jobber2001 hat geschrieben:
z.b. zuhause habe ich bei tageslicht versucht ein paar aufnahmen von meiner katze zu machen...das bild wirkte sehr verpixelt, überleuchtet und "kunstlich"!
was muss ich da genau beachten? wie kann/muss ich die "besonderen" funktionen wie Blende, Belichtungszeit und Gain nutzen?(kenne mich mit diesen funktionen leider garnicht aus...
jobber2001
Gain spielt bei dieser Aufgabenstellung keine Rolle, weil (A) die Kamera in der Automatik dort bei 0 DB bleibt, und (B) man auch die Finger vom Gain lassen sollte, oder rennst du an einem sonnenreichen Tag mit ner 1000 Watt Lampe auf offener Fläche ohne Bäume rum ?
Verpixelt wird das Bild dort nie, ausser du hast eine niedrige Auflösung eingestellt, nimmst das falsche Kabel zum TV (rot, gelb & weisses Cinch) oder beim Überspielen wandelst du aus Versehen in ein Standard Definitionsformat.
Wenn es um die Zeichnung im Bild geht, ja da kann man möglicherweise etwas machen. Dazu musst du im Wiedergabemenü die Funktion Kameradaten auf ein stellen und schauen welche Belichtung die Kamera in der Automatik gewählt hat. Wenn die Blende automatisch einen sehr hohen Wert erreicht (eben f 8 oder mehr) geht dir Schärfe verloren (kleine Sensoren + hoher Blendenwert = Beugungsunschärfen).
Dann gibts zwei Möglichkeiten, entweder du machst die Amateurvariante, und stellst den Shutter schneller (eben nicht f 11 und 1/250 sek, sondern f 5,6 bei 1/1000 sek).
Das hat zur Wirkung, dass die Begungsunschärfen nachlassen und mehr Zeichnung ins Bild kommt.
Kleiner böser Nebeneffekt mit der 1/1000 sek, die Bewegungen die du jetzt aufzeichnest, wirken wie abgehackt und nicht mehr flüssig.
Daher ist die 1/50 sek die meistbenutzte Verschlusszeit der Profis (sag ich jetzt aus meiner Erfahrung einfach mal), der Profi wird bei deiner Aufgabenstellung nicht die Verschlusszeit verkürzen, sondern einen Graufilter benutzen. Bei Profikameras gibt es je nach Modell 3-4 verschiedene Graufilter, um eben den Blendenwert niedrig zu halten, aber die Verschlusszeit nicht zu schnell werden zu lassen.
Kann man im täglichem Leben gut mit einer Sonnenbrille vergleichen, man schützt sich im Prinzip vorm Licht.
Da man bei der SD 300 keine manuellen vorschaltbaren Filter nutzen kann die eingebaut sind, musst du selbst welche kaufen - 43 mm.
Wenn die Farbtemperatur der Aufnahmen überhaupt nicht mit der jeweiligen Situation zusammenpassen muss der Weissabgleich verändert werden. Entweder die Voreinstellungen nutzen oder einen manuellen WAG machen.
Wenn du extrem hell auf dunkel Szenen filmst, dann ist die Aufnahme nicht leicht zu bewältigen. Profis dunkeln in dem Fall ab (Fenster zuhängen) oder hellen auf (Licht). Profimodelle haben zwar mehr Dynamikumfang als die SD 300, aber auch dort kann man nicht blind durch ein Fenster filmen ohne etwas zu verändern, zumindest dann wenn man professionelle Aufnahmen erhalten möchte.
VG
Jan