Das geht nur verlustfrei, wenn Deine Kamera raw oder 12/14bit 4:2:2 aufzeichnet. Mit den meisten anderen Codes, vor allem bei 8bit, wird nur ein Bruchteil der Farben aufgezeichnet, die der Sensor sieht. Mit der Weissabgleichs-Einstellung filtert man dieses selektive Bruchteil auf dasjenige Farbspektrum, in dem man die meisten Werte erhalten will.g3m1n1 hat geschrieben:Ich weiß nicht genau was hinter dem Weißabgleich steckt, nehme aber an,
dass die Farbkurven einfach nur verschoben werden. Wenn dem so ist,
wieso sollte man dann den Weißabgleich überhaupt in der Kamera
einstellen und macht ihn nicht einfach in der Post?
Danke für die gute Erklärung!cantsin hat geschrieben:Das geht nur verlustfrei, wenn Deine Kamera raw oder 12/14bit 4:2:2 aufzeichnet. Mit den meisten anderen Codes, vor allem bei 8bit, wird nur ein Bruchteil der Farben aufgezeichnet, die der Sensor sieht. Mit der Weissabgleichs-Einstellung filtert man dieses selektive Bruchteil auf dasjenige Farbspektrum, in dem man die meisten Werte erhalten will.g3m1n1 hat geschrieben:Ich weiß nicht genau was hinter dem Weißabgleich steckt, nehme aber an,
dass die Farbkurven einfach nur verschoben werden. Wenn dem so ist,
wieso sollte man dann den Weißabgleich überhaupt in der Kamera
einstellen und macht ihn nicht einfach in der Post?
Wirkt deutlich besser!ONV hat geschrieben:Ich würde grundsätzlich die Finger von Farbverschiebungen in den Tiefen lassen, wenn man einfach nur eine wärmere oder kühlere Lichtstimmung haben will. Wenn Du ein low-key Bild hast (wie das was Du da gepostet hast) und durch die Bank weg alles was Schwarz ist einen leichten bläulichen Schleier verpasst, dann schreit das in meinen Augen (oder Ohren) immer nach "Fake!!". Ich fahre immer am besten damit nur in den Mitten massive Verschiebungen zu tätigen, Highlights und Tiefen am besten nur dezent anfassen.
Unterm Strich denke ich aber auch, keine Angst mal zu probieren. Kommt natürlich drauf an ob Du damit "nur" ins Web gehst oder ne IMAX-Leinwand bespielen willst, aber solange es für's Auge gut aussieht und Du keine strengen Messwerte zu erfüllen hast, probier' fröhlich rum. :)
da würde ich dir wiedersprechen. genau darin liegt ja der sinn der log aufzeichnung, dass man die farben quais in linearer darstellung, wenn auch mit log codierung/komprimierung, auch noch in der nachbearbeitung zur verfügung hat, und daher derartige operationen dort problemlos durchführen kann. mit rec709 material geht das nicht besonders gut, weil ein entsprechendes linearisieren kaum befriediegend möglich ist.WoWu hat geschrieben:Was die LOg Funktion betrifft ... es ist ja nicht eine Übertragungsfunktion sondern drei (für jede Farbe eine), die auch durchaus unterschiedlich voneinander sind, je nachdem, wie die Kameraeigenschaften sind.
Diese drei Funktionen sind darauf abgestimmt, dass der Abgleich in der Kamera geschieht. Wird das erst in der Post gemacht, verschieben sich die Farbverhältnisse in unterschiedlichen Bereich unterschiedlich und ergeben keine homogene Farbdarstellung mehr über unterschiedliche Lichtverhältnisse hinweg.
danke danke, für die vielen Infos :)WoWu hat geschrieben:Der Weißabgleich wirkt immer auf den erste, rauschärmsten Verstärker im Prozessweg.
Wird die Ballance erst in der Post nachgezogen wirkt sich das schlechter auf den Störabstand aus.
Weil der Sensor aber bei kurzweiligem Licht die schlechteste Quanteffizienz hat, ist Blau der kritische Abgleich.
Es gibt im gesamten Prozess keinen Punkt mehr, der nachträglich (in Bezug auf den Störabstand) gleichwertige Einstellungen zulässt.
Was die LOg Funktion betrifft ... es ist ja nicht eine Übertragungsfunktion sondern drei (für jede Farbe eine), die auch durchaus unterschiedlich voneinander sind, je nachdem, wie die Kameraeigenschaften sind.
Diese drei Funktionen sind darauf abgestimmt, dass der Abgleich in der Kamera geschieht. Wird das erst in der Post gemacht, verschieben sich die Farbverhältnisse in unterschiedlichen Bereich unterschiedlich und ergeben keine homogene Farbdarstellung mehr über unterschiedliche Lichtverhältnisse hinweg.
das ist definitv falsch, sonst würde es ja auch in der nachträglichen aufbereitung von raw fotos nicht funktionieren -- damit sei nicht gesagt, dass deine vorstellung nicht auch umsetzbar wäre, aber in der praxis wird es in gebräuchlichen kameras anders gehandhabt.WoWu hat geschrieben:Hier geht es ja darum, ob man einen Abgleich der Werte vor oder hinter der Digitalisierung durchführt denn der Weißabgleich geschieht ja in der ersten Signalverstärkung des Sensors.
wie gesagt, ich denken, die orientierts dich hier noch immer viel zu sehr zu sehr an konventionen der analogtechnik.WoWu hat geschrieben:Na, dann sag doch mal, wie die niedrige Photonenaubeute für kurzweiliges Licht, hinter einem Blaufilter auf das Niveau der Photonenausbeute mit mittel- und langweiliges Licht, bei einer Optimierung des Störabstands gebracht wird, wenn nicht mit dem Belichtungsindex.
Lass mal hören ...
Und hast Du mal den Störabstand der einzelnen Kanäle nachgemessen, wenn im Raw Verfahren ein Blauinhalt nachgezogen wird ?
Schau Dir mal die einzelnen Werte an, wenn das in der Kamera gemacht wird oder in der Post.
Aber wir werden das ja gleich von Dir erfahren, wie die sind ...
Das wundert mich nicht, dass Du das denkst, aber es mag ja Deiner bisherigen Wahrnehmung entgangen sein, dass der Sensor ein analoges Bauteil ist, einschliesslich der ersten Spannungsverstärkung der Pixels, die bei modernen Sensoren noch auf dem Sensor stattfindet.wie gesagt, ich denken, die orientierts dich hier noch immer viel zu sehr zu sehr an konventionen der analogtechnik.
wenn du mich in dem punkt wirklich eines besseren belehren willst, dann zeig mir bitte die entsprechenden steuerbefehle im data sheet eines gebräuchlichen sensors, damit es wirklich was mit der praxis zu tun hat.WoWu hat geschrieben:Das wundert mich nicht, dass Du das denkst, aber es mag ja Deiner bisherigen Wahrnehmung entgangen sein, dass der Sensor ein analoges Bauteil ist, einschliesslich der ersten Spannungsverstärkung der Pixels, die bei modernen Sensoren noch auf dem Sensor stattfindet.wie gesagt, ich denken, die orientierts dich hier noch immer viel zu sehr zu sehr an konventionen der analogtechnik.
WoWu hat geschrieben:Ausserdem gibt es keine "primitive" Methode in der Kamera, weil dort auch eines der 4 üblichen Verfahren zur Farbbewertung stattfindet und der Prozess alles andere als "primitiv" ist. Oder hast Du Dich noch nie gefragt, warum z.B. Blau nicht bei jeder Kamera gleich aussieht?
Das "bedingt" würde ich auch unterstreichen, denn ein 80B-Filter wäre u.U. auch hier angebracht.dienstag_01 hat geschrieben: In RAW läuft das anders. Ich würde aber auch hier sagen: "bedingt" anders ;)

