Ich habe eine Anfrage für ein Muisikvideo und überlege das im Wesentlichen mit bewegter Kamera und wenig statischen Bildern zu drehen. Macht es da Sinn alles in 50p zu drehen? Also lieber weniger Motionblur, aber auch weniger stottern bei Bewegung/Schwenks. Braucht dann natürlich auch immer die doppelte Menge Licht und man hat die doppelte Datenmenge, aber das sollte nicht das Problem sein.
Gehörst Du oder der Kunde zur Fraktion der "must be a cinematic look"?
Dann geht nur 24 frames.
Falls das nicht ganz so streng ist, dann mach die 50p.
Und wer denkt "Soap-Look" kommt NUR durch die framerate und es darf nicht sein, dann wieder zurück auf 24/25p.
Stimmt, bald sind alle Varianten durch... fehlt noch irgendwie undercranking 😅
Na ja, die eigentliche Idee ist weniger die Zeitlupe, als die bessere Sichtbarkeit und weniger stottern. Es geht um handgehaltene- oder Gimbalaufnahmen, enge Ausschnitte und auch mal flottere Kamerabewegungen, um mehr Dynamik zu erzielen und das Ganze visuell etwas interessanter wirken zu lassen. Es gibt kein riesen Budget und keine Traumlocation und die Idee ist eher schöne Bilder zu produzieren und weniger darum dem Betrachter Orientierung zu geben. Vielleicht ist da mehr Motion-Blur sogar die interessantere Variante. Dann würde ich eher mit 50p bei 1/50 aufnehmen und später auch in einer 1/50 Timeline wiedergeben, richtig?
Musikrichtung eher egal, so in Richtung Pop-Liebes-Schmonzette...
Klar, aber die Idee ist ja gerade genug Motipnblur zu haben und trotzdem flüssigere Bilder. Werde das mal vorab testen, aber schon mal danke an alle für den Input.
Persönlich finde ich bei 50p eher gut wenig Bewegung zu haben, aber das ist vielleicht wirklich mein Geschmack. Ich habe 50p und z.T. auch vertikal gedreht für Installationen in verschiedenen Museen... Bei viel Bewegung stört mich das irgendwie immer. Klassiker und wenn die Musik und die Künstler das erlauben ist natürlich 50p drehen Musik doppelt so schnell abspielen und dann konformen. Das war mal fast ein Klischee, aber inzwischen sehe ich das fast gar nicht mehr... Ich fand das immer einen guten und recht einfach umzusetzenden Effekt (wenn die Musik und die Künstler:innen das erlauben)
Jott hat geschrieben: ↑Di 28 Apr, 2026 08:57
Museumsinstallationen sind was anderes als Musikvideos.
Egal, alle Wege führen nach Rom. Bei Unsicherheit den Favoriten einfach vorher testen (Dreh plus Post) macht sehr viel Sinn.
Ganz genau. Ich hab ja auch mal paar Musikvideos gedreht und bin da bei Dir am Ende auf 25p zu gehen, aber mit dem doppelt so schnellen abspielen hat man einen schönen hochwertigen Effekt, wenn es denn nicht zu schnell für die Performer ist.
rkunstmann hat geschrieben: ↑Di 28 Apr, 2026 09:09
...am Ende auf 25p zu gehen, aber mit dem doppelt so schnellen abspielen hat man einen schönen hochwertigen Effekt, wenn es denn nicht zu schnell für die Performer ist.
Könntest Du bitte ein Beispiel dafür raussuchen und verlinken.
Bin grad zu doof mir das vorstellen zu können.
Großes DANKE
Ich kenne das auch eher, wenn man z.B von 30p auf 25p oder 24p herunter geht (um die Bewegungen geschmeidiger wirken zu lassen). Doppelt so schnell perfomen geht oft nicht.
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