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Ausleuchtung für Interviewsituation / Dokumentarfilm




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Frage von Tini:


Hallo,

ich brauche einige Tipps zur Beleuchtung und vielleicht sogar zu Kameraeinstellungen für folgende Lichtsituation:

Innen Tag / Innen Nacht
Drehzeitraum: Januar - März 2009
Bildausschnitt: eine oder 2 Personen reden meist sitzend auf Couch, am Tisch o.ä.
Kamera 1 als Profilkamera Halbtotale/Halbnahe/Nahe
Kamera 2 als Seitenprofilkamera oder auch Nahaufnahmen für Cut-Ins

Gedreht wird auf HD-Video, mit Sony V1 / Z1 / VX oder vergleichbarem.

Zur Verfügung stehendes Licht (;haben wir an der Uni):
Sachtler-Reporter-75H 75W
Sachtler-Reporter-650HS 650W
Cosmolight-Cosmobeam-RC-80 800W
Sachtler-Reporter-R1003H 1000W
Sachtler-Reporter-322HSM 300W
Kobold-Reporterlicht-Dlf200 200W
Dedolight K12B Basic 100W
Mistral Tageslicht 3x2x55W
Videoleuchten Sony 10/20W

Welches Licht ist empfehlenswert? Ich würde gerne für dieses FormatFormat im Glossar erklärt flexibel sein und dennoch ein gut ausgeleuchtetes Bild bekommen.
Es gibt ja auch die Diskussion, dass man bei Dokumentationen nur das vorhandene Licht nutzen soll, auch wenn die Bildqualität darunter leidet. Was meint ihr dazu? Dann müsste man ja wieder mehr mit den Blendeneinstellungen/Shutter speed usw. arbeiten, oder?

Ich bin wirklich dankbar für Tipps!
tini.




Antwort von PowerMac:

Für Interviews eben eine klassische drei-Punkt-Ausleuchtung. Wieviel Watt richtet sich natürlich nach der Umgebungshelligkeit an den Orten, wo die Interviews gedreht werden.



Antwort von Tini:

Funktioniert die Dreipunkt Ausleuchtung denn auch, wenn man 2 Kameras einsetzt?
Und eigentlich ist es ja das, was mir als zu unflexibel vorkommt, gibt es da keine gute Alternative?



Antwort von Christian Schmitt:

Ein gut gemeinter Rat:
such dir nen guten Kameramanschen und kümmer dich lieber um den Inhalt der Doku...



Antwort von Tini:

Das hilft mir auch nicht weiter. Ist schließlich ne reine Geldfrage. Geld hat man bei Studentenproduktionen nicht. Wenn du was über hast, sag Bescheid, dann kauf ich mir einen.



Antwort von PowerMac:

Wer sagt denn, dass ein Kameramann mit Ahnung Geld kostet?



Antwort von Tini:

Hmm... gibt es denn heutzutage noch irgendwas umsonst?



Antwort von PowerMac:

"Tini" wrote:
(;…) Welches Licht ist empfehlenswert? Ich würde gerne für dieses FormatFormat im Glossar erklärt flexibel sein und dennoch ein gut ausgeleuchtetes Bild bekommen.
Es gibt ja auch die Diskussion, dass man bei Dokumentationen nur das vorhandene Licht nutzen soll, auch wenn die Bildqualität darunter leidet. Was meint ihr dazu? Dann müsste man ja wieder mehr mit den Blendeneinstellungen/Shutter speed usw. arbeiten, oder? (;…)


Du vermischt technische Aspekte mit künstlerischen.
Fast jede moderne HD-Kamera wird ein Bild hinkriegen, das fast überall hell genug ist. Sprich in jedem Raum wird das Licht für ein helles Bild ausreichen. Ein helles Bild hat aber nichts mit einer ästhetischen, oder gar künstlerischen Ausleuchtung zu tun. Bei nochmaligem Überdenken muss ich dir auch raten, dir fähige Leute ins Boot zu holen. Studentenproduktion heißt nicht, dass es kein Geld gibt und erst recht nicht, dass keiner Ahnung von Kameraarbeit hat.



Antwort von PowerMac:

"Tini" wrote:
Hmm... gibt es denn heutzutage noch irgendwas umsonst?


Damit hast du dich als unwissend offenbart. Es gibt eine riesige Kurzfilm- und Film-Szene in Deutschland, teilweise bestehend aus Studenten, die privat oder im Rahmen von universitären Projekten Filme drehen. Überlicherweise bekommt niemand in diesen Projekten eine Gage. Es gibt zuhauf Amateure und Profis, die bei einer tollen Idee und Entlohnung aushelfen. Eine Annonce bei regie.de, dubbing.de oder crew-united.de ist da sehr hilfreich.



Antwort von Tini:

Ja, das stimmt, an ne Annonce habe ich auch schon gedacht, es aber aufgrund des langen Drehzeitraumes verworfen. Filmförderung ist ja auch beantragt, also falls das klappt werden wir natürlich jemanden ins Boot holen, der sich damit besser auskennt.



Antwort von Christian Schmitt:

"Tini" wrote:
Das hilft mir auch nicht weiter. Ist schließlich ne reine Geldfrage. Geld hat man bei Studentenproduktionen nicht. Wenn du was über hast, sag Bescheid, dann kauf ich mir einen.

Wenn du niemanden (;Profi, Amateur, Student, ehem.Fotograf) dazu bewegen kannst bei deinem Projekt Kamera zu machen, suchst du entweder nicht gründlich genug/falsch oder dein Projekt ist einfach uninteressant.

Keine Ahnung was du studierst, aber Filmemachen is neben einer Leidenschaft nunmal ein Geschäft. Und Geschäft ist nicht gleichzusetzen mit Budgets und Gewinnerwartungen.
Aber du solltest soviel Geschäftssinn besitzen, zu wissen, was du selbst machen kannst und was nicht.
Denn wenn du versuchst alles alleine zu machen, kommt vl am Ende nur Mist dabei raus (;= schlechtes Geschäft) - selbst wenn du es gut meinst.

Wenn du es wirklich ernst meinst mit der Kamera, kann ich dir nur empfehlen zumindest ein Buch darüber zu lesen.
"lighting for digital video & television" von John Jackman ist ein einfaches, praxisbezogenes Einsteigerbuch.
Nicht unbedingt für jemanden der ne Speilfilmszene auflösen möchte, aber für nicht-szenisches gut geeignet.

Nochmal: wenn dein Thema/Stoff wirklich gut ist, wirst du auch jemanden mit Kameraerfahrung finden, der sich dafür begeistern läßt und für lau die Bildgestaltung übernimmt.

Wenns einfach nur so ein Semesterprojekt werden soll, wirst du nach der Lektüre des Buches und mit der dir zur verfügung stehenden Technik schon was brauchbaes abliefern.
Alles gute und viel Glück dabei!



Antwort von Tini:

Ja das stimmt, da hast du recht. Wie schon gesagt, ich habe den Gedanken aus zwei Gründen verworfen.

1., weil wir 3 Monate Drehzeit angesetzt haben und das eben sehr viel Arbeitseinsatz für jemanden wäre, der dafür kein Geld, zusätzlich werden die Drehtermine sehr kurzfristig angesetzt.

2., weil der Gedanke dahinter stand, mit einer möglichst kleinen Crew zu drehen, weil es bei den Themen um sehr persönliche Geschichten der Leute geht, die vielleicht bei einer zu großen Crew sich unwohl zu fühlen beginnen.

Dennoch ist es ein guter Rat, sich nochmal umzuhören. Alles selber machen geht wohl wirklich nicht...



Antwort von christopher:

Tini, klar kannst du sowas alleine schaffen. Dir steht solides Equipment zur Verfügung, spiel damit, setz dir probehalber zwei Freunde vor die Kamera.



Antwort von Lutz Dieckmann:

Hi,
Beleuchtung ist nicht immer leicht. Zwei Leute auf der Couch aber auch nicht wirklich schwer. Mit Deiner Lichtauswahl dürftest Du locker hinkommen. Wenn Du nicht weißt wie es geht, ist das eine andere Sache. Bücher lesen hilft, vielleicht helfen Dir meine Licht-Tutorials (;siehe Signatur) aber was in jedem Falle hilft ist PROBIEREN;-))

Ihr habt doch soviel Zeit bis zum Dreh, testet es doch einfach. Klar, macht Arbeit aber das ist nun mal so.

Viele Grüße

Lutz




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