klar, war natürlich stark vereinfacht dargestellt :-)Jott hat geschrieben: ↑Mo 29 Dez, 2025 14:35 „ Er überfliegt eine Raffinerie zweimal mit einer Drohne und macht dann den firmeninternen Film über die Werksfeuerwehr.“
Ganz so einfach ist es dann auch nicht - aber ja, so ist das Prinzip. Klappt wegen hoher Honorare sogar mit fair bezahlten Angestellten (nicht Trainees oder Azubis).
Sag der, der mal Angestellter oder Beamter war, sich seit Jahren im Vorruhestand langweilt, und vermutlich keine Ahnung/Erfahrung vom Unternehmertun hat.
Manche Dokumentarfilme kann man gar nicht mit großer Crew drehen. Wenn man mit vielen Leuten und Technik auftaucht, geht die Authentizität verloren.Phil999 hat geschrieben: ↑Mo 29 Dez, 2025 23:11 ich finde die grundsätzliche Idee von iasi gut. Aber diese Idee verlangt viel Eigeninitiative und eben auch Geld. Eine Freundin hat vor ein paar Jahren einen Dokumentarfilm gedreht. Mit Aufnahmen in verschiedenen Ländern. Ein einzelner Kameramann, darum existieren im Film keine Aufnahmen aus anderer Perspektive. Schnitt auch vom Kameramann. Color Grading professionell, da wurde Geld ausgegeben.
Die gute Freundin sagte, dass der Film 50'000 Euro gekostet habe. Dass sie einen Film für 50'000 Euro realisiert habe. Da musste ich, obwohl ich mich in dem Geschäft nicht gut auskenne aus eigener Erfahrung, nur lachen. Da muss man eine Null am Ende anfügen, dann entspricht das eher der Realität. Flugtickets, Hotels, Essen, Mietkosten für Equipment, etc. Und die nichtentlöhnte Arbeit.
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Aber nochmal zurück zu der Idee von iasi. Mit Laiendarstellern, die die Idee mittragen, verfügbarem Equipment, Naturlicht mit Reflektoren und nicht so teuren Lichtmitteln, Kenntnis in Schnitt und Farbgestaltung, kann ein Spielfilm schon Hand und Fuss bekommen. Ein wesentlicher Punkt ist die Farbgestaltung, das Color Grading. Das war bisweilen nur in der Hand von Experten. Mittlerweile steht diese Kunst allen zur Verfügung. Inklusive Post-Stabilisierung, automatisches Masking und Depth Mapping.
Als unabhängig arbeitender Filmemacher habe ich schon einige Filmchen veröffentlicht, die in Bildgestaltung und Qualität gut Wasser halten können mit Fernsehproduktionen. Oder sogar Filmproduktionen. Ohne Budget, ohne Sponsoren. Allerdings ohne Ton, was natürlich völlig ab der Rolle ist. Selbst Stummfilme hatten eine Klavierbegleitung live eingespielt. Ich liefere einfach nur Bildmaterial, und vertraue darauf, dass die Zuschauer selber ihre Lieblingsmusik dazu hören. Oder einfach mal ohne musikalische Untermalung den Szenen schauen.
Es geht nicht nur ums Geld, nicht nur ums Equipment. Es geht vor allem um die Idee, den Text bzw. das Script. Das ist etwas, was grundsätzlich allen verfügbar ist.
Film ist eine Kunst, die gelernt sein will.
Also wenn der Gesetzgeber schon davon ausgeht, sollte eine gemeinsame Produktion doch generell möglich sein. ;)(3) Eigenleistungen sind Leistungen, die der Hersteller als kreativer Produzent, als Herstellungsleitung, als regieführende Person, als Person in einer Hauptrolle oder als kameraführende Person zur Herstellung des Films
erbringt. Bei Animationsfilmen können auch andere Leistungen anerkannt werden, wenn diese mit den in Satz 1
genannten Eigenleistungen vergleichbar sind. Als Eigenleistung gelten auch Rechte des Herstellers an eigenen
Werken wie Romanen, Drehbüchern oder Filmmusiken, die er zur Herstellung des Films benutzt.
Ich glaube, dass es, wenn auch schön, doch nur eine romantische Vorstellung ist, ein Team aus Freiwilligen zusammen zu stellen. Mir graust davor, wenn ich daran dneke, mit welchem "Eifer" manche, natürlich nicht alle Freiwilligen bei der Sache - egal welcher - sind.
Die Vorstellung es wären "Freiwillige" ist nicht korrekt.72cu hat geschrieben: ↑Di 30 Dez, 2025 10:16Ich glaube, dass es, wenn auch schön, doch nur eine romantische Vorstellung ist, ein Team aus Freiwilligen zusammen zu stellen. Mir graust davor, wenn ich daran dneke, mit welchem "Eifer" manche, natürlich nicht alle Freiwilligen bei der Sache - egal welcher - sind.
Wenn man bei so einer Sache mitmacht, dann muss man das zu 100%, und zuverlässig. Aber gerade bei Freiwilligenprojekten gibt es immer Leute, die in ihrer Illusion voll dabei sind, aber wenn es zur Sache geht, jegliche Ernsthaftigkeit vermissen lassen, und denken: "Ach, es ist ja nur ein Freizeit-Projekt, da macht es nichts, wenn man Termine nicht einhält, oder nicht erscheint. Irgendwann kann man ja noch einmal...". Wenn ich mir vorstelle, 10, 20 Leute kommen zusammen, und dann haben ein paar gerade keine Lust, weil das Wetter zu schlecht oder zu schön ist, und das ja nichts macht, weil das ja nichts wirklich "professionelles" ist.
Wer will sich so etwas antun?
ja das stimmt. Kenne ich von Musikprojekten. Wenn kein Geld im Spiel ist, gilt es als nicht wichtig. Und was das Geld betrifft: den monatlichen Beitrag der Musikraum-Miete war stets ein Durcheinander. Für Drogen und Alkohol war immer Geld da, aber für die Miete oder für Equipment nur spärlich.72cu hat geschrieben: ↑Di 30 Dez, 2025 10:16Ich glaube, dass es, wenn auch schön, doch nur eine romantische Vorstellung ist, ein Team aus Freiwilligen zusammen zu stellen. Mir graust davor, wenn ich daran dneke, mit welchem "Eifer" manche, natürlich nicht alle Freiwilligen bei der Sache - egal welcher - sind.
Wenn man bei so einer Sache mitmacht, dann muss man das zu 100%, und zuverlässig. Aber gerade bei Freiwilligenprojekten gibt es immer Leute, die in ihrer Illusion voll dabei sind, aber wenn es zur Sache geht, jegliche Ernsthaftigkeit vermissen lassen, und denken: "Ach, es ist ja nur ein Freizeit-Projekt, da macht es nichts, wenn man Termine nicht einhält, oder nicht erscheint. Irgendwann kann man ja noch einmal...". Wenn ich mir vorstelle, 10, 20 Leute kommen zusammen, und dann haben ein paar gerade keine Lust, weil das Wetter zu schlecht oder zu schön ist, und das ja nichts macht, weil das ja nichts wirklich "professionelles" ist.
Wer will sich so etwas antun?
Das ist dann vom rechtlichen her kein Problem. Zumindest in Deutschland kann man inzwischen für fast kein Geld eine haftungsbeschränkte Gesellschaft gründen, wobei... die 25 oder 50 Tausend braucht man ja ohnehin immer. - Ich bin noch Laie, war überrascht, was allein die Prüfung für die Altersfreigabe an Kosten verursachen wird.
OK. Dann musst Du "nur" ernsthafte Leute suchen und finden, die auch das wirtschaftliche Risiko zu tragen bereit sind.
Daran zweifle ich. In meinem Projekt gibt es auch mehrere Minuten mit der Beteiligung eines Kindes. Diese Auflagen will ich mir nicht antun. Nachdem ich ohnehin viel Animation im Film habe, mache ich das Kind digital.
:-) schlau!Phil999 hat geschrieben: ↑Di 30 Dez, 2025 11:02In meinen Projekten mache ich es mir einfach. Meine Protagonisten sind Wildtiere und Insekten. Die sind zwar auch nicht so zuverlässig wie man es sich wünschen würde, dafür sind die Aufnahmen, wenn sie stattfinden können, authentisch. Man rechnet damit, mit leeren Händen nach Hause zu gehen, und lässt sich vom Zufall überraschen.
Die Personalkosten sind der größte Teil der Kosten.72cu hat geschrieben: ↑Di 30 Dez, 2025 11:44Das ist dann vom rechtlichen her kein Problem. Zumindest in Deutschland kann man inzwischen für fast kein Geld eine haftungsbeschränkte Gesellschaft gründen, wobei... die 25 oder 50 Tausend braucht man ja ohnehin immer. - Ich bin noch Laie, war überrascht, was allein die Prüfung für die Altersfreigabe an Kosten verursachen wird.
OK. Dann musst Du "nur" ernsthafte Leute suchen und finden, die auch das wirtschaftliche Risiko zu tragen bereit sind.
Ich glaube, das ist auch nicht einfach. Du brauchst Leute, welche die nötige Zeit dafür aufbringen wollen und können. Was Jott anspricht (andere, geldbringende Aufträge), ist auch nicht von der Hand zu weisen - das mit Vertragsstrafen zu unterbinden, wird keiner unterschreiben.
Jedenfalls glaube ich, dass es der einfachere Weg ist, selbst zu organisieren, und zu bezahlen, was man braucht. Und so oder so: Geld ist nötig. Ich weiß nicht, aber selbst im günstigsten Fall, wenn Du Kameramann, Ton, Schnitt usw. auf so eine Weise organisieren kannst, sparst Du ja auch vielleicht nur 50% der Kosten. Anderes ist fix.
OK, Du hast bestimmt Erfahrung, und mehr Wissen als ich, so dass Du das einschätzen kannst. Und es hängt natürlich von der Art des Films ab.
Entweder "Gage" oder Anstellung und Sozialabgaben etc., beides zugleich sicher nicht.
Ich weiß nicht, wie Du oder die FFA auf 4 Mio. kommt. Einen Durchschnittsfilm gibt es ja nicht; das hängt in der Luft. Oder meinst Du, 4 Mio. für einen Film, wie Du ihn planst.
Und vor allem brauchst Du etwas nachweisbares, abgeschlossene Projekte, Ausbildung, Partner.
Ich meinte damit einen Vertrag, in dem steht: "Bei Nichterfüllung sind x EUR zu bezahlen." Allgemeine Schadensersatzansprüche kann es immer geben, klar.
Ja.
72cu hat geschrieben: ↑Di 30 Dez, 2025 23:03OK, Du hast bestimmt Erfahrung, und mehr Wissen als ich, so dass Du das einschätzen kannst. Und es hängt natürlich von der Art des Films ab.
Aber man wird auch nicht alle mitwirkenden dazu bringen können, Gesellschafter zu werden. Es geht ja auch um die Schauspieler.
Die durchschnittlichen Budgets eines deutschen Filmes liegt bei knapp 4 Mio.€.72cu hat geschrieben: ↑Di 30 Dez, 2025 23:03Entweder "Gage" oder Anstellung und Sozialabgaben etc., beides zugleich sicher nicht.
Ich weiß nicht, wie Du oder die FFA auf 4 Mio. kommt. Einen Durchschnittsfilm gibt es ja nicht; das hängt in der Luft. Oder meinst Du, 4 Mio. für einen Film, wie Du ihn planst.
Ja, das ist schon viel Geld. Falls das Dein erster Film wird, gleich mit so einem Budget anzufangen, ist natürlich ambitioniert.
Wenn Du die 50% auf die 4 Mio. beziehst, dann gibt es aber viele Mitwirkende. Und die werden bestimmt nicht alle GmbH-Gesellschafter. Ich glaube, das kriegst Du nie hin.
Wenn Du es nicht selbst finanzieren kannst, kannst Du ja auch Crowdfunding versuchen.
Man benötigt Referenzpunkte.
Wenn jemand den Auftrag annimmt einen Lifeauftritt einer Band zu filmen, kann er auch nicht einfach sagen: "Keine Lust mehr." Oder: "Ich hab einen besseren Auftrag angenommen."
Wer in weisungsberechtigten Positionen arbeiten will, ist auch meist willens unternehmerisch tätig zu sein.72cu hat geschrieben: ↑Di 30 Dez, 2025 23:03Ja.
Ich bin ja noch nicht so lange hier. Von Euch kennen sich einige offenbar schon besser. Von daher weiß ich nicht, und kann ich nicht einschätzen, was Du planst, und was Du dafür schon unternommen hast.
Eines ist aber klar: Einfach ist es nicht. Es ist kein Projekt einfach, das so groß ist, dass man 4 Mio. Startkapital braucht.
Ich sehe eben die Schwierigkeit darin, etliche Personen mit Fach-Know-How in all' den nötigen Gebieten zusammen zu bekommen, die allesamt bereit sind, unternehmerisch tätig zu werden, und die Zeit dafür aufwenden können. Aber das Problem siehst Du bestimmt auch.
Ich möchte Deine Idee jetzt nicht schlecht machen. Aber ausgerechnet dieses spezielle Thema soll jetzt Potenzial für einen großen Kinoerfolg in Deutschland haben? Also den möglichst viele Menschen sehen wollen, der garantiert seine Produktionskosten einspielen und auch wahrgenommen wird … Du weißt schon, was ich meine.iasi hat geschrieben: ↑Mi 31 Dez, 2025 00:52
Ich denke zur Zeit über ein Projekt nach, das eine Version mit Freigabe ab 12 oder gar 6 hervorbringen könnte, aber auch mit wenigen Zusatzdrehs eine harte Version ohne Jugendfreigabe.
Die Thematik:
https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... r-102.html
Das müssten sie, wenn ich einen geförderten und mit den ÖRR koproduzierten Film drehen würde. ;)Darth Schneider hat geschrieben: ↑Mi 31 Dez, 2025 07:45 Also die Mamas womöglich die Omas der ganzen Filmschaffenden müssen iasis Filme auch noch mit finanzieren ?
Rundfunkbeitrag, weitere Filmförderungstöpfe ... Alle werden von Mamas und Omas gefüllt.Gesetz
über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films
(Filmförderungsgesetz – FFG)*
Filmabgabe der Kinos und der Videowirtschaft
§ 128
Filmabgabe der Kinos
...
§ 129
Filmabgabe der Videoprogrammanbieter
...
§ 130
Filmabgabe der Anbieter von Videoabrufdiensten
...
§ 132
Filmabgabe der öffentlich-rechtlichen Fernsehveranstalter
...
§ 133
Filmabgabe der Veranstalter frei empfangbarer Fernsehprogramme privaten Rechts
...
§ 134
Filmabgabe der Veranstalter von Bezahlfernsehen
...
Ja hat er, bewiesener Weise aber nur beim Schreiben von quantitativ auffallenden Beiträgen.
hätt ich nicht besser schreiben könnenDarth Schneider hat geschrieben: ↑Mi 31 Dez, 2025 07:03 Der iasi träumt immer noch ....
..
Wie lange denn noch...
Ich denke SlashCAM hat mehr genug davon…
geht nicht, er träumt immer noch ...
revolutionär!iasi hat geschrieben: ↑Mi 31 Dez, 2025 09:19 Wenn Mamas und Omas sich hingegen an iasis Filmprojekt beteiligen, sind sie Teilhaber und somit Miteigentümer der Produktionsfirma und des Filmes.
Und für diejenigen, die sich dessen nicht bewußt sind:
Auch nach Jahren kann ein Rechteinhaber regelmäßig Einnahmen mit seinen Filmen erzielen.
Das ist ja das große Geheimnis.Michael Froschmann hat geschrieben: ↑Mi 31 Dez, 2025 08:22 Mal ein sehr wichtiges Argument: Um ein Filmprojekt initial zu stemmen, sollte man – sobald man anfängt, Mitstreiter zu suchen – sich selbst vorstellen und vermitteln, was man bisher gemacht hat,…
Süß, wie du gleich 2 Beiträge schreiben kannst, die nichts beitragen.soulbrother hat geschrieben: ↑Mi 31 Dez, 2025 09:36revolutionär!iasi hat geschrieben: ↑Mi 31 Dez, 2025 09:19 Wenn Mamas und Omas sich hingegen an iasis Filmprojekt beteiligen, sind sie Teilhaber und somit Miteigentümer der Produktionsfirma und des Filmes.
Und für diejenigen, die sich dessen nicht bewußt sind:
Auch nach Jahren kann ein Rechteinhaber regelmäßig Einnahmen mit seinen Filmen erzielen.
Vergiss aber nicht die E-Werke, die den Strom liefern und die Müllabfuhr, die Deinen Dreck vom Drehort abtransortieren, sowie die vielen anderen Gewerke dann auch als Teilhaber und somit Miteigentümer zu deklarieren, den die sind alle mit im Spiel.
Das verstehe ich jetzt nicht. Du denkst derzeit über ein Projekt nach, obwohl Du Deinem Profil nach zu urteilen, schon 17 Jahre lang an einer Umsetzung planst, und knapp 30000 Beiträge geschrieben hast? Du müsstest doch schon längst ein fertiges Drehbuch und ein Storyboard haben. Das sind Dinge, die man ohne erwähnenswerte Kosten alleine erledigen kann. Oder wenn Du dafür Fachleute finden willst/brauchst, dann ist die Frage, was Du an Deinem/Euerem Projekt machen würdest. Dann wärst Du "nur" der Geschäftsführer?iasi hat geschrieben: ↑Mi 31 Dez, 2025 00:52 Ich denke zur Zeit über ein Projekt nach, das eine Version mit Freigabe ab 12 oder gar 6 hervorbringen könnte, aber auch mit wenigen Zusatzdrehs eine harte Version ohne Jugendfreigabe.
Die Thematik:
https://www.tagesschau.de/investigativ/ ... r-102.html


