nicolor
Beiträge: 20

Frage zu After Effects, Premiere und Twitch

Beitrag von nicolor »

Hallo! Auf meiner Arbeit kann ich mit den oben genannten Programmen und Plugins auch an meinen eigenen Projekten arbeiten, stoße nun aber an meine Grenzen weil ich den Workflow nicht richtig verstehe.

Freunde haben ein Musikvideo gedreht und ich soll es schneiden und mit Effekten versehen.

Ich habe bisher meist in Sony Vegas gearbeitet und möchte nun die Effekte von Twitch (Presets) nutzen um einige einfache Eyecatcher einzubauen.

Was ich nicht verstehe ist die genaue Vorgehensweise. Das Video ist komplett geschnitten und gerendet. Ich hatte mir erhofft das ich jetzt die fehlenden Effekte in After Effects via Twitch einstelle und das ganze rendere.

Problematisch ist nur das ich in After Effects keine Optimale Tonpreview wie bei z.b. Vegas habe. In Premiere kann ich die Twitch Effekte nicht nutzen, möchte aber gerne das Video auch zur Musik passend mit den Effekten versehen (Bestimme Worte des Protagonisten, Bässe, Kicks usw.). Nur die Tonspur anschauen und via RAM-Vorschau ist schlichtweg unmöglich und kann doch nicht die einzige Vorangehensweise sein oder ?

Ich danke euch für Hilfe!

Gruß



CameraRick
Beiträge: 4910

Re: Frage zu After Effects, Premiere und Twitch

Beitrag von CameraRick »

Der Trick ist, nicht das ganze Video zur RAM-Preview zu machen, sondern nur Passagen, die man sich absteckt ("Work Area") :)
Wenn Du Dir die Tonspur aufklappst, kannst anhand der Waveform auch möglicherweise sehen wo Du was brauchst.

Es ist, meines Wissens, jetzt die einzige Vorgangsweise. Normalerweise würde man das Video auch nicht fertig geschnitten in AE laden, sondern eher die Passagen.

AE ist eben kein Schnittprogramm wie PPro oder Vegas, das arbeitet "unter der Haube" etwas anders (was prinzipiell eher gut fürs Compositing ist), weswegen Du keine flüssige Vorschau hast :/



zzajagig
Beiträge: 10

Re: Frage zu After Effects, Premiere und Twitch

Beitrag von zzajagig »

1) Wenn Du in AE die STRG- bzw. CRTL-Taste gedrückt hältst und dabei die Zeitmarke vor- oder zurückziehst, kannst Du den Ton (abgehackt) hören. Damit kann man ganz gut bestimmte Stellen, wie etwa einen Beat, in der Musik finden - vor allem im Zusammenspiel mit der Waveform-Darstellung.

Hier mal der Workflow für Premiere+AFter Effects:

2) Hier geht's am besten, wenn man zuerst die entsprechenden Stellen in Premiere sucht, Schnitte setzt und den Bereich über Dynamic Link an After Effects sendet. Praktisch ist dabei, dass After Effects auch Marker aus Premiere übernimmt - so kannst Du entsprechende Stellen in Premiere mit Markern vormarkieren. Du musst nichts mehr in After Effects rendern - das macht Premiere jetzt automatisch!

Tipp zu 2) Ich mache das immer so, dass ich die enstprechenden Stellen in Premiere schneide, den kurzen Clip in die Zwischenablage kopiere, den Cursor an den Clipanfang bewege (Bildtaste nach unten) und die beiden Schnitte wieder rückgängig mache. Dann füge ich auf einer leeren Videospur darüber den Clip aus der Zwischenablage ein und sende ihn an After Effects. Durch diese Prozedur bleibt der Originalschnitt unter den After Effects-Schnipseln erhalten, so dass man die Effekte einfacher rückgängig machen kann. Wenn man das ein paar mal gemacht hat, geht es sehr schnell - klingt komplizierter als es eigentlich ist.

Vegas

3) In Vegas müsstest Du die entsprechenden Stellen exportieren, in After Effects bearbeiten, rendern und dann wieder in Vegas importieren - möglichst alles in einem verlustfreien Codec - Animation-Codec mit 100% zum Beispiel (Falls es den in Vegas gibt). Dann kannst Du die beabeiteten Stellen in Vegas auch auf einer höheren Videospur über das Original legen, so dass Du die Effekte einfach rückgängig machen kannst. Manchmal brauchst Du ggf. für einen Schnitt zwei exportierte Clips, die sich leicht überschneiden. Für Blenden zum Beispiel. Das ist mit Premiere dank Dynamic Link wirklich viel einfacher...

4) Natürlich kannst Du auch das ganze Video am Stück in After Effects bearbeiten. Mit Premiere kannst Du sogar mehrere Clips oder gar den kompletten Schnitt markieren, kopieren und in After Effects einfügen - dabei werden dann alle Schnitte und auch viele Effekte/Blenden übergeben und Du kannst relativ einfach nachträglich in After Effects noch einen Schnitt verschieben und Du hast immer zusätzliche Frames für längere Blenden zur Verfügung.

Das waren jetzt vielleicht auch noch ein paar andere Gedanke aber vielleicht hilft es Dir! Viel Erfolg mit dem Musikvideo!!!



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