Blancblue
Beiträge: 837

FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von Blancblue »

Moin,

ich schneide mit einem MacBook Air M1 / 16 GB und aktuellem FCPX gerade ein Projekt mit Clips in verschiedenen Dateiformaten - 4K60 HEVC 10 Bit mit von Canon EOS R5, dazu diverses Formate von iphone 16. Für mehr Performance beim Schnitt habe ich Prores Proxys 50% erstellt, diese liegen wie die Originalclips auch auf einer externen Thunderbolt SSD, die laut Speedcheck gut 900mb/s schafft. Die Mediathek selbst als auch der Cache liegt auf der internen SSD. Die Canon Dateien haben eine LUT / CanonLog 3.

Nachdem die Proxy-Erstellung extrem lange gedauert hat (ok, es waren auch gut 2000 Clips und 3 TB an Daten), gings an den Schnitt und siehe da - der Sat1 Ball tauchte ständig auf, sobald ich Clips in die Timeline ziehe und das unabhängig ob vom iphone oder der Canon.

Seltsamerweise passiert das alles nicht, wenn ich auf "Optimiert/Original" und "Höhere Leistung" in den Ansichtseinstellungen switche. Hier flutscht alles wunderbar.

Chat GPT sagt: "der M1 ist Der M1-Chip ist unglaublich gut darin, H.264/HEVC direkt in Hardware zu decodieren – gerade mit macOS Ventura oder neuer:

✅ Hardware-beschleunigte Wiedergabe von iPhone- und Kamera-Material
✅ Kein Umweg über Proxy-Referenzierung
✅ Kein „Verwalten“ von extra Dateien → schnellere Reaktion in Timeline
✅ „Höhere Leistung“ reduziert Preview-Qualität → weniger GPU-Stress


-> Heisst, Proxys machen bei den Sillicon (M)Chips keinen Sinn mehr? Oder habe ich irgendwo einen Fehler gemacht?



Jott
Beiträge: 22489

Re: FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von Jott »

Ja, macht bei modernem Macs meistens keinen Sinn mehr.

Langsamer laufen mit Proxies kann trotzdem nicht sein. Da muss was falsch laufen, aber mangels Glaskugel muss das egal sein.

Vielleicht nur ein Platzproblem. Man nimmt heute - wenn überhaupt - kleine H.264-Proxies (50%) statt ProRes. Kannst du auswählen.



rush
Beiträge: 14942

Re: FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von rush »

HEVC kann die M Generation der Apple Chips in der Tat nativ verarbeiten und stellt das NLE vor kein großes Problem, übrigens egal ob FCP oder auch Resolve.

Ich editiere teils direkt über das per WLAN angebundene NAS, was im großen und ganzen ziemlich solide funktioniert aufgrund der geringen Filesize von HEVC, zumindest wenn es um eher klassischen Schnitt ohne viel Schnickschnack geht.

Warum allerdings die Proxy generierten Dateien Probleme machen erschließt sich mir nicht so ganz, bin aber auch nicht mit FCP unterwegs. Prinzipiell sollten diese optimierten Dateien ebenfalls flutschen wenn die SSD entsprechend flott ist.
keep ya head up



Axel
Beiträge: 16994

Re: FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von Axel »

rush hat geschrieben: Mi 23 Apr, 2025 15:49 Warum allerdings die Proxy generierten Dateien Probleme machen erschließt sich mir nicht so ganz, bin aber auch nicht mit FCP unterwegs. Prinzipiell sollten diese optimierten Dateien ebenfalls flutschen wenn die SSD entsprechend flott ist.
Doch. Ich hatte zwar kein MBA M1, aber einen Mini M1. Beiden gemeinsam: kein Hardware ProRes-Decoder. In der Tat ist ProRes enttäuschend zäh darauf. HEVC dagegen kein Problem. Auf Studio Max M1 (mit HW-Decoder): gewohnt schnell. Allerdings nicht schneller als BMs 1/2 Auflösung HEVC 4:2:0 10-bit Proxies, die auch noch kleiner sind.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



Jott
Beiträge: 22489

Re: FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von Jott »

Ohne Glaskugel keine Antwort möglich. Proxies laufen natürlich nicht langsamer. Falsche Kreuzchen gemacht? Einfach nur vollgelaufene Medien? Who knows.

H.264-Proxies erstellt? Viel sinnvoller.

Was im Manual steht, muss man hier ja nicht hinschreiben.

P.S.

Wozu in einer 4K-Timeline schneiden? Das siehst du am Air doch sowieso nicht. 4K-Ausgabe erst am Ende.



Blancblue
Beiträge: 837

Re: FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von Blancblue »

Jott hat geschrieben: Mi 23 Apr, 2025 16:05 Ohne Glaskugel keine Antwort möglich. Proxies laufen natürlich nicht langsamer. Falsche Kreuzchen gemacht? Einfach nur vollgelaufene Medien? Who knows.

H.264-Proxies erstellt? Viel sinnvoller.

Was im Manual steht, muss man hier ja nicht hinschreiben.

P.S.

Wozu in einer 4K-Timeline schneiden? Das siehst du am Air doch sowieso nicht. 4K-Ausgabe erst am Ende.
Hatte ProsRes Proxies erstellt, weil ich das so noch von meinem alten MacPro in Erinnerung hatte.

Kannst Du das nochmal mit der 4K Timeline erklären? Bzw den Workflow?



Jott
Beiträge: 22489

Re: FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von Jott »

Einfach in HD-Timeline schneiden. Wird alles automatisch skaliert.

Am Ende Inhalt mit Copy and Paste in eine neu erstellte 4K-Timeline werfen. Da dann die Originalmedien zur Ausgabe verwendet werden, ist die Aktion natürlich verlustfrei.
Zuletzt geändert von Jott am Mi 23 Apr, 2025 16:26, insgesamt 1-mal geändert.



Blancblue
Beiträge: 837

Re: FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von Blancblue »

Ok, und das Runterskalieren kostet weniger Performance als das Abspielen der nativen Dateien oder wie?



Jott
Beiträge: 22489

Re: FCPX mit Proys langsamer als mit (nativen) Originaldateien

Beitrag von Jott »

Natürlich. Probier‘s aus oder wie.

Jeder Profi mit Durchblick arbeitet so. Schon weil so gut wie niemand ein 4K-Master braucht oder will.

Aber mach wie du willst.



 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» DJI Mini 5 Pro kostet so viel wie Mini 4 Pro
von patfish - So 2:53
» Nikon Z6III bekommt u.a. Auto-Capture, USB-Streaming, Vogelmodus
von patfish - So 2:49
» Was schaust Du gerade?
von roki100 - So 0:23
» NUR KOPIEN? Wie gut/schlecht ist der deutsche Film?
von 7River - Sa 23:53
» Neue kompakte RGBWW-Panels von Nanlite - miro 30c und 60c
von Darth Schneider - Sa 21:59
» BPCC6Kpro mit ipad 10 verbinden
von Phil999 - Sa 21:49
» A-Dokukamera als Ersatz für Sony DSLM gesucht
von rush - Sa 20:52
» Die beste Cine-Kamera 2025 - Wo gibt es die ultimative Bildqualität?
von Darth Schneider - Sa 14:20
» Viltrox wird Mitglied der L-Mount Alliance
von Tscheckoff - Sa 11:30
» Blackmagic senkt Preise für URSA Cine 12K und 17k Kits radikal
von iasi - Fr 23:57
» Ein Spaziergang durch das Blühende Barock
von Racun77 - Fr 22:09
» Kinojahr 1999
von rkunstmann - Fr 21:14
» Google Gemini 2.5 Flash Image "Nano Banana" bringt Charakterkonsistenz und Multi-Imag
von berlin123 - Fr 17:50
» Neue Sony FX3 und FX30 Firmware bringt BIG6-Startbildschirm, RAW-Video über HDMI und mehr
von Bildlauf - Fr 14:29
» YouTube experimentiert mit forciertem AI Upscaling / "Verbesserungen"
von 422 - Fr 13:08
» DJI Mic 3 - kompaktes Wireless-Mikrofonsystem mit Adaptive Gain und 32-Bit-Float
von Jörg - Fr 12:29
» Deity CineReach Boompoles
von freezer - Fr 11:35
» Endlich mal wieder originelle Ansätze im Kino
von 7River - Fr 11:13
» Die Nikon Mini Red kommt "Insider"
von iasi - Fr 1:24
» Panasonic LUMIX S1II im Praxistest: Beste Video-DSLM ihrer Klasse Dank 5.1K Open Gate u. hohem DR?
von roki100 - Do 19:30
» Mikrofon on Camera ca. € 500
von Jörg - Do 18:27
» Elektronisches rauschen bei Lumix DMC-G6?
von Jörg - Do 16:39
» Was hast Du zuletzt gekauft?
von StanleyK2 - Do 16:38
» Frage zu Artefakt Hi8
von Jott - Do 15:05
» Wie Generative KI-Tools bei Netflix-Produktionen genutzt werden dürfen
von AndySeeon - Do 12:18
» Nikon Z6III Firmware 2.0
von pillepalle - Do 1:41
» AI-Diskussionsthread - Pro/Kontra?
von Blackbox - Mi 23:53
» Linsen (Vintage, Anamorphic & Co.)
von roki100 - Mi 23:25
» Komplette Kamerausrüstung - € 15.000, -- Budget
von Yanus - Mi 16:22
» Samsung 9100 Pro - erste PCIe 5.0 NVMe-M.2 SSD mit 8 TB
von slashCAM - Mi 14:57
» Farbnegative mit blauen Licht scannen?
von ruessel - Mi 14:52
» Sony FS7 II Color Matching vs A7SIII machbar?
von rush - Mi 14:00
» Paypal gehackt - Angriff auf Gmail
von Bluboy - Mi 13:00
» Adobe Indigo App
von Jott - Mi 3:08
» Global Shutter & Dynamik wie geht das?
von roki100 - Mi 0:52