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MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland



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7River
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Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von 7River »

Die Gründe warum niemand was gesagt hat, sind vermutlich vielfältig. Einer wird wohl sein, dass die dortigen Lebensbedingungen und -umstände sehr viel widriger sind. Wenn man im wahrsten Sinne des Wortes tagtäglich ums Überleben kämpft, dann werden mitunter Empfindungen wie Mitgefühl hinten angestellt, oder stumpfen mit der Zeit ab, weil sie hinderlich sein können.

Dort ist eine eigene Welt, und hier ist eine eigene Welt. Für uns die in einem Rechtsstaat und einer Demokratie leben, und denen es an fast nichts mangelt, mag das schwer vorstellbar sein. Mitunter herrscht dort auch das Recht des Stärkeren.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



iasi
Beiträge: 24708

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von iasi »

macaw hat geschrieben: Mi 10 Apr, 2024 09:11
7River hat geschrieben: Mi 10 Apr, 2024 05:43 Es wird wohl niemand wagen, sich in irgendeiner Weise dagegen aufzulehnen, oder gar Kritik zu äußern. Da würde man sofort Gefahr laufen, als Sympathisant oder Kollaborateur zu gelten. Und was solchen Menschen droht, kann man sich wohl vorstellen.
Ich meine: Nicht einmal eine anonyme Nachricht via e-Mail oder was auch immer?
Jeder Depp dort hätte wissen müssen, wie die Reaktion ausfallen dürfte und daß dann nicht nur das eigene Leben, sondern das so ziemlich jedes Menschen, den man in der Region kennt in Gefahr ist. Wieviele vom 7. Oktober-"Fussvolk" haben defacto Angehörige verloren? Denen, die an vorderster Front waren, ist eh alles egal und die eigentlichen Köpfe sitzen auf ihren Yachten in Qatar...
Von dem, was in deutschen KZs vor sich ging, hatte auch niemand berichtet oder gewarnt.

Gerade die, die an vorderster Front waren, erliegen dem Rausch der Gewalt.
Schau die mal Material vom Krieg gegen den IS an - über die Greultaten auf beiden Seiten.

Wir vermögen es uns doch gar nicht vorzustellen, ...
macaw hat geschrieben: Mi 10 Apr, 2024 09:11 Übrigens, die, die nun vom SWR rausgekantet wurde, tut ja auch so, als wäre die Reaktion von Israel aus heiterem Himmel gekommen. Solche Personen mitsamt ihres Getues sind es, die dem ÖR schaden und es sind nicht wenige. Die Behauptung der ÖR hätte keine Tendenz nach "links" finde ich daher seltsam.
Auch hier gilt: Schau dir erstmal Material von z.B. Luftangriffen auf bewohntes Gebiet an, bevor du darüber nachdenkst, was Leute aus D sich vorstellen konnten.
Wenn man "links" sein muss, um sich über so etwas schockiert zu zeigen, kann man nur hoffen, dass alle "links" werden.



Frank Glencairn
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Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

Die Aufgabe der ÖRs ist es weder links noch rechts noch "schockiert" zu sein, und schon gar nicht irgend eine Meinung oder Position zu irgendetwas zu haben.

Im Gegenteil - Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

Wenigstens auf dem Papier - in der Realität vertreten die ÖRs jedoch für gewöhnlich die Meinung de US Außenministeriums - was auch immer die gerade sein mag.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



MK
Beiträge: 4305

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von MK »

Solange noch auf 6 ÖR-Programmen gleichzeitig Beatrice Egli kommt, kann es so schlimm nicht sein...



macaw
Beiträge: 1334

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von macaw »

7River hat geschrieben: Mi 10 Apr, 2024 10:28 Dort ist eine eigene Welt, und hier ist eine eigene Welt. Für uns die in einem Rechtsstaat und einer Demokratie leben, und denen es an fast nichts mangelt, mag das schwer vorstellbar sein. Mitunter herrscht dort auch das Recht des Stärkeren.
Ich widerspreche dir da nicht. Dennoch kann ich mir nur an den Kopf fassen, wenn ich dann sowas lese:

"Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind am Mittwoch nach Hamas-Angaben drei Söhne und drei Enkelkinder des Hamas-Auslandschefs Ismail Hanija getötet worden. Sie seien demnach in einem Fahrzeug in dem Flüchtlingslager Al-Schati im Nordteil des Küstenstreifens getroffen worden.

"Ich danke Gott für diese Ehre, die er uns mit dem Märtyrertod meiner drei Söhne und einiger Enkelkinder erwiesen hat", zitierte der katarische Fernsehsender Al-Dschasira den Hamas-Chef. Hanija, Vorsitzender des Hamas-Politbüros, lebt mit einem Teil seiner Familie seit Jahren in Katar."

Ziemlich verwirrte Weltsicht, lebt selbst im Luxus aber labert so einen Müll. Wie kann man zugleich sagen es sei ein Genozid am Gange aber auch eine Ehre zu den Opfern zu gehören? Wahnsinn. Aber wie du sagtest: Andere Welt.



roki100
Beiträge: 15556

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von roki100 »

Richard David Precht wurde nach einer falschen Behauptung über orthodoxe Juden vielfach kritisiert. Auch Anzeigen gingen bei mehreren Staatsanwaltschaften ein. Nach Angaben von t-online hat die Staatsanwaltschaft Mainz nun entschieden, kein Ermittlungsverfahren gegen Precht oder seinen Co-Moderator Markus Lanz einzuleiten....
Sie hatte geprüft, ob Merkmale für den Strafbestand der Volksverhetzung bestünden. Die leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller sagte dem Nachrichtenportal: "Die Äußerungen von Precht mögen als unwahr, unsachlich und letztlich Ausfluss der historischen Diffamierung des Judentums angesehen werden können. Im konkreten Wortlaut und Zusammenhang ist jedoch ein Anfangsverdacht für ein strafbares Handeln des Angezeigten Precht nicht gegeben." Daher sei auch kein Anfangsverdacht gegen Lanz oder andere Verantwortliche zu erkennen.

Merkmale für den Tatbestand der Volksverhetzung sind etwa das Stören des öffentlichen Friedens, Beschimpfungen oder böswilliges Verleumden. Nach Einschätzung der Mainzer Anklagebehörde sei dies nicht gegeben. Precht habe seiner falschen Behauptung keine Bewertung hinzugefügt, wird Keller zitiert. Dabei habe auch eine Rolle gespielt, wie Precht sich nachträglich äußerte und dass er sich entschuldigte.

Angesichts von Protesten hatte Precht seine Honorarprofessur an der Leuphana Universität Lüneburg zurückgezogen. Den gemeinsamen Podcast mit Lanz gibt es weiterhin.

https://www.zeit.de/kultur/2024-04/rich ... mittlungen
"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)
Zuletzt geändert von roki100 am Mi 10 Apr, 2024 20:50, insgesamt 1-mal geändert.



7River
Beiträge: 3787

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von 7River »

roki100 hat geschrieben: Mi 10 Apr, 2024 20:45
7River hat geschrieben: Mi 10 Apr, 2024 05:43 Es wird wohl niemand wagen, sich in irgendeiner Weise dagegen aufzulehnen, oder gar Kritik zu äußern. Da würde man sofort Gefahr laufen, als Sympathisant oder Kollaborateur zu gelten. Und was solchen Menschen droht, kann man sich wohl vorstellen.

Richard David Precht wurde nach einer falschen Behauptung über orthodoxe Juden vielfach kritisiert. Auch Anzeigen gingen bei mehreren Staatsanwaltschaften ein. Nach Angaben von t-online hat die Staatsanwaltschaft Mainz nun entschieden, kein Ermittlungsverfahren gegen Precht oder seinen Co-Moderator Markus Lanz einzuleiten....
Sie hatte geprüft, ob Merkmale für den Strafbestand der Volksverhetzung bestünden. Die leitende Oberstaatsanwältin Andrea Keller sagte dem Nachrichtenportal: "Die Äußerungen von Precht mögen als unwahr, unsachlich und letztlich Ausfluss der historischen Diffamierung des Judentums angesehen werden können. Im konkreten Wortlaut und Zusammenhang ist jedoch ein Anfangsverdacht für ein strafbares Handeln des Angezeigten Precht nicht gegeben." Daher sei auch kein Anfangsverdacht gegen Lanz oder andere Verantwortliche zu erkennen.

Merkmale für den Tatbestand der Volksverhetzung sind etwa das Stören des öffentlichen Friedens, Beschimpfungen oder böswilliges Verleumden. Nach Einschätzung der Mainzer Anklagebehörde sei dies nicht gegeben. Precht habe seiner falschen Behauptung keine Bewertung hinzugefügt, wird Keller zitiert. Dabei habe auch eine Rolle gespielt, wie Precht sich nachträglich äußerte und dass er sich entschuldigte.

Angesichts von Protesten hatte Precht seine Honorarprofessur an der Leuphana Universität Lüneburg zurückgezogen. Den gemeinsamen Podcast mit Lanz gibt es weiterhin.

https://www.zeit.de/kultur/2024-04/rich ... mittlungen
Entschuldigung, was hat das mit meinem Kommentar zu tun? Verstehe ich nicht.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“



roki100
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Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von roki100 »

Sorry, ein Fehler.
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(Steve Jobs)



iasi
Beiträge: 24708

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Mi 10 Apr, 2024 12:52 Die Aufgabe der ÖRs ist es weder links noch rechts noch "schockiert" zu sein, und schon gar nicht irgend eine Meinung oder Position zu irgendetwas zu haben.

Im Gegenteil - Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.

Wenigstens auf dem Papier - in der Realität vertreten die ÖRs jedoch für gewöhnlich die Meinung de US Außenministeriums - was auch immer die gerade sein mag.
Die ÖR haben den Auftrag auf Grundlage des demokratischen Rechtsstaats zu arbeiten.
Sie dürfen sich nicht zum Sprachrohr derer machen, die die demokratische Grundordnung gefährden.

Die Rechtfertigungen eines Angriffskrieges dürfen demokratische Medien nicht unkommentiert senden.

Demokratische Medien müssen parteilich sein, wenn die demokratische Grundordnung bedroht wird.

Es hat auch nichts mit Ausgewogenheit zu tun, wenn die ÖR nicht die Meinung derer Wiedergeben, die die Erde für eine flache Scheibe sehen.

Meinungsvielfalt endet dort, wo Menschen geschädigt und bedroht werden.

Die ÖR sind nicht das Sprachrohr aller. Nicht jedem völkisch-egoistischen Hinterweltler muss eine Bühne geboten werden.



Frank Glencairn
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Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Do 11 Apr, 2024 21:04

Demokratische Medien müssen parteilich sein,

Die ÖR sind nicht das Sprachrohr aller.
Deine offen antidemokratische Haltung hast du uns jetzt ja schon oft genug vorgeführt,
aber das da oben ist reiner DDR-Sprech (um das Wenigste zu sagen).

Was kommt als nächstes von dir Genosse iasi? Die Partei hat immer Recht?

Was du hier forderst, ist daß die ÖR gegen den Medienstaatsvertrag verstoßen.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
Beiträge: 24708

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Do 11 Apr, 2024 23:36
iasi hat geschrieben: Do 11 Apr, 2024 21:04

Demokratische Medien müssen parteilich sein,

Die ÖR sind nicht das Sprachrohr aller.
Deine offen antidemokratische Haltung hast du uns jetzt ja schon oft genug vorgeführt,
aber das da oben ist reiner DDR-Sprech (um das Wenigste zu sagen).

Was kommt als nächstes von dir Genosse iasi? Die Partei hat immer Recht?

Was du hier forderst, ist daß die ÖR gegen den Medienstaatsvertrag verstoßen.
Undemokratisch sind diejenigen, die denken, man müsse auch deren Geschrei dulden, die sich gegen die demokratische Grundordnung richten - oder noch schlimmer, gegen die Menschenrechte.

Du verstehst offensichtlich den Medienstaatsvertrag nicht.
Dieser Staatsvertrag der Länder enthält grundlegende Regelungen für die Veranstaltung und das Angebot, die Verbreitung und die Zugänglichmachung ...
Und du verstehst auch nicht, dass "Meinungsäußerungen" auch in einem demokratischen Rechtsstaat ihre Grenzen hat - ja haben muss.

Alle Gewalten in einer Demokratie unterstehen dem Recht - auch die 4.Gewalt.

Es gibt genügend Schreihälse, die das Prinzip einer repräsentativen Demokartie nicht verstanden haben und dagegen wettern. Denen muss man keine Plattform bieten.



roki100
Beiträge: 15556

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von roki100 »

Josip Bros Tito (angeblich ein Hardcore-Kommunist, in Wirklichkeit ein Hardcore-Antifaschist) konnte die ehemalige SFRJ (nach dem Welt Krieg) lange Zeit friedlich halten, weil er bestimmte "Meinungen", nämlich die faschistischen, verfolgen ließ , sie einsperrte, nicht zugelassen hat dass sich drittmächte einmischen... Kurz nach dem er starb, konnten die bösen Hunde lauter bellen... es gab Radikalisierung und viele Politiker davon wurden käuflich für die dritten Mächte, die sich dann einmischten und die Situation für ihre eigenen politischen Zwecke missbrauchten, Leute die zuvor nie bekannt waren, von den man nie gehört hat, wurden plötzlich zu irgendwelche Helden ...Danach war es in der SFRJ schlimmer als in Viatnam. Jetzt sind die gespalteten Länder, fast alle die selben Nato Mitgleider, die schon damals mit Hitler kooperierten (außer Montenegro damals nicht so, aktuell ist das auch Nato Land).
"Deine Zeit ist begrenzt. Verschwende sie nicht damit, das Leben eines Anderen zu leben"
(Steve Jobs)



Frank Glencairn
Beiträge: 23471

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 00:13
Du verstehst offensichtlich den Medienstaatsvertrag nicht.
Nochmal für dich

§ 11 Auftrag


"(1) Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen.
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.

(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen."

Was genau verstehst du an "freier Meinungsbildung, Objektivität, Unparteilichkeit, Meinungsvielfalt und Ausgewogenheit" nicht?

Das genaue Gegenteil also von "parteilich sein" wie du es forderst Genosse.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



dienstag_01
Beiträge: 13595

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von dienstag_01 »

Frank Glencairn hat geschrieben: Do 11 Apr, 2024 23:36
iasi hat geschrieben: Do 11 Apr, 2024 21:04

Demokratische Medien müssen parteilich sein,

Die ÖR sind nicht das Sprachrohr aller.
Deine offen antidemokratische Haltung hast du uns jetzt ja schon oft genug vorgeführt,
aber das da oben ist reiner DDR-Sprech (um das Wenigste zu sagen).

Was kommt als nächstes von dir Genosse iasi? Die Partei hat immer Recht?

Was du hier forderst, ist daß die ÖR gegen den Medienstaatsvertrag verstoßen.
Auf der einen Seite soll der Medienstaatsvertrag der Beweis sein, dass die ÖRR vom Staat *kontrolliert und beherrscht* wird, also dem Sinne nach undemokratisch (hier im Thread so zu lesen), auf der anderen Seite ist aber ein angeblicher Verstoß gegen den Medienstaatsvertrag auch ein Beleg für eine *antidemokratische Haltung*.
Da ist etwas falsch und das Gegenteil von diesem etwas auch.
Das ist schon auch eine sehr spezielle Logik.



Frank Glencairn
Beiträge: 23471

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

Unterkomplexes Denken halt.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



TomStg
Beiträge: 3465

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von TomStg »

Mal ein Blick von außen durch die NZZ, der einzigen deutschsprachigen Zeitung, die noch nennenswerten Qualitätsjournalismus liefert.
https://www.nzz.ch/der-andere-blick/ma ... ld.1824732



markusG
Beiträge: 4543

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von markusG »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 00:36 Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern.
Der Punkt scheint dich ja kalt zu lassen.

Wer Hass und Hetze als Meinung verkaufen will tritt das Grundgesetz mit Füßen, und damit auch unsere aktuell bestehenden Demokratie. Wer unter solchen Voraussetzungen nach Demokratie/Meinungsfreiheit schreit, wünscht sich Weimarer Verhältnisse zurück, mit bekannten Ausgang.

Das Grundgesetz ist ja nicht in einem Vakuum entstanden.



Frank Glencairn
Beiträge: 23471

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

An welchem Punkt hab ich was davon gesagt, daß die ÖR "Hass und Hetze" verbreiten sollen?

Alles was ich gesagt hatte war, daß sie sich (selbstverständlich) an den Rundfunkstaatsvertrag halten müssen - wenn dir dieser Vorschlag undemokratisch vor kommt, dann solltest du vielleicht deinen Demokratie-Kompass mal neu einnorden.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



iasi
Beiträge: 24708

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 00:36
iasi hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 00:13
Du verstehst offensichtlich den Medienstaatsvertrag nicht.
Nochmal für dich

§ 11 Auftrag


"(1) Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen.
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.

(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen."

Was genau verstehst du an "freier Meinungsbildung, Objektivität, Unparteilichkeit, Meinungsvielfalt und Ausgewogenheit" nicht?

Das genaue Gegenteil also von "parteilich sein" wie du es forderst Genosse.
Nicht immer nur den Anfang lesen:
§ 26
(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind bei der Erfüllung ihres Auftrags der
verfassungsmäßigen Ordnung und in besonderem Maße der Einhaltung journalistischer Standards,
insbesondere zur Gewährleistung einer unabhängigen, sachlichen, wahrheitsgemäßen und
umfassenden Information und Berichterstattung wie auch zur Achtung von Persönlichkeitsrechten
verpflichtet. Ferner sollen sie die einem öffentlich-rechtlichen Profil entsprechen den Grundsätze der
Objektivität und Unparteilichkeit achten und in ihren Angeboten eine möglichst breite Themen- und
Meinungsvielfalt ausgewogen darstellen.

(3) Die Regelungen in den Absätzen 1 und 2 sowie in § 30 Abs. 3 und 4 dienen allein dem öffentlichen
Interesse; subjektive Rechte Dritter werden dadurch nicht begründet.
Die ÖR sind nicht dazu da, jedem Einzelnen eine Plattform zu bieten.
Auch im alten Griechenland wurden Bürger vom Versammlungsplatz gejagt, wenn sie gegen die gesellschaftliche Ordnung bedrohten oder Mitbürger anfeindeten. ;)

Der Unterschied zur Anarchie ist nun einmal, dass der Einzelne auch in der Demokratie nicht jede "Freiheit" besitzt.
Zuletzt geändert von iasi am Fr 12 Apr, 2024 08:07, insgesamt 1-mal geändert.



markusG
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Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von markusG »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 07:53 An welchem Punkt hab ich was davon gesagt, daß die ÖR "Hass und Hetze" verbreiten sollen?

Alles was ich gesagt hatte war, daß sie sich (selbstverständlich) an den Rundfunkstaatsvertrag halten müssen - wenn dir dieser Vorschlag undemokratisch vor kommt, dann solltest du vielleicht deinen Demokratie-Kompass mal neu einnorden.
Wie gesagt: Hass und Hetze sind keine Meinungen, und das spiegelt sich im Medienstaatsvertrag auch wieder.

Da das aber der Punkt ist der "fehlt" und eingefordert wird, um eine "ausgewogene" Berichterstattung zu gewährleisten, gehe ich davon aus dass du dich genau darauf bezogen hast. Wie gesagt: als Meinung "verpackt".

Da solltest du dein Demokratie-Verständnis mal überdenken. Wie gesagt: BRD, nicht Weimarer Republik o.ä. Wenn du wirklich ein "Grundgesetz-Ultra" wärst, müsstest du da eigentlich mit iasi d'accord sein. Außer: du bist eben keiner ¯\_(ツ)_/¯

Ist nunmal systembedingt so, dass es nicht "die eine" Demokratie gibt.



Frank Glencairn
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Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

markusG hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 07:47

Das Grundgesetz ist ja nicht in einem Vakuum entstanden.
Nein, sondern unter der Oberaufsicht der Alliierten, wie auch der ÖR.

Jede einzelne Rundfunkanstalt in Deutschland - von RIAS (Rundfunk im Amerikanischen Sektor) bis zum BR - wurde von den Alliierten gegründet, zugelassen und lizenziert. Der BR hieß damals nicht umsonst "Radio München, ein Sender der amerikanischen Militärregierung" .

Was das bedeutet und welche Ziele das damals verfolgt hat kannst du unter anderem in "What to do with Germany" im Kapitel Invading the German Mind nachlesen, sowie beim "German Educational Reconstruction Committee " oder beim "General Advisory Committee on Reeducation for the State Department" sowie in deren Schriften.



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Sapere aude - de omnibus dubitandum
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von Frank Glencairn am Fr 12 Apr, 2024 08:46, insgesamt 1-mal geändert.



Frank Glencairn
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Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

markusG hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 08:02
Wie gesagt: Hass und Hetze sind keine Meinungen

Da das aber der Punkt ist der "fehlt" und eingefordert wird, um eine "ausgewogene" Berichterstattung zu gewährleisten
An welcher Stelle steht daß "Hass und Hetze" fehlen und deshalb eingefordert werden?
Sapere aude - de omnibus dubitandum



markusG
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Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von markusG »

Wer fordert den welche Meinungen? Bzw welche "Meinungen" werden denn nicht vertreten? ;)
Und welche Formate sind überhaupt gemeint usw.

P.s. du hälst das Grundgesetz also für ungültig / illegitim? Interpretier ich dich da richtig?



Frank Glencairn
Beiträge: 23471

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

markusG hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 09:03 Wer fordert den welche Meinungen? Bzw welche "Meinungen" werden denn nicht vertreten? ;)
Und welche Formate sind überhaupt gemeint usw.
Das frage ich dich.
markusG hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 09:03
P.s. du hälst das Grundgesetz also für ungültig / illegitim? Interpretier ich dich da richtig?
Ich?

Als hardcore Konstitutionalist, halte ich unsere Verfassung - wenn auch nicht fehlerfrei - für das Beste was wir in diesem Land haben.

Was ist los mit dir?
Sapere aude - de omnibus dubitandum



markusG
Beiträge: 4543

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von markusG »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 09:18 Das frage ich dich.
Da du die ganze Diskussion in Gang gebracht hast liegt das an dir. Meiner Meinung nach - und auch der o.g. Studie - mangelt es weder an Meinungs- noch an Themenvielfalt. Was imho am ehesten "schief" ist sind einige Themenschwerpunkte, der Quote willen. Oder auch false balance bei bestehenden Themen.

Ansonsten gilt eben rechtlich das was iasi gesagt hat: Meinungsfreiheit gilt, aber eben mit begründeten Einschränkungen. Wo ist dein Problem damit? Denn eben auf "Hass und Hetzte" bezieht sich ja iasis Einräumung.

Du wirst ja nicht müde darin, den Einfluss der USA (die du unentwegt kritisierst) und die Souveränitat Deutschlands in Frage zu stellen, daher o.g. Schlussfolgerung, daher auch meine Frage.
Frank Glencairn hat geschrieben:Nein, sondern unter der Oberaufsicht der Alliierten, wie auch der ÖR.
Oder hälst du in diesem Fall die USA (ist ja auch ne Weile her) für einen (mal bildlich gesprochen) Lehrmeister was Demokratie anbelangt? Oder konkret für den ÖRR? usw.

Es fällt mir schwer deinen ganzen Widersprüchen zu folgen...da frag ich dann lieber nach.

Um mal auf das Thema zurück zu kommen: wenn schwammig bemängelt wird, was denn fehlt, ohne konkreter zu werden, ist die ganze Diskussion ziemlich mühsam und gewissermaßen auch sinnfrei.

Um mal ein konkretes Format des ÖRR zu nennen, was konkret in die Richtung Meinungspluralität precht, ist zB "Unbubble" bzw. "13 Fragen":
https://www.youtube.com/@unbubble



macaw
Beiträge: 1334

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von macaw »

markusG hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 09:21
Oder hälst du in diesem Fall die USA (ist ja auch ne Weile her) für einen (mal bildlich gesprochen) Lehrmeister was Demokratie anbelangt? Oder konkret für den ÖRR? usw.
Da stellt sich dann wohl die Frage wer die Referenz in Sachen Demokratie darstellt. In erster Linie bedeutet das Wort ja nur, dass die Macht vom Volk (oder historisch wohl eher Dorf) ausgeht.
markusG hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 09:21 Um mal ein konkretes Format des ÖRR zu nennen, was konkret in die Richtung Meinungspluralität precht, ist zB "Unbubble" bzw. "13 Fragen":
https://www.youtube.com/@unbubble
Ich hatte mir einige Folgen davon angesehen, fand das Format aber sehr schnell sehr nervtötend. Diese dämlichen Einblendungen mit extrem lauten und irritierenden Soundeffekten waren das eine. Aber das alberne Schritt vor, halben Schritt zurück usw. sind ja echt mehr als affig und dass beide Lager am Ende zu einem Kompromiss finden sollen sinnlos. Es gibt halt unterschiedliche Positionen zu vielen Themen in der Gesellschaft, das ist völlig normal. Die Texte zu den Videos sind dazu in einer dümmlichen Sprache voller Anglizismen verfasst, die schon fast nach Satire klingt.

Auch den Umgang mit manchen Gästen war echt erschreckend. Beispiel: Da wurde bei einer Folge (Body Positivity) ein junger Arzt, der auch auf YouTube vertreten ist, vor einer sehr dicken Frau und fast allen anderen Anwesenden angegangen nur weil er Übergewicht als riskant bezeichnet hatte, zu allem Überfluss sprang ihr dann auch noch die Moderatorin bei. Ich habe grad geschaut und nach wie vor sind die Kommentare eher kritisch zu der Ausgabe. Nachtrag: Die übergewichtige Frau ließ sich wohl später den Magen verkleinern und hat 60Kg abgenommen - soviel zum Thema "Body Positivity".

Das genannte Verhalten zieht sich aber relativ durch bei dem Format. Eher sinnlos und aus meiner Sicht absolut nicht hilfreich.



markusG
Beiträge: 4543

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von markusG »

macaw hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 10:51 Da stellt sich dann wohl die Frage wer die Referenz in Sachen Demokratie darstellt.
Tja wie gesagt - gibt es systembedingt nicht, kann es gar nicht. Wir können aber zB aus unseren Erfahrungen und der Geschichte lernen. Wenn es rein um rechtliches geht ist aktuell unser GG halt das Maß der Dinge. Und die Verflechtung mit dem Medienstaatsvertrag hat iasi ja oben angerissen.
macaw hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 10:51 [...]nervtötend[...]dämlichen Einblendungen[...]extrem lauten und irritierenden Soundeffekten[...[...]mehr als affig[...]Kompromiss finden sollen sinnlos.[...]dümmlichen Sprache voller Anglizismen
Da ist ja viel Geschmack dabei. Darüber lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Von der Umsetzung kann man halten was man will. Ich finde es auch relativ öberflächlich, aber besser als nichts. Ich sehe es eher als Teaser, um auch teils nischige Themen überhaupt ins Gespräch zu bringen.

Es muss ja auch nix perfekt sein, keiner hat Stillstand gefordert. Aber dass keine Meinungspluralität herrscht halte ich für unhaltbar. Und das ist ja auch nur ein Format von wievielen? Da müsste man jetzt jedes Format mal durchgehen statt pauschal "der ÖRR" zu schreien.



stip
Beiträge: 455

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von stip »

TomStg hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 07:43 Mal ein Blick von außen durch die NZZ, der einzigen deutschsprachigen Zeitung, die noch nennenswerten Qualitätsjournalismus liefert.
https://www.nzz.ch/der-andere-blick/ma ... ld.1824732
Das ist kein Blick von außen, Alexander Kissler ist Deutscher und berichtet aus der Berliner Redaktion für NZZ.



iasi
Beiträge: 24708

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von iasi »

Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 08:43
markusG hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 07:47

Das Grundgesetz ist ja nicht in einem Vakuum entstanden.
Nein, sondern unter der Oberaufsicht der Alliierten, wie auch der ÖR.

Jede einzelne Rundfunkanstalt in Deutschland - von RIAS (Rundfunk im Amerikanischen Sektor) bis zum BR - wurde von den Alliierten gegründet, zugelassen und lizenziert. Der BR hieß damals nicht umsonst "Radio München, ein Sender der amerikanischen Militärregierung" .
Der Medienstaatsvertrag stammt nicht als dieser Zeit.

Verfassungsänderungen sind möglich und wurden auch schon reichlich durchgeführt - von der dazu notwendigen breiten Mehrheit.

Zudem haben wir in Deutschland eine föderale Demokratie. Es gibt da nicht die eine alles beherrschende Regierung.



TomStg
Beiträge: 3465

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von TomStg »

stip hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 13:18
TomStg hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 07:43 Mal ein Blick von außen durch die NZZ, der einzigen deutschsprachigen Zeitung, die noch nennenswerten Qualitätsjournalismus liefert.
https://www.nzz.ch/der-andere-blick/ma ... ld.1824732
Das ist kein Blick von außen, Alexander Kissler ist Deutscher und berichtet aus der Berliner Redaktion für NZZ.
… und ist deshalb natürlich völlig unqualifiziert, um in der Neuen Züricher Zeitung seine Sicht auf die absurden Zustände im deutschen ÖR-Moloch zu veröffentlichen?



Darth Schneider
Beiträge: 19807

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Darth Schneider »

Apropos NZZ

https://www.nzz.ch/international/korrup ... ld.1824612

Vielleicht sollten sie viel genauer kontrollieren wohin die Hilfsgelder in der Ukraine überhaupt fliessen. Ein wenig sehr undurchsichtig ist da sein Geld ja schon verschachtelt….
Gruss Boris



Frank Glencairn
Beiträge: 23471

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Frank Glencairn »

iasi hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 13:59
Frank Glencairn hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 08:43

Nein, sondern unter der Oberaufsicht der Alliierten, wie auch der ÖR.

Jede einzelne Rundfunkanstalt in Deutschland - von RIAS (Rundfunk im Amerikanischen Sektor) bis zum BR - wurde von den Alliierten gegründet, zugelassen und lizenziert. Der BR hieß damals nicht umsonst "Radio München, ein Sender der amerikanischen Militärregierung" .
Der Medienstaatsvertrag stammt nicht als dieser Zeit.
Hab ich auch nicht gesagt - und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Du verwechselst schon wieder alles.
Sapere aude - de omnibus dubitandum



stip
Beiträge: 455

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von stip »

TomStg hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 14:12
stip hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 13:18

Das ist kein Blick von außen, Alexander Kissler ist Deutscher und berichtet aus der Berliner Redaktion für NZZ.
… und ist deshalb natürlich völlig unqualifiziert, um in der Neuen Züricher Zeitung seine Sicht auf die absurden Zustände im deutschen ÖR-Moloch zu veröffentlichen?
Wieso legst du mir das alles in den Mund?!

Du hast behauptet es sei ein Blick "von außen" und ich habe das lediglich korrigiert, weil es das nicht ist.



macaw
Beiträge: 1334

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von macaw »

markusG hat geschrieben: Fr 12 Apr, 2024 11:09 Es muss ja auch nix perfekt sein, keiner hat Stillstand gefordert. Aber dass keine Meinungspluralität herrscht halte ich für unhaltbar. Und das ist ja auch nur ein Format von wievielen? Da müsste man jetzt jedes Format mal durchgehen statt pauschal "der ÖRR" zu schreien.
Das war nur mein Kommentar dazu, weil ich das Format zufällig kenne. Und ansonsten gebe ich dir insofern recht, daß es doch Versuche zur Pluralität gibt. Wie es aber zu solchen Totalausfällen wie in meinem Beispiel kommen kann, ist mir rätselhaft. Das Verteidigen von Fettsucht unter "Body Positivity" ist für mich so nachvollziehbar wie die Weltsicht von Flacherdlern und Esoterikern. Eine solche Sendung hätte es erst gar nicht geben dürfen, vor allem nicht mit einer so unfähigen Moderation.



Darth Schneider
Beiträge: 19807

Re: MANIFEST für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland

Beitrag von Darth Schneider »

Klar sollte jeder seinen Körper so mögen wie er ist und positiv über sich denken.
Aber so ab 250kg ist dann die Grenze erreicht…;)))
Gruss Boris



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