..": Ich will für das ? das Wort "ihre" hören, es hört sich aber immer wieder wie das Wort "ihrer" an.

"gute Ergebnisse", "solide", "mit starken Inhalten", "immer die passende Technik", usw.: Vor allem letzteres mit der Technik ist sehr absolut formuliert (und da im Grunde niemand für alles immer die passende Technik hat klingt es auch sehr übertrieben), das andere ist sehr viel Eigenlob. Dies könnte, zumindest wenn so deutlich ausgesprochen wird, einen ungewollten Eindruck vermitteln.

Die künstliche Unschärfe hinter der E-Mail Adresse sieht nicht gut aus. In der fertigen Filmdatei kommt es bei der Einblendung zu deutlich sichtbaren Blockartefakten. Tut mir leid, ist einfach so, auch im Anbetracht der oft präsenten Hintergrundunschärfe zur Freistellung fällt dies umso mehr auf.

Sichtbare Marken auf Sachen wie Autos/Geräten/usw. würde ich versuchen durch angepasste Kamerawinkel wegzulassen. Zumindest soweit es möglich ist und die konkreten Dinge nicht selbst der zentrale Gegenstand der Einstellung sind.

Zu Abschluss: Statt "Sprecherraum" würde ich einfach Tonstudio sagen, oder es umformulieren/weglassen. Ersteres hat doch niemand vorher gehört, zum Wort Tonstudio hat bestimmt jeder irgendeine Vorstellung (auch wenn sie vielleicht falsch ist).

Bitte die Kritik nicht falsch aufnehmen, ich sage nicht, das ich es besser hinbekommen hätte.

PS: Ich habe noch nachträglich etwas ergänzt und weiteres genauer beschrieben.



dienstag_01
Beiträge: 14976

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von dienstag_01 »

Oh, eine Einstellung ist nicht ganz waagerecht. Das ist doch verboten ;)



TheBubble
Beiträge: 2150

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von TheBubble »

dienstag_01 hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 01:04 Oh, eine Einstellung ist nicht ganz waagerecht. Das ist doch verboten ;)
Genau so und nicht anders! :D

Die Wiese ist nicht grün, der Himmel ist nicht blau? Zum Glück gibt's Resolve und nichts bleibt grau! :D

Das kann man auch ohne Nachdreh mit ein paar Mausklicks korrigieren. Auch dachte ich immer das Framing in der Post ist einer der Gründe, warum alle nur noch in 8K filmen wollen.



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

Ich habe noch mal alles durchgearbeitet und etliche Anmerkungen aufgegriffen. Ist auf meiner Homepage http://www.koehler-film.de ausgetauscht.

Übrigens: ein Sprecherraum ist schon immer ein Sprecherraum. Der Sprecherraum ist lediglich Teil eines Studiokomplexes, daher wäre mir die Bezeichnung "Tonstudio" zu unspezifisch.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



MaxSchreck
Beiträge: 510

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von MaxSchreck »

Ui. Geht ja wild her, die Diskussion.

Abgesehen davon: Das Video bietet zwar einen netten Eindruck von Dir und dem, was Du machst, wirkt auf mich aber recht altbacken von Stil und dieser steifen Art zu sprechen. Ich muss an diese "Eisenbahn-Romantik" Videos denken (oder wie die auch heißen).

Und ich konnte auch nach mehrmaligem hinhören nicht verstehen, was bei Min.1:12 gesagt wird, irgendwas mit "HSL Sab". Zudem klingt es bei Dir direkt darauf wie Tornus und nicht Turnus, das erwähne ich nur deshalb, weil Du Dich ja zugleich bei Deinen Projekten als Sprecher betätigst...

Was die ganze Politik-Diskussion angeht:
1. Politische Bildung/Background: Das ist doch ganz schön weit dahergeholt und klingt eher nach Einbildung, dass man deshalb Projekte erhält. Vielleicht in dem ein oder anderen Fall, aber i.d.R. dürften es wohl Empfehlungen, Referenzen und die menschliche Seite sein, die den Ausschlag geben.

2. Politische Einstellung: Darunter verstehe ich im derzeitigen Zeitgeist nur stramm auf Linie zu sein und alles, was dieser nicht genehm ist herabzusetzen. Das Ergebnis davon ist, dass Leute im professionellen Umgang mit einer abweichenden Einstellung einfach lieber den Mund halten und einem zur Sicherheit irgendeinen Quark erzählen, der akzeptiert wird. Ich möchte ehrlich gesagt keinerlei Politik bei der Arbeit hören und auch nicht direkt darin involviert sein und habe erst vor wenigen Tagen ein politisches Projekt abgelehnt.



TomStg
Beiträge: 3940

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von TomStg »

MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 Abgesehen davon: Das Video bietet zwar einen netten Eindruck von Dir und dem, was Du machst, wirkt auf mich aber recht altbacken von Stil und dieser steifen Art zu sprechen. Ich muss an diese "Eisenbahn-Romantik" Videos denken (oder wie die auch heißen).
Eisenbahn-Romatik wurde in erster Linie von Jo Jung gesprochen - kein Vergleich zu dieser steifen Sprech-Art hier.



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 Das Video bietet zwar einen netten Eindruck von Dir und dem, was Du machst, wirkt auf mich aber recht altbacken von Stil und dieser steifen Art zu sprechen.
Passt aber zu meinen höchst seriösen staatstragenden Themen... :-)
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03Und ich konnte auch nach mehrmaligem hinhören nicht verstehen, was bei Min.1:12 gesagt wird, irgendwas mit "HSL Sab".
"HSL Zuid", das ist die "Hogesnelheidslijn Zuid", und "Zuid" ist korrekt ausgesprochen.
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 Was die ganze Politik-Diskussion angeht:
1. Politische Bildung/Background: Das ist doch ganz schön weit dahergeholt und klingt eher nach Einbildung, dass man deshalb Projekte erhält. Vielleicht in dem ein oder anderen Fall, aber i.d.R. dürften es wohl Empfehlungen, Referenzen und die menschliche Seite sein, die den Ausschlag geben.
Das natürlich ebenfalls. Es ist beides. Aber ich bekomme eben oft mit, dass Leute, die keinen politologischen oder journalistischen Background haben, sich mit gesellschaftspolitischen Themen schwertun und man dann an lauter kleinen Sachen merkt, dass ihnen die Grundlagen fehlen.
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 2. Politische Einstellung: Darunter verstehe ich im derzeitigen Zeitgeist nur stramm auf Linie zu sein und alles, was dieser nicht genehm ist herabzusetzen. Das Ergebnis davon ist, dass Leute im professionellen Umgang mit einer abweichenden Einstellung einfach lieber den Mund halten und einem zur Sicherheit irgendeinen Quark erzählen, der akzeptiert wird. Ich möchte ehrlich gesagt keinerlei Politik bei der Arbeit hören und auch nicht direkt darin involviert sein und habe erst vor wenigen Tagen ein politisches Projekt abgelehnt.
Das kannst Du ja machen, wie Du möchtest. Fakt ist aber: alles ist politisch. Und gerade in Zeiten zunehmender Spaltung und Bedrohung unserer freiheitlichen Demokratie aus diversen Richtungen sollte es eigentlich Ehrensache sein, sich für eine freundliche, moderne und zukunftsfähige Gesellschaft einzusetzen.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



toniwan
Beiträge: 299

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von toniwan »

MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 Das Video bietet zwar einen netten Eindruck von Dir und dem, was Du machst, wirkt auf mich aber recht altbacken von Stil und dieser steifen Art zu sprechen.
Gerade weil es technisch nicht so ganz auf der Höhe der Zeit ist, ist das Alleinstellungsmerkmal mit dem Politologie-Hintergrund wichtig. Und Matthias kann da seine Kunden sicherlich am besten beurteilen.
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 Was die ganze Politik-Diskussion angeht:
1. Politische Bildung/Background: Das ist doch ganz schön weit dahergeholt und klingt eher nach Einbildung, dass man deshalb Projekte erhält. Vielleicht in dem ein oder anderen Fall, aber i.d.R. dürften es wohl Empfehlungen, Referenzen und die menschliche Seite sein, die den Ausschlag geben.
Du kennst dann vielleicht die entsprechenden Nischen im Filmemachen nicht. Ich habe mich als Filmemacher selbständig gemacht, weil 99% der üblichen Selbständigen und Produktionsfirmen nicht in der Lage waren, sich in sensible entwicklungspolitische Themen reinzudenken und entsprechend in Projekten aufzutreten. Schöne Bilder kriegen halt viele hin. Meine Jobs kriege ich nahezu ausschließlich in meinem inhaltlichen Fachbereich.



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

toniwan hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 12:43 Ich habe mich als Filmemacher selbständig gemacht, weil 99% der üblichen Selbständigen und Produktionsfirmen nicht in der Lage waren, sich in sensible entwicklungspolitische Themen reinzudenken und entsprechend in Projekten aufzutreten.
Kann ich mir lebhaft vorstellen, dann bist Du vermutlich in der BMZ/GIZ-Themenwelt unterwegs. Da kommt ja dann zu alledem auch noch der internationale Aspekt dazu, also ohne ein hohes Maß an Kultursensibilität geht da gar nichts. Und da sind eben viele mit überfordert. Vor allem diejenigen, die irgendwas von "Radwegen in Peru" erzählen...

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



Bildlauf
Beiträge: 3115

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Bildlauf »

Pianist hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 11:28
Aber ich bekomme eben oft mit, dass Leute, die keinen politologischen oder journalistischen Background haben, sich mit gesellschaftspolitischen Themen schwertun und man dann an lauter kleinen Sachen merkt, dass ihnen die Grundlagen fehlen.

(Gesellschafts)politische Themen kann jeder, sobald er sich damit beschäftigt/interessiert und diverse Quellen konsumiert und dann subsummiert.
Das hat aber nichts mit einem Politik Studium zu tun, so gerne Du das auch so haben würdest.

Pianist hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 12:49
Da kommt ja dann zu alledem auch noch der internationale Aspekt dazu, also ohne ein hohes Maß an Kultursensibilität geht da gar nichts. Und da sind eben viele mit überfordert. Vor allem diejenigen, die irgendwas von "Radwegen in Peru" erzählen...

Wieviele Menschen Deines Umfeldes sind Menschen aus anderen Ländern?
Bei mir sind es ca. 1/4, beruflich/privat, aus aller Herren Länder, und da macht man praktische Kultursensibilität und Kulturvermittlung.

Nicht so ein theoretisches Gerede, was man tun könnte oder würde.



AndreasBuder
Beiträge: 264

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von AndreasBuder »

Deine aggressiven Attacken sprechen Bände, Bildlauf. Du machst nicht nur keinen Hehl, dass du Geisteswissenschaften für Mumpitz hältst, du sprichst jemandem etwas ab, das du gar nicht kannst: Er wirbt mit Politologie, er hat dort viele Aufträge, seine Kunden schätzen seine Fachkompetenz und er erkennt häufig einen Wettbewerbsvorteil in seinem Bereich. Das kann ausschließlich er selbst bewerten. Es ist sein Erfahrungswert. Das Absurde an deinen Tiraden ist, dass dir niemand irgendwelche Kompetenzen abspricht. Niemand behauptet, dass du nicht mit Kunden aus anderen Ländern umgehen könntest, oder du keine Arbeiten im politischen Umfeld leisten könntest. Auch nicht, dass du das sogar sehr gut machen könntest. Es ist dein andauerndes Strohmann-Argument, dass Matthias das behaupten würde. Was bedroht da dein Ego, Bildlauf? Welche Unsicherheit trägst du herum, dass du immer wieder darauf zurückkommst, dass sein Studium der Politologie (und jeder anderen Geisteswissenschaft) ohne Wert wäre? Im Gegenteil beweist du tatsächlich, was du selbst schon geschrieben hast: Dass du mit deinem eigenen Studium auf dem Kriegsfuß stehst. Pädagogik? Steckt nicht in deinen Worten.



Bildlauf
Beiträge: 3115

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Bildlauf »

AndreasBuder hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 15:13 Deine aggressiven Attacken sprechen Bände, Bildlauf. Du machst nicht nur keinen Hehl, dass du Geisteswissenschaften für Mumpitz hältst, du sprichst jemandem etwas ab, das du gar nicht kannst: Er wirbt mit Politologie, er hat dort viele Aufträge, seine Kunden schätzen seine Fachkompetenz und er erkennt häufig einen Wettbewerbsvorteil in seinem Bereich. Das kann ausschließlich er selbst bewerten. Es ist sein Erfahrungswert. Das Absurde an deinen Tiraden ist, dass dir niemand irgendwelche Kompetenzen abspricht. Niemand behauptet, dass du nicht mit Kunden aus anderen Ländern umgehen könntest, oder du keine Arbeiten im politischen Umfeld leisten könntest. Auch nicht, dass du das sogar sehr gut machen könntest. Es ist dein andauerndes Strohmann-Argument, dass Matthias das behaupten würde. Was bedroht da dein Ego, Bildlauf? Welche Unsicherheit trägst du herum, dass du immer wieder darauf zurückkommst, dass sein Studium der Politologie (und jeder anderen Geisteswissenschaft) ohne Wert wäre? Im Gegenteil beweist du tatsächlich, was du selbst schon geschrieben hast: Dass du mit deinem eigenen Studium auf dem Kriegsfuß stehst. Pädagogik? Steckt nicht in deinen Worten.

Warum regt es Dich so auf? Es geht doch um @Pianist, nicht um Dich.
@Pianist macht halt einen gewissen Eindruck auf mich, wo man gerne mal was zu schreibt.



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

Welchen Eindruck mache ich denn auf Dich, wo man "gerne mal was zu schreibt?"

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



berlin123
Beiträge: 1615

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von berlin123 »

Wenn Matthias berichtet, dass er bestehende Kunden hat, die ihn wegen seiner Arbeit und auch wegen seines Labels "filmender Politologe" beauftragen, könnte man das auch einfach als Tatsache akzeptieren.

Heisst nicht, dass man seine Eingangsfrage nicht so beantwortet, wie man es für richtig hält. Aber es artet hier schon etwas in Kulturkampf aus: Mach es wie ich es richtig finde, sonst machst du es falsch!

Menschen sind nunmal verschieden. Es ist absolut realistisch, dass es sogar noch weit mehr Interessenten für seine Art der Präsentation und Arbeit gibt, auch wenn man es selber völlig anders machen würde.



Bildlauf
Beiträge: 3115

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Bildlauf »

Es ging ja mehr am Anfang um das Wortspiel filmender Politologe etc., ob sinnvoll, genauso wie die Sache mit dem rasenden Reporter. Und natürlich soll er das doch so machen wie er möchte.
Das stimmt halt einfach nicht, daß ich meine, "Mach es wie ich es richtig finde, sonst machst du es falsch!".

Es ging vermehrt um andere Dinge.
Einfach sonst nochmal den Thread durchlesen.
Da ist der Diskussionsverlauf dokumentiert.



toniwan
Beiträge: 299

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von toniwan »

Pianist hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 12:49
toniwan hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 12:43 Ich habe mich als Filmemacher selbständig gemacht, weil 99% der üblichen Selbständigen und Produktionsfirmen nicht in der Lage waren, sich in sensible entwicklungspolitische Themen reinzudenken und entsprechend in Projekten aufzutreten.
Kann ich mir lebhaft vorstellen, dann bist Du vermutlich in der BMZ/GIZ-Themenwelt unterwegs. Da kommt ja dann zu alledem auch noch der internationale Aspekt dazu, also ohne ein hohes Maß an Kultursensibilität geht da gar nichts. Und da sind eben viele mit überfordert. Vor allem diejenigen, die irgendwas von "Radwegen in Peru" erzählen...

Matthias
Exakt :)



rabe131
Beiträge: 479

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von rabe131 »

Es ging ja nicht um Fachwissen oder Erfahrung in anderen Bereichen, sondern
um die Vorstellung eines Filmes. Erzählung,
Bildausschnitt, Bildschärfe und technische Umsetzung sollten in einem Filmforum schon diskutiert werden können, ohne dass jemand gleich beleidigt ist oder alles schöngeredet wird. Ja, es gibt einen Unterschied zwischen einem korrekten Beamtentext und Literatur.



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

Genau. Und meine Auftraggeber brauchen eher "korrekte Beamtentexte", die nach allen Seiten abgesichert sind. Und was die Bildgestaltung angeht, ist nicht maximale Kreativität gefragt, sondern solides Handwerk, damit die entscheidenden und oftmals nicht wiederholbaren Momente sauber abgebildet werden. Also Betriebssicherheit hat stets Vorrang.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



AndreasBuder
Beiträge: 264

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von AndreasBuder »

Ich möchte auch mal darauf hinweisen, dass Matthias bereits mehrmals konstruktive Kritik dieses Threads in den Film einfließen hat lassen. Man darf ja durchaus Kritik auch entgegentreten, das ist kein Beleidigt sein. Abwertungen und Angriffe, die hier ebenso vorgekommen sind, sind darüber hinaus auch keine Diskussion.



MaxSchreck
Beiträge: 510

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von MaxSchreck »

Pianist hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 11:28
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 Das Video bietet zwar einen netten Eindruck von Dir und dem, was Du machst, wirkt auf mich aber recht altbacken von Stil und dieser steifen Art zu sprechen.
Passt aber zu meinen höchst seriösen staatstragenden Themen... :-)
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03Und ich konnte auch nach mehrmaligem hinhören nicht verstehen, was bei Min.1:12 gesagt wird, irgendwas mit "HSL Sab".
"HSL Zuid", das ist die "Hogesnelheidslijn Zuid", und "Zuid" ist korrekt ausgesprochen.
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 Was die ganze Politik-Diskussion angeht:
1. Politische Bildung/Background: Das ist doch ganz schön weit dahergeholt und klingt eher nach Einbildung, dass man deshalb Projekte erhält. Vielleicht in dem ein oder anderen Fall, aber i.d.R. dürften es wohl Empfehlungen, Referenzen und die menschliche Seite sein, die den Ausschlag geben.
Das natürlich ebenfalls. Es ist beides. Aber ich bekomme eben oft mit, dass Leute, die keinen politologischen oder journalistischen Background haben, sich mit gesellschaftspolitischen Themen schwertun und man dann an lauter kleinen Sachen merkt, dass ihnen die Grundlagen fehlen.
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 04 Jul, 2026 10:03 2. Politische Einstellung: Darunter verstehe ich im derzeitigen Zeitgeist nur stramm auf Linie zu sein und alles, was dieser nicht genehm ist herabzusetzen. Das Ergebnis davon ist, dass Leute im professionellen Umgang mit einer abweichenden Einstellung einfach lieber den Mund halten und einem zur Sicherheit irgendeinen Quark erzählen, der akzeptiert wird. Ich möchte ehrlich gesagt keinerlei Politik bei der Arbeit hören und auch nicht direkt darin involviert sein und habe erst vor wenigen Tagen ein politisches Projekt abgelehnt.
Das kannst Du ja machen, wie Du möchtest. Fakt ist aber: alles ist politisch. Und gerade in Zeiten zunehmender Spaltung und Bedrohung unserer freiheitlichen Demokratie aus diversen Richtungen sollte es eigentlich Ehrensache sein, sich für eine freundliche, moderne und zukunftsfähige Gesellschaft einzusetzen.

Matthias
Zum ersten Punkt: Ich finde es deshalb anachronistisch, weil wir mittlerweile von überall sogar recht locker geduzt werden, der Polizei, dem ÖR, dem ÖPNV und sogar etwas so Toternstem wie der Bundeswehr - nur das Finanzamt mag gar nicht mehr mit mir kommunizieren...da wäre ein Du auch mehr als unangebracht. Und dieses Stocksteife passt da gar nicht mehr in die heutige Zeit.

Danke für die Erklärung von HSL Zuid, das habe ich auch nach zehn Versuchen nicht rausgehört...

Zum letzten Punkt: Gerade dieses ständige, völlig überdrehte Politisieren, u.a. von jedem noch so belanglosem Quatsch hat doch mit dazu geführt, daß die Spaltung ist wie sie ist und sich noch massiv vertieft hat. Da wagt es z.B. ein Demonstrant von "Links" mit Leuten von einem konservativen/rechten Youtube-Kanal zu REDEN und wird dafür von anderen Linken physisch bedroht, bei anderen wird direkt zugeschlagen.

Das ist ein dümmliches Spiel, das da dauernd getrieben wird. Vor nicht einmal zwei Jahrzehnten waren die PDS/Linken/der Linkspartei für die Politik weitgehend quasi eins mit der SED und ich erinnere mich noch gut an den Auftritt von Wolf Biermann im Bundestag 2014, wo er denen seine Verachtung direkt ins Gesicht schleudern konnte. Noch vor recht kurzer Zeit waren es die Linken, zu denen eine Brandmauer existierte. Aber zu ihrem Glück gibt es nun einen Pariah, den man mit absolut Hirn- und Geschmacklosen Vergleichen überhäuft und die Demokratie ad absurdum führt. Lächerlich.

Und nun fühlen sich Medienmacher dazu berufen politisch Stellung zu beziehen gegenüber Leuten, die eh voll auf Regierungslinie sind oder welchen, die das einfach verstecken und sich vermutlich ins Fäustchen lachen. Die Heuchelei dabei ist aberwitzig. Die Linken sind heute diejenigen, die den Antisemitismus massiven Vorschub leisten, indem sie gefährlichen Leuten den Rücken stärken - nicht mit mir, denn das erwähnte Projekt, das ich absagte hatte genau diesen Hintergrund.
Zuletzt geändert von MaxSchreck am So 05 Jul, 2026 18:15, insgesamt 2-mal geändert.



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

Das hätte ich dann allerdings auch abgelehnt.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



berlin123
Beiträge: 1615

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von berlin123 »

MaxSchreck hat geschrieben: So 05 Jul, 2026 13:42
Zum letzten Punkt: Gerade dieses ständige, völlig überdrehte Politisieren, u.a. von jedem noch so belanglosem Quatsch hat doch mit dazu geführt, daß die Spaltung ist wie sie ist und sich noch massiv vertieft hat.
Mit Rage Bait und Echokammer Content hat man eben viel planbarer finanziellen Erfolg. Links wie rechts. Haben verschiedene Medienhäuser ebenso verstanden wie Social Media Content Creator.

Aber in dieser Schiene scheint Matthias ja nun gar nicht unterwegs zu sein.



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

berlin123 hat geschrieben: So 05 Jul, 2026 19:33 Aber in dieser Schiene scheint Matthias ja nun gar nicht unterwegs zu sein.
Nein, das wäre ja furchtbar...

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



klusterdegenerierung
Beiträge: 28184

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von klusterdegenerierung »

Ich finde die Idee ansich ganz gut sich mal selbst darzustellen und nicht nur reel Material aneinander zu reihen, das finde ich schon mal gelungen und als Idee generell ganz cool.

Bei Reels geht man ja davon aus, dass das die topesten Aufnahmen sind die man so hat, damit man auf kurzem Wege eine Menge Menschen begeistern und erreichen kann. Wenn diese Theorie stimmt, frage ich mich ob das bei Dir Matthias jetzt auch so ist, oder ob es irgendwas ist, denn man braucht kaum einen zweiten Blick, das trotz tausender Euros die Du in Dein profi Equipment versenkst, das gebotene Material sehr beliebig und ohne große Raffinesse daher kommt.

So beeindruckt es weder mit einer Kameraperspektive, Dramamatik, Kadrierung, Beleuchtung, Dynamik und Location. etc.
Auch erkenne ich hier keinen wirklichen Sweetspot in den Sequenzen der auf was größeres schliessen lässt, oder auf mehr hoffen lässt.

Die Aufnahmen sie technisch gut, aber ob eine FX9 oder GH4 verwendet wurde kann man hier nicht sehen und das ist auch einer der größten Probleme, nämlich das man sich das fragt, denn wer Knaller Material serviert bekommt, den interessiert nicht die Technik, aber da Du sie hier im Monatstakt durchdeklinierst, zwingt sich einem dieser Kontext aber auf und lässt den Blick besonders streng werden.

Ich vermisse dort jetzt tatsächlich etwas Material wo man sagen könnte, oh jo, den Matthias kann ich besser anrufen als jemand ohne Recordingstudio etc.
Im Zweifel würd ich den ohne, aber mit beeindruckenderen Perspektiven und Bewegung wählen.
"Filme dreht man nicht mit der Kamera, sondern mit dem Kopf."



berlin123
Beiträge: 1615

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von berlin123 »

klusterdegenerierung hat geschrieben: So 05 Jul, 2026 20:03 Bei Reels geht man ja davon aus, dass das die topesten Aufnahmen sind die man so hat, damit man auf kurzem Wege eine Menge Menschen begeistern und erreichen kann. Wenn diese Theorie stimmt,
Glaube nicht, dass diese Theorie grundsätzlich stimmt.“Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Du bist in dem Sinne ja ein Angler, schaust Berufs-bedingt anders auf dieser Art Videos als Menschen, die das selten bis nie machen.

Man könnte die Theorie weiter führen und sagen: auch Laien in diesem Metier sprechen auf storytelling-mäßig raffinierte, überraschend-kreative Videos viel besser an als auf solides Handwerk, das mehr an Reportagen der ÖR erinnert. Aber das kann ich aus meiner eigenen Erfahrung im verwandten Bereich der Web Projektentwicklung mit Kunden im größeren Mittestand nicht bestätigen.
Zuletzt geändert von berlin123 am So 05 Jul, 2026 20:27, insgesamt 1-mal geändert.



klusterdegenerierung
Beiträge: 28184

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von klusterdegenerierung »

Da gebe ich Dir 100% recht, ändert aber nichts daran, das man auch dort einen gewissen anspruch haben kann.
"Filme dreht man nicht mit der Kamera, sondern mit dem Kopf."



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

Ich möchte ja grundsätzlich nichts zeigen, wo man ganz unmittelbar erkennt, für wen ich so alles tätig bin. Vor allem im Politikbereich halte ich mich da gerne bedeckt, und selbst im eher unproblematischen Bahnbau-Bereich habe ich mich auf die Niederlande und Norwegen beschränkt. Daher fällt rund 95 Prozent meines Materials ohnehin aus.

Die Aufnahmen sehen doch aber allesamt freundlich aus, und zeigen durchaus interessante Situationen, das soll reichen. Und man sieht, dass ich alles alleine hinkriege und vollkommen unabhängig produzieren kann. Das ist eigentlich schon der ganze angestrebte Lerneffekt. Keine Ahnung, welche "Ansprüche" da unterschritten sein sollen...

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



klusterdegenerierung
Beiträge: 28184

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von klusterdegenerierung »

Das stimmt schon, aber es war auch nicht was wo man sagen könnte wow, krass. Aber das mit den Kunden ist ein guter Grund, wenn man wenig zeigen kann, hat man es oft nicht leicht. Ich habe auch so viel richtig cooles Zeugs gemacht und dann durfte ich es nicht zeigen oder es kam garnicht erst ans Tageslicht weil sich die ganze Bude vorher auseinander dividiert hat.

Beim eigentlich echt coolen Dreh in Münsters Hafen wo große Kollektoren an Silos angebracht wurden, (habe ich hier glaube ich mal gezeigt), war die Firma nach Fertigstellung des Videos auch schon einen andere. ;-)
"Filme dreht man nicht mit der Kamera, sondern mit dem Kopf."



Pianist
Beiträge: 9296

Re: Kleiner Selbstdarstellungsfilm

Beitrag von Pianist »

klusterdegenerierung hat geschrieben: So 05 Jul, 2026 21:10 Das stimmt schon, aber es war auch nicht was wo man sagen könnte wow, krass.
Muss ja auch nicht. Das wäre sogar kontraproduktiv, weil es viel wichtiger ist, dass die Sachen authentisch rüberkommen. Ganz bodenständig eben. Sonst passt es nicht.

Matthias
Filme über Menschen, Politik und Technik



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