iasi hat geschrieben: ↑Mi 22 Apr, 2026 21:24
Ich denke, das ist ja eines der Probleme:
Der Hauptteil der Vorbereitung ist in D das Abgrasen der Förder- und Gebührenlandschaft.
Hat man die Förderung ist alles in trockenen Tüchern.
In den USA kommt es auf den Erfolg des Filmes an.
Somit hat die Herstellung in D und in den USA nicht diesselbe Bedeutung.
In D muss man den Film nur abdrehen - es kommt nur auf die Herstellung an.
In den USA muss ein Film gedreht werden, der dann auch die Kosten einspielt.
Man kann es doch auch daran ablesen, dass in D die Beteiligten an einer Filmproduktion auch bei einem Flop weiterhin Filme drehen können.
In den USA wird selbst ein James Cameron an die kurze finanzielle Leine genommen, wenn sein Avatar 3 weniger als 1,5 Mrd.$ einspielt. ;)
In D werden Filme mit dem Geld fremder Leute gedreht. Wer TV-Gebühren, Steuern oder Kinoabgaben bezahlt, wird nicht gefragt und ist auch nicht an der Produktion eines Filmes beteilgt, den sie für deutsche Filmemacher finanzieren. Diese deutschen Filmemacher wiederum gehen kein eigenes finanzielles Risiko ein.
Wer feste Einkünfte hat und das gesichert und ohne Erfolgsanspruch, der muss sich in jederlei Hinsicht wenig bis kaum bemühen bzw. hat keinen Druck.
Der Mensch funktioniert aber besser mit einem gewissen (gesunden) Druck.
Klar, wewnn es eigenes Geld ist, möchte man dieses rentiert haben oder zumindest das eingelegte wieder raus haben und das ist dann ein anderer Ansporn.
Deshalb finde ich übermäßig teure Szenen (Gerüst, Unmengen an Licht, Masse an Trucks) etwas schwierig.
Ob das so ist, daß nie Köpfe rollen, wenn der Film nicht erfolgreich war, kann ich nicht beurteilen. Aber es müsste schon so sein, wäre nur fair.
Und wenn es wirklich so ist, daß es Produktionsfirmen gibt, die quasi nur von FFG leben, das ist irgendwie auch nicht korrekt.
Problem ist, daß wir in DE nicht zu bestimmten grundlegenden Reformen bereit sind.
Weil es sich so festgesetzt hat, und es wird sich auch nicht ändern.
ÖR gebühren wird es auch noch geben, wenn sich im Jahre 2035 nur noch drei Bürger den Kram reinziehen.....