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Infoseite // Beleuchtung für Kurzfilm mit niedrigem Budget (cam: FX7)



Frage von Ice-Film:


Hallo,

ich wollte mit meinem Filmteam in absehbarer Zeit einen Kurzfilm drehen. An Beleuchtung hab ich ein bisschen schon da... Wir werden vor allem am Tag draußen und in einem Keller filmen. Dazu kommen wahrscheinlich noch ein paar Aufnahmen von "normal-innen". z.Zt hab ich sozusagen selber modifizierte Scheinwerfer da. D.h.: einen 150 Watt HQI Architektur-Scheinwerfer mit Tageslichtleuchtmittel und Farbfolien-/Bandoor-Aufnahme, etliche 500W Halo-Fluter mit Gesandstrahltem Schutzglas und auch mit Farbfolienaufnahme und einen 100W Halo-Spot.
Wäre ein zweiter Architektur-Scheinwerfer (modifiziert natürlich...) sinnvoll? gäbs nonst noch was, was man leihen sollte oder reicht das?

ich habs in den thread gesteckt, weil wir das ganze mit einer FX7 drehen und die meiner Meinung nach von der Beleuchtung nicht immer ganz einfach ist, wenn man ein rauschfreies Bild haben möchte. ich habe insbesondere immer das Problem, dass trotz ausgeschaltetem Verstärker hier und da immer noch was an Rauschen zu sehen ist...

schonmal Danke!!

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Antwort von Axel:

"normal-innen" Wenn es aussehen soll, wie "Innen, Tag", ist die einfachste Methode, von einer Seite mit stark gestreutem Kunstlicht zu beleuchten, das jeweils ein (nicht im Bild sichtbares) Fenster simuliert. Dazu kann man Streufolie auf einen Rahmen ziehen. Je nach dem Abstand Lampe> Frostfolie - in dem Fall gerne das stärkere Licht - wirft man auch noch einen leichten, weichen Schatten, was oft "echter" aussieht. Aufhellung am besten nur noch über helle Reflektionsflächen, Faltreflektoren mit weiß/gold/silber/schwarzen "Seiten" sind nicht extrem teuer, aber extrem praktisch im Vergleich zu den ansonsten bewährten Styroporplatten (leicht, aber sperrig). In dem hier erwähnten Fall "echten" Einfall von Tageslicht vermeiden, und das Kunstlicht über den Weißabgleich runterkühlen. Zwar läßt sich (manchmal auch über den in der Kamera angezeigten Weißwert) das Kunstlicht mit Folien filtern, aber jeder Unterschied von über 300° K (das ist mit Augenmaß nicht zu sehen) führt im fertigen Video zu einem Farbstich. Das gilt auch für Kunstlicht mit Tageslichtcharakter, der eben immer fix auf 5600°K bleibt, auch, wenn es draußen 7000 oder 4000 hat. Also lieber entweder - oder.

Falls das Fenster im Bild ist, gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist die, das Fenster von außen mit einem Korrekturfilter zu bekleben, der das Licht auf 3200°K bringt. Nun kann man "elektrisch aufhellen" ohne Farbstich.

Die zweite ist, den Helligkeitsunterschied lediglich durch Reflektoren auszugleichen, also kein Kunstlicht einzusetzen.

Beide haben das Ziel, Mischlicht zu vermeiden. Das kann zwar reizvoll sein, aber wie "normal innen" sieht es nicht aus.

Im "Keller" sind wahrscheinlich Glühbirnen im Einsatz. Freie Wahl der Mittel. Typisches Keller-Feeling erreichst du, indem du in einer Einstellung eine dieser Lampen als Lichtquelle etablierst, und von da an ebenfalls eine Glühbirne in größerer Starke (z.B. 100 oder 200 Watt) einsetzt, aus etwa derselben Richtung. Mit Licht und Schatten arbeiten. Gibt es einen Kohlenschacht, durch den Tageslicht einfällt, darf dieses im Vergleich zum Kunstlicht bläulich werden, in dieser Situation ist Mischlicht motiviert.

In "Saw" ist das Licht in den Gewölben immer grünlich, was wohl von billigen Leuchtstoffröhren motiviert sein soll. Beachte aber, dass die Hautfarbe trotzdem nicht grün ist. Das ist nicht einfach und u.U. zu einem hohen Prozentsatz Postpro (Farbkorrektur). Wie auch immer, Atmosphäre entsteht, wenn der Lichteinsatz motiviert ist, vom Schauplatz und dem, was er dramaturgisch zu bieten hat. Ein rein naturalistischer Ansatz ist dagegen langweilig.
ich habe insbesondere immer das Problem, dass trotz ausgeschaltetem Verstärker hier und da immer noch was an Rauschen zu sehen ist... Vielleicht weiß ein Besitzer der FX7 mehr. Die meisten Kameras haben einen Automatik-Modus, der das Ausschalten des Gains ignoriert. Normalerweise wird im manuellem Belichtungsmodus ("AV") deine Einstellung respektiert, oder natürlich im rein manuellen Modus.

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Antwort von Ice-Film:

Auch wenn der gain ausgeschaltet ist (manueller Modus) sieht man an nicht ausreichend beleuchteten Stellen, meist schwarze, manchmal Bild-/Farbrauschen. deswegen sollte die Beleuchtungsstärke so bei ca. 150 Lux liegen.

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Antwort von Axel:

Auch wenn der gain ausgeschaltet ist (manueller Modus) sieht man an nicht ausreichend beleuchteten Stellen, meist schwarze, manchmal Bild-/Farbrauschen. deswegen sollte die Beleuchtungsstärke so bei ca. 150 Lux liegen. Es muss eine Möglichkeit geben, das abzustellen. Ansonsten wäre die Kamera für euer Vorhaben nicht optimal. Es ist kein Problem, wenn der wichtigste Bildpart (= das Motiv) 150 Lux bräuchte, es wäre auch kein Problem, wenn er noch mehr bräuchte. Um Lowlight-Fähigkeiten geht es hier gar nicht, Licht ist ja da. Aber verrauschte Bilder?

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Antwort von Ice-Film:

so... ich hab das szenario heute nochmal "nachgestellt" und besonders auf schwarze Objekte im Bild geachtet. Fazit:
verrauscht nicht so richtig, aber wenn man das Bild mit einer Bilddiagonale von ca. 7m betrachtet, ist da ein bisschen zu sehen. auf einem fernseher nicht. vielleicht liegts auch ab beamer, dass der ein paar problemchen mit der Schwarzdarstellung hat.

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