stip
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von stip »

dienstag_01 hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:26
DKPost hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:15
Ja aber Studenten haben in der Regel auch niedrigere Lebenshaltungskosten und bekommen evtl. noch Bafög als Einkommen.
Außerdem werden da solche Späße wie Versicherungen einfach weggelassen, und Krankenversicherung ist günstig.
Niedrigere Lebenshaltungskosten?! Muss man halt verzichten, für seine Träume.
Du meinst für Iasi's Träume.



DKPost
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von DKPost »

Diese mental gymnastics nur um Leute für ihre Arbeit nicht angemessen (bzw. gar nicht) zu bezahlen sind schon irgendwie beeindruckend. Damit könnte man evtl. eine Karriere bei der FDP starten, aber sicher niemals einen Film drehen...



dienstag_01
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von dienstag_01 »

pillepalle hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:28 Hab' ich wieder mal alles verpasst... worum geht's jetzt? An Filmprojekte und Leute zu glauben die man nicht kennt?

VG
Vielleicht kenn ich schon genug von dir, um mich entscheiden zu können ;)



dienstag_01
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von dienstag_01 »

stip hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:30
dienstag_01 hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:26
Niedrigere Lebenshaltungskosten?! Muss man halt verzichten, für seine Träume.
Du meinst für Iasi's Träume.
Irgendeiner muss immer anfangen, egal ob mit oder ohne Geld.



pillepalle
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von pillepalle »

dienstag_01 hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:32 Vielleicht kenn ich schon genug von dir, um mich entscheiden zu können ;)
Du musst nur fest genug an mich glauben... dann wird das schon!

VG
Dynamik ist nur was für Luschen die ihr Licht am Set nicht im Griff haben.



markusG
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von markusG »

DKPost hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:15
dienstag_01 hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 17:01
Ich kenne das von Filmschulenabsolventen eigentlich nur so, irgendwelche Drehs/Jobs zum Geld verdienen/Überleben, den Rest der Zeit wird in eigene Projekte* investiert.
*eigen ist hier sehr weit gefasst, mit Freunden, Kommilitonen, allem, was so filmisch interessiert
Ja aber Studenten haben in der Regel auch niedrigere Lebenshaltungskosten und bekommen evtl. noch Bafög als Einkommen.
Außerdem werden da solche Späße wie Versicherungen einfach weggelassen, und Krankenversicherung ist günstig.
Studenten(abschluss)filme sind aber in der Regel auch keine Langfilme….



7River
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von 7River »

Verehrter @iasi, ich schätze Dein Wissen über Filme (sowohl Film als auch Kamera und Technik) wirklich sehr, aber ich glaube, je mehr Du hier schreibst und Zeit vergeht, desto gespannter sind die User, von Dir irgendetwas zu sehen zu bekommen. Gleichzeitig schraubst Du die Erwartungshaltung in ungeahnte Höhen, die Du, glaube ich, nicht erfüllen kannst.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



stip
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von stip »

7River hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:59 Gleichzeitig schraubst Du die Erwartungshaltung in ungeahnte Höhen
"Internationales Niveau" !
iasi hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 17:26
Und wenn ich eine Filmproduktion mit meinem Geld finanzieren würde, wäre das sicherlich nicht in D - und auch nicht mit einer deutschen Crew. Unrentabel.
Nur mit dem Geld von Steuer- und Gebührenzahlern wird überhaupt noch in D produziert. Und dieses Geld genügt nicht für ein internationales Niveau.



dienstag_01
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von dienstag_01 »

markusG hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:57
DKPost hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:15
Ja aber Studenten haben in der Regel auch niedrigere Lebenshaltungskosten und bekommen evtl. noch Bafög als Einkommen.
Außerdem werden da solche Späße wie Versicherungen einfach weggelassen, und Krankenversicherung ist günstig.
Studenten(abschluss)filme sind aber in der Regel auch keine Langfilme….
Um so besser, wenn man einen hinbekommt ;)

Mir ging es auch gar nicht so sehr um Studentenfilme, sondern allgemein um Menschen, Filmer, bei denen die Leidenschaft für ein Projekt den Gedanken an die Lebenshaltungskosten in den Hintergrund treten lässt. (Schön gesagt, oder.)



DKPost
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von DKPost »

7River hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:59 Verehrter @iasi, ich schätze Dein Wissen über Filme (sowohl Film als auch Kamera und Technik) wirklich sehr, aber ich glaube, je mehr Du hier schreibst und Zeit vergeht, desto gespannter sind die User, von Dir irgendetwas zu sehen zu bekommen. Gleichzeitig schraubst Du die Erwartungshaltung in ungeahnte Höhen, die Du, glaube ich, nicht erfüllen kannst.
Meine Erwartung ist gleich Null.
Bei diesen Beispielrechnung sieht man doch schon, dass da jemand nur aus der Theorie erzählt und keken Ahnugn von der Praxis hat.
Da fehlt die KSK, da fehlen Genehmigungen, da fehlen Versicherung, da fehltbdie komplettenPost, Marketing, Kontakte (!), die Leute müssen Essen, Miete zahlen, Kinder ernähren, tanken, Kredite abbezahlt etc.
Dann auch noch eigenes Equipment anachleppen, versichern, warten. Buyouts, Musiklizenzen, GEMA, Steuern inkl. Steuerberater (für eine GmbH mit doppelter Buchführung!) und so weiter und so fort.
All dieses Faktoren existieren bei dem hypothetischen Traumprojekt einfach nicht, was die ohnehin schon absurde Rechnung vollkommen wertlos macht.
Und deswegen wird das auch immer Theorie bleiben und niemals wird so auch nur eine Minute Film gedreht.



markusG
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von markusG »

dienstag_01 hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 20:11 Mir ging es auch gar nicht so sehr um Studentenfilme, sondern allgemein um Menschen, Filmer, bei denen die Leidenschaft für ein Projekt den Gedanken an die Lebenshaltungskosten in den Hintergrund treten lässt. (Schön gesagt, oder.)
Dagegen ist ja nichts grundsätzlich einzuwenden, aber man sollte auch der Limitationen bewusst sein, daher sind Kurzfilme ja das passende Vehikel.

Es gab mal iirc dieses SciFi Langfilm Projekt, das eben "aus Überzeugung" entstand, aber da kann ja Lebenskosten hat usw, wurde es über zig Jahre verwirklicht. Habe nur den Trailer zu Gesicht bekommen, war am Ende SciFi Standardkost, weswegen ich mich nicht weiter damit beschäftigt habe. Ob es sich für die Macher gelohnt hat... keine Ahnung.



dienstag_01
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von dienstag_01 »

markusG hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 21:43
dienstag_01 hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 20:11 Mir ging es auch gar nicht so sehr um Studentenfilme, sondern allgemein um Menschen, Filmer, bei denen die Leidenschaft für ein Projekt den Gedanken an die Lebenshaltungskosten in den Hintergrund treten lässt. (Schön gesagt, oder.)
Dagegen ist ja nichts grundsätzlich einzuwenden, aber man sollte auch der Limitationen bewusst sein, daher sind Kurzfilme ja das passende Vehikel.

Es gab mal iirc dieses SciFi Langfilm Projekt, das eben "aus Überzeugung" entstand, aber da kann ja Lebenskosten hat usw, wurde es über zig Jahre verwirklicht. Habe nur den Trailer zu Gesicht bekommen, war am Ende SciFi Standardkost, weswegen ich mich nicht weiter damit beschäftigt habe. Ob es sich für die Macher gelohnt hat... keine Ahnung.
Bei mir hat es ungefähr 7 Jahre gedauert. War aber am Anfang nicht als Abendfüllendes Format geplant.



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

stip hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:30
iasi hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 18:18
Nehmen wir mal ein grobes Beispiel:
Regisseur, Drehbuchautor, Produzent, Herstellungsleiter, Kameramann, Tonmann und 2 Hauptdarsteller erbringen Eigenleistungen zur Herstellung des Films.
Jeweils 12 Wochengagen entsprechen dann zusammen etwa 250.000€ und das Drehbuch weiteren 20.000€.
Somit wäre man schon bei 270.000€ Eigenleistungen.
Wird eigenes Equipment mit eingebacht, kann man die üblichen Mietkosten hinzurechnen.
usw.
Ah, jetzt verstehe ich.

Die sollen also alle nicht nur dein Unternehmerrisiko tragen plus deinen Traum finanzieren...die sollen das auch noch auf Basis eines popeligen 20K € Drehbuchs !
Ich verstehe, dass du einfach nicht nachvollziehen kannst, dass andere nicht nur etwas ausführen, wofür sie von anderen bezahlt und angewiesen wurden.

Du bist einer von denen, die sich bei Unternehmen bewerben und hoffen, dass sie für ihre Dienste entlohnt werden.
Dir kommt ja nicht mal im Ansatz in den Sinn selbst solch ein Unternehmen zu gründen und zu besitzen.

Es ist ja auch bezeichnend, wie du ein Drehbuch beurteilst.


Nebenbei:
Eine GmbH wird von Gesellschaftern gegründet, die durch ihre Investition Anteilseigner dieser GmbH sind. Das hat nur für Lohnempfänger etwas mit einem Traum zu tun.
Oder vielleicht bist du ja ein einsamer Held und stellst sogar Unternehmen für deine geleisteten Dienste Rechnungen aus.


Vielleicht hast du es ja sogar schon geschafft, Kurzfilme zu drehen, bei denen du reichlich Rückstellungsverträge ausgedruckt hattest. Deine Darsteller hatten sich sicherlich gefreut, bei deinem Projekt ihre Zeit verbringen zu dürfen. Schließlich gab´s wahrscheinlich auch gratis Mahlzeiten. Und all die anderen Beteiligten bekam sicherlich auch noch eine DVD oder gar BluRay von deinem Kurzfilm, an dem sie mitarbeiten durften. :)


Bei mir sind die Unternehmenspartner dann nur Miteigentümer der Rechte am Film.
Das ist natürlich kein Vergleich zu deinen Rückstellungsverträgen, Mahlzeiten und der DVD, die du bietest.
Gott - bin ich ein Ausbeuter und welch ein edler Mensch bist du. :)



macaw
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von macaw »

Ich muss an den wunderbaren Monolog von "Vincent" (Tom Cruise) aus Collateral denken:
"Irgendwann...Irgendwann wird mein Traum wahr werden"...eines Nachts wirst du aufwachen, und feststellen, dass es zu spät ist...dass sich dein Traum in Luft aufgelöst hat. Dein Wunsch wird sich nicht erfüllen, denn auf einmal bist du alt. Und nichts ist passiert...und es wird auch nichts mehr passieren, weil du es sowieso nie machen wolltest. Du schiebst deinen Wunsch in irgendeine Ecke deines Hirns, lehnst dich in deinen Sessel zurück und lässt dich den Rest deines Lebens vom Fernseher hypnotisieren. Alles, was jemals nötig war, war eine Anzahlung für ein Auto (Oder die Produktion eines Kurzfilms)."



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

DKPost hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 20:11
7River hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:59 Verehrter @iasi, ich schätze Dein Wissen über Filme (sowohl Film als auch Kamera und Technik) wirklich sehr, aber ich glaube, je mehr Du hier schreibst und Zeit vergeht, desto gespannter sind die User, von Dir irgendetwas zu sehen zu bekommen. Gleichzeitig schraubst Du die Erwartungshaltung in ungeahnte Höhen, die Du, glaube ich, nicht erfüllen kannst.
Meine Erwartung ist gleich Null.
Bei diesen Beispielrechnung sieht man doch schon, dass da jemand nur aus der Theorie erzählt und keken Ahnugn von der Praxis hat.
Da fehlt die KSK, da fehlen Genehmigungen, da fehlen Versicherung, da fehltbdie komplettenPost, Marketing, Kontakte (!), die Leute müssen Essen, Miete zahlen, Kinder ernähren, tanken, Kredite abbezahlt etc.
Dann auch noch eigenes Equipment anachleppen, versichern, warten. Buyouts, Musiklizenzen, GEMA, Steuern inkl. Steuerberater (für eine GmbH mit doppelter Buchführung!) und so weiter und so fort.
All dieses Faktoren existieren bei dem hypothetischen Traumprojekt einfach nicht, was die ohnehin schon absurde Rechnung vollkommen wertlos macht.
Und deswegen wird das auch immer Theorie bleiben und niemals wird so auch nur eine Minute Film gedreht.
Oh je - doppelte Buchführung !!!
Nein - dann lassen wir´s doch lieber gleich. :)

Du vermischt hier deine Kosten für die persönliche Lebensführung mit den Aufwendungen einer Unternehmensgründung und -führung.
Die Gründung einer GmbH ist nichts außergewöhnliches. Und es ist auch nichts, vor dem man sich fürchten muss.

Einen Film zu produzieren ist auch kein Freizeitprojekt - keine Liebhaberei.

Und ja: Eine Unternehmensgründung verlangt Investitionen.
Aber "Buyouts, Musiklizenzen, GEMA, Steuern" sind dabei das letzte Problem. Eigentlich sind Steuern dann gar kein Problem, denn werden wirklich Steuern fällig, bedeutet dies, dass das Unternehmen rentabel arbeitet.

Apropo Theorie:
Wenn du übrigens zuerst mehrere Unternehmen gegründet haben musst, bevor du verstehst, wie dies funktioniert, bist du wahrscheinlich pleite.

Mich würde zudem mal interessieren, wer hier in diesem Forum ein Filmproduktionsunternehmen gegründet hat und auch Spielfilme produziert.
Wer in einer Autofabrik arbeitet, weiß noch lange nicht, wie die Unternehmensleitung funktioniert.
Mit der Praxis ist es also bei niemandem hier weit her, die hier ständig "Theorie" schreien.



DKPost
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von DKPost »

iasi hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 22:25
DKPost hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 20:11

Meine Erwartung ist gleich Null.
Bei diesen Beispielrechnung sieht man doch schon, dass da jemand nur aus der Theorie erzählt und keken Ahnugn von der Praxis hat.
Da fehlt die KSK, da fehlen Genehmigungen, da fehlen Versicherung, da fehltbdie komplettenPost, Marketing, Kontakte (!), die Leute müssen Essen, Miete zahlen, Kinder ernähren, tanken, Kredite abbezahlt etc.
Dann auch noch eigenes Equipment anachleppen, versichern, warten. Buyouts, Musiklizenzen, GEMA, Steuern inkl. Steuerberater (für eine GmbH mit doppelter Buchführung!) und so weiter und so fort.
All dieses Faktoren existieren bei dem hypothetischen Traumprojekt einfach nicht, was die ohnehin schon absurde Rechnung vollkommen wertlos macht.
Und deswegen wird das auch immer Theorie bleiben und niemals wird so auch nur eine Minute Film gedreht.
Oh je - doppelte Buchführung !!!
Nein - dann lassen wir´s doch lieber gleich. :)

Du vermischt hier deine Kosten für die persönliche Lebensführung mit den Aufwendungen einer Unternehmensgründung und -führung.
Die Gründung einer GmbH ist nichts außergewöhnliches. Und es ist auch nichts, vor dem man sich fürchten muss.

Einen Film zu produzieren ist auch kein Freizeitprojekt - keine Liebhaberei.

Und ja: Eine Unternehmensgründung verlangt Investitionen.
Aber "Buyouts, Musiklizenzen, GEMA, Steuern" sind dabei das letzte Problem. Eigentlich sind Steuern dann gar kein Problem, denn werden wirklich Steuern fällig, bedeutet dies, dass das Unternehmen rentabel arbeitet.

Apropo Theorie:
Wenn du übrigens zuerst mehrere Unternehmen gegründet haben musst, bevor du verstehst, wie dies funktioniert, bist du wahrscheinlich pleite.

Mich würde zudem mal interessieren, wer hier in diesem Forum ein Filmproduktionsunternehmen gegründet hat und auch Spielfilme produziert.
Wer in einer Autofabrik arbeitet, weiß noch lange nicht, wie die Unternehmensleitung funktioniert.
Mit der Praxis ist es also bei niemandem hier weit her, die hier ständig "Theorie" schreien.
Nein, du vermischt hier die Kosten, weil die Leute bei dir monatelang nichts verdienen, die persönlichen Kosten aber ZUSÄTZLICH zu den sowieso zu niedrig kalkulierten Investionen in den Film weiter laufen.
Du könntest ja auch einfach mal beantworten wie du dir das vorstellst.



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

macaw hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 22:20 Ich muss an den wunderbaren Monolog von "Vincent" (Tom Cruise) aus Collateral denken:
"Irgendwann...Irgendwann wird mein Traum wahr werden"...eines Nachts wirst du aufwachen, und feststellen, dass es zu spät ist...dass sich dein Traum in Luft aufgelöst hat. Dein Wunsch wird sich nicht erfüllen, denn auf einmal bist du alt. Und nichts ist passiert...und es wird auch nichts mehr passieren, weil du es sowieso nie machen wolltest. Du schiebst deinen Wunsch in irgendeine Ecke deines Hirns, lehnst dich in deinen Sessel zurück und lässt dich den Rest deines Lebens vom Fernseher hypnotisieren. Alles, was jemals nötig war, war eine Anzahlung für ein Auto (Oder die Produktion eines Kurzfilms)."
Ja - und all jene, die zusammen mit Leuten, die sie nicht bezahlen, ihre Kurzfilme drehen, träumen davon, dass jemand wie Tom Cruise einen dieser Kurzfilme sieht und sie nach Hollywood ruft. :)

Und dann gibt es einige wenige, die Spielfilme drehen, mit dem Ziel sie auch zu verwerten.



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

DKPost hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 22:29

Nein, du vermischt hier die Kosten, weil die Leute bei dir monatelang nichts verdienen, die persönlichen Kosten aber ZUSÄTZLICH zu den sowieso zu niedrig kalkulierten Investionen in den Film weiter laufen.
Du könntest ja auch einfach mal beantworten wie du dir das vorstellst.
Es gehört nun einmal zu der Gründung eines Unternehmens und der Beginn einer Produktion, dass die Unternehmer zunächst in Vorleistung gehen und Investieren.

Bei deinen Kurzfilmen arbeiten die Leute für nichts.

Selbst wenn ein Unternehmsgründer sich von Beginn an gleich ein monatliches Gehalt bezahlt, ist er es gewesen, der dieses Geld zuvor investiert hatte.

Eigenleistungen, die die Gesellschafter mit einbringen würden, wären die Gagen, die sie üblicherweise für ihre Tätigkeit erhalten würden.
Für die Gründung einer GmbH braucht es wiederum nicht mehr als 25.000€. Dieses Grundkapital aufzubringen, ist ja nun wirklich das kleinste Problem.

Der Gedanke ist zudem, die Filmproduktion hauptsächlich mit den Gesellschafter realisieren, die dann als Selbstständige (Hersteller) Eigenleistungen erbringen. Dazu müsste die Filmhandlung auch entsprechend zugeschnitten sein. Also keine SEK-Einsätze, keine großen Partyszenen, keine Fantasy-Welten und auch nicht Dutzende Drehorte oder riesige Set-Bauten etc.

Und auch die Verwertung müsste man im Blick haben, denn schließlich soll es keine Liebhaberei werden.

Splatter-Horror, Gewalt, Freizügigkeit etc. beschränken die Verwertung auf einige wenige Kanäle.

Ein Film, der auch für Kinder geeignet ist, ...



stip
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von stip »

iasi hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 22:02 .
Dir kommt ja nicht mal im Ansatz in den Sinn selbst solch ein Unternehmen zu gründen und zu besitzen.
Hab ich doch schon. Hab ich auch schonmal geantwortet, aber das geht wohl links rein und rechts wieder raus bei dir.

Ich habe Produktionsfirmen für einzelne Projekte gegründet, also gemacht, wovon du nur schreibst. Wie überhaupt hier alle ausser dir schon gemacht haben, worüber sie schreiben.



stip
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von stip »

iasi hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 22:02
stip hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:30

Ah, jetzt verstehe ich.

Die sollen also alle nicht nur dein Unternehmerrisiko tragen plus deinen Traum finanzieren...die sollen das auch noch auf Basis eines popeligen 20K € Drehbuchs !
Ich verstehe, dass du einfach nicht nachvollziehen kannst, dass andere nicht nur etwas ausführen, wofür sie von anderen bezahlt und angewiesen wurden.

Du bist einer von denen, die sich bei Unternehmen bewerben und hoffen, dass sie für ihre Dienste entlohnt werden.
Dir kommt ja nicht mal im Ansatz in den Sinn selbst solch ein Unternehmen zu gründen und zu besitzen.

Es ist ja auch bezeichnend, wie du ein Drehbuch beurteilst.


Nebenbei:
Eine GmbH wird von Gesellschaftern gegründet, die durch ihre Investition Anteilseigner dieser GmbH sind. Das hat nur für Lohnempfänger etwas mit einem Traum zu tun.
Oder vielleicht bist du ja ein einsamer Held und stellst sogar Unternehmen für deine geleisteten Dienste Rechnungen aus.


Vielleicht hast du es ja sogar schon geschafft, Kurzfilme zu drehen, bei denen du reichlich Rückstellungsverträge ausgedruckt hattest. Deine Darsteller hatten sich sicherlich gefreut, bei deinem Projekt ihre Zeit verbringen zu dürfen. Schließlich gab´s wahrscheinlich auch gratis Mahlzeiten. Und all die anderen Beteiligten bekam sicherlich auch noch eine DVD oder gar BluRay von deinem Kurzfilm, an dem sie mitarbeiten durften. :)


Bei mir sind die Unternehmenspartner dann nur Miteigentümer der Rechte am Film.
Das ist natürlich kein Vergleich zu deinen Rückstellungsverträgen, Mahlzeiten und der DVD, die du bietest.
Gott - bin ich ein Ausbeuter und welch ein edler Mensch bist du. :)

Alles, was du in mich hinein projizierst, ist komplett falsch...reife Leistung :)



Alex
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 17:26
Alex hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 16:51Wenn du an deinen Film glaubst und die "professionelle Verwendung des Budget im Hinblick auf eine Verwertung" so gut im Griff hast, was spricht dann dagegen, dass du mit deinem Geld (oder dem das du dir besorgst) diesen Film produzierst? Warum willst du der ganzen Crew ein finanzielles Risiko auferlegen?
Weil ich keine Crew möchte, die sich bezahlen lässt, aber nicht an das Projekt glaubt.
Nehmen wir mal an, deine gewünschte Art zu produzieren, wäre überall der Standard im Spielfilmbereich:

Ich: "Hey Kamera-Klaus, na wie läufts?".
Kamera-Klaus: "Schlecht, ich hab in den letzten 2 Jahren 3 Spielfilm-GmbHs mitgegründet und habe dafür knapp 40 Wochen ohne Einkommen gearbeitet, während meine laufenden Kosten aber weiterliefen.
Leider hat keiner der 3 Filme das gewünschte Ergebnis eingespielt, obwohl wir alle sehr daran geglaubt haben.
Jetzt gehts mir finanziell sehr schlecht. Dazu hat meine Frau gerade das zweite Kind bekommen und musste den Teilzeitjob an den Nagel hängen. Durchs Dach regnet es rein, weil ich den Dachdecker nicht bezahlen kann. An ein neues Auto ist eh erstmal nicht zu denken, obwohl ich es dringen brauchen würde. (...)
Es bleibt mir nichts anderes übrig, als Privatinsolvenz anzumelden, ich habe auf die falschen Pferde gesetzt, obwohl wir so an die Projekte geglaubt haben."


Masken-Miri, Ton-Ton und Regie-Ralf erzählen eine ähnliche Geschichte. Jetzt versuchen sie umzuschulen, und leben bis dahin von der Stütze.

Schau dir mal die maslowsche Bedürfnispyramide von unten nach oben an:
beduerfnispyramide-nach-maslow-1024x751.png
Die Maslowsche Bedürfnishierarchie, bekannt als Bedürfnispyramide, ist ein sozialpsychologisches Modell des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow. Es beschreibt auf vereinfachende Art und Weise menschliche Bedürfnisse und Motivationen (in einer hierarchischen Struktur) und versucht, diese zu erklären.
Vielleicht wird dir dann klar, warum sich die wenigsten Menschen auf solche Hochrisiko-Projekte einlassen würden.
Spolier: Ohne Sicherheit keine Selbstverwirklichung. So funktioniert der Mensch.

Was du eigentlich für dein(e) Projekt(e) brauchst, sind Draufgänger á la https://dmax.de/sendungen/goldrausch-in-alaska
Leute, die ihre Existenz auf Spiel setzen, um die dicke Marie am Ende zu bekommen.
Solche Leute gibt es, aber die wenigsten Menschen ticken so.

Und da kommt dein Punkt wieder ins Spiel, mit dem ich dir unter diesem Aspekt sogar Recht gebe:
Unerfahrene (meist junge) Leute sind i.d.R. risikofreudiger, weil sie die a) die Folgen noch nicht so richtig abschätzen können und b) meist einen viel kleineren Kostenapparat zu füttern haben.

Also würde ich dir raten: Such dein Personal an der Filmhochschule, da bist du richtig. Ob die Drehs dann so reibungslos laufen, wie du dir das vorstellst, kannst du dann selbst erleben.

Dazu kommt noch, dass Kamera-Klaus ein viel besserer Kameramann als Unternehmer ist. Er beschäftig sich viel lieber mit Licht, Farben und Kameratechnik als mit Zahlen. Masken-Miri guckt lieber Life-Style-Serien als Wirtschaftsberichte. Sie überlassen Geschäftsplanung lieber Leuten die sich damit auskennen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von Alex am Fr 14 Jun, 2024 08:47, insgesamt 1-mal geändert.



iasi
Beiträge: 25405

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

stip hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:30
dienstag_01 hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:26
Niedrigere Lebenshaltungskosten?! Muss man halt verzichten, für seine Träume.
Du meinst für Iasi's Träume.
Mach dir doch zuerst mal Gedanken darüber, wie Leute Unternehmen gründen.

Und eben auch, was Investitionen sind.

Dann kommt dir das vielleicht eine Unternehmensgründung nicht nur vor wie ein Traum. :)



macaw
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von macaw »

Ich hab so eine Halb-Rückstellungs-Nummer hautnah erlebt, wurde auch gefragt ob ich mitmachen will - was ich nicht getan hab. Der Film wurde am Ende sogar von Fox für die Kinoauswertung gekauft und war an den Kinokassen...ein völliger Flop. Es gab zwar spätere Verwertungen bei Streamern, aber es kam sehr wenig davon bei den Leuten an weil die Kontrolle natürlich komplett beim Produzenten lag und der das mit Gottweisswas verrechnet hat. Die Crux dabei war, daß viele von der Crew mit dem Produzenten befreundet waren - aber bei Geld hört bekanntlich jede Freundschaft auf. Viele der Freundschaften haben darunter gelitten oder sind sogar zerbrochen. Daher kann ich nur sagen: Finger weg von solchem Blödsinn.
Zuletzt geändert von macaw am Fr 14 Jun, 2024 09:06, insgesamt 1-mal geändert.



iasi
Beiträge: 25405

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 08:46
iasi hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 17:26

Weil ich keine Crew möchte, die sich bezahlen lässt, aber nicht an das Projekt glaubt.
Nehmen wir mal an, deine gewünschte Art zu produzieren, wäre überall der Standard im Spielfilmbereich:

Ich: "Hey Kamera-Klaus, na wie läufts?".
Kamera-Klaus: "Schlecht, ich hab in den letzten 2 Jahren 3 Spielfilm-GmbHs mitgegründet und habe dafür knapp 40 Wochen ohne Einkommen gearbeitet, während meine laufenden Kosten aber weiterliefen.
Leider hat keiner der 3 Filme das gewünschte Ergebnis eingespielt, obwohl wir alle sehr daran geglaubt haben.
Jetzt gehts mir finanziell sehr schlecht. Dazu hat meine Frau gerade das zweite Kind bekommen und musste den Teilzeitjob an den Nagel hängen. Durchs Dach regnet es rein, weil ich den Dachdecker nicht bezahlen kann. An ein neues Auto ist eh erstmal nicht zu denken, obwohl ich es dringen brauchen würde. (...)
Es bleibt mir nichts anderes übrig, als Privatinsolvenz anzumelden, ich habe auf die falschen Pferde gesetzt, obwohl wir so an die Projekte geglaubt haben."


Masken-Miri, Ton-Ton und Regie-Ralf erzählen eine ähnliche Geschichte. Jetzt versuchen sie umzuschulen, und leben bis dahin von der Stütze.

Schau dir mal die maslowsche Bedürfnispyramide von unten nach oben an:
beduerfnispyramide-nach-maslow-1024x751.png
Die Maslowsche Bedürfnishierarchie, bekannt als Bedürfnispyramide, ist ein sozialpsychologisches Modell des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow. Es beschreibt auf vereinfachende Art und Weise menschliche Bedürfnisse und Motivationen (in einer hierarchischen Struktur) und versucht, diese zu erklären.
Vielleicht wird dir dann klar, warum sich die wenigsten Menschen auf solche Hochrisiko-Projekte einlassen würden.
Spolier: Ohne Sicherheit keine Selbstverwirklichung. So funktioniert der Mensch.

Was du eigentlich für dein(e) Projekt(e) brauchst, sind Draufgänger á la https://dmax.de/sendungen/goldrausch-in-alaska
Leute, die ihre Existenz auf Spiel setzen, um die dicke Marie am Ende zu bekommen.
Solche Leute gibt es, aber die wenigsten Menschen ticken so.

Und da kommt dein Punkt wieder ins Spiel, mit dem ich dir unter diesem Aspekt sogar Recht gebe:
Unerfahrene (meist junge) Leute sind i.d.R. risikofreudiger, weil sie die a) die Folgen noch nicht so richtig abschätzen können und b) meist einen viel kleineren Kostenapparat zu füttern haben.

Also würde ich dir raten: Such dein Personal an der Filmhochschule, da bist du richtig. Ob die Drehs dann so reibungslos laufen, wie du dir das vorstellst, kannst du dann selbst erleben.

Dazu kommt noch, dass Kamera-Klaus ein viel besserer Kameramann als Unternehmer ist. Er beschäftig sich viel lieber mit Licht, Farben und Kameratechnik als mit Zahlen. Masken-Miri guckt lieber Life-Style-Serien als Wirtschaftsberichte. Sie überlassen Geschäftsplanung lieber Leuten die sich damit auskennen.
Kamera-Klaus ist der typische Angestellte, der seinen Job macht, um damit Geld für die Familie zu verdienen.
Die braucht es auch, für all die Image-, Hochzeits-, TV-Show-, etc.-Aufnahmen.

Knut, der reichlich Geld in eine Filmproduktion investiert, wird sich dann aber fragen, ob Kamera-Klaus der richtige für einen Spielfilmdreh ist.
Da gibt es vielleicht die Kamera-Grete, die schon Spielfilme gedreht hat.
Wem wird Knut wohl die Kameraarbeit bei der Filmproduktion anvertrauen?

Es gibt Leute, die gründen ein Unternehmen - und es gibt Leute, die bewerben sich darum, in einem Unternehmen arbeiten zu dürfen.

Wer es sich nicht zutraut, ein Unternehmen zu gründen, arbeitet dann eben für andere - solange sie ihn dafür bezahlen.
Privatinsolvenzen melden üblicherweise Privatpersonen oder Einzelunternehmer an.
Eine GmbH meldet eine Unternehmensinsolvenz an - und haftet dann mit dem Grundkapital.

Während der Einzelkämpfer Horst in finanzielle Not gerät, weil ihm ein insolventes Unternehmen, wie das von Knut die Rechnungen nicht bezahlt, zuckt Knut mit den Schultern und bedauert, dass der 4-stellige Betrag, den er für seinen Anteil als Gesellschafter in die GmbH eingebracht hatte, weg ist.
Tja - wer trägt wohl das größere Risiko?



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

stip hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 23:39

Alles, was du in mich hinein projizierst, ist komplett falsch...reife Leistung :)
Das kommt wohl daher, dass du ein so unbeschriebenes Blatt bist, auf das man alles projizieren kann. :)

Eigene Vorschläge lieferst du ja schließlich nicht.

Die Politiker sind schuld - woran sagst du ja auch nicht mal - und du willst damit aber weiter machen wie bisher - oder würdest gerne auch so weiter machen, wie all die anderen bisher.

Deshalb opferst du dich ja auch für Kurzfilme auf, wovon du dir dann erhoffst, auch das machen zu dürfen, woran die Politiker schuld sind. Natürlich gegen Tarifgage. :)



Alex
Beiträge: 1626

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 09:06Kamera-Klaus ist der typische Angestellte, der seinen Job macht, um damit Geld für die Familie zu verdienen.
Die braucht es auch, für all die Image-, Hochzeits-, TV-Show-, etc.-Aufnahmen.
Nein, Kamera-Klaus ist einer der besten Kameraleute Deutschlands. Hat mehrere Kamerapreise für seine (klassisch produzierten) Spielfilme eingeheimst. Er ist auch derjenige, mit dem du am liebsten zusammenarbeiten würdest, denn du liebst seine Bildsprache.
Er kam in die Bredouille, weil er nun seit 2 Jahren auf dein Geschäftsmodell eingelassen hat, diese Projekte aber gefloppt sind, weil sich die Erwartungen (trotz Glauben aller) nicht erfüllt haben.

Jetzt nochmal.



iasi
Beiträge: 25405

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

stip hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 23:35
iasi hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 22:02 .
Dir kommt ja nicht mal im Ansatz in den Sinn selbst solch ein Unternehmen zu gründen und zu besitzen.
Hab ich doch schon. Hab ich auch schonmal geantwortet, aber das geht wohl links rein und rechts wieder raus bei dir.

Ich habe Produktionsfirmen für einzelne Projekte gegründet, also gemacht, wovon du nur schreibst. Wie überhaupt hier alle ausser dir schon gemacht haben, worüber sie schreiben.
Oh ja - natürlich hast du eine Firma gegründet.
Und natürlich hast du Auftragsarbeiten gemacht und in Rechnung gestellt.
Wie so viele hier.

Wir reden hier aber von einer eigenen Spielfilmproduktion.



iasi
Beiträge: 25405

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 09:17
iasi hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 09:06Kamera-Klaus ist der typische Angestellte, der seinen Job macht, um damit Geld für die Familie zu verdienen.
Die braucht es auch, für all die Image-, Hochzeits-, TV-Show-, etc.-Aufnahmen.
Nein, Kamera-Klaus ist einer der besten Kameraleute Deutschlands. Hat mehrere Kamerapreise für seine (klassisch produzierten) Spielfilme eingeheimst. Er ist auch derjenige, mit dem du am liebsten zusammenarbeiten würdest, denn du liebst seine Bildsprache.
Er kam in die Bredouille, weil er nun seit 2 Jahren auf dein Geschäftsmodell eingelassen hat, diese Projekte aber gefloppt sind, weil sich die Erwartungen (trotz Glauben aller) nicht erfüllt haben.

Jetzt nochmal.
Der logische Widerspruch in deiner Klaus-Geschichte ist dir aber klar?



ich nicht
Beiträge: 15

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von ich nicht »

iasi hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 09:06 Es gibt Leute, die gründen ein Unternehmen - und es gibt Leute, die bewerben sich darum, in einem Unternehmen arbeiten zu dürfen.
ich zum beispiel gehöre zu den leuten, die diese dinger
iasi hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 08:47 :)
von dir zählen.

und was machst du so den ganzen tag?



Alex
Beiträge: 1626

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 09:20
Alex hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 09:17
Nein, Kamera-Klaus ist einer der besten Kameraleute Deutschlands. Hat mehrere Kamerapreise für seine (klassisch produzierten) Spielfilme eingeheimst. Er ist auch derjenige, mit dem du am liebsten zusammenarbeiten würdest, denn du liebst seine Bildsprache.
Er kam in die Bredouille, weil er nun seit 2 Jahren auf dein Geschäftsmodell eingelassen hat, diese Projekte aber gefloppt sind, weil sich die Erwartungen (trotz Glauben aller) nicht erfüllt haben.

Jetzt nochmal.
Der logische Widerspruch in deiner Klaus-Geschichte ist dir aber klar?
Kläre er mich bitte auf, ich kann nicht in deinen Kopf gucken, weil mit Logik sind wir, oft nicht d'accord.



markusG
Beiträge: 4671

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von markusG »

iasi hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 08:47 Mach dir doch zuerst mal Gedanken darüber, wie Leute Unternehmen gründen.
Na dann erzähl doch mal von auch nur einem erfolgreichen Lang-Film, der auf diese "alle-sind-beteiligt-und-schmeißen-zusammen" Art entstanden ist. Gescheiterte Projekte wurden ja schon einige genannt. Ist ja nicht so dass das ganze eine neue Idee wäre.

Also nicht im Crowdfunding-Sinn, wo am der Produktion Unbeteiligte bezahlen, sondern ausschließlich Beteiligte.



7River
Beiträge: 3950

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von 7River »

Vielleicht werden wir ja eines Tages von @iasi überrascht - und zwar so richtig vom Hocker gehauen. Wortwörtlich. ;-)
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



stip
Beiträge: 615

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von stip »

iasi hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 08:47
stip hat geschrieben: Do 13 Jun, 2024 19:30

Du meinst für Iasi's Träume.
Mach dir doch zuerst mal Gedanken darüber, wie Leute Unternehmen gründen.

Und eben auch, was Investitionen sind.

Dann kommt dir das vielleicht eine Unternehmensgründung nicht nur vor wie ein Traum. :)


Zum dritten Mal forderst du mich auf, zum dritten Mal die selbe Antwort:

ich habe schon Produktionsfirmen gegründet!

Ich habe gemacht, wovon du nur fantasierst.

Wann machst du selbst, was du predigst? Auf wen oder was wartest du?



berlin123
Beiträge: 953

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von berlin123 »

7River hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 11:27 Vielleicht werden wir ja eines Tages von @iasi überrascht - und zwar so richtig vom Hocker gehauen. Wortwörtlich. ;-)
Sehr unwahrscheinlich. Nicht nur weil es schwer sein wird, von Leuten auf diese Art Geld und Mitarbeit zu bekommen.

Sondern auch, weil jemand, der seine Zeit damit verbringt, in Foren lange theoretische Aufsätze zu schreiben um Aufmerksamkeit zu bekommen (deswegen ist man in Foren, ob man jetzt Bestätigung für sein Ego sucht oder eine Frage beantwortet haben will - selbst dieser Post ist da keine Ausnahme), weil so jemand nicht der Typ ist, der fokussiert ein paar Wochen auf ein Projekt hinarbeitet. Unsere Fähigkeit sich zu fokussieren pro Tag ist begrenzt.

Das kommt nicht von mir, sondern von dem was man heute über das Belohnungssystem im Gehirn weiss:

Der eine holt sich Belohnung (Dopamin-Ausschüttung) dadurch, dass er über etwas redet und eine schnelle Reaktion von anderen erhält. Wenn man sein Gehirn darauf hin trainiert hat gewöhnt es sich daran und fordert es ein (siehe Social Media Abhängigkeit). Es ist leider nicht leicht davon weg zu kommen.

Der andere ist fähig, ohne Dopamin-Kick eine ganz Zeit lang auf ein Ziel hinzuarbeiten und die Belohnung auf später zu verschieben. Er ist motiviert durch die Antizipation, nicht durch sofortige Reaktion von anderen.

Wenn ich mir die Leute in meinem Umfeld anschaue, die etwas größeres aufgebaut haben, sind das Menschen der zweiten Kategorie.
Zuletzt geändert von berlin123 am Fr 14 Jun, 2024 11:54, insgesamt 1-mal geändert.



Skeptiker
Beiträge: 6279

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Skeptiker »

7River hat geschrieben: Fr 14 Jun, 2024 11:27 Vielleicht werden wir ja eines Tages von @iasi überrascht - und zwar so richtig vom Hocker gehauen. Wortwörtlich. ;-)
Die Spannung steigt jedenfalls von Tag zu Tag.
Bis es soweit ist, freue ich mich und staune ich über konkrete Beiträge wie diesen hier im Nachbar'thread':

Scavenger Hunt - A Star Wars Fan Tale
viewtopic.php?f=33&t=160796
Zuletzt geändert von Skeptiker am Fr 14 Jun, 2024 11:55, insgesamt 1-mal geändert.



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