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Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF



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MaxSchreck
Beiträge: 363

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von MaxSchreck »

Bluboy hat geschrieben: Fr 15 Mai, 2026 20:10
iasi hat geschrieben: Fr 15 Mai, 2026 19:38

Solange sich die Leute die Kinokarten und damit die FF-Abgabe leisten können, ist zumindest der Tropf für den deutschen Film weiterhin gefüllt.
Ihr tut ja gerade so als obs uns Schlecht geht, dabei ist noch garnichts passiert
Ist doch nur Sarkasmus...



7River
Beiträge: 4974

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von 7River »

Bluboy hat geschrieben: Fr 15 Mai, 2026 20:10
Ihr tut ja gerade so als obs uns Schlecht geht, dabei ist noch garnichts passiert
Was soll denn deiner Meinung nach passieren?
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



Bluboy
Beiträge: 5751

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bluboy »

7River hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 07:28
Bluboy hat geschrieben: Fr 15 Mai, 2026 20:10
Ihr tut ja gerade so als obs uns Schlecht geht, dabei ist noch garnichts passiert
Was soll denn deiner Meinung nach passieren?
Noch nichts passiert heißt

„Der MDR hat bereits fertiggestellte und vertraglich fixierte Produktionen vorrätig, die in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen“, heißt es in der Mitteilung des Senders. In den kommenden Wochen beginnen die Dreharbeiten für einen neuen Fall des Dresdner Teams um die Kommissare Winkler (Cornelia Gröschel) und Schnabel (Martin Brambach). Im Fernsehen werden also künftig noch neue Folgen ausgestrahlt. Erst danach, wahrscheinlich ab 2029, wird der Einschnitt sichtbar.



berlin123
Beiträge: 1544

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von berlin123 »

Wenn Filmförderung Teil des Problems ist, dann sollte man sie abschaffen und nicht verdoppeln.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... nd-2373812?



cantsin
Beiträge: 17580

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von cantsin »

Und das Dominik Graf-Interview ist immer noch nicht veröffentlicht...
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Jott
Beiträge: 23936

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

„jurybasierten kulturellen Filmförderung“

Ist doch ehrlich ausgedrückt. Kulturelle Filmförderung. Klar, dass so keine Superhelden-, Action- und Gemetzelfilme finanziert werden. Verstehe die Aufregung nicht so ganz.



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 11:37 „jurybasierten kulturellen Filmförderung“

Ist doch ehrlich ausgedrückt. Kulturelle Filmförderung. Klar, dass so keine Superhelden-, Action- und Gemetzelfilme finanziert werden. Verstehe die Aufregung nicht so ganz.
Genau das wird doch aber auch finanziert.



Bildlauf
Beiträge: 2904

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

250 Millionen für Filmförderung finde ich noch ok, das ist ein eher "niedriger" Betrag rein Etat - mäßig. Finde ich eher unproblematisch und ist ja auch nicht so, daß man einfach Geld bekommt. In dem Link stand doch, daß man Jurys einrichten will und Eigeninvestition etc.

Anders sieht es bei den ÖRR Gebühren aus, hier sprechen wir von 8 bis 9 Milliarden.
Man könnte den Betrag ja aufrecht erhalten aber als Sozialfond nutzen zb, Kitas und Schulen ausstatten, Quartiersarbeit mit Jugendlichen in sozialen Brennpunkten, Streetworking etc.
Diese Zielgruppen der sozialen Arbeit sind schließlich unsere Zukunft.

Traumschif kostet echt viel, um 3 Millionen, Tatort liegt auch bei 1 bis 2 Millionen und Polizeiruf 110 bei 1 Million pro Folge.
Man könnte Tatort zb umkrempeln und mit 1 bis 2 Million könnte man echt einiges machen, man könnte sich zb. auf andere Casts ausrichten, die dann auch mal Chancen bekommen (bei weniger Gage natürlich und muss man nur einmal gut casten) und insgesamt etwas mehr "fancy" oder "undeutscher" sein.
Und effektiver/innovatier/progressiver produzieren. Mehr aus dem Geld rausholen.

So ein neues Konzept könnte andere und neue Zielgruppen abholen, aber andere wollen wahrscheinlich auch das alte Konzept.
Beim Traumschiff wird es ähnlich sein, man will den Style mit der Besatzung, die sich in die privaten Belange der Passagiere einmischt.... und sich erstaunlich wenig um Seefahrt kümmert.



MaxSchreck
Beiträge: 363

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von MaxSchreck »

Jott hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 11:37 „jurybasierten kulturellen Filmförderung“

Ist doch ehrlich ausgedrückt. Kulturelle Filmförderung. Klar, dass so keine Superhelden-, Action- und Gemetzelfilme finanziert werden. Verstehe die Aufregung nicht so ganz.
Du sagst das ist "ehrlich ausgedrückt"? Denn in der Pressemitteilung heißt es auch schwer realitätsfern:
"Medienstaatsminister Wolfram Weimer: „Wir brauchen mehr Blockbuster und Serienhits made in Germany."

Stinkige "Kulturfilme", die bisher das Gros der Filme hier ausmachen und uns den miserablen Ruf und noch schlechtere Zuschauerzahlen beschert haben sind so ziemlich das Letzte, was zu "Blockbustern und Serienhits made in Germany" (ROFL!) werden dürfte.



Bildlauf
Beiträge: 2904

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

MaxSchreck hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 16:55 "Blockbustern und Serienhits made in Germany" (ROFL!) .
Musste ich auch erstmal etwas lachen, mal den Ball flach halten sollte man, so rein textlich. Da wird halt der Mund vollgenommen.
Dafür müssten mehr Anweisungen kommen "von oben" wie wirklich ansprechender Stuff produziert wird, nur die haben ja auch keinen wirklichen Plan.
Wird halt nur rausgehauen wir wollen Blockbuster machen und mehr international werden.

Traumschiff reloaded könnte man mal angehen, Hanta Virus kommt an Bord und sie stecken in Straße von Hormus fest, es bricht Panik auch, zwei Lager bilden sich an Bord, gut gegen böse.
Ein Kampf ums Überleben beginnt.....



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Bildlauf hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 18:36
MaxSchreck hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 16:55 "Blockbustern und Serienhits made in Germany" (ROFL!) .
Musste ich auch erstmal etwas lachen, mal den Ball flach halten sollte man, so rein textlich. Da wird halt der Mund vollgenommen.
Dafür müssten mehr Anweisungen kommen "von oben" wie wirklich ansprechender Stuff produziert wird, nur die haben ja auch keinen wirklichen Plan.
Wird halt nur rausgehauen wir wollen Blockbuster machen und mehr international werden.

Traumschiff reloaded könnte man mal angehen, Hanta Virus kommt an Bord und sie stecken in Straße von Hormus fest, es bricht Panik auch, zwei Lager bilden sich an Bord, gut gegen böse.
Ein Kampf ums Überleben beginnt.....
John Wick 4 oder Die Tribute von Panem sind immerhin geförderte Koproduktionen.



MaxSchreck
Beiträge: 363

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von MaxSchreck »

iasi hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 19:05
Bildlauf hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 18:36

Musste ich auch erstmal etwas lachen, mal den Ball flach halten sollte man, so rein textlich. Da wird halt der Mund vollgenommen.
Dafür müssten mehr Anweisungen kommen "von oben" wie wirklich ansprechender Stuff produziert wird, nur die haben ja auch keinen wirklichen Plan.
Wird halt nur rausgehauen wir wollen Blockbuster machen und mehr international werden.

Traumschiff reloaded könnte man mal angehen, Hanta Virus kommt an Bord und sie stecken in Straße von Hormus fest, es bricht Panik auch, zwei Lager bilden sich an Bord, gut gegen böse.
Ein Kampf ums Überleben beginnt.....
John Wick 4 oder Die Tribute von Panem sind immerhin geförderte Koproduktionen.
Und wenn Timbuktu tausend Euro drauflegt, zieht die Karawane dorthin...weder John Wick noch Panem sind deutschen Ursprungs - aber unser Geld nehmen sie gerne, wenn der Deal passt.



berlin123
Beiträge: 1544

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von berlin123 »

MaxSchreck hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 19:17 Und wenn Timbuktu tausend Euro drauflegt, zieht die Karawane dorthin...weder John Wick noch Panem sind deutschen Ursprungs - aber unser Geld nehmen sie gerne, wenn der Deal passt.
Ist halt ein Bieterwettbewerb. Bei beiden Filmen fungierte Studio Babelsberg als Produktionspartner, das sichert immerhin deutsche Arbeitsplätze.

Man sollte meinen, dass Deutschland gegen Produktionsstandorte in Osteuropa aus Kostengründen wenig Chancen hat, aber durch die Förderung relativiert sich das wahrscheinlich.

In L.A. wird ja aus Kostengründen immer weniger gedreht, da rechnet man sich offenbar in Deutschland Chancen aus ein bisschen was vom Hollywood Geschäft abzubekommen.



berlin123
Beiträge: 1544

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von berlin123 »

Bildlauf hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 16:18 250 Millionen für Filmförderung finde ich noch ok, das ist ein eher "niedriger" Betrag rein Etat - mäßig. Finde ich eher unproblematisch und ist ja auch nicht so, daß man einfach Geld bekommt. In dem Link stand doch, daß man Jurys einrichten will und Eigeninvestition etc.
Von der Höhe finde ich es auch vertretbar. Die Frage ist nur was man dafür bekommt. Falls die endlose Förderung wirklich der Grund dafür ist, dass immer wieder die gleichen Konzepte umgesetzt werden, dann klingt das Einstellen der Förderung für mich sinnvoller.

Wenn eher das Gegenteil der Fall ist; innovative Konzepte sind überhaupt nur durch Förderung realisierbar, dann soll man es machen.



cantsin
Beiträge: 17580

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von cantsin »

berlin123 hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 20:04
Bildlauf hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 16:18 250 Millionen für Filmförderung finde ich noch ok, das ist ein eher "niedriger" Betrag rein Etat - mäßig. Finde ich eher unproblematisch und ist ja auch nicht so, daß man einfach Geld bekommt. In dem Link stand doch, daß man Jurys einrichten will und Eigeninvestition etc.
Von der Höhe finde ich es auch vertretbar.
Nur zum Vergleich: Die drei Opernhäuser in Berlin erhalten jährlich öffentliche Fördermittel von 385 Millionen Euro...
"Wieso eigentlich überhaupt was drehen? Warum nicht jahrelang nur darüber philosophieren?" -stip



Bildlauf
Beiträge: 2904

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Bildlauf »

Die 250 Millionen machen eher wenig aus.
Aber es könnte um das Prinzip gehen.
Einfach mal nicht mit 6 LKW´s ankommen, warum nicht mal in kleinen Gruppen los (Schauspiel, Regie, Kamera, Ton, Assistenzen zb).
Wichtig ist Gerüst und 3 künstliche Sonnen..... immer schön dick auftragen und hauptsache die Aufnahmeleitung trägt ein cooles Headset. Ja braucht man auch, wenn da 30 Leute am Set rumwuseln....



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Bildlauf hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 20:58 Die 250 Millionen machen eher wenig aus.
Aber es könnte um das Prinzip gehen.
Einfach mal nicht mit 6 LKW´s ankommen, warum nicht mal in kleinen Gruppen los (Schauspiel, Regie, Kamera, Ton, Assistenzen zb).
Wichtig ist Gerüst und 3 künstliche Sonnen..... immer schön dick auftragen und hauptsache die Aufnahmeleitung trägt ein cooles Headset. Ja braucht man auch, wenn da 30 Leute am Set rumwuseln....
Aber so müssen "professionelle Sets" nun einmal sein. So etwas hört man hier von vielen Leuten, die ganz viel Erfahrung haben. :)
Wie sollte man denn sonst richtig ausleuchten. Und wie wir von diesen Leuten auch wissen, macht das Ausleuchten 90% des Bildes aus. ;)
Ach ja - der Cateringwagen muss natürlich auch immer dabei sein, denn sonst verhungern Filmleute. :)



Jott
Beiträge: 23936

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Alles auf KI umstellen. Die muss nicht verpflegt werden und nervt auch nicht rum wegen überlanger Drehtage.



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 23:08 Alles auf KI umstellen. Die muss nicht verpflegt werden und nervt auch nicht rum wegen überlanger Drehtage.
Nein - bloß nicht irgend etwas durch moderne Techniken verändern.
Die Abläufe sind nun auf Routine optimiert.
Und KI? Wie soll das denn gehen, wenn die Post sowieso nur wenige Tage dauern kann. Schließlich muss man ja doch irgendwo sparen, will man seine MItarbeiter nicht zu selbst mitgebrachtem Pausenbrot wie bei den Schülern verdammen.



Jott
Beiträge: 23936

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

„ Wichtig ist Gerüst und 3 künstliche Sonnen.....“

Nö, eine. Das von mir vor eine Weile genannte alltägliche Standardbeispiel für Licht-Continuity - normales Handwerk - scheint dich ja echt um den Schlaf gebracht zu haben! :-)



pillepalle
Beiträge: 11575

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von pillepalle »

iasi hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 22:33 Und wie wir von diesen Leuten auch wissen, macht das Ausleuchten 90% des Bildes aus. ;)
Nicht 90%, aber neben dem was sonst noch vor der Kamera passiert ist Licht nun mal ein wichtiges Gestaltungsmittel... ganz im Gegensatz zur Kamera, um die du dir ständig Gedanken machst ;)

VG
Es geht doch nichts über ein solides Halbwissen.



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

pillepalle hat geschrieben: So 17 Mai, 2026 08:33
iasi hat geschrieben: Sa 16 Mai, 2026 22:33 Und wie wir von diesen Leuten auch wissen, macht das Ausleuchten 90% des Bildes aus. ;)
Nicht 90%, aber neben dem was sonst noch vor der Kamera passiert ist Licht nun mal ein wichtiges Gestaltungsmittel... ganz im Gegensatz zur Kamera, um die du dir ständig Gedanken machst ;)

VG
Du trennst nicht zwischen dem Werkzeug und dem Ausdrucksmittel.

Leuchtmittel sind die Gestaltungsmittel, mit denen Licht erzeugt und geformt wird.
Die Kamera ist das Werkzeug, mit dem mehrere zentrale filmsprachliche Mittel beeinflusst werden.
Ohne Kamera hast du Theater.

Gerade beim deutschen Film hat man viel zu häufig das Gefühl, dass zu viel Zeit auf die (technisch korrekte) Ausleuchtung verwendet wird und all die anderen filmischen Ausdrucksmittel gar nicht bewußt eingesetzt werden.



Jott
Beiträge: 23936

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Die Welt wartet auf ein Werk von dir, wo du alles anders und besser machst. Da du dir für einen Kurzfilm oder Trailer/Teaser zur Demonstration deiner Genialität zu fein bist, bleibt das ewige Warten auf deinen Spielfilm.

Aktuelle Ausrede: die „Cine“-GoPro lässt auf sich warten. Denn mit der könnte man endlich … und überhaupt mit KI …

Prognose: es bleibt beim unterhaltsamen Foren-Gelaber.



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: So 17 Mai, 2026 09:53 Die Welt wartet auf ein Werk von dir, wo du alles anders und besser machst. Da du dir für einen Kurzfilm oder Trailer/Teaser zur Demonstration deiner Genialität zu fein bist, bleibt das ewige Warten auf deinen Spielfilm.

Aktuelle Ausrede: die „Cine“-GoPro lässt auf sich warten. Denn mit der könnte man endlich … und überhaupt mit KI …

Prognose: es bleibt beim unterhaltsamen Foren-Gelaber.
Offensichtlich warten die Zuschauer jedenfalls nicht mehr auf deine deutschen Filme, die obwohl sie doch so professionell ausgeleuchtet sind, nicht mal die Hälfte des Geldes wieder einspielen, mit denen die Allgemeinheit ihre Herstellung finanziert hat.

Wenn ich nächsten Monat einen asiatischen Film im Kino ansehe, muss ich auch für die Herstellung Jottscher deutscher Filme bezahlen. Damit du also dein Catering beim Dreh eines Filmes bekommst, den eigentlich kaum jemand sehen will, werde ich zur Kasse gebeten.

Allein schon als Kinogänger, ÖRR-Gebührenzahler und Steuerpflichtiger muss ich keinen eigenen Film gedreht haben, um den Zustand der deutschen Filmwirtschaft anzuprangern.
Auch als Deutscher muss man doch die Peinlichkeit "Deutscher Film" ansprechen. Einst war der deutsche Film anerkannt und internationaler Vorreiter. Heute sind die Filme der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt nur noch provinzielle Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Auch das ESC-Finale zeigt, was aus dem Land der Dichter und Denker geworden ist: 🤣
...

23. Deutschland: Sarah Engels („Fire“): 12 Punkte

24. Österreich: Cosmó („Tanzschein“): 6 Punkte

25. Großbritannien: Look Mum No Computer („Eins, Zwei, Drei“): 1 Punkt



freezer
Beiträge: 3868

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von freezer »

Für das nun doch nicht realisierte Chipwerk von Intel in Magdeburg, hatte Deutschland eine Förderung von 10 Mrd. Euro geplant, bei 3.000 geplanten Arbeitsplätzen.

Vergleichen wir das mal mit den Fördersummen für Filmproduktion und wieviele Arbeitsplätze das schafft...
LAUFBILDkommission
Robert Niessner - Graz - Austria
Blackmagic Cinema Blog
www.laufbildkommission.wordpress.com



berlin123
Beiträge: 1544

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von berlin123 »

iasi hat geschrieben: So 17 Mai, 2026 09:18
Du trennst nicht zwischen dem Werkzeug und dem Ausdrucksmittel.

Leuchtmittel sind die Gestaltungsmittel, mit denen Licht erzeugt und geformt wird.
Die Kamera ist das Werkzeug, mit dem mehrere zentrale filmsprachliche Mittel beeinflusst werden.
Dass man Aussagen von solch erstaunlich epistemischer Tiefe hier lesen darf ohne dafür zu bezahlen verblüfft mich immer wieder neu. Geformt von Nebelmaschinen aus Worten schwingen sie bedeutungsschwanger in zeitloser Leichtigkeit, und zerfallen doch beim Versuch sie zu paraphrasieren.

Ein philosophisch klingendes Vakuum, ein inhaltsleerer Glückskeks, ein sprachliches Nichts, das sich beim Lüften des feierlichen Mantels großer Erkenntnis in Luft auflöst.



Jott
Beiträge: 23936

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Iasi versteht seit Jahren nicht, dass ich KEINE Spielfilme mache und vor allem gar nicht machen will. Das ist eine viel zu kleine Nische im Gesamtkontext der Bewegtbildproduktion. Uninteressant.

Wenn man gar nichts anderes auf den Schirm kriegt, müssen die Scheuklappen schon extrem eng eingestellt sein.

In meiner Welt wird KI schon bei fast jedem Projekt hier und da eingesetzt. Und das wird auch gut bezahlt. Nur so als Beispiel. Und gefilmt wird erfolgreich auch ohne „Cine“-GoPro. Das geht tatsächlich! 😎



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: So 17 Mai, 2026 10:56 Iasi versteht seit Jahren nicht, dass ich KEINE Spielfilme mache und vor allem gar nicht machen will. Das ist eine viel zu kleine Nische im Gesamtkontext der Bewegtbildproduktion. Uninteressant.

Wenn man gar nichts anderes auf den Schirm kriegt, müssen die Scheuklappen schon extrem eng eingestellt sein.

In meiner Welt wird KI schon bei fast jedem Projekt hier und da eingesetzt. Und das wird auch gut bezahlt. Nur so als Bespiel. Und gefilmt wird erfolgreich auch ohne „Cine“-GoPro. Das geht tatsächlich! 😎
Und dennoch tut Jott gerade so, als dürfe man am deutschen Film keine Kritik üben, weil er sich offensichtlich von dem "professionellen Anschein" nur zu gern blenden lässt, in dem er sich doch auch so gerne sonnen wollte.

Gefilmt wird übrigens gerade nicht "erfolgreich". Tatsächlich ist es so, dass deutsche Filme doppelt so viel an Fördermitteln erhalten, als sie an den Kinokassen wieder einspielen.
Scheuklappen hat derjenige, der solche Zahlen nicht sieht:
Fördervolumen 2025 (ohne die Gebührengelder aus Koproduktionen): 491,73 Mio.€
Verkaufte Kinokarten der 100 erfolgreichsten deutschen Filme: 23.037.796
Durchschnittler Ticketpreis (inkl. 3D- etc. Zuschlägen, die kein deutscher Film einstrich): 10,05 €
Daraus ergibt sich ein Bruttoumsatz von (sehr positiv gerechnet): 231,53 Mio.€.

Du bezeichnest also eine Förderung von 490 Mio.€, die zu einem Umsatz von 230 Mio.€ führt als erfolgreich.

Wenn die deutsche Automobilindustrie in eine Krise gerät, reagiert sie darauf mit Reformen und Innovation. Täte sie dies nicht, würde sie vom Markt schlicht verschwinden.

Ach ja - nun kommst du sicherlich mit dem "Kunst"-Argument.
Nur steht dem gegenüber, dass der deutsche Film international nicht präsent ist und nur von der deutschen Filmbranche mit deutschen Filmpreisen gefeiert wird.
Da werden dann vielleicht mal 3 deutsche Filme von eben dieser deutschen Branche nach Canne geschickt und schon gilt das für Leute wie Jott als Erfolg.
Tja - immerhin hat Deutschland ja auch einen deutschen Film für die Nominierung für den Oscar eingereicht - wow - auch ein großer Erfolg. Und von den 92 eingereichten Filmen kam der deutsche Beitrag sogar in die Vorauswahl.

Aber natürlich darf man über so etwas nicht reden, wenn man nicht selbst einen erfolgreichen Film produziert hat.
Nach Jottscher Logik darf man den Bundeskanzler nur kritisieren, wenn man selbst mal Bundeskanzler war. :)



Jott
Beiträge: 23936

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Was willst du mit diesem Gelaber sagen?
Immer noch nicht verstanden, dass mich das deutsche Spielfilmthema nicht interessiert?



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: So 17 Mai, 2026 11:45 Was willst du mit diesem Gelaber sagen?
Immer noch nicht verstanden, dass mich das deutsche Spielfilmthema nicht interessiert?
Und doch tummelst du dich bei diesem Thema herum und schreibst Nuller-Beiträge zu etwas, das dich doch gar nicht interessiert.

Bezeichnend!



Jott
Beiträge: 23936

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von Jott »

Ach Iasi. Deine Einlassungen schreien halt nach Kommentierung. Außerdem brauchst du das als Lebenselixier, nicht wahr?

Wieso schreibt keiner darüber, wie man via Musik und Sound Design von KI-Fehlern ablenken kann? Wie auch von Fehlern in echten Aufnahmen.



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Jott hat geschrieben: So 17 Mai, 2026 12:31 Ach Iasi. Deine Einlassungen schreien halt nach Kommentierung. Außerdem brauchst du das als Lebenselixier, nicht wahr?

Wieso schreibt keiner darüber, wie man via Musik und Sound Design von KI-Fehlern ablenken kann? Wie auch von Fehlern in echten Aufnahmen.
Wieder einer dieser Jottschen 0-Beiträge zu einem Thema, das Jott ja gar nicht interessiert.

Ich find´s zwischendurch amüsant.



iasi
Beiträge: 30761

Re: Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF

Beitrag von iasi »

Interessanter Ansatz und zumindest ein Veränderungsversuch:

Die 10 Regeln (Gebote) von Dogma 25 Germany

1. Handschriftliches Drehbuch: Das Drehbuch muss von den Regisseuren original und handschriftlich verfasst werden, um den intuitiven Schaffensprozess zu fördern.

2. Minimierte Dialoge: Mindestens die Hälfte des Films muss komplett ohne gesprochene Dialoge auskommen.

3. Internet-Verbot: Das Internet ist in allen kreativen und recherchebezogenen Prozessen tabu.

4. Bedingungslose Finanzierung: Es werden nur Finanzierungen akzeptiert, die keinerlei inhaltliche oder auflagengebundene Bedingungen stellen.

5. Kleines Team: Hinter der Kamera dürfen maximal zehn Personen arbeiten.

6. Authentische Drehorte: Der Film muss zwingend dort gedreht werden, wo die Handlung auch tatsächlich spielt.

7. Kein Make-up: Es darf kein Make-up verwendet werden und Gesichter oder Körper dürfen nicht manipuliert werden – es sei denn, es ist Teil der Erzählung.

8. Recycelte Ausstattung: Sämtliches Equipment und alles, was für die Produktion benötigt wird, muss gemietet, ausgeliehen, gefunden oder wiederverwendet werden.

9. Strikter Zeitplan: Der Film muss innerhalb von exakt einem Jahr fertiggestellt werden.

10. Die letzte Arbeit: Jeder Film muss so gedreht werden, als wäre es das allerletzte Werk der Filmschaffenden.


Wobei die Hälfte der Regeln schlicht kontraproduktiv sind.
Zudem wollen sie bedingungslose Finanzierung durch die Allgemeinheit - also das Filmförderungssystem.



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