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Erster Spielfilm mit GH2 gedreht




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Frage von handiro:


http://vimeo.com/33025136

Der Trailer sieht hervorragend aus!

Gedreht mit: (;tokina 11-16/Nikkor 28mm / nikkor 50mm) and the old patch 42 mbps

hier gibts ein Interview dazu:

http://artofthestory.com/?p=994




Antwort von kichiku:

wow sieht wirklich sehr sehr gut aus...



Antwort von musicmze:

Sieht richtig genial aus...



Antwort von philbird:

Richtig genial.

Mich würde interessieren was er im Interview damit meinte, als er sagte dass der gelegentliche HDR Look im Grading entstanden sei.



Antwort von Axel:

Zu Rigs: Die Cowboy-Schulterstütze sieht auf Anhieb nicht verkehrt aus, vor allem für den Preis. Man müsste sehen, wie gut die Höhenverstellbarkeit gelöst ist. Die Displaylupe dürfte dagegen kontraproduktiv sein: Das Display löst schlechter auf als der EVF. Hague Mini Motion (;Steadi) ebenfalls erschwinglich, falls die kleinen creeps (;Mini-Dolly-Shots nach Slider-Art am Anfang des Trailers) damit gemacht wurden, super.

Smooth und -2 @ 42 Mbit? Ich schätze, Cinema und Smooth sind bei gutem Licht etwa gleichwertig. Ein Erfahrungsaustausch über WB-Shift in Kombination mit den Presets (;"Meine Farben") wäre hier mal angebracht. Wie wir inzwischen beginnen zu begreifen, lassen sich damit "picture styles" wie bei EOS tweaken. Der Anteil des Colorgradings am Look wird allerdings vermutlich noch groß sein.

Es ist immer noch so, dass 5D, 7D und sogar die kleinen EOS mehr und fundierteren Support erhalten. Durch solche etwas ambitionierteren Filme wandelt sich das Bild. Noch sieht man keine GH2's als Imagefilmer-Arbeitstiere im Einsatz. Vermutlich zu mickrig, um damit selbstbewusst auftreten zu können.

"philbird" wrote:
Mich würde interessieren was er im Interview damit meinte, als er sagte dass der gelegentliche HDR Look im Grading entstanden sei.


Altes flat-style-Konzept: Nimm so flau wie möglich auf, habe wenig Kontraste im Bild (;helle Schatten auf oder dimme Bildpartien durch Grauverlaufsfilter), vermeide jedes Clipping, sorge für Zeichnung in allen Bildpartien, vor allem auf Haut. Dann verteile die Tonwerte in CC so, dass es wieder knackigen Kontrast gibt, die Farben, die du haben willst und Zeichnung dort, wo man es sieht (;"Gradationskurven", Hervorhebung von Farbbereichen).



Antwort von r.p.television:

Da kann ich mich nur anschliessen. Sieht wirklich extrem gut aus. Da war ein guter DOP und ein guter Beleuchter am Werk.



Antwort von rush:

"r.p.television" wrote:
Da kann ich mich nur anschliessen. Sieht wirklich extrem gut aus. Da war ein guter DOP und ein guter Beleuchter am Werk.


Laut dem Interview und dem Making Of wurde scheinbar viel mit natürlichem Licht gearbeitet.. ohne seperaten "Beleuchter". Und es kamen diverse kleinere LED-Flächen zum Einsatz. Dafür schauts wirklich nice aus.



Antwort von dirkus:

Find ich auch sehr gut.

Ich frage mich daher, warum hier immer noch so viele Leute auf die eierlegendewollmilchrindsau warten und nicht endlich mal loslegen!

Wir haben heute so tolle Möglichkeiten und trotzdem sind scheinbar alle nur am mekkern;-)



Antwort von soderbergh:

Vor allem eine sehr ausgewogene, filmische Tiefenschärfe.
Weniger ist eben doch mehr



Antwort von Patrick B. Rau:

"dirkus" wrote:

Ich frage mich daher, warum hier immer noch so viele Leute auf die eierlegendewollmilchrindsau warten und nicht endlich mal loslegen!


Wer einen Film wirklich machen will, der macht ihn irgendwann auch. Man muss halt eigentlich bereit sein, sich selbst aufs Spiel zu setzen und etwas zu riskieren. Sonst interessiert es nachher niemanden wirklich. Und weil das schwierig ist, lenken sich viele Leute ab, indem sie sich intensiv in der Technik vergraben. Manche bleiben da halt ganz stecken oder verstecken sich dahinter.
Es ist einfacher über Kamerasettings, Objektive, oder Color-Grading zu reden, als darüber wie man selbst oder andere Menschen leben, leben wollen oder leben sollen. Und dann auch noch die Schwierigkeit mit Schauspielern zu kommunizieren...
Da ist es doch viel schöner, sich auf die GH5 mit 4k-RAW-Aufzeichnung, mit HDR-Modus und 120 FPS usw. zu freuen.

Von den Bildern her sieht der Trailer oben recht gut aus. Allein aus technischem Interesse würde ich mir den Film also anschauen und ich habe großen Respekt vor der Leistung mit wenigen Mitteln solche Bilder zu schaffen.
Ansonsten gefällt mir die Musik nicht und der Zusammenschnitt hat mich nicht sehr neugierig auf den eigentlichen Inhalt des Films gemacht.



Antwort von olja:

"dirkus" wrote:
Find ich auch sehr gut.

Ich frage mich daher, warum hier immer noch so viele Leute auf die eierlegendewollmilchrindsau warten und nicht endlich mal loslegen!

Wir haben heute so tolle Möglichkeiten und trotzdem sind scheinbar alle nur am mekkern;-)


Oder am Testen und am Hacken. Ich sehe das genauso. Man muß nur aufpassen, das man sich nicht in den Sog mit reinziehen lässt und die ganze Zeit mit Testclips verplempert.



Antwort von PaterIltis:

"Axel" wrote:
Die Displaylupe dürfte dagegen kontraproduktiv sein: Das Display löst schlechter auf als der EVF.

Einzig vernünftige Erklärung, die ich dafür habe: Der Film ist in 2.35:1 gedreht und er hat sich das Display irgendwie maskiert.
Das kann man mit dem EVF nämlich leider nicht machen und ist auch der Grund, warum ich mit so einer Displaylupe liebäugel.

Edit: Nee, der hat sein Display wohl doch nicht maskiert. Habe mir gerade das Making-Of angesehen. Der Typ benutzt nicht mal ein HistogrammHistogramm im Glossar erklärt :O


@philbird:
Um das mit dem HDR-Look vielleicht noch zu verdeutlichen: http://vimeo.com/18038671



Antwort von Axel:

"PaterIltis" wrote:
"Axel" wrote:
Die Displaylupe dürfte dagegen kontraproduktiv sein: Das Display löst schlechter auf als der EVF.

Einzig vernünftige Erklärung, die ich dafür habe: Der Film ist in 2.35:1 gedreht und er hat sich das Display irgendwie maskiert.
Das kann man mit dem EVF nämlich leider nicht machen und ist auch der Grund, warum ich mit so einer Displaylupe liebäugel.

Edit: Nee, der hat sein Display wohl doch nicht maskiert. Habe mir gerade das Making-Of angesehen. Der Typ benutzt nicht mal ein HistogrammHistogramm im Glossar erklärt :O


Wo siehst du, dass er kein HistogrammHistogramm im Glossar erklärt benutzt?

Von meinen alten Rigs (;Kauf & DIY), meinen neuen und neu modifizierten Rigs aus zu urteilen, macht die Cowboy-Stütze aua und führt zu einer Ermüdung der Arme:

zum Bild

Er braucht die Displaylupe, um bei diesem Aufbau mit dem Auge an die Kamera zu kommen. Schätze ich.

zum Bild

Der "Modular Hood Coupling Ring" ist der Cokin-Filtervorsatz plus modular verlängerbarer Sonnenblende:

zum Bild

Von der Funktion her in jeder Hinsicht eine Mattebox. Hab ich auch. Ist Plastik und sehr unsexy, aber in 1 Sekunde abmontiert und perfekt zum Halten von ND-Grade-Filtern, die er m.E. benutzt haben muss.

Dass der Zoom-Audiorecorder auf dem Rig pappt, ist wohl bei Verwendung von dessen Mikros auch nicht so sinnvoll. Wenn es schon externe Tonleute gibt ...



Antwort von PaterIltis:

"Axel" wrote:

Wo siehst du, dass er kein HistogrammHistogramm im Glossar erklärt benutzt?


Hier ist das Making-Of: http://vimeo.com/33456753

In einigen Einstellungen kann man das Display ganz gut sehen, z.B. bei 1:57.



Antwort von Kompendium:

Das Rig scheint mir auch nicht das beste zu sein. Ich würde sehr gern den ganzen Film sehen, um die Beleuchtung beurteilen zu können. In closeup Szenen kann ich mir die Beleuchtung mit LED-panels durchaus vorstellen.

Ich habe aber eine Frage: Kennt irgend jemand eine Quelle/Literatur die zeigt, wie man bei einer FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt solch eines 8bit Films vorgeht, damit er z.B. so aussieht, wie dieser (;je nach Thema des Films). Ich habe von FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt nicht viel Ahnung, habe viele Youtube-tutorials gesehen und auf Hackermovies nachgelesen. Aber vieles läuft auf den Look der MagicBullet Presets hinaus, die mir nicht wirklich zusagen. Ich wusste bis jetzt auch nicht, dass das mit 8bit Material möglich ist, da fast ausschließlich alles, was mir farblich gefiel, mit mindestens 12bit gedreht wurde. Aber evtl. liegt das daran, dass die Leute, welche mit den guten Kameras arbeiten, einfach mehr Ahnung in der Post haben, als die, die mit DSLRs drehen. Dieser Film zeigt eindrucksvoll, was aus einer DSLR herauszuholen ist, wenn sie in den richtigen Händen ist.



Antwort von Hypnotic:

Schaut wirklich sauber aus... Ich wollte mir eigentlich die 60D zulegen, aber jetzt bin ich wieder auf die GH2 aufmerksam geworden und für Video scheint sie wirklich erste Wahl zu sein in dem Preissegment. Das Thema um die 4/3-Linsen hat mich abgeschreckt, aber der Adapter funktioniert ja tadellos!



Antwort von Hypnotic:

Schaut wirklich sauber aus... Ich wollte mir eigentlich die 60D zulegen, aber jetzt bin ich wieder auf die GH2 aufmerksam geworden und für Video scheint sie wirklich erste Wahl zu sein in dem Preissegment. Das Thema um die 4/3-Linsen hat mich abgeschreckt, aber der Adapter funktioniert ja tadellos!



Antwort von Axel:

"Kompendium" wrote:
Kennt irgend jemand eine Quelle/Literatur die zeigt, wie man bei einer FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt solch eines 8bit Films vorgeht, damit er z.B. so aussieht, wie dieser (;je nach Thema des Films). Ich habe von FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt nicht viel Ahnung, habe viele Youtube-tutorials gesehen und auf Hackermovies nachgelesen. Aber vieles läuft auf den Look der MagicBullet Presets hinaus, die mir nicht wirklich zusagen. Ich wusste bis jetzt auch nicht, dass das mit 8bit Material möglich ist, da fast ausschließlich alles, was mir farblich gefiel, mit mindestens 12bit gedreht wurde. Aber evtl. liegt das daran, dass die Leute, welche mit den guten Kameras arbeiten, einfach mehr Ahnung in der Post haben, als die, die mit DSLRs drehen. Dieser Film zeigt eindrucksvoll, was aus einer DSLR herauszuholen ist, wenn sie in den richtigen Händen ist.


Sieh dir mal bloß das Startbild des weiter oben verlinkten Pseudo-HDR-Making-ofs an:

vimeo=18038671

Rechts ist das "flat" aufgenommene Original, gleichmäßig beleuchtet und mit kontrastarmem, sättigungsarmem, nicht nachgeschärftem Bildprofil.

Mach ein Bildschirmfoto und lade das in Photoshop. Ich nehme an, das Rosa der Haut wurde ein bisschen in Richtung Orange verschoben (;strg + u, bei Mac cmd + u) und gesättigt. Anschließend wurde mit >Gradationskurven (;strg + m, cmd + m) ein kontrastreiches Bild daraus gemacht, das trotzdem - Fingerspitzengefühl! - die Vorhangfalten nicht weggradet. Da ich schon mehr darüber gesehen habe, weiß ich, dass die IrisIris im Glossar erklärt seiner Augen mit einer runden, getrackten Maske ausgewählt und blauer gemacht wurde. Zuletzt versuche >Filter >Scharfzeichnungsfilter >Unscharf Maskieren. Damit dürftest du dem Ganzen näherkommen, obwohl es echt schon verdammt gut gemacht ist.

Musgo wurde mit Colorista gegradet, aber es gibt viele Tools mit denen das geht. Es hat kaum Sinn, einzelne Tutorials anzusehen. Am besten guckst du ein ganzes Paket, es gibt ganz hervorragende DVDs oder Online-Tuts für Colorgrading. Normalerweise bin ich ein Buchmensch, aber hierführ ist das Beobachten der Wirkung einfach zu motivierend, um es nicht als Video zu sehen.



Antwort von Harald_123:

"handiro" wrote:
http://vimeo.com/33025136

Der Trailer sieht hervorragend aus!

Gedreht mit: (;tokina 11-16/Nikkor 28mm / nikkor 50mm) and the old patch 42 mbps

Ganz erstaunlich, was mit nur 2,5 Mbps als Mittelwert aus 1280x544p24 herauszuholen ist, wenn man sich perfekt auskennt.
Mit der originalen Qualität hat es aber (;hoffentlich) nicht viel zu tun.

Hier waren, was die Kamera- und NLE-Beherrschung angeht, echte Künstler am Werk.



Antwort von Clemens Schiesko:

Ich weiß nicht ob es an diesem leichten HDR Look liegt, der mir bisher auch nur bei dem Philippe G Video wirklich gefallen hat, aber eine 5D Mark macht mir da irgendwie immer noch mehr Spaß beim anschauen. Ist wohl Geschmackssache, aber ich finde, der GH2 fehlt in der Bildästhetik einfach das gewisse Etwas. Schade eigentlich, da ich überlegt habe, ob ich sie meinem Bruder empfehlen soll oder nicht.



Antwort von NEEL:

"Clemens Schiesko" wrote:
Ich weiß nicht ob es an diesem leichten HDR Look liegt, der mir bisher auch nur bei dem Philippe G Video wirklich gefallen hat, aber eine 5D Mark macht mir da irgendwie immer noch mehr Spaß beim anschauen. Ist wohl Geschmackssache, aber ich finde, der GH2 fehlt in der Bildästhetik einfach das gewisse Etwas. Schade eigentlich, da ich überlegt habe, ob ich sie meinem Bruder empfehlen soll oder nicht.


Eben deshalb (;und wegen des grottigen Schnappschußmodus) überlege ich, die GH2 wieder zu verkaufen. Realistische Farbtreue stellt sich bei mir nie wirklich ein, auf realistische Hauttöne und Hintergundfarben zu graden klappt irgendwie auch nicht so richtig. Vermutlich ist deshalb das meiste Bildmaterial der GH2 im Netz auch artifiziell gegradet. Die 5D macht IMHO allerdings auch keine echten Farben. Sieht nur so hübsch aus, weil alles zu warm ist, das geht mit PeakingPeaking im Glossar erklärt und Grading in Maßen auch bei der GH2. Bloß: Ich will echte Hauttöne! Die GH2 packt es (;zumindest beim mir) nicht, aber es sind auch keine Alternativen am Horizont erkennbar...



Antwort von B.DeKid:

"Clemens Schiesko" wrote:
.... aber eine 5D Mark macht mir da irgendwie immer noch mehr Spaß beim anschauen. Ist wohl Geschmackssache, aber ich finde, der GH2 fehlt in der Bildästhetik einfach das gewisse Etwas......


Ich glaub wenn du mit den genannten XXX Flicks drehst , is es eh "scharf" genug .... also was solls ;-)



Antwort von handiro:

"Harald_123" wrote:

Hier waren, was die Kamera- und NLE-Beherrschung angeht, echte Künstler am Werk.


So sehe ich das auch. Mir gefällt die Flachheit der GH1 & 2 auch nicht aber die Jungs haben was drauf und holen aus der kleinen Kamera mehr raus als ich für möglich hielt.
Lustig auch das Seil damit man nicht focussieren muss :-)



Antwort von Axel:

@NEEL:
Bezüglich der Farben, hast du den jetzt in mehreren Threads erwähnten WB-Shift probiert (;speicherbar entweder unter "Meine Farben" oder unter C1-C3)? Damit kannst du bereits mit AWB natürliche Hauttöne erzielen.
zum Bild



Antwort von killertomate:

Gut gefilmt, gut beleuchtet, gut gecuttet.

Und daß (;mal wieder) der Vergleich zu einer "Canon 5D MarkII" gezogen wird, finde ich doch eigentlich sehr schmeichelhaft für die GH2 - kostet die 5D doch das Doppelte der GH2 und kann dabei "nur ein bißchen besser" sein.

Denn das IST nun mal eine echte LowBudget-Produktion - wenn Geld keine Rolle gespielt hätte, wäre sie bestimmt mit Arri oder Red über die Bühne gegangen.



Antwort von Angry_C:

"killertomate" wrote:
Gut gefilmt, gut beleuchtet, gut gecuttet.

Und daß (;mal wieder) der Vergleich zu einer "Canon 5D MarkII" gezogen wird, finde ich doch eigentlich sehr schmeichelhaft für die GH2 - kostet die 5D doch das Doppelte der GH2 und kann dabei "nur ein bißchen besser" sein.

Denn das IST nun mal eine echte LowBudget-Produktion - wenn Geld keine Rolle gespielt hätte, wäre sie bestimmt mit Arri oder Red über die Bühne gegangen.


Die 5D besser? Meinst du die 5D, die im Videomodus nichts kann ausser shallow dof?
Die Cam, die knapp ueber Palauflösung liegt und alle feinen Strukturen herrlich bunt flackern lässt, sodass man von vorn herein schon auf gewünschte Motive verzichten muss?

Also ich weiss ja nicht...



Antwort von killertomate:

Das bezog sich eigentlich hierauf:

Quote:
.... aber eine 5D Mark macht mir da irgendwie immer noch mehr Spaß beim anschauen. Ist wohl Geschmackssache, aber ich finde, der GH2 fehlt in der Bildästhetik einfach das gewisse Etwas......


Ich bin mit meiner GH2 seeeehr zufrieden.



Antwort von NEEL:

@Axel Danke für den WB-Tipp. Hab schon verschieden Settings durch, aber das noch nicht. Vielleicht gehts ja;-)



Antwort von tdeece:

"Axel" wrote:


"philbird" wrote:
Mich würde interessieren was er im Interview damit meinte, als er sagte dass der gelegentliche HDR Look im Grading entstanden sei.


Altes flat-style-Konzept: Nimm so flau wie möglich auf, habe wenig Kontraste im Bild (;helle Schatten auf oder dimme Bildpartien durch Grauverlaufsfilter), vermeide jedes Clipping, sorge für Zeichnung in allen Bildpartien, vor allem auf Haut. Dann verteile die Tonwerte in CC so, dass es wieder knackigen Kontrast gibt, die Farben, die du haben willst und Zeichnung dort, wo man es sieht (;"Gradationskurven", Hervorhebung von Farbbereichen).



Ich vermute damit ist eher die Herausarbeitung der Konturen gemeint, die ein bisschen an HDR erinnern (;und mich ehrlich gesagt, an diesem Trailer ziemlich stören).

Es ist ein subtiler Effekt, aber besonders bei dunklen Gesichtern stellt sich manchmal eine Optik ein, die mich ein weeenig an diesen Oldschool "Chrome" Effekt erinnert, oder "Plastic Wrap".

In der Fotografie wird der Effekt auch oft benutzt (;bin selbst Fotograf und nutze ihn häufiger), hierbei wird das Originalbild dupliziert, mit einem HighPass-Filter versehen und dann (;z.B. in Photoshop) per "Soft Light" (;heißt in der dt. Verison glaube ich auch "Weiches Licht") mit dem darunterliegenden Originalbild verschmolzen (;ggf. mit abgeschwächter Deckkraft). Der Vorteil bei Fotos ist allerdings, dass man dann noch per Ebenenmaske die sen Konturierungseffekt an den KANTEN eines Kopfes/Gesichtes wieder entfernen kann, so dass er sich nur auf der Textur des Sujets zeigt. Macht man das nicht (;und bei Video geht das ja auch nur schwerlich), haben alle Elemente die an hellere Bildflächen grenzen diese Kontur, die ein wenig an ein stark vergrößertes "Over-Sharpening" von Billigcamcordern erinnert.

Es stört sicherlich sonst nur sehr wenige und ist daher auch nicht weiter tragisch. Aber für mich entfernt sich das Material damit von einer wirklich professionellen Optik, die ohne diese Tricks auskommt (;aber natürlich mit auch mit wiederm anderen Tricks und Techniken arbeitet).

Nur um diesen Look mal etwas zu entmystifizieren. Er ist sehr gut, ganz klar, aber auch nicht magisch. :)



Antwort von Axel:

Dieses HDR ist natürlich nicht der Regelfall. Es geht vorrangig darum, LowDynamicRange zu vermeiden, wie man es schnell bekommt, wenn man mit einem Blendenumfang von günstigstenfalls 5 Blenden Motive mit Himmel aufnimmt. Und man nicht, wie bei Raw-Fotos, noch einen größeren Spielraum bei der Bearbeitung hat. Es geht darum, die Tonwerte bei der Aufnahme zu skalieren, um sie dem Blendenumfang anzupassen. Dabei helfen schwache Kontraste in-camera.



Antwort von florianbepunkt:

denke, man kann davon ausgehen, dass da ein einigermaßen fähiger color artist am werk war. den effekt bei den gesichtern abzuschwächen, wie du es für die photographie beschreibst, ist durchaus möglich und nicht einmal kompliziert. allenfalls ist es in manchen fällen aufwendig. wenn das footage getrackt wird (;und es muss i. d. r. nicht einmal ein sonderlich guter track sein), lässt sich der effekt in bestimmten bildregionen (;gesichter) abschwächen.

würde hier auf gestalterische absicht tippen.



Antwort von kafs:

ich finde es spannend, was mit no- oder low-budget technik mittlerweile alles produziert werden kann. filme enstehen, die vorher undenkbar waren, weil die finanziellen mittel für diesen look fehlten. wie das zeil erreicht wurde ist am ende uninteressant, ob es eine gh2 oder eine 5d oder was auch immer war. vielen dank für den tipp zum trailer, hoffen wir, dass der film das hält was er verspricht.



Antwort von tdeece:

"florianbepunkt" wrote:
den effekt bei den gesichtern abzuschwächen, wie du es für die photographie beschreibst, ist durchaus möglich und nicht einmal kompliziert. allenfalls ist es in manchen fällen aufwendig. wenn das footage getrackt wird (;und es muss i. d. r. nicht einmal ein sonderlich guter track sein), lässt sich der effekt in bestimmten bildregionen (;gesichter) abschwächen.


Das weiß ich wohl (;grade auch selbst hin und wieder Videos). Nur wenn man diesen Effekt durchgehend auf den ganzen Film (;bzw. alle einzelnen Szenen) anwendet, und dementsprechend jedes Gesicht tracken muss (;auch wenn es nur ein grobes Tracking mit sehr weicher KanteKante im Glossar erklärt ist), ist das nun doch schon ein ziemlicher Mehraufwand. Das meinte ich auch mit "schwerlich möglich". Aber möglich; absolut!


Zum letzten Posting; jepp, das finde ich auch! Das zeigt sehr schön, wie viel Potenzial in vielen Leuten schlummerte, und dass nie gebührend entfesselt werden konnte, einfach nur weil die (;erheblichen) finanziellen Mittel nicht vorhanden waren. Ich hasse es, wenn profane Dinge wie Geld der Verwirklichung von künstlerischen Ambitionen im Weg stehen. Aber wo Licht, da Schatten - man muss es ehrlich sagen, mit der Digitalisierung von Film und Foto, und der Tatsache, dass sich heute inzwischen fast jeder eine Ausrüstung leisten kann, mit der zumindest semi-professionelle Ergebnisse erzielbar sind, auch sehr sehr viel Schrott entsteht. Ob die paar Perlen die es ohne Zweifel gibt, den ganzen Schrott aufwiegen können, soll jeder für sich selbst entscheiden. Ich sehe es in der professionellen Fotografie, in der es mit dem Anspruch und dem Angebot/Nachfrage- und Preisgefüge in den letzten Jahren derart ins Chaos ging (;zum Glück bleibt der Spruch "Qualität setzt sich durch" dennoch wahr, und ich kann gut von meiner Arbeit leben). Ist beim Video, bzw. beim Film nicht ganz so akut, da hier meist mehr "drumherum" nötig ist, als es bei "einfachen" Fotografien der Fall sein dürfte. Aber unterm Strich bleiben es eben (;wie immer) zwei Seiten einer Medailie.

Diese Bedenken aber mal beiseite geschoben; spannende Zeiten, die letzten Jahre. Und die zukünftigen. Ohne Zweifel! :)



Antwort von clevermikeberlin:

Hat mir gefallen der kleine Ausschnitt und das mit wenig Geld.



Antwort von einsiedler:

Dirkus hat Recht mit seiner Aufforderung, einfach mal loszulegen. Schließlich zeigt das verlinkte Beispiel mit Making of eindrücklich, dass professionelles Arbeiten nichts mit der Technik zu tun hat.

Am Rande: Schade fand ich nur, dass heute scheinbar (;beinahe) jeder hier verlinkte Film, ob Spielfilm oder Werbung, übelste Gewaltdarstellungen braucht. Entweder bin ich zu alt oder es fehlt den Machern an Kreativität.



Antwort von Axel:

"einsiedler" wrote:
Am Rande: Schade fand ich nur, dass heute scheinbar (;beinahe) jeder hier verlinkte Film, ob Spielfilm oder Werbung, übelste Gewaltdarstellungen braucht. Entweder bin ich zu alt oder es fehlt den Machern an Kreativität.


Oder beides oder keins von beidem. Kino-Gewalt ist Katharsis, niemals zu verwechseln mit Gewaltverherrlichung. Ohne das reinigende Feuer dieser zweigesichtigen Kraft werden wir krank und zu schlechteren Menschen.



Antwort von domain:

[quote="Axel"]
"einsiedler" wrote:

Kino-Gewalt ist Katharsis, niemals zu verwechseln mit Gewaltverherrlichung. Ohne das reinigende Feuer dieser zweigesichtigen Kraft werden wir krank und zu schlechteren Menschen.

Sehr fragwürdige Theorie, die nach Sir Carl Popper einer Verifikation oder auch Falsifikation standhalten müsste, um nicht zum erstbesten Frühstück verspeist zu werden.
Meinen eigenen Erfahrungen nach zu urteilen haben mich Gewaltdarstellungen in der Jugend nur zu eigener übersteigerter Gewaltbereitschaft animiert. So bin ich z.B. nach solchen Filmen tagelang mit scharf geladener Pistole in der Hosentasche herumgelaufen.
Von Kathararsis keine Spur, im Gegenteil ...



Antwort von meawk:

Auch hier noch mal zum Fest was von mir:

Was hat der Onkel schon seit langem gesagt??? Und immer wird er beschimpft, es wird alles in Frage gestellt usw. Dann kommen die Nörgler und Besserwisser wieder aus der Versenkung und loben und preisen die Kamera (;hier: GH2Stalin) dann doch in den Himmel . . .

Jo - mit der GH2Stalin bzw. GH2VK kann man durchaus Kinofilme drehen, wer hätte das gedacht?! Die Kamera ist z. Z. ein Muss für alle die sich mit Filmerei beschäftigen wollen. Alles andere kann getrost in den Regalen stehen bleiben.

Frohe Weihnachten



Antwort von Axel:

"domain" wrote:
Sehr fragwürdige Theorie ...
Meinen eigenen Erfahrungen nach zu urteilen ...


Auf ARTE oder 3Sat letztens eine Doku über aggressive Impulse (;Verhaltensforschung), ob sie anerzogen oder angeboren sind, u.a. mit einem sehr anschaulichen Bericht über ein Gewaltritual in Peru. Deine Erfahrungen werden von allen Menschen mehr oder weniger eingestandenermaßen geteilt. Wir sind zivilisierte Killer (;Filmquiz: "Even though I walk through the valley of shadow and death, I shall fear no evil. For I'm the meanest motherfucker in the whole fucking valley."). Das Einmaleins der menschlichen Psyche besagt, dass wir Herr über uns selbst nur dann sind, wenn wir uns unserer Affekte bewusst sind. Was wir, weil wir es nicht mögen, nur verdrängen, kontrolliert uns in Wirklichkeit. Wenn du dir klar wirst, dass du zur Gewalt fähig bist, ist das der entscheidende Schritt, um auf sie zu verzichten.

"domain" wrote:
So bin ich z.B. nach solchen Filmen tagelang mit scharf geladener Pistole in der Hosentasche herumgelaufen.
Von Kathararsis keine Spur, im Gegenteil ...


Seit Menschengedenken wird Gewalt als etwas gesehen, das potenziell zerstörerisch wirkt und deswegen kontrolliert werden muss. Katharsis bedeutet nicht das Auslöschen des Impulses, sondern den Ausgleich. Die Verlogenheit der Weihnachts-Heile-Welt hat Kehrseiten: Abstumpfung und Hass. Lieber ein paar Fight Clubs, und in den Herzen keine Mördergruben.

Gewalt ist Teil unseres Wesens. Punkt.

Eine andere Diskussion ist die, dass bestimmte Gewaltformen aus dem Kino von Gewalttätern in der Realität nachgestellt werden. Die Unbelehrbaren kommen immer mit dem Prinzip von Ursache und Wirkung, so, als hätten Filme (;oder Bücher, Theaterstücke, siehe Hellas, Ursprungsland des Begriffs Katharsis) lammfromme Menschen plötzlich zu Mördern umprogrammiert. Das ist so dumm, dass man es kaum fassen kann.



Antwort von handiro:

"einsiedler" wrote:

Am Rande: Schade fand ich nur, dass heute scheinbar (;beinahe) jeder hier verlinkte Film, ob Spielfilm oder Werbung, übelste Gewaltdarstellungen braucht. Entweder bin ich zu alt oder es fehlt den Machern an Kreativität.


Genau das denke ich auch sehr oft. Kommt heute fast keiner mehr ohne Pistole aus? Im TV gibts nur noch Krimis? Durch alle Sender (; bis auf die 3 Musketiere).

P.S.Schon aufgefallen, dass Arte Werbung laufen lässt?



Antwort von schmiddi70:

Hallo zusammen,

ich bin gerade auf den Thead gestoßen (;auch wen er schon etwas älter iss). ;-)

Ich hätte mal eine Frage. Der Trailer ist doch nicht im 16:9 - Format. Wie geht das? Die GH2 speichert in AVCHDAVCHD im Glossar erklärt und diese FormatFormat im Glossar erklärt ist bekanntlich in 16:9. Wurde da in der Post-Production was gedeichselt und in welchem Datenformat wird der Finale Schnitt gespeichert?

Danke.

Grüße
schmiddi



Antwort von Axel:

Im Downloadbereich kannst du sehen, dass der Film als "HD" in 1280 x 544 Pixeln gespeichert wurde. Das entspricht dem klassischen Cinemascope. Heutiges Scope hat ein Seitenverhältnis von 1:2,39 (;oder schlicht 1:2,4, der Unterschied interessiert kein Schwein). Stelle die Sequenz in deinem NLE auf 1280 x 533 (;535 bei 1:2,39) oder 1920 x 800 (;1:2,4) oder 1920 x 803 (;1:2,39) ein. Du kannst dann den Inhalt noch vertikal nach oben oder unten verschieben. Wenn du mit den Sequenzeinstellungen exportierst, hast du dieses FormatFormat im Glossar erklärt ohne Balken (;in vimeo, YouTube macht von alleine wieder Balken dazu).

Bedenke, dass das Seitenverhältnis aber bereits bei der Aufnahme entsprechende Ausschnitt-Auswahl (;"Kadrage") verlangt >Sucher abkleben oder Guides einblenden. Zwangsläufig werden gelegentlich Menschen und sogar Gesichter nicht nur angeschnitten, sondern regelrecht zerschnitten. Die vor allem für Action und epische Stoffe (;Historienschinken) beliebte Größe zieht ihre Hauptwirkung aus dem raschen Wechsel von Einstellungsgrößen (;Totale > Nah).

Speziell für die GH2 gibt es eine Reihe von anamorphotischen Vorsätzen und einen Hack, der "echtes" Scope, auch in der Vorschau, ermöglicht. Es gibt auch ein E-Book zum Thema. Ich selbst finde den Aufwand im Vergleich zum o.e. Crop lächerlich, gebe aber zu, dass die Ergebnisse zum Teil ganz nett sind. Ich wollte's nur der Vollständigkeit halber erwähnen.

Scope ist das wirkungsstärkste Kinoformat. Auch wenn die der alten analogen Welt geschuldeten Sehgewohnheiten heimlich über Bord gelassen werden (;wobei man Klatscher zu vermeiden sucht) und man mit 48p nun quasi den Vorhang im Allerheiligsten zerreißt, gehe ich naiverweise davon aus, dass Leinwände nicht so schnell für ein moderneres, frischeres FormatFormat im Glossar erklärt umgerüstet werden. Aber wer weiß, vielleicht gewinnt die Handy-Generation?



Antwort von schmiddi70:

Axel,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

schmiddi




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Action-Cam unterwegs

Hab eine Helmkamera
für besondere Shots..

Hin und wieder, aber
mit meiner normalen
Kamera

Nur unter Wasser
Machen nein, aber
mögen ja

Nein, interessiert
mich nicht

ergebnis
Umfrageschraeg
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Specialsschraeg
21-25. Mai / Ingolstadt
20 MIN|MAX
25-27. Mai / Mannheim
7. Low & No Budget Kurzfilmfestival ClipAward
25-26. Mai / Innsbruck
A Los Gurkos Short Film Festival
26. Mai - 3. Juni / Zürich
VIDEOEX
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update am 25.Mai 2012 - 17:40
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