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Welches Format, welcher Codec für Internet?




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Frage von Anne Nerven:


Hallo Folks,

normalerweise erstelle ich DVDs und habe einen eingefahrenen Datei-Flow:
Avid: Export als Quicktime Referenz - TMPGenc: Wandlung in MPEG2MPEG2 im Glossar erklärt - Encore: Menu - Nero: DVD.

Jetzt muss ich einen Clip zusätzlich internettauglich, u.a. für Youtube, abliefern. Das bereitet mir ein wenig Kopfzerbrechen, denn Youtube gibt dir nur EINE Chance - du kannst nichts tetstweise hochladen und bei Bedarf anschl. löschen. Sehr komisch aber ist nunmal so.

Einer meiner Clips wurde von einem Kunden hochgeladen und dabei von 16:9 auf 4:3 gequetscht. Katastrophe! Um dies zu vermeiden, las ich erstmal die Youtube-Hilfe, die allerdings nur sagt, wer 16:9 hochlädt, erhält auch 16:9. Das stimmt so offensichtlich nicht, denn der gequetschte Clip war ein MPEG2-File in 16:9. Meine Vermutung ist, das es an der Pixelratio liegen könnte.

Ich habe also ein Youtube-Konto eingerichtet und ein Testclip von 4 Sek. hochgeladen. Dieser war ein Quicktime-File (;H264) mit einer Auflösung von 1024x576. Bild und Ton super. ABER: das Hochöaden dieses 1,7MB großen Clips dauerte ca. 90 Min! Wenn ich dann den besagten Clip mit 6:50Min/Sek als Quicktime-Datei (;H264) mit 884MB hochladen würde, käme ich auf theoretisch auf 32 Tage Dauer. Das ist mir zu lang:-)

Da ich nun nicht der Format-/Codec-König bin, wüsste ich gern, welche Formate und Codecs ihr bevorzugt und ob ihr auch 16:9 Filme mit 720x576 in 16:9 zu sehen bekommt. Ein weiteres Test-Upload würde wieder 1 Std dauern und ich weiss ja nicht mal, ob mich das Ergebnis weiterbringt. Deshalb frage ich jetzt hier und wäre für hilfreiche Antworten dankbar.

Gruß
Dirk




Antwort von deti:

Bei Video-Webplattformen solltest du die Clips immer im Pixelseitenverhältnis von 1:1 als H.264 im MP4/MOV-Container erzeugen. Damit liegst du für 16:9-Material mit 1024x576 so grob richtig, wenn du noch kein HD-Format produziert hast. Der Ton sollte im AAC-Format sein (;passiert in der Regel automatisch für Stereoton). Achte beim Export auf eine moderate Bitrate (;maximal 5Mbit/s), was pro Minute ca. 40Mbytes an Datenvolumen produziert. Bei einem DSL-Internetzugang mit 384Kbit/s Upstream sollte dann der Upload ca. 15 mal länger als die Spielzeit des Films dauern, bei 1Mbit/s Upstream nur noch 6 mal länger, etc.

Achtung: Bei YouTube sind nur 10 Minuten lange Filme möglich.

Deti



Antwort von Anne Nerven:

Na, da sag ich doch: vielen Dank!

Was aber heißt:
Quote:
Damit liegst du für 16:9-Material mit 1024x576 so grob richtig, wenn du noch kein HD-Format produziert hast.
?



Antwort von carstenkurz:

Wobei deine Angabe '90min für 1.7MByte' schon merkwürdig ist. Der Upload-Durchsatz ist erstmal nur eine Sache deiner Internetanbindung und der Auslastung der YouTube Server. Bei üblichen ADSL Verbindungen sollten 1.7MByte realistisch innerhalb einer Minute weg sein.

- Carsten



Antwort von Anne Nerven:

Genau das dachte ich auch. Der Lade-Balken war auch ruckzuck voll. Allerdings drehte sich das Rädchen noch weit über eine Stunde. Zwischenzeitig glaubte ich, die Seite sei einfach eingefroren und wollte raus - Nix da! Wenn ich jetzt die Seite verlasse, breche ich den Upload ab! gab mir die sofortige Warnmeldung unmissverständlich zu verstehen.

Ich hab DSL mit 100 Milliarden Terrabyte Datendurchsatz. Im Ernst: Telekom DSL mit irgendwie 16000 oder 20000, laut T-Punkt jedenfalls intergalaktisch schnell. Daran dürfte es wohl nicht liegen.



Antwort von deti:

Bei einem 16Mbit/s DSL-Anschluss hast du maximal 1Mbit/s Upstream. In der Praxis meist weniger. Willkommen in der Welt des Marketings.

Deti



Antwort von carstenkurz:

Weiss der Henker, was der YouTube Server da noch nach dem eigentlichen Upload von Dir will. Bei ner 16ner Leitung solltest Du prinzipiell binnen 20-30 Sekunden ein 2MByte File wegkriegen.

- Carsten




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