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Infoseite // TV-Tip: Citizen Kane



Newsmeldung von slashCAM:


Citizen Kane in der Nacht zum Dienstag 01:30 26.Dezember 2006 / 3sat

Die renommierte britische Filmzeitschrift "Sight & Sound" führt seit 1952 alle zehn Jahre eine Befragung unter Regisseuren und Kritikern nach dem "Besten Film aller Zeiten" durch.
Auf Platz 1. stand bislang jedesmal: "Citizen Kane" von Orson Welles aus dem Jahr 1941.
Der Film erzählt die fiktive Biografie des Medienmoguls Charles Foster Kane (gespielt von Welles) in mehreren langen Rückblenden – damals ein dramaturgisches Novum.
Das letzte Wort des mächtigen Mannes ist "Rosebud". Ein Reporter will wissen, was es bedeutet. Für seine Recherche befragt er Menschen, die Kane gekannt haben. So entsteht durch ihre Sicht auf den Protagonisten für den Zuschauer ein vielschichtiges Bild des Figur.
"Citizen Kane" ist der einzige amerikanische Autorenfilm seiner Zeit. Welles bekam von seinem Studio sämtliche Freiheiten. Vom Drehbuch bis zur endgültigen Fassung hatte er die absolute Kontrolle über das Projekt. Einem Mann, der halb Amerika am Radio vorgaukeln konnte, die Marsmenschen seien gelandet, vertraute man in Hollywood.
Welles reizte die damaligen Möglichkeiten der Technik und filmischen Stilmittel aus und fand in Gregg Toland einen kongenialen Kameramann. Neben kunstvollen Bildern in Untersicht und diversen Schräglagen sticht die Bildkomposition vor allem durch Tolands technische Neuerung der Schärfentiefe hervor. Jedes Objekt einer Szene ist klar zu erkennen, ob weit hinten im Raum oder direkt vor der Kamera.
Nominiert für insgesamt elf Oscars, erhielt "Citizen Kane" lediglich einen Oscar für das "Beste Originaldrehbuch" zugesprochen. Auch am Publikum ging der "Beste Film aller Zeiten" recht klanglos vorbei. Welles hatte sich nämlich einen mächtigen Feind geschaffen. Der real existierende Medienzar William Randolph Hearst fühlte sich durch diesen Film, dessen Hauptfigur stark an seine Karriere, aber auch sein Privatleben, angelehnt war, auf den Schlips getreten. Und Hearst machte mächtig in seinen Massenmedien gegen Welles und den Film mobil.

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Antwort von Axel:

Man beachte das spöttische Intro, wenn Xanadu, Kanes protziges Schloß, gezeigt wird. Die schlechten Tricks - etwa die offenkundig künstlichen Tiere in dem Privatzoo - sind mit voller Absicht so schlecht. Ob sich das heute noch jemand trauen würde?
Freches Detail: Der echte Hearst nannte seine Geliebte, der er hörig war, "Rosebud".

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Antwort von Anonymous:

Heute wäre das wohl ein Film über Berlusconi, der im italienischen Spieleshow-Milieu spielt ;-)

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