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Reportage-Schnitt Kosten




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Frage von aight8:


Mal ne sehr banale Frage.

Wie viel kostet eigentlich ein Cutter für eine Reportage? (;3 x 20 Minuten Folge)

Er bekommt ja Grafik Elemente Audiodaten des Sprechers. Evtl. irgendwelche Konzepte.

Dann kann er ja loslegen.. ich meine in 3 Tagen hatt man ja ne Folge sicher geschnitten 24x30 Euro = 720 Euro pro Folge. Kommt das irgendwie hin?

Kommt es mir nur so vor oder ist der Cutter einer der entscheidendster Schlusslicht in der ganze Produktionkette und sollte genau überlegen zu welchem Cutter man greifft? (;Natürlich alle andere auch, aber der Schnitt kann ein Film ja extrem beinflussen und zum auschalten oder dranbleiben motivieren)




Antwort von RUKfilms:

"aight8" wrote:
Mal ne sehr banale Frage.

Wie viel kostet eigentlich ein Cutter für eine Reportage? (;3 x 20 Minuten Folge)

Er bekommt ja Grafik Elemente Audiodaten des Sprechers. Evtl. irgendwelche Konzepte.

Dann kann er ja loslegen.. ich meine in 3 Tagen hatt man ja ne Folge sicher geschnitten 24x30 Euro = 720 Euro pro Folge. Kommt das irgendwie hin?

Kommt es mir nur so vor oder ist der Cutter einer der entscheidendster Schlusslicht in der ganze Produktionkette und sollte genau überlegen zu welchem Cutter man greifft? (;Natürlich alle andere auch, aber der Schnitt kann ein Film ja extrem beinflussen und zum auschalten oder dranbleiben motivieren)


30 euro stundenlohn? sind wir hier bei der wohlfahrt? ich bin kein cutter, aber ich weiss das 16jährige als aushilfe beim hockeyverein 15 - 20,- euro die stunde verdienen (;schweiz!). ich glaube nicht das ein cutter sich mit 30 euro zufrieden gibt. oder täusch ich mich jetzt?



Antwort von aight8:

Naja gut 40 Euro, mit 30 war ich evtl bisschen zu barbarisch (;musst auch nicht mit schweizer abzocker Löhnen vergleichen bin auch aus den Bergen). Aber ich glaube viele wollen auch Arbeit und sind nicht gerade mit Aufträgen überhäuft. Ich rede zwar von einem gutem Freelancer Cutter aber kein Oscar Preisträger. Wenn ich eine Firma beauftrage kostet das ja imens Mehr, doch lohnt sich das beim Schnitt überhaupt? Welchen Mehrwert habe ich?

Gut auf diesem Bild hier http://www.on-media.at/site/wp-content/uploads/standort_wien_3.jpg sieht man wie Sie sich absprechen, und zusammen ein spannendes "Schnittkonzept" ausarbeiten würden. Ist das echt so?

ZUM BEISPIEL
Die Firma OnMedia http://www.on-media.at/site/team/ hat 3 Cutter angestellt. Trotzdem wurde einer Ihrer Dokus von einem Freelancer geschnitten. Kann viele Gründe haben, trotzdem hab ich da das Gefühl bei den Cuttern wird gepickt und die Investition ist es Wert. (;Wie natürlich in allen Bereichen ;))



Antwort von aerobel:

Hallo,

Ich denke mal, dass da so mancher mit wesentlich weniger als 30.- Euro die Stunde auskommen muss. Vorausgesetzt, dieser Cutter muss nichts an Hardware mitbringen, muss sich bloss noch hinstzen und saubere Arbeit leisten, dann stimmts wohl. Immer davon ausgehend, er hat fundierte Kenntnisse...

Wenn ich sehe, dass da millionen von Leuten ganz ohne Arbeit sind, andere wiederum für einen minimalsten Stundenlohn von deutlich weniger als 10.- Euro schuften müssen, um über die Runden zu kommen, finde ich diesen sauberen Job gar nicht mal so schlecht bezahlt.

Für so einen Auftrag täte sogar ich mich bewerben, hätte ich denn die dazu notwendigen Kenntnisse. Als Amateur wäre ich da aber wohl "leicht" überfordert. Und ja, ich bin Schweizer, lebe in der Schweiz und muss auch hier kämpfen, um anständig überleben zu können...

Rudolf



Antwort von dienstag_01:

Also, ich denke, da rechnet man eher in Schnitttagen und nicht in Stunden. Oder man macht am besten gleich eine Projektpauschale aus (;sonst bekommt man letztendlich eine halbfertige Folge abgeliefert).
Deine Kalkulation mit etwas mehr als 2000 Euro klingt für einen Freelancer nicht so schlecht, aber hängt neben den 60 Minuten für das Ergebniss entscheidend von der Materialmenge ab. Und davon, ob es einen guten Plan gibt oder man sich erstmal durchwursteln muss. Ist also mit einigen Wenn und Aber versehen. Man sollte vielleicht auch etwas zusätzliche Zeit einplanen, damit alles mal ruhen kann, Aber als Ausgangsgröße denkbar.



Antwort von PowerMac:

(;Anzahl der Schnittage * (;Tagessatz Schnittplatz + Tagessatz Cutter + Tagessatz Redakteur/Regisseur )) + Sprecher + Musik = ?



Antwort von Jott:

Definiere Cutter:

Jemand, der nur Knöpfchen drückt und das macht, was jemand neben/hinter ihm will (;Redakteur oder Regisseur am Schnittplatz)?

Oder jemand, der eine Festplatte mit Zeug kriegt, dazu die Ansage "mach mal was Feines draus", völlig selbständig und eigenverantwortlich arbeitend?



Antwort von ptvwesel:

3 Tage für 60 Minuten Schnitt? Puh, dass halte ich für unrealistisch.

Produktionspauschale ist ein Risiko für den Cutter. Meist bleibt's nicht bei den 3 Tagen (;Änderungen, FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt, etc.) und dann sitzt der Schnittmeister auf seinen Kosten (;jeder Tag ist Geld!).
Denke auch daran, je günstiger und schnell/spontan verfügbar ein Cutter ist, sollte Dir Gedanken machen, WARUM das so ist. (;Ist er wirklich so gut, warum hat der dann keine Aufträge?)
Wenn der Cutter sein Arbeitsmaterial mitbringen muss (;Avid, Rechner, etc.), dann musst Du ihm auch gönnen, dass bezahlt zu bekommen. Schließlich hat der gute Mann/Frau auch mal viel Geld dafür bezahlt.

Die Preise für einen guten Cutter nebst Schnittplatz sind im Land unterschiedlich, bewegen sich aber (;ohne Ausrüstung) zwischen 250 und 450 Euro.



Antwort von Alikali:

Faustregel:

1 Minute Film = 1 Stunde Schnitt.
60 Minuten Film sind dann.... ?

Ansonsten sind ptvwesels Angaben so weit zutreffend und spiegeln ungefähr den Honorarstand wieder.

Den Fehler mit der Pauschale habe ich auch am Anfang mal gemacht:
"Nix großartiges, einfach nur 50 minuten im Doku-Stil, paar Interviews einfach dazwischen, fertig. 1350,- Euro pauschal." (;Eigene AVID, BetaSP, usw.)

Was man mir (;natürlich!) nicht vorher gesagt hatte:
- 31 (;!!!) DV-Bänder a 60 Minuten!
- Das Material war beschissen gedreht, verwackelt, unscharf, überstrahlt, Gegenlicht, usw.
- der Ton war erbärmlich und in großen Bereichen völlig unbrauchbar (;wer sich auskennt, weiß, was das bedeutet...)
- die Interviews waren ebenso unbrauchbar, technisch stümperhaft umgesetzt, die Fragen unhörbar, die Antworten rauschig
- kaum Schnittbilder, dafür minutenlang Totalen

Mit anderen Worten: Ärger ohne Ende! Den Auftrag habe ich dann zum Glück nach dem sichten der Schrottbänder schlicht und ergreifend wieder abgelehnt.

Ob der Möchtegernregisseur das Ding jemals zu Ende gebracht hat, entzieht sich meiner Kenntnis, der redet nicht mehr mit mir.... was mir nur recht ist :-)

Seitdem bestehen wir auf Tagessatz...



Antwort von Maze:

Normalerweise arbeite ich als Cutter entweder auf Tagessatz oder Festangestellt. Die Bezahlung variiert per Produktionsfirma. 1 Std. Schnitt = 1 Min. im Film kommt hin. Aber auch wirklich nur da - im FILM. Schneide ich TV-Reportagen im halbstündigen FormatFormat im Glossar erklärt, sind die an guten Tagen an einem Tag fertig und ausgespielt, mit Vertone und Musikauswahl.
Kann aber alles variieren und kommt auch drauf an was das FormatFormat im Glossar erklärt verlangt, je nach dem ob viel Talk und lange O-Töne drin sind, ob viel Situativ stehen gelassen werden kann etc.



Antwort von soan:

Ein Cutter benötigt auch einen Schnittplatz. In meinem Umfeld kostet ein Schnittag inklusive Cutter von 550 - 700 Euro netto. Für nen 20-ig Minüter mit gutem Schnitt würde ich persönlich 3-4 Schnittage veranschlagen wenn das Material gut gedreht ist.

Natürlich je nach Anspruch des Senders - wo RTL den Kram gnadenlos zusammengeklatscht sendet darf man bei den öffentlich rechtlichen schonmal guten "Dialogschnitt" in der Reportage, kaschiert mit Bewegungen und Close-Ups erwarten ;-)

Ne Stunde Schnitt für ne Minute Sendezeit kommt schon hin in der Regel, wie mein Vorredner bereits schreibt: je nach Material, Anspruch und Situation.

Die "reine Personaldienstleistung" - sprich der angemietete Cutter - bekommt zwischen 240 und 350 Euro pro 8h Schnittag netto.




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