| Optimaler Rechner für Videoschnitt
Frage von Stephan Peylo:
Hallo,
die Aldi-PC Diskussion weckt in mir die Frage nach der optimalen Konfiguration eines aktuellen Videoschnitt PCs. Ich denke mal am besten Raid-System mit 2 großen Festplatten, Dual-Head Grafikkarte (;zur Vorschau auf externem Monitor), Card-Reader, viel RAM, was noch...? Welches Motherboard oder welcher Prozessor ist im Moment denn empfehlenswert?
Gruß Stephan
Antwort von Detlev Hoffmann:
Hallo Stephan,
"Stephan Peylo" schrieb im Newsbeitrag
> Hallo, > > die Aldi-PC Diskussion weckt in mir die Frage nach der optimalen > Konfiguration eines aktuellen Videoschnitt PCs. Ich denke mal am besten > Raid-System mit 2 großen Festplatten, Dual-Head Grafikkarte (;zur > Vorschau auf externem Monitor), Card-Reader, viel RAM, was noch...? > Welches Motherboard oder welcher Prozessor ist im Moment denn > empfehlenswert? > Tja, da gibts wohl erst mal die Gegenfrage: Was verstehst du unter Videoschnitt? Der Heimanwender nutzt Programme wie VDL von Magix oder ein Pinnacle-System. Auch unter Free-und Shareware ist einiges zu finden. Zum Rendern brauchts einen schnellen Prozessor, jedoch nicht unbedigt ein Raid-System (;ausser man möchte Raid als Datensicherungssystem einsetzen). Grosse Festplatten wären natürlich von Vorteil.Viel Speicher nur bedingt, 512MB sollten da aussreichen. Speicher wird eher bei der Bildbearbeitung benötigt. Ein Card-Reader? Auf welchem Medium hast du denn deine Videos/Filme? Also ich habe ein Asus K8N deluxe mit einem 3,2Ghz Proz. Die arbeiten kann ich aber auch an meinem alten Rechner machen, der hat nur 256MB ein Asus A7V mit 2Ghz Proz. Die Videobearbeitung geht dabei genau so schnell von der Hand, aber das Rendern oder ein Mixdown der Quelle ins Videoschnittprogramm dauern etwas länger, denn da ist nun mal halt der Proz. gefragt. Einen zweiten Monitor habe ich bisher nicht nutzen müssen, da ich auf meinem 21Zöller alles gut unterbekomme. Würde ich natürlich mit allen 16Spuren arbeiten wollen, dann wird das Vorschaubild zu klein. Bisher haben bei mir 6Spuren ausgereicht.
Ein Profi würde mit meinem System sicherlich nichts anfangen können, denn da arbeiten oft mehrer Programme gleichzeitig, dies frist Speicher und Resourcen. Es werden häufig mehr als 10 Spuren eingesetzt, insbesondere wenns um Trickaufnahmen geht (;z,B, Blue/Greenboxing mit anumiertem Videowechsel)
Also, was willst du machen? Urlaubsfilme oder Semiprofessionelle Spielfilme ;-)
Grüssle Detlev
Antwort von Volker Schauff:
Stephan Peylo schrieb:
> Raid-System mit 2 großen Festplatten,
Kommt immer drauf an, zwar ist ein Raid 0 extrem performant und bietet Platz pur, allerdings ist das Russisch Roulette mit den Daten. Eine Systemplatte und ein Schnitt Raid-0 wäre eine Möglichkeit. Allerdings stellt selbst unkomprimiertes Video für heutigen Platten kein Problem dar von Größe und Geschwindigkeit her, auch die Transferrate ist beim Videoschnitt zweitrangig (;CPU meist langsamer als Platte), viel wichtiger wäre es wenn die zwei Platten ihre Köpfe unabhängig voneinander positionieren können. Sprich eine Source-Platte mit den Quelldateien und eine Zielplatte auf die drauf gespeichert wird beim Rendern.
> Dual-Head Grafikkarte (;zur Vorschau auf externem Monitor),
Grenzwertig, die TV-Outs haben meist das gleiche Farbraumproblem wie der Rest der Grafikkarte, sind unter Umständen Underscan, auf komische Auflösungen (;nächstgrößere oder nächstkleinere zur TV-Auflösung wie 640x480 oder 800x600) getrimmt, filtern übermäßig (;Sharpness, Flicker-Filter) oder laufen Underscan, machen ganz komische Sachen mit Interlaced-Material oder der Overlay im Cinema-Modus (;Overlay vollflächig auf TV-Out) funktioniert im Schnittprogramm nicht. Angenommen die Farbkalibrierung des Grafikkarten-TV-Outs wäre korrekt, was sie selten ist, bliebe bei der Vorschau nur noch der Vorteil, daß ein externer TV vielleicht brilliantere Farben hätte als der Computermonitor.
Zur TV-Ausgabe zur Schnittkontrolle würd ich einen bidirektionalen DV-Wandler empfehlen, die unterstützt jedes Schnittprogramm (;Mediastudio Pro ab 6, Premiere inkl. Pro und Elements, Vegas, Let's Edit, Edius, Pinnacle Studio, Liquid, ... und wenn du mal an einen Mac wechselst der als Schnittrechner auch nicht zu verachten ist sogar mit Final Cut). Eine alte Gurke wie die Dazzle Hollywood DV oder ein Schrottgerät wie der ADS Pyro AV (;Scheiß Eingangsqualität, Ausgang dürfte etwa gleichwertig mit anderen und für heimische Kontrollen ausreichend sein) sollten bei Ebay schon für 2-stellige Beträge zu finden sein.
> Card-Reader
*grübel* wozu?
> viel RAM
Kann nicht schaden, allerdings nicht immer nötig. Beachte, daß zu einem "optimalen Rechner für Videoschnitt" auch ein "optimales Programm für Videoschnitt" gehört. Du kannst dir für 5000 Euro einen Highend-Rechner bauen, wenn du darauf dann für 100 Euro Pinnacle Studio installierst ist das noch genauso langsam und kann genauso wenig wie auf einem Rechner für 500 Euro wenn es den Speicher einmal schön zugemüllt hat und die zusätzlichen CPU-Kerne links liegen lässt. Und ein Programm das viel kann und viel kostet braucht nicht unbedingt viel RAM, ich arbeite mit Vegas 5 und bin erstaunt, wie flüssig man damit mit nur 512MB RAM arbeiten kann. Allerdings erzeugen bei mir die Renderprozesse regelmäßig Verlangen nach einem Dual Core Dual CPU System.
Da 1GB nicht mehr die Welt kostet, die meisten Programme (;sieht man mal von After Effects ab) damit locker auskommen.
> was noch...?
Ein Schnittprogramm. Ich glaube kaum, daß du mit deinem "optimalen Schnittrechner" mit dem Windows Moviemaker arbeiten willst. Wenns preiswert (;100 Euro plus-minus ein bischen) sein soll würd ich zu Premiere Elements oder wenns englisch sein darf Vegas Moviestudio DVD Platinum raten, wenns ein bischen mehr sein darf Premiere Pro oder Vegas 6 DVD. Wobei bei den Billigprogrammen Premiere Elements (;fast nicht abgespeckt im Vergleich zu Premiere Pro) und bei den teuren das große Vegas das mächtigere Programm ist, insbesondere wenn wir bei Vegas von der DVD Version reden, mit 5.1 Panning, Dolby-zertifiziertem und lizenzierten AC3-Encoder (;Zertifikat und Lizenz des Encoders sind eine der Voraussetzungen auf seinen DVDs den Dolby Digital Trailer verwenden zu dürfen) und einem ziemlich hammermäßigem Authoring-Programm das auch User Operation Prohibits, Menü-Transitions, Multi-Language, Subtitles, Multi Angle und so einiges mehr beherrscht.
Falls Analogvideos bearbeitet werden sollen ein preiswerter guter bidirektionaler (;wegen Kontrolle am Fernseher) DV-Wandler (;Canopus ADVC-110, Datavideo DAC-100, Pinnacle MovieBox DV in der Firewire-Version - die USB-Version hat zu viele Treiberprobleme, oder falls sie entsprechend freigeschaltet ist oder sich dafür freischalten lässt eine DV oder D8 Kamerea) oder ein noch billigerer schlechter bidirektionaler DV-Wandler (;Dazzle Hollywood DV - nicht schlecht aber schon ewig Out of Production, ADS Pyro AV) zur Bildschirmkontrolle wenn keine analogen Videos aufgenommen werden sollen.
> Welches Motherboard oder welcher Prozessor ist im Moment denn > empfehlenswert?
Das kommt drauf an, Premiere Pro kann man z.B. mit einer Schnittkarte aus der Matrox RT-Serie oder von Canopus (;Edius DVX, Storm, Raptor RT) beschleunigen, wobei Canopus Deutschland scheinbar nur Intel-Systeme mit ganz bestimmten Boards empfiehlt. Ganz davon abgesehen, daß man solche Karten nicht unbedingt braucht, kristallisiert sich langsam auch raus, daß man sie wohl auch in AMD-Systemen einsetzen kann, Canopus scheint sich nur rigoros zu weigern die mit AMD-Systemen zu testen und freizugeben während immer mehr zufriedene User einwandfrei funktionierende Canopus-Karten in Athlon 64 und Opteron Systemen melden.
Die höchste Leistung haben im Moment jedenfalls AMD-CPUs, den geringeren Preis haben auch AMD-CPUs und auch bei Leistungsverbrauch und Abwärme sind AMD-CPUs besser. Für Intel spräche allenfalls nur noch, daß der Chipsatz möglicherweise doch kompatibler zu so zickigen Karten wie Videoschnittkarten (;die Boardselektivität ist kein reines Canopus-Phänomen) ist. Bei Schnittprogrammen Multiprozessor unterstützen könnte man einen Dual Core Prozessor in Betracht ziehen.
-- Gruß... Volker Schauff (;thunderbird.elite@t-online.de, ICQ 22823502) www.cavalry-command.de - Über Saber Rider und andere 80er Jahre Serien foren.cavalry-command.de - Forum für Spät70er - Früh-90er TV-Nostalgiker www.dark-realms.de - Für Fantasy/Mittelalter und alles mögliche Kreative
Antwort von Helmut Hullen:
Hallo, Stephan,
Du (;st.peylo) meintest am 18.11.05:
> die Aldi-PC Diskussion weckt in mir die Frage nach der optimalen > Konfiguration eines aktuellen Videoschnitt PCs.
"optimal" nach welchen Kriterien?
Viele Grüße! Helmut
Antwort von Michael Wolfgang:
Stephan Peylo wrote: > Hallo, > > die Aldi-PC Diskussion weckt in mir die Frage nach der optimalen > Konfiguration eines aktuellen Videoschnitt PCs. Ich denke mal am > besten Raid-System mit 2 großen Festplatten, Dual-Head Grafikkarte > (;zur Vorschau auf externem Monitor), Card-Reader, viel RAM, was > noch...? Welches Motherboard oder welcher Prozessor ist im Moment denn > empfehlenswert?
Habe schon Videoschnitt gemacht mit Zusatzkarte, auf einem 200 AMD, Raid System ist für den privaten Anwender nicht so wichtig, außer man will sehr sicher operieren, aber dann Braucht man 4 Festplatten. Es reicht doch eigentlich eine einfache Grafikkarte, aber an den meisten Karten kann man so wie so zwei Monitore anschließen.
Wirklich wichtig ist die RICHTIGE Software, hier nach sollte man dann die Hardware kaufen. So kann es dann auch mal eine MAC werden.
Den 08/15 TV-Kartenschnitt kann heute jeder neue Computer.
Wenn ich heute eine Home Video schneide, geht das doch sehr zügig, einzig der Festplattenplatz ist immer etwas knapp und das Bus System des Rechner ist ausgelastet, Ich benutze einen 2,5 Jahre alten Rechner AMD 2800 1GB eine 120GB und eine 160GB Platte mit einem Abit Bord und eine NV 6800 für Spiele;-)
Ist das Bussystem der heutigen Rechner deutlich leistungsfähiger geworden? Gruß Michael
Antwort von Mike Nolte:
Michael Wolfgang wrote:
> Wirklich wichtig ist die RICHTIGE Software, hier nach sollte man dann die > Hardware kaufen. So kann es dann auch mal eine MAC werden.
Das ist völlig richtig. Die klassische Beschaffungsmethode der Informatik sieht vor, dass man nach sorgfältiger Bedarfsanalyse eine Softwareauswahl trifft und dann die dazu passende Hardware kauft.
Wenn man sich daran hält, dann dürfte es nicht nur "mal", sondern sogar meistens ein Mac werden.
Gruß, Mike Nolte -- Windows-Rechner sind nur für Leute billiger, deren Zeit wertlos ist.
Antwort von Martin Hillebrand:
Mike Nolte schrieb: > [...] > Wenn man sich daran hält, dann dürfte es nicht nur "mal", sondern sogar > meistens ein Mac werden.
Klar: User-Agent: MacSOUP/D-2.7 (;Mac OS X version 10.4.3)
:-P
Grüße Martin.
Antwort von Mike Nolte:
Martin Hillebrand wrote:
> > Wenn man sich daran hält, dann dürfte es nicht nur "mal", sondern sogar > > meistens ein Mac werden. > > Klar: > User-Agent: MacSOUP/D-2.7 (;Mac OS X version 10.4.3) > > :-P
"Klar"?
Weil ich meine News mit einem Mac schreibe hältst du mich automatisch für voreingenommen?
Mit dir möchte ich Geschäfte machen.
Gruß, Mike Nolte -- Windows-Rechner sind nur für Leute billiger, deren Zeit wertlos ist.
Antwort von Stephan Peylo:
Helmut Hullen wrote:
> "optimal" nach welchen Kriterien?
Ok,ok Ihr habt ja recht, ich war in der Aussage etwas knapp. Also, geschnitten werden tatsächlich vor allem private Urlaubsfilme, allerding z.T. schon mit Spielereien und Effekten, daß man ZUR NOT auch Freunden mal ein paar Minuten vorführen könnte ;-).
Mein Alter Rechner ist ein Athlon 900 auf Epox Board mit Raid-System und 3 Festplatten dran, Programme zum Schneiden sind EZEdit von Canopus und Mediastudio Pro 7.0 von Ulead, das aber in der Vorschau nicht wirklich echtzeit-mäßig läuft (;und das Rendern dauert!). In MPEG umwandeln tue ich meist noch mit dem "Klassiker TMPGEnc. 2.5 (;- sind da die aktuellen Ulead Programme wie MSP oder MovieFactory 4.0 eigentlich gleichwertig??)
Der Cardreader ist natürlich nicht das wichtigste Feature, aber gelegentlich baue ich schon auch ein paar Standbilder in einen Film ein, und dann ist das nicht schlecht.
Ich hoffe, meine Frage etwas konkretisiert zu haben.
Viele Grüße Stephan
Antwort von Ralf Fontana:
Stephan Peylo schrieb:
> die Aldi-PC Diskussion weckt in mir die Frage nach der optimalen > Konfiguration eines aktuellen Videoschnitt PCs.
Diese Diskussion kommt hier regelmäßig auf. Und regelmäßig kristallisiert sich unter den Antworten heraus:
Erstmal das Anwendungsprofil festlegen, dann die Software raussuchen, dann die Hardware passend zur Software dimensionieren.
Dabei kann dann auch schonmal ein MAC als am besten geeignete Plattform herauskommen. Oder Linux als am besten geeignetes OS.
Wenn Du auf der x86-Linie bleiben willst und nicht durch andere Hard- oder Software auf Intel-Prozessoren festgelegt bist kann http://www.amdboard.com/athlon 64 3800 review.html unter Umständen bei der Prozssorwahl helfen. Die letzte Grafik auf Seite 6 war für mich am interessantesten. Die Leistungsaufnahme über den gesamten Testlauf zu messen fordere ich nämlich schon seit Jahren :-)
Antwort von Ralf Fontana:
Mike Nolte schrieb:
[Allgemeinplätze, vermutlich von der Rückseite einer Frühtücksflockenpackung]
> Wenn man sich daran hält, dann dürfte es nicht nur "mal", sondern sogar > meistens ein Mac werden.
Und nutzte damit die Gelegenheit, in einer sachlich diskutierenden Runde die Hose runterzulassen und darauf hinzuweisen das seine winie doch nun wirklich und ganz objektiv gemessen der größte sei.
Brav Kleiner. Und nun sei so nett und zieh die Hose wieder hoch bevor die Tante Kindergärtnerin sauer wird.
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