Alex
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Alex »

markusG hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 13:14
iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 12:52 Und das alles, um Leuten zuzusehen, die im Taxi fahren und plappern.
Hab ihn zwar nie gesehen, soll aber gut sein:
Isser, sehr sogar...Und ich war auch im Kino damals, hat sich gelohnt, weniger wegen der Bider aber wegen der heiteren Stimmung im Kino :D
iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 12:52Einige Schnitt und ein Schwenk würden es aber auch tun.
Post-Zoom und Ranfahrt sind bei dir ja auch identisch, dann bleib deiner Linie treu und machs per Pan and Scan aus ner 12k Totalen...
Merkt bestimmt niemand und ist günstiger als Arbeit am Set ;)



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

markusG hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 13:14
iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 12:52 Und das alles, um Leuten zuzusehen, die im Taxi fahren und plappern.
Hab ihn zwar nie gesehen, soll aber gut sein:

Auszeichnungen

1993: Frederick Elmes – Film Independent Spirit Awards, Best Cinematography
eine entspannte, kurzweilige Fingerübung, ebenso ‚bescheiden‘ wie sympathisch
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, dass er am Ende des Films keine große Lektion gelernt und keine spannenden Schlussfolgerungen gezogen habe.
Und immerhin folgt der Film einem originellen Konzept:
„Alle Episoden haben eine Gemeinsamkeit in dramaturgischer Hinsicht, die Dramaturgie der Tangente. Durch die Wahl des wiederkehrenden Handlungsortes ‚Taxi‘ regiert der epische Zufall im aufeinander Treffen von Figuren. Sie berühren sich ohne irgendeine gemeinsame Voraussetzung für eine kurze Zeit und gehen praktisch konsequenzlos auseinander. Aus der dadurch entstehenden Situation kann sich kein dramatischer Konflikt entwickeln.
Aber was sagt es uns, dass auch du den Film nie gesehen hast? ;)


Hier wird auch Taxi gefahren - aber nicht nur: ;)



iasi
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 13:24
markusG hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 13:14

Hab ihn zwar nie gesehen, soll aber gut sein:
Isser, sehr sogar...Und ich war auch im Kino damals, hat sich gelohnt, weniger wegen der Bider aber wegen der heiteren Stimmung im Kino :D
iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 12:52Einige Schnitt und ein Schwenk würden es aber auch tun.
Post-Zoom und Ranfahrt sind bei dir ja auch identisch, dann bleib deiner Linie treu und machs per Pan and Scan aus ner 12k Totalen...
Merkt bestimmt niemand und ist günstiger als Arbeit am Set ;)
Wenn die Wirkung dieselbe ist, spielt es keine Rolle, ob du nun mit dem Dolly einen halben Meter auf den Darsteller zugefahren bist - mit all dem Aufwand - oder ob man in der Post langsam 10% ins Bild cropt.
Der große Unterschied besteht dann darin, dass bei dir keine Zeit für eine zweite Einstellung und weitere Takes bleibt.
Und: Weil du das Budget mit deinen Dollyfahrten stärker beanspruchst, muss auch mal eine Szene wegfallen, weil bei den Drehtagen gespart werden muss.
Aber das merkt bestimmt niemand. ;)



Alex
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Alex »

iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 13:37 Der große Unterschied besteht dann darin, dass bei dir keine Zeit für eine zweite Einstellung und weitere Takes bleibt.
Und: Weil du das Budget mit deinen Dollyfahrten stärker beanspruchst, muss auch mal eine Szene wegfallen, weil bei den Drehtagen gespart werden muss.
Quantität statt Qualität ist meines Erachtens kein guter Ansatz für Kinofilme.
Kannst dir ja mal ein paar "Reality-Soaps" angucken, die setzen dein Credo und deine Produktionsweise um, die du die ständig predigst:


Und wer ne Zufahrt mit nem Ranzoom (wieder und wieder und wieder) gleichsetzt, das noch in dem Forum das voller Kameraleute ist, muss schon Nerven haben...Und lass mich raten, bei einem Vertigo á la Iasi, passiert...nichts nehm ich an?
Zuletzt geändert von Alex am So 23 Jun, 2024 14:46, insgesamt 1-mal geändert.



pillepalle
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Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von pillepalle »

Iasi kennt einfach alle Tricks (wie in der Post zoomen) von denen konventionelle Filmemacher überhaupt keine Ahnung haben das es überhaupt möglich ist. Sonst würden sie den Dolly gar nicht mehr mieten. Genauso wie Grading das Lichtsetzen ersetzt. Das haben eben nur die ganz Großen drauf.

VG
Dynamik ist nur was für Luschen die ihr Licht am Set nicht im Griff haben.



iasi
Beiträge: 25371

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

Alex hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 14:20
iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 13:37 Der große Unterschied besteht dann darin, dass bei dir keine Zeit für eine zweite Einstellung und weitere Takes bleibt.
Und: Weil du das Budget mit deinen Dollyfahrten stärker beanspruchst, muss auch mal eine Szene wegfallen, weil bei den Drehtagen gespart werden muss.
Quantität statt Qualität ist meines Erachtens kein guter Ansatz für Kinofilme.
Aber du willst viele Filmminuten pro Drehtag - das ist Quantität und geht zu Lasten der Qualität.
Mehr Drehtage bedeutet mehr Zeit pro Einstellung.

Wenn man dann noch bedenkt, welche qualitativen Probleme man bei einer Dollyfahrt bekommen kann - von Rucklern über die Schärfe etc.

Alex hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 14:20 Kannst dir ja mal ein paar "Reality-Soaps" angucken, die setzen dein Credo und deine Produktionsweise um, die du die ständig predigst:


Und wer ne Zufahrt mit nem Ranzoom (wieder und wieder und wieder) gleichsetzt, das noch in dem Forum das voller Kameraleute ist, muss schon Nerven haben...Und lass mich raten, bei einem Vertigo á la Iasi, passiert...nichts nehm ich an?
Wer nicht mal daran denkt, welche Wirkung eine Zufahrt im Vergleich zu einem digitalen Zoom in der Post hat, ist in seinen Routinen verloren.

Warum verdichtet man denn das Bild auf einen Darsteller bewußt kaum wahrnehmbar?
Diese Frage sollten sich Kameraleute stellen.
Und ja - es gibt da eine Kamerafahrt in einem Hitchcock-Film, bei der der Aufwand beklagt wurde:
Der Darsteller sitzt auf einem Sessel vor einer weißen Wand und das Bild wird kaum merklich verdichtet.

So mancher würde wohl sogar mit einem WW auf das Gesicht des armen Darstellers zufahren. :)
Da würde dann aus Drama ganz schnell Klamauk. ;)



iasi
Beiträge: 25371

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

pillepalle hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 14:32 Iasi kennt einfach alle Tricks (wie in der Post zoomen) von denen konventionelle Filmemacher überhaupt keine Ahnung haben das es überhaupt möglich ist. Sonst würden sie den Dolly gar nicht mehr mieten. Genauso wie Grading das Lichtsetzen ersetzt. Das haben eben nur die ganz Großen drauf.

VG
Und Pillepalle geht ganz "konventionell" das Lehrbuch durch und mietet routiniert ein Dolly. ;)

Seine Truppe - die er nicht bezahlen muss, aber am Budget nagt - baut dann fleißig auf und nach einem Blick auf die Uhr wird dann all jenen hinter der Kamera klar, dass der Darsteller das nun beim ersten Take hinkriegen muss.
Wichtig ist, dass die Kamera sich bewegt, nicht so sehr, dass die Mimik des Darstellers passt.
Und anschließend wissen die Dolly-Helden, dass es am Darsteller lag, wenn der Film kein Erfolg wird. Und natürlich der Produzent, der nicht mehr Geld rübergeschoben hat.

Iasi würde dem pillepalle erklären: Wenn du Dollys fahren lassen willst, mach´s wie die Modelleisenbahner und bau´s dir in deinem Keller auf. :)
Und wenn der pillepalle sein Sparbuch plündert, kann er sogar seine Leute dafür bezahlen, ihn durch den ganzen Keller zu schieben. ;)



Darth Schneider
Beiträge: 20440

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Darth Schneider »

@asi
Unlogisch
Wenn der Pille den Dolly selber bauen müsste ginge viel mehr wertvolle Arbeitszeit verloren als wenn er für den Film einfach einen mietet.
Vom Material das er zuerst mal kaufen müsste fange ich gar nicht erst an.
Also mit der Miete spart er sogar Budget/Geld ein.

Und 250 pro Tag ist nicht teuer…

https://www.schweizervideo.ch/Verleih_D ... OCKER.aspx

Gruss Boris



markusG
Beiträge: 4671

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von markusG »

iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 13:29 Aber was sagt es uns, dass auch du den Film nie gesehen hast? ;)
Ich habe nunmal eine riesen Pile of Shame. Aber als Zugfan (nicht verwechseln mit der Deutschen Bahn :P) habe ich tatsächlich Mord im Orientexpress und Bullettrain gesehen :P und wg Taxis & immerhin Taxi und Fünftes Element, beides aus Frankreich…

passend zum Thema:



pillepalle
Beiträge: 9022

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von pillepalle »

iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 16:14 Und Pillepalle geht ganz "konventionell" das Lehrbuch durch und mietet routiniert ein Dolly. ;)
Natürlich. Das habe ich schließlich von dir gelernt... the right tool for the right job.

Bild

VG
Dynamik ist nur was für Luschen die ihr Licht am Set nicht im Griff haben.



iasi
Beiträge: 25371

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von iasi »

pillepalle hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 18:30
iasi hat geschrieben: So 23 Jun, 2024 16:14 Und Pillepalle geht ganz "konventionell" das Lehrbuch durch und mietet routiniert ein Dolly. ;)
Natürlich. Das habe ich schließlich von dir gelernt... the right tool for the right job.

Bild

VG
Und dann wundern wir uns, warum das deutsche Budget nicht für Filme reicht, die auf der Leinwand etwas bieten, das international konkurrenzfähig ist.
Da wird auf dicke Hose ala Hollywood hinter der Kamera gemacht, obwohls eigentlich nur für ein Höschen reicht. :)
Entsprechend sieht´s dann auf der Leinwand aus. ;)

Uwe Boll ist da schon realistischer, wenn er Gimbal als Dolly-Ersatz nutzt.



pillepalle
Beiträge: 9022

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von pillepalle »

@ iasi

Aber ich drehe ja mit der Nikon. Da spart man doch soviel ein...

VG
Dynamik ist nur was für Luschen die ihr Licht am Set nicht im Griff haben.



Skeptiker
Beiträge: 6268

Re: Eckpunkte einer neuen Filmförderung: mehr Kreativität, weniger Bürokratie?

Beitrag von Skeptiker »

macaw hat geschrieben: Fr 21 Jun, 2024 21:59 Bei den ganz alten Filmen ist der Hauptmann von Köpenick (Rühmann) mein absoluter Favorit. Es geschah am hellichten Tag war auch sehr gut. ...
macaw hat geschrieben: Sa 22 Jun, 2024 06:08
Skeptiker hat geschrieben: Sa 22 Jun, 2024 01:16 Monolog von Zuckmeyers falschem Hauptmann Wilhelm Voigt:

"... und denn, denn stehste vor Gott dem Vater, stehste, der allens jeweckt hat, vor dem stehste denn, und der fragt dir ins Jesichte:
Willem Voigt, wat haste jemacht mit deim Leben?
Und da muss ick sagen- Fußmatte, muss ick sagen. Die hab ick jeflochten im Jefängnis und denn sind se alle druff rumjetrampelt.
Muss ick sagen.
...
Aber der sagt zu dir: Jeh wech! sagt er. Ausweisung, sagt er! (eine Anspielung auf Voigts fehlenden Pass)
Dafür hab ick dir det Leben nich jeschenkt, sagt er. ...
Ich hab mir diesen Monolog von Rühmann (der Text geht etwas anders als im Buch, das ich mir auch gekauft hab) allein sicher 100x angehört, kann den auswendig :-D Max Adalbert's Version von 1931 war mir zu melodramatisch. Im Film von Helmut Käutner (mit Rühmann) kommt danach noch eine meiner Lieblingsszenen: Der Kauf der Uniform beim Trödler! Lustiger Fakt, in der Version von 1931 spielte Leonard Steckel den Trödler Krakauer, in der von 1956 den Schneider Wormser - Ilse Fürstenberg spielte in beiden Filmen die Schwester von Wilhelm Vogt! Auch unvergessen: Der "Stadtindianer" Wolfgang Neuss! :))
@macaw, Köpenick-Kenner (und Hauptmann?? -> Wo hamse jedient? ;-)

Ich bin verspätet und die Diskussion ist längst weitergelaufen (oder dreht sie sich im Kreise?) - ich möchte sie nicht mit einem falschen Hauptmann unterbrechen!

Aber die genannten 2 Altwerke sind schon filmische (Schwer)Gewichte. Was wohl auch damit zu tun hat, dass die Buchautoren Zuckmeyer und Dürrennmatt schreibende (Schwer)Gewichte waren. Und die Schauspieler Heinz Rühmann und Gert Fröbe ebenfalls Meister ihrer Zunft (Fröbe, dem seine unheimliche Darstellung des Kindsmörders Schrott offenbar zur Rolle des James Bond-Gegenspielers in "Goldfinger" verhalf. Er war übrigens auch ein mienenreicher Rezitator von skurrilen Morgenstern-Gedichten).
In der Kindheit steckengebliebener Sohn mit abgründigen Fantasien, allein zusammen lebend mit seiner dominanten Mutter - erinnert an Robert Blochs Roman "Psycho" (1959), der 1960 von Alfred Hitchcock in düstere Bilder gesetzt wurde.
"Es geschah am hellichten Tag" erschien als Film übrigens 1958. Am Drehbuch hatten Autor Dürrenmatt (der auf Anfrage von Produzent Lazar Wechsler - 1924 zusammen mit dem Schweizer Flug- und Luftbildpionier Walter Mittelholzer (u.a. Buch "Kilimandjaro-Flug" von 1930) Gründer der Schweizer "Praesens-Film AG" - die Geschichte zunächst verfasste), Regisseur, Ladislao Vajda (der seinen Vornamen 'hispanisierte'), nicht zu verwechseln mit Vater Ladislaus Vaida - beide stammten aus Ungarn und hiessen eigentlich 'Laszlo' mit Vornamen, und der deutsche Drehbuchautor Hans Jacoby (der auf Wunsch Vaidas dabei war) mitgewirkt.
Dürrenmatt missfiel der Filmtitel und das Ende, und so brachte er fast zeitgleich mit dem Film seine Version der Geschichte als Roman "Das Versprechen" heraus, der im Gegensatz zum Film offen endet.
Ich weiss das alles auch nicht frei aus dem Gedächtnis, sondern habe recherchiert (und dabei vor allem Wikipedia benutzt).
Gerdreht wurde der Film in der Schweiz.

Den Hauptmann von Köpenick habe ich als schulische Klassenlektüre kennengelernt (vermutlich kannte ich den Film damals noch nicht). Unser Deutschlehrer blickte jeweils in die Runde, die Spannung stieg, die Blicke senkten sich (meiner auch) und schliesslich kam die Frage: "Gibt es Freiwillige?". Als mein vorwitziger Sitznachbar sich meldete, fasste ich mir ein Herz und streckte ebenfalls auf. Wir versuchten dann unser Bestes, den ungewohnten Text authentisch zu lesen (ich weiss nicht mehr, welcher Abschnitt es war - vielleicht die Anprobe der Uniform durch Hauptmann von Schlettow? - "Zuschneider Wabschke: "Det sitzt nu alles wie de eigne Haut". Hauptmann von Schlettow: "Na ja, von vorne is ja nischt zu wollen. Aber hinten! Hinten! Sehnse sich mal die Jesäßknöppe an! Die sitzen bestimmt nich vorschriftsmäßig!" Zuschneider Wabschke: "Aber, Herr Hauptmann: ick sage Ihnen, wie anjewachsen! Man kennte meinen, Sie wären mit Jesäßknöppen uff de Welt jekommen!") - es ist wohl unserem Lehrer zu verdanken, dass die aktiven Teilnehmer dieser Köpenickiade am Ende 'janz jut' berlinern konnten! ;-)
Und ja - einmaliges, historisches Ereignis zu einer einmaligen Filmvorlage (1956), vom Autor Zuckmeyer dafür etwas zurechtgebogen und aufgepeppt und mit viel Lokalkolorit präsentiert, und von Rühmann, der mit sparsamer Mimik, seinem typischen, oft etwas stossweisen Sprechen, trockenem (Galgen)humor und militärischem Zack - unterbrochen von Momenten tiefer Ratlosigkeit, die sich im Gesicht in Grossaufnahme spiegelten -, in seinem filmischen Element war.
Regisseur Helmut Käutner (der zusammen mit Zuckmeyer das Drehbuch verfasste) war ebenfalls kein Unbekannter, und so kam ein gewitzter, aber auch nachdenklich stimmender Film zustande, der mir ebenfalls unvergesslich im Gedächtnis blieb.
Zur Finanzierung und Re-Finanzierung dieser beiden Filme (und ob der Film auch im Kino lief) kann iasi mehr schreiben, falls es interessiert, auf Wiki war bei den Filmen selbst darüber nichts zu lesen.

Noch ein Nachbemerkung (ich erwähne das hier nicht zum ersten Mal): Der ZDF-4-Teiler "Der Seewolf" (1971, Regie: Wolfgang Staudte - im 4. Teil zusammen mit Sergiu Nicolaescu) ist mir ebenfalls als ein TV-Highlight im Gedächtnis geblieben, was einerseits an der Buchvorlage von Jack London lag (die für den Film gekürzt, aber mit weiteren Geschichten des Autors kombiniert wurde - aus meiner Sicht zum Vorteil der Gesamterzählung) und anderseits am Hauptdarsteller Raimund Harmstorf und seinem Gegenspieler "Hump", Humphrey van Weyden (Schauspieler Edward Meeks). Das traurige Schicksal des "schmierigen" Kochs (Emmerich Schäffer als "Köchlein" im Kapitän-Sprech) beeindruckte ebenfalls.

Man muss bei solchen Bewertungen natürlich berücksichtigen, dass es damals an TV-Kost und Filmauswahl niemals die Qual der Wahl (und damit auch Beliebigkeit) gab, wie man sie heute hat.
Das Wort "Strassenfeger" ist längst aus dem Sprachschatz verschwunden, und der Effekt selbst in härtester Bild-Dosierung und/oder mit absurdester Film-Geschichte nicht mehr zu erzielen. Heute ist das Motto eher: "Jeder, was er mag und wann, wo und wie er will".



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