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Passion für Lost Places



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Jörg
Beiträge: 8121

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Jörg » Fr 20 Dez, 2019 14:22

@auf Achse
Das ist nur möglich weil es auch für mich ein Herzensprojekt ist! Weil diese Trophy KEINE Vollgas - Party ist und meiner eigenen Geisteshaltung entspricht! Weil ich gleich ticke wie die Teilnehmer, Offroader, Reisender und Outdoorfreak bin.
und das merkt man deinen Berichten genau so an, wie man es den lost places anmerkt.
Herzblut ist es, was diese Dinge möglich macht, und so ziemlich der einzige Grund ist, hier zu verweilen.




Mediamind
Beiträge: 657

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Mediamind » Fr 20 Dez, 2019 15:09

Mich hat es umgehauen. Die Bilder lassen nur erahnen, was ihr gesehen und erlebt habt. Der Kontrast zwischen den verlassenen Locations und der Musik hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich hätte noch viel, viel mehr sehen wollen. Die Objekte sehen aus, als ob sie aus einer anderen Welt entstammen. In einem Science-Fiction Streifen wäre der Besuch einer anderen Zivilisation nicht viel fremder/ungewohnter für das Auge. Die Behind the Scenes runden das Ganze ab.
Eine Anregung hätte ich noch. Die Szenen der Fahrten über den Pass wiederholen sich für mich zu oft. Da hätte ich mehr Bilder der Locations anstelle gewünscht. Wirklich tolle Arbeit, Danke fürs Teilen :-)
Irgendwann bekomme ich (hoffentlich) ein Brautpaar, welches statt im Stadtpark einen Hochzeitsfilm an einem Lost Place drehen möchte....




klusterdegenerierung
Beiträge: 16399

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Sa 21 Dez, 2019 20:51

r.p.television hat geschrieben:
Fr 20 Dez, 2019 09:49
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 20 Dez, 2019 08:13

Persönlich geht es mir am Ende ums filmische und da werde ich durch die cuts hart ausgebremst, weil ich das ja alles nie in echt gesehen habe und mich gerne an den tollen Bildern ergötzen möchte, das heißt, es könnte mal eine Idee sein, jemanden schneiden zu lassen, der nix damit zu tun hat, nur so als Feiertagslangeweileidee! :-)
Bei Coorporate Zeugs gebe ich mal ganz gerne den Schnitt ab weil ich keine spezielle Idee dazu entwickelt habe und auch kein Herzblut dranhängt.
Da dies aber ein langjährigens Herzensprojekt ist würde das Abgeben des Schnitts in etwa dem gleichkommen, als würde ich meine Frau nem fremden Mann in die Arme schubsen dass der sie mal so richtig gut besteigt.
Grundsätzlich scheitern ja viele Hollywoodfilme an dem akademisch-hierarchischem System. Es gibt ein gutes Buch, eine gute Story. Man nimmt dann Drehbuchschreiber A und lässt nochmal Drehbuchschreiber B drüberrutschen. Man engagiert Lineproducer C, den Kameramann D und den Regisseur X und wundert sich warum die meisten Filme keine Seele mehr haben. Das kann funktionieren, aber im Regelfall tut es das nicht weil man kaum etwas fühlt wenn der Abspann läuft. Es war Business und findet nicht den Weg ins Herz.

Die erste Episode ist beispielsweise über Jahre in meinem kranken Schädel gereift. Bis ich einem Editor vermittelt habe wie ich mir das alles vorstelle habe ich es längst selbst geschnitten. Und die Fun-Edits die hier verständlicherweise nicht jedermanns Geschmack treffen weil hier auch die sehr spezielle Musik polarisiert dienen mir am Ende des Jahres eher als Bestandsaufnahme. Und da will ich im Schnitt auch gar nicht zu nah am späteren Endprodukt landen, sonst ist irgendwann schon vorab die Luft raus.

EDIT: Ich habe letztes Jahr jemanden sogar mit zum Dreh nach Italien gebracht der mir gesagt hat er würde mir helfen das Ding "zu verkaufen". Jemanden der durchaus Kompetenz zu haben schien und auch bereits Erfolge vorweisen konnte. Und wollte auch kreativ mitreden. Ich merkte schnell dass der das Ding nur schnell melken wollte und mit extrem seltsamen Ideen ankam. Oder eher sehr simplen Ideen. So Richtung RTL2. Das ging soweit dass mein Team mir am 2. Tag sagte dass sie abspringen würden, wenn der Typ weiter seinen Käse verbreitet.
Ab Frau besteigt habe ich nicht mehr weiter gelesen, sorry.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Auf Achse
Beiträge: 3973

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Sa 21 Dez, 2019 20:59

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Sa 21 Dez, 2019 20:51
Ab Frau besteigt habe ich nicht mehr weiter gelesen, sorry.


Iss doch so, oder etwa nicht??? :-D

Auf Achse




r.p.television
Beiträge: 3031

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mo 23 Dez, 2019 17:02

klusterdegenerierung hat geschrieben:


Ab Frau besteigt habe ich nicht mehr weiter gelesen, sorry.
Ich versteh jetzt nicht ganz was Dich an dieser Ausführung so stört. Ist das nicht nachvollziehbar?
Oder vielleicht besser der Vergleich dass es einem Maler auch nicht gefallen würde wenn jemand sein Bild übermalt oder weitermalt. Irgendwo abseits des alltäglichen Business gibt es eben klare Grenzen und ich denke ich bin da nicht der einzige der so denkt.




Pete O
Beiträge: 8

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Pete O » Fr 27 Dez, 2019 14:35

Ich finde es wieder mega mega mega.
Ich habe seitdem öfters bei Youtube nach Filmchen über Lost Places Ausschau gehalten, aber eigentlich nur Müll gefunden. Ganz anders wieder dein neuer Film.

Ich kann die Einwände der anderen verstehen, aber auf mich treffen sie nicht zu. Ich verstehe was du mit diesem Jahreszusammenschnitt rüberbringen wolltest bzw. bei mir schlägt das mit voller Wucht ein. Und man verspürt einen unglaublichen Drang nun beispielsweise auch nach Georgien zu reisen. Eine bessere Werbung für abenteuerlustige Globetrotter könnte es für dieses Land nicht geben.

Klar hat der erste Film eine ganz andere Tiefe. Hier habe ich mehrmals Gänsehaut bekommen. Aber wie du selbst schon schreibst sind alle anderen Filme ja Fun-Edits und für "Fun-Edits" kommen die richtig gut rüber. Man spürt jedenfalls eure Leidenschaft, das Abenteuer und den Spaß den ihr unterwegs habt oder hattet. Genau die richtige Mischung aus tollen Landschaften, beeindruckenden Lost Places, diesem On the Road Feeling, den Behind the Scenes. Man könnte sich das ewig anschauen.

Die Musik hat mir auch ausnahmslos gefallen. Hier ist natürlich der persönliche Geschmack entscheidend. Kann nun jemand mit der Musik gar nichts anfangen kommt eventuell der ganze Film falsch an.

Vielen Dank jedenfalls für diesen erneuten Einblick in dein Projekt. Und auch vielen Dank dafür daß du mir damit den Kauf der Fuji X-T3 empfohlen hast. Ich liebe diese Kamera und dank deiner Filme hatte ich keine Zweifel mehr über die Qualität die man damit erreichen kann.




r.p.television
Beiträge: 3031

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Fr 27 Dez, 2019 18:10

Pete O hat geschrieben:
Fr 27 Dez, 2019 14:35
Ich kann die Einwände der anderen verstehen, aber auf mich treffen sie nicht zu. Ich verstehe was du mit diesem Jahreszusammenschnitt rüberbringen wolltest bzw. bei mir schlägt das mit voller Wucht ein. Und man verspürt einen unglaublichen Drang nun beispielsweise auch nach Georgien zu reisen. Eine bessere Werbung für abenteuerlustige Globetrotter könnte es für dieses Land nicht geben.

Klar hat der erste Film eine ganz andere Tiefe. Hier habe ich mehrmals Gänsehaut bekommen. Aber wie du selbst schon schreibst sind alle anderen Filme ja Fun-Edits und für "Fun-Edits" kommen die richtig gut rüber. Man spürt jedenfalls eure Leidenschaft, das Abenteuer und den Spaß den ihr unterwegs habt oder hattet. Genau die richtige Mischung aus tollen Landschaften, beeindruckenden Lost Places, diesem On the Road Feeling, den Behind the Scenes. Man könnte sich das ewig anschauen.
Danke für die Blumen. Das beweist wieder wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. Der eine findet es überladen, verspielt und over the top bis albern, der andere empfindet es als gelungen. Mir war klar dass die Fun-Edits auf jeden Fall mehr polarisieren als der Prologfilm, den ich ursprünglich vorgestellt habe. Die Fun-Edits sind eigentlich für ein kleineres Publikum gedacht denen klar ist dass das alles nicht so ernst gemeint ist. Im Gegensatz eben zum ersten Film.
Pete O hat geschrieben:
Fr 27 Dez, 2019 14:35
Die Musik hat mir auch ausnahmslos gefallen. Hier ist natürlich der persönliche Geschmack entscheidend. Kann nun jemand mit der Musik gar nichts anfangen kommt eventuell der ganze Film falsch an.
Ja, an der Musik scheiden sich eben die Geister. Aber da es sich hier um einen persönlichen Jahreszusammenschnitt handelt dessen Musikauswahl natürlich auch nach unserem Geschmack ausgerichtet ist ist eben klar dass der Spirit nicht bei jedem ankommt. Wir hören diese Musik teils auch bei unseren Touren im Autoradio (wenn man denn bei dem lauten Motor überhaupt was anderes hört). Da kommt es verständlicherweise eher irritierend an wenn jemand Aussenstehender seine eigenen Vorschläge einbringen will der nicht dabei war. Genauso wie man eben akzeptieren muss dass der Film genau aus dem Grund bei dem einen oder anderen nicht ankommt. Bleibt ein schwieriges Thema - wenn nicht sogar eines der schwierigsten Themen.
Denn es bleiben natürlich nicht nur Fun-Edits in der zukünftigen Timeline. Beim anstehenden Trailer für die erste Episode (und zwar kein Fun-Teaser wie bei den Schlössern) muss ich den richtigen Spagat hinlegen. Nicht zu dokumentarisch langweilig, nicht zu aufgesetzt und gewollt schwülstig. Es werden jedenfalls keine Rocknummern mehr die Schnittintervalle diktieren. Nur in Ausnahmefällen.
Pete O hat geschrieben:
Fr 27 Dez, 2019 14:35

(....)Und auch vielen Dank dafür daß du mir damit den Kauf der Fuji X-T3 empfohlen hast. Ich liebe diese Kamera und dank deiner Filme hatte ich keine Zweifel mehr über die Qualität die man damit erreichen kann.
Ja, ich habe die Fuji auch echt lieb gewonnen. Und hab sogar 2 davon (eine schlicht als Backup oder auch als schnelle Stativ- oder Handschlampe wenn die andere fix im Ronin S verbaut ist). Aber qualitativ ist da Luft nach oben. Ich wünschte mir diesen Codec in der A7iii, aber eben auch mit 4k 60p. Die Fuji könnte wirklich lichtempfindlicher sein. Und ich empfinde tatsächlich auch die Sonyfarben seit der Venice so ziemlich am schönsten. Geschmackssache, aber zumindest schöner als das teils etwas simpel colorierte Bild der Fuji. Da sind in der A7iii etwa deutlich mehr abgebildete Nuancen in den Hauttönen, auch wenn die nur 8bit hat. Die Fuji ist trotzdem die bessere Lost Places Kamera, weil ich die Dynamik der 10bit hier wirklich gut nutzen kann um die Highlights und die Schatten da hinbiegen kann wo ich sie gern habe. Das ist bei 8bit in diesem speziellen Fall sehr limitierend. LOG hin oder her.
Aber eine A7siii mit hoffentlich 10bit und 4k60p und einem Oversampling aus 6k wäre die ideale Kamera. Lichtempfindlicher, mehr DR und nach meinem Geschmack ausgewogenere Farben.




Pixelrekorder
Beiträge: 3

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Pixelrekorder » So 29 Dez, 2019 14:12

Ähm, ja.
Krass.
Das ist alles mit der Fuji XT3 gedreht (ausser den Drohnenshots?) ??? Meine Frage bezieht sich auf den letzten Film hier. Weil du was geschrieben hast du hättest bis zum Jahresbeginn noch die FS5 benutzt.

Hammer Projekt auf jeden Fall. Ich glaub ich muss mir die anderen Filme auf deinem Kanal auch gleich noch geben.




r.p.television
Beiträge: 3031

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mo 30 Dez, 2019 15:59

Pixelrekorder hat geschrieben:
So 29 Dez, 2019 14:12

Das ist alles mit der Fuji XT3 gedreht (ausser den Drohnenshots?) ??? Meine Frage bezieht sich auf den letzten Film hier. Weil du was geschrieben hast du hättest bis zum Jahresbeginn noch die FS5 benutzt.
Nicht ganz. Wie erwähnt ist neben den Drohnenshots ne Menge Material einer A7iii und eines DJI Osmo Pockets verbraten.
Und die ganzen Hero-Shots in dem Chemielabor sowie ein paar kleine andere Takes sind mit ner FS5 und externem Raw-Rekording via Atomos Shogun Inferno passiert.




-paleface-
Beiträge: 3030

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von -paleface- » Di 31 Mär, 2020 11:52

Heute ist ein Lost-Place Video von mir online gegangen.

Genaugenommen ein ehemaliges...denn das Gebäude ist inzwischen abgerissen worden.

Hier Teil 01 mit Außenaufnahmen:



Und hier Teil 02 mit den Innenaufnahmen:

www.mse-film.de | Kurzfilme & Videoclips

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klusterdegenerierung
Beiträge: 16399

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 31 Mär, 2020 12:10

-paleface- hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 11:52
Heute ist ein Lost-Place Video von mir online gegangen.

Genaugenommen ein ehemaliges...denn das Gebäude ist inzwischen abgerissen worden.
Ja wow, das sieht doch schon anders aus als voher und Du hast das Mikrozittern an der Fensterfront in den Griff bekommen, klasse!

Wirklich schöne Aufnahmen und tolle Schwenks, gelungen.

Wenn ich Kritik äussern dürfte, wäre das von meiner Seite eigentlich nur die Gesamtlänge die mir zu viel erscheint, weil sich einiges ja durchaus ähnelt und das Du den LKW vor der Tür nicht weggesprengt hast, man der ärgert mich richtig, Dich bestimmt auch,oder? ;-)
Und der Titel des Films erschliesst sich mir als nicht hiesiger nur schwer, ich kann nur vermuten das der Name der Besitzer dieser Fabrik war?

Mein Tipp, mache doch bitte eine schöne Komposition aus Teil 1 & 2 und das unter 3min Länge. :-)
Das es getrennte Filme sind finde ich schade, denn die Innenaufnahmen sind echt schön und würden das Drohnenmaterial etwas auflockern, oder? :-)

Danke fürs teilen, mir gefällts und schön das man solche Gebäude archiviert, die kommen nie wieder!
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




Mediamind
Beiträge: 657

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Mediamind » Di 31 Mär, 2020 12:16

Ein Hammerdetail sind die Bohnermaschinen oder Staubsauger. Da hat sich jemand Mühe gemacht und das ganze arrangiert. Die Fabrik war ein Highlight, schade, dass die weg ist. Die Anwohner dürften sich allerdings freuen. Kluster hat Recht, schneide 1 und 2 zu einem knackigen kurzen Clip zusammen. Die Luftaufnahmen sind zwar toll aber für den normalen Betrachter dann doch zu lang. Der Flug an der Fensterfront mit den Schriftzügen gefällt mir persönlich am Besten. Schade, dass das Modell von RP-Television auf den Rollschuhen nicht zur Verfügung stand :-)




r.p.television
Beiträge: 3031

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 31 Mär, 2020 13:35

@paleface:

Wirklich sehr schöne Aufnahmen, welche die Stimmung vor Ort 1A einfangen. Du hast da genau das richtige Gefühl entwickelt. Die Drohnenbilder, WW-Aufnahmen der Hallen, Details...
Man spürt Deine Leidenschaft für diese Bilder.

Aber:
Was Deinen beiden Filmen fehlt ist eine Erzählstruktur und Verknüpfung: Warum die Trennung zwischen den Drohnenbildern und dem Innernen? Ich würde sowas permanent vermischen. Und hier wird dann auch klar dass dem Film - zumindest nach meinem Geschmack der rote Faden in Form von Protagonisten fehlt, die dieses Gebäude erforschen und immer mal wieder zu sehen sind. Hat man Erzähler im OFF kann man immer mal wieder zu den Drohnenbildern switchen und nichts wird langweilig. Denn das ist tatsächlich das Problem: So schön die Bilder sind - wenn man nicht das Gefühl hat man ist per Schulterblick bei einer Erkundung dabei und erfährt nichts - wird es schnell langweilig.

Mein Ablauf wäre folgend gewesen: Schöne Flugaufnahme als Establisher, währenddessen kommt aus dem OFF bereits die Einleitung eines Protagonisten. Man sieht die Ankunft mit PKW, man steigt aus, kramt Rucksäcke hervor, das Reingehen als Schulterblick, dann erste WW-Aufnahmen, gemischt mit Details, wieder Schnitt zu den Protagonisten die ihre Ausrüstung auspacken, einer schildert seine ersten Eindrücke, Schnitt zur Drohne die den Sprecher ins OFF nimmt während man die Fabrik von oben sieht, wieder Details, jemand beginnt über die Geschichte der Fabrik zu erzählen, teils im OFF, teils in einer Art Sit-in Situation (je nachdem es möglich ist), und immer wieder Protagonisten welche neue Etagen erreichen, eventuell herumklettern (aber nicht zu präsent, die richtige Mischung macht es). Ich hab das jahrelang auch so gemacht. Ich hab nur die Ästhetik der Places abgefeiert und vergessen dass die Leute sehr schnell einen roten Faden vermissen.
Man braucht dafür aber natürlich Leute die kein Problem dabei haben sich filmen zu lassen. Und bescheuert genug sind alles mitzumachen.
Leider ist genau der Teil mit den Protagonisten und dem Erzählen die größere Challenge. Zumindest für mich.




-paleface-
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von -paleface- » Di 31 Mär, 2020 14:55

Danke euch für die konstruktive Kritik.

Teil 02 habe ich heute Veröffentlicht, Teil 01 schon vor Monaten. Warum?

Weil ich es leider nicht anders durfte. Ich durfte damals mit einem Sachbearbeiter die Location betreten und in ausgewählten Plätzen filmen. Auch hatte ich nur 2 Stunden Zeit. Das Gebäude war damals schon stark Einsturzgefährdet.
Auch war eine Vorgabe dann halt das ich Video 02 erst dann öffentlich machen durfte wenn das Gebäude nicht mehr ist. Weil sonst viele Leute motiviert werden könnten sich das selber mal anzusehen.

Daher die Trennung von 01 und 02. Im Nachhinein gebe ich zu das ein Mix aus beiden bestimmt schön gewesen wäre. Aber hatte mich dann wegen der Verordnung zu der Trennung entschieden.

Die Idee mit einem Protagonisten bestand auch zu beginn. Und war auch von der Stadt abgesegnet. Es sollte ein ehemaliger Arbeiter aus dem Werk sein. Der dann auch im Off die Daten aus dem Abspann erzählen sollte + ein wenig extra Infos. Aber dann hatte es innerhalb eines Monats so viel geregnet, das zwei 2 Dächer weggebrochen sind. Also galt nun absolutes betreten Verboten. Es war sogar mal die Idee von außen nur mit der Drohne reinzufliegen.

Schlussendlich haben wir uns dann nach der Versicherung des Abriss Unternehmens welche Räume noch sicher sind auf eine Gewisse Auswahl einigen können.
www.mse-film.de | Kurzfilme & Videoclips

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r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 31 Mär, 2020 15:09

-paleface- hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 14:55

Die Idee mit einem Protagonisten bestand auch zu beginn. Und war auch von der Stadt abgesegnet. Es sollte ein ehemaliger Arbeiter aus dem Werk sein. Der dann auch im Off die Daten aus dem Abspann erzählen sollte + ein wenig extra Infos. Aber dann hatte es innerhalb eines Monats so viel geregnet, das zwei 2 Dächer weggebrochen sind. Also galt nun absolutes betreten Verboten. Es war sogar mal die Idee von außen nur mit der Drohne reinzufliegen.

Schlussendlich haben wir uns dann nach der Versicherung des Abriss Unternehmens welche Räume noch sicher sind auf eine Gewisse Auswahl einigen können.
Genau aus dem Grund drehe ich 99% meiner Orte ohne Genehmigung und versuche hinterher eine Motivablöse auszuhandeln bzw warte bis mir dazu die Zeit in die Hände spielt.
Wenn ich immer gewartet hätte bis ich von irgendeinem Office oder irgendeinem Besitzer überhaupt mal Antwort bekomme wären die besten Perlen undokumentiert geblieben.
Und ich habe nach (Inventur Stand vor ein paar Wochen) 960 besuchten Lost Places in 10 Jahren keine einzige Anzeige erhalten. Es gab Verhaftungen, ja, aber immer ohne Folgen.
Die Gefahr sollte man eher mit seinem Bauchgefühl und klarem Verstand abwägen, als irgendwelchen Gutachtern vertrauen, die bereits bei ner rostigen Dachrinne das Gebäude pauschal als einsturzgefährdet deklarieren. Nach deren Meinung müsste ich schon 200mal tot sein.

Einen Ort, der mir damals sehr wichtig war, habe ich legal gemacht. Das waren 20 Emails hin- und her mit Nachweisen und Verzichtserklärungen. Hier hat sich der Aufwand gelohnt weil ich mit meinen schweren Zeugs direkt vor die Haustür fahren konnte und nicht einen supersteilen Berg hinaufschleichen musste. Aber bei den meisten Locations ist die Mauer aussenrum niedriger als die bürokratische Hürde.




Auf Achse
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Di 31 Mär, 2020 15:31

Hab jetzt nur den zweiten Teil angesehen .... tolle Motive, passende Musik! Und zum Abschluß das Firmenzeichen :-)

Nach meinem Gefühl sind sehr viele "Standbilder". Wär noch netter wenn man sie ganze sachte animieren würde.

Und wenn du wo beim nächsten mal wegen Einsturzgefahr nicht reingehst ... dann flieg mit dem Copter durch, macht extrem geile Aufnahmen durch Bewegung!!!

Danke fürs Zeigen + Grüße,
Auf Achse




klusterdegenerierung
Beiträge: 16399

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 31 Mär, 2020 15:55

-paleface- hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 14:55
Danke euch für die konstruktive Kritik.......
Das hört sich aber alles recht spannend an und man kann es besser verstehen.

Die Einwände und Tipps von r.p. finde ich zwar nachvollziehbar, aber für Dein Projekt zu drüber,
zumindest sehe ist Dein Projekt dort nicht und ein klassiches lost place wie r.p. sie hat, ist es ja auch nicht.

Ich finde in den Belangen kann man auch ruhig mal die Kirche im Dorf lassen. Nicht jeder Kuchen muß eine Torte sein.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 31 Mär, 2020 16:12

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 15:55

zumindest sehe ist Dein Projekt dort nicht und ein klassiches lost place wie r.p. sie hat, ist es ja auch nicht.
Die Drahtzieherei in Hemen war ein Lost Place wie viele die ich besucht habe. Ich war selbst nie dort aber ein paar Freunde von mir. Da gibt es keinen Unterschied.
Auf Achse hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 15:31
Und wenn du wo beim nächsten mal wegen Einsturzgefahr nicht reingehst ... dann flieg mit dem Copter durch, macht extrem geile Aufnahmen durch Bewegung!!!
Bezüglich mit Drohne durchfliegen wie es Auf Achse vorgeschlagen hat: Das geht wirklich nur in wenigen Lost Places. Man stellt sich das im Vorfeld so einfach vor, aber da sind viele Faktoren die im Weg sind:
Erstmal ist die Linse der aktuellen Mavic 2 Pro einfach nicht weitwinklig genug um diverse Innenräume abzubilden. Hier müsste man mit Boliden wie einer Inspire 2 rangehen. Die produziert aber derart Lärm und entsprechende Abwinde, dass man vor lauter Staub nichts mehr sieht. Wo man denkt man kann "ja einfach mal reinfliegen" sind schnell herabhängende Kabel (durch Einsturz) im Weg, Gegenlicht stört Sensoren und partiell hereinwehender Wind zerstört jede smoothe Fahrt. Grundsätzlich sind Staubaufwirbelung, Luftsöge innerhalb der Gebäude die sehr partiell auftreten sowie zu wenig Raum um zu manövrieren ein begleitendes Dauerproblem.
Große Kathedralen oder Fabrikhallen mit intaktem Dach = ja. Hier denke ich wäre es wirklich schwierig gewesen. Mit großer Gefahr die Drohne zu schrotten.




-paleface-
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von -paleface- » Di 31 Mär, 2020 16:34

r.p.television hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 15:09
Es gab Verhaftungen, ja, aber immer ohne Folgen.
Du SCHERZKEKS! :-D

Ja ne...die Stadt ist einer meiner besten Kunden. Da mach ich das offiziel. Und ging auch reklativ Fix.

Ich habe auch nicht genug Lostplaces gefilmt als das ich da jetzt sowas einschätzen kann wie gefählich was ist.

Mit der Drohne gebe ich auch recht. Da hing soviel schlodder von der Decke...keine Ahnung wie ich das alles hätte sehen sollen.
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-paleface-
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von -paleface- » Di 31 Mär, 2020 16:39

Aso zum Thema Protagonist.

Hier ein altes Lost-Place Video von mir. 2013 gefilmt, im Winter darauf eingebrochen.
Da ist uns dann bewusst geworden, das es doch gefährlich sein kann. Haben wir damals heimlich gemacht.
Wäre da was passiert...


860867_576056172424421_1082560785_o.jpg
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Auf Achse
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Di 31 Mär, 2020 16:43

r.p.television hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 16:12
Bezüglich mit Drohne durchfliegen wie es Auf Achse vorgeschlagen hat: Das geht wirklich nur in wenigen Lost Places. .......

Ich weiß und du hast in vielen Punkten recht :-) Mir ist es schon einmal gelungen, trotz runterhängender Kabel. Staub war kein Problem weils innen eh ziemlich feucht war.

Aber ich glaub ich hab dieses Video eh schon weiter oben gepostet. Ist halt im Vergleich zu den heutigen Drohnen nicht mehr sehr repräsentativ, das war eine P1 mit draufgebauter GoPro, Gyrostabi usw .... aber es hat sich absolut ausgezahlt und ich würds jederzeit wieder versuchen bei Locations wo sichs lohnt!

Auf Achse
Zuletzt geändert von Auf Achse am Di 31 Mär, 2020 17:25, insgesamt 1-mal geändert.




klusterdegenerierung
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 31 Mär, 2020 16:44

r.p.television hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 16:12
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 15:55

zumindest sehe ist Dein Projekt dort nicht und ein klassiches lost place wie r.p. sie hat, ist es ja auch nicht.
Die Drahtzieherei in Hemen war ein Lost Place wie viele die ich besucht habe. Ich war selbst nie dort aber ein paar Freunde von mir. Da gibt es keinen Unterschied.
Ändert aber nichts daran das es für paleface ganz sicher nicht ein lost place Projekt war wie Du sie siehst und drehst.
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




klusterdegenerierung
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 31 Mär, 2020 16:46

-paleface- hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 16:34
r.p.television hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 15:09
Es gab Verhaftungen, ja, aber immer ohne Folgen.
Du SCHERZKEKS! :-D

Ja ne...die Stadt ist einer meiner besten Kunden. Da mach ich das offiziel. Und ging auch reklativ Fix.
Ich sag doch, der ist in seiner ganz eigenen Welt und sieht nur das.
Sobald ein Gebäude alt und Abbruchreif ist, ist es automatisch ein lost place par ex­cel­lence, ne klar. ;-)
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 31 Mär, 2020 16:57

-paleface- hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 16:34
r.p.television hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 15:09
Es gab Verhaftungen, ja, aber immer ohne Folgen.
Du SCHERZKEKS! :-D

Ja ne...die Stadt ist einer meiner besten Kunden. Da mach ich das offiziel. Und ging auch reklativ Fix.

Ich habe auch nicht genug Lostplaces gefilmt als das ich da jetzt sowas einschätzen kann wie gefählich was ist.

Mit der Drohne gebe ich auch recht. Da hing soviel schlodder von der Decke...keine Ahnung wie ich das alles hätte sehen sollen.

Ich meinte das schon ernst mit den "Verhaftungen". Wobei Verhaftungen hier das falsche Wort ist. Wir waren in Handschellen und amtsprachlich in Gewahrsam genommen. Es gab keinen Haftbefehl. Aber wir mussten tatsächlich nie einen Cent Strafe zahlen und es gab bisher nur eine Anzeige, die wurde aber wegen Nichtigkeit abgewiesen. Hausfriedensbruch ist immer ein Antragsdelikt. Die meisten Kläger schrecken zu 99% davor zurück einen anzuzeigen, weil sie alle Kosten vorstrecken müssen und im Falle einer Abweisung darauf sitzen bleiben. Auch Urheberrechtsansprüche werden meist abgewiesen. Die meisten "potenziellen" Kläger werden bei einem Polizeieinsatz darüber aufgeklärt dass sie schon Anzeige erstatten können, aber es in dem Fall zu einer Untersuchung kommen kann wie es uns überhaupt möglich war dort einzudringen. In diesem Fall ist ein kaputter Zaun oder eine kaputte Mauer kein Antragsdelikt mehr sondern der Kläger bzw Besitzer selbst bekommt eine Ordnungswidrigkeit wegen mangelnder Betriebssicherung aufgebrummt.
Gerade in unseren deutschen Köpfen ist die Obrigkeitshörigkeit extrem manifestiert. Da braucht man in der Tat ein wenig Routine um das abzustreifen und stellt dann auch fest dass diese Ängste vor Strafen in aller Regel unbegründet sind. Zumindest wenn man im Falle eines Konflikts entsprechend höflich und verständnisvoll auftritt.

Ja, Du warst gut beraten innen nicht zu fliegen. Man kann bereits bei einer Entfernung von ab 5 Metern nicht mehr abschätzen wie weit die Drohne von einem Kabel, Draht, Ast etc entfernt ist. Ich fliege immer mit Propguards, aber hab trotzdem schon den ein oder anderen Propeller zerstört weil sich ein Ast hineingefädelt hat. Zudem kommen sehr plötzlich Staubwolken wenn man über partiell trockene Stellen fliegt. Das kann schnell darin enden dass die Drohne nichts mehr sieht, Du die Drohne nicht mehr siehst und sogar fluchtartig den Raum verlassen musst. Auch nicht gerade gesund bei all der Vogelscheisse die am Boden liegt. Diverser Staub von Asbestfaserplatten gerade in Industrieruinen mal aussen vorgelassen. Sowas kann sich 30 Jahre später übel rächen. I

Bei der Abschätzung von Gefahr ist natürlich ein wenig Grundwissen in Baustatik und Erfahrung mit Material-Erosion hilfreich, die bei mir rudimentär vorhanden ist. Ziegeldecken und tragenden Ziegelsegmentbögen bei eindringendem Wasser lassen bei mir immer die Alarmglocken schrillen. Da bin ich dann immer sehr vorsichtig, wo andere bei knarrenden Balken nervös werden.

Aber wenn man persönlichen Kontakt zur Stadt hat kann ich natürlich nachvollziehen dass man dort nicht riskieren will durch einen unautorisierten Zugang in Ungnade zu fallen. Das war auch bei mir schon mal eine moralische Hürde, als ich zufällig feststellte dass ich die ehemaligen Bewohner eines italienischen Herrenhauses persönlich kenne.




r.p.television
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Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 31 Mär, 2020 17:10

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 16:46
-paleface- hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 16:34


Du SCHERZKEKS! :-D

Ja ne...die Stadt ist einer meiner besten Kunden. Da mach ich das offiziel. Und ging auch reklativ Fix.
Ich sag doch, der ist in seiner ganz eigenen Welt und sieht nur das.
Sobald ein Gebäude alt und Abbruchreif ist, ist es automatisch ein lost place par ex­cel­lence, ne klar. ;-)
Also irgendwie hast Du eine eigenartige Stutenbissigkeit mir gegenüber. Wenn man einmal nicht Deiner Meinung ist ist man für immer unten durch bei Dir. Sorry, dieser Eindruck entsteht zunehmend. Und ich finde es schade. Wäre irgendwie schön wenn man das klären könnte.

Abgesehen davon: Erklär mir mal wo der Unterschied ist. Ein Gebäude ist nicht mehr in Betrieb. Es ist alt und abbruchreif. Warum ist es für Dich kein Lost Place? Versteh Deine Sichtweise nicht wirklich. Ich würde verstehen wenn Leute anzweifeln dass manche Schlösser die ich besucht habe Lost Places sind, weil dort augenscheinlich alles noch sehr gut erhalten ist. Aber bei einer Ruine wie hier?

Ich habe bereits Verständnis gezeigt für die Lage von Paleface. In dem Fall hätte ich auch davon abgesehen diesen Ort illegal zu betreten.




klusterdegenerierung
Beiträge: 16399

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von klusterdegenerierung » Di 31 Mär, 2020 17:22

r.p.television hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 17:10
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 16:46


Ich sag doch, der ist in seiner ganz eigenen Welt und sieht nur das.
Sobald ein Gebäude alt und Abbruchreif ist, ist es automatisch ein lost place par ex­cel­lence, ne klar. ;-)
Also irgendwie hast Du eine eigenartige Stutenbissigkeit mir gegenüber.
:-) Ne berhaupt garnicht, aber ich habe das Gefühl wenn Du ein verrostetes Stück Metal siehst trommelst Du Deine Jungs zusammen kochst 3 Kannen Kaffe und und schmeißt den alten Klappspaten und ne Taschenlampe in den SUV. :-)))

Laß doch mal die Kirche im Dorf. Paleface ist stark mit seiner Stadt vernetzt und filmt viel für seine Stadt, da stehen ganz andere Dinge im Vordergrund und nicht irgendwelche Nacht und Nebel Aktionen.
Es ist auch schön einfach mal ein unprätensiöses Zeitdokument zur erstellen, das kann auch mal nüchtern und dokumentartorisch sein, kann schon reichen. :-)
"Faulheit ist der Tod der Fantasie!"




r.p.television
Beiträge: 3031

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 31 Mär, 2020 17:48

klusterdegenerierung hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 17:22
r.p.television hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 17:10


Also irgendwie hast Du eine eigenartige Stutenbissigkeit mir gegenüber.
:-) Ne berhaupt garnicht, aber ich habe das Gefühl wenn Du ein verrostetes Stück Metal siehst trommelst Du Deine Jungs zusammen kochst 3 Kannen Kaffe und und schmeißt den alten Klappspaten und ne Taschenlampe in den SUV. :-)))
Das ist aber sehr subjektiv.
Und kein einziger Punkt ausser der Taschenlampe ist zutreffend. Ich hab keinen Klappspaten und trinke nichtmal Kaffee ;-) Und mein Van ist kein SUV. Und rostiges Metall ist eher zutreffend bei meinem Van, aber Industrie mit rostigem Metall ist eher nicht mein Steckenpferd, auch wenn ich mich hin- und wieder hineinverirre. Ich bin eher "Morbido-Mike" aka die romantische Schlösser-***.
;-) EDIT: Schlösser- P U S S Y
Grundsätzlich besteht 80% der Arbeit aus harter Planung, auch wenn es so wirken mag dass wir planlos durch die Gegend ballern und über jede Mauern klettern.
Aber ja, ich bin ein Träumer und lebe dafür. Ich habe nicht umsonst das Wort "Passion" für diesen Thread gewählt. Andere hören plötzlich auf mit diesem "Hobby" weil sie etwas Neues gefunden haben, aber dann war es auch nur Hobby bzw "Zeitvertreib" und nie echte Leidenschaft. Viele wollen nur ihr technisches Spielzeug ausführen.

Und mir ist ja auch einleuchtend dass Paleface hier Limits gesetzt waren. Meine Vorschläge waren Vorschläge. Kein Gesetz. Ich habe selbst viel abgedreht und kann es ohne Nachdreh nicht wirklich verwerten aus diversen Gründen. Mir hat auch schon schlechtes Wetter diverse Drehs vermiest und muss bis heute damit leben. Aber ich kann dank ausreichend Alternativen andere Orte behandeln. Dass das nicht jeder kann und will ist mir durchaus einleuchtend.
Wobei ich vorschlagen würde dass Paleface einen dritten Edit macht. Eben vermischt aus Film 1 und 2 und vorab einen ehemaligen Arbeiter oder anderen Zeitzeugen findet der im OFF oder auch vor der Kamera ein paar schöne Worte dazu sagt. Je nachdem wie wichtig es Paleface ist. Alles kann, nichts muss. Aber ich fände es fast schade es so stehen zu lassen, denn die Aufnahmen sind wirklich sehr schön.




r.p.television
Beiträge: 3031

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Di 31 Mär, 2020 22:52

Sammy D hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 22:37
Sehr schade, dass einer der besten Threads im Forum mit so einem Mist zugemüllt wird.
Dabei belassen wir es denke ich. Ich denke Paleface kann sehr gut mit meiner Kritik umgehen. Falls diese in irgendeiner Weise rüberkam wie eigennützige Selbstdarstellung tut es mir leid.




Pete O
Beiträge: 8

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Pete O » Di 31 Mär, 2020 23:14

Sammy D hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 22:37
Sehr schade, dass einer der besten Threads im Forum mit so einem Mist zugemüllt wird.
Ja. Damit ist im Prinzip alles gesagt. Dieser Thread hat mir bei meiner Erkenntnis-Suche mehr geholfen als alle Kamera Tests die ich bisher gelesen habe. Und generell habe ich beim Durchlesen einiges verinnerlicht.
Ich fände es spannender zu lesen wie es weitergeht und ob das Projekt grundsätzlich Fortschritte gemacht hat.
Vorallem würde mich interessieren ob der TO immer noch auf der Fuji XT3 unterwegs ist. Ich hab es ja so verstanden dass er sie eher nur als Zwischenlösung nutzt.




srone
Beiträge: 8825

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von srone » Mi 01 Apr, 2020 00:14

r.p.television hat geschrieben:
Fr 20 Dez, 2019 09:49
klusterdegenerierung hat geschrieben:
Fr 20 Dez, 2019 08:13

Persönlich geht es mir am Ende ums filmische und da werde ich durch die cuts hart ausgebremst, weil ich das ja alles nie in echt gesehen habe und mich gerne an den tollen Bildern ergötzen möchte, das heißt, es könnte mal eine Idee sein, jemanden schneiden zu lassen, der nix damit zu tun hat, nur so als Feiertagslangeweileidee! :-)
Bei Coorporate Zeugs gebe ich mal ganz gerne den Schnitt ab weil ich keine spezielle Idee dazu entwickelt habe und auch kein Herzblut dranhängt.
Da dies aber ein langjährigens Herzensprojekt ist würde das Abgeben des Schnitts in etwa dem gleichkommen, als würde ich meine Frau nem fremden Mann in die Arme schubsen dass der sie mal so richtig gut besteigt.
Grundsätzlich scheitern ja viele Hollywoodfilme an dem akademisch-hierarchischem System. Es gibt ein gutes Buch, eine gute Story. Man nimmt dann Drehbuchschreiber A und lässt nochmal Drehbuchschreiber B drüberrutschen. Man engagiert Lineproducer C, den Kameramann D und den Regisseur X und wundert sich warum die meisten Filme keine Seele mehr haben. Das kann funktionieren, aber im Regelfall tut es das nicht weil man kaum etwas fühlt wenn der Abspann läuft. Es war Business und findet nicht den Weg ins Herz.

Die erste Episode ist beispielsweise über Jahre in meinem kranken Schädel gereift. Bis ich einem Editor vermittelt habe wie ich mir das alles vorstelle habe ich es längst selbst geschnitten. Und die Fun-Edits die hier verständlicherweise nicht jedermanns Geschmack treffen weil hier auch die sehr spezielle Musik polarisiert dienen mir am Ende des Jahres eher als Bestandsaufnahme. Und da will ich im Schnitt auch gar nicht zu nah am späteren Endprodukt landen, sonst ist irgendwann schon vorab die Luft raus.

EDIT: Ich habe letztes Jahr jemanden sogar mit zum Dreh nach Italien gebracht der mir gesagt hat er würde mir helfen das Ding "zu verkaufen". Jemanden der durchaus Kompetenz zu haben schien und auch bereits Erfolge vorweisen konnte. Und wollte auch kreativ mitreden. Ich merkte schnell dass der das Ding nur schnell melken wollte und mit extrem seltsamen Ideen ankam. Oder eher sehr simplen Ideen. So Richtung RTL2. Das ging soweit dass mein Team mir am 2. Tag sagte dass sie abspringen würden, wenn der Typ weiter seinen Käse verbreitet.
gib dein gefühl niemals her, das trägst du in deinem herzen, das kann kein anderer nachvollziehen, das schneidest nur du, weil du es fühlst und genauso ist es gut...;-)

lg

srone
"x-log is the new raw"




r.p.television
Beiträge: 3031

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mi 01 Apr, 2020 14:26

srone hat geschrieben:
Mi 01 Apr, 2020 00:14

gib dein gefühl niemals her, das trägst du in deinem herzen, das kann kein anderer nachvollziehen, das schneidest nur du, weil du es fühlst und genauso ist es gut...;-)

lg

srone
Danke. Ich wünschte diesen Idealismus würden auch die Content Buyer feiern. Denn als ich kurz nach dem Schnitt meines Prologfilms ein paar Adressen proaktiv angesteuert habe erntete ich zwar ehrlichen Beifall, aber man gab mir genauso ehrlich aber auch recht unmissverständlich zu verstehen dass man mir nicht zutraut so ein Projekt alleine zu stemmen. Ohne anerkannte Autoren, Senior Cutter etc. wäre das Projekt zum Scheitern verurteilt. Auch bei der Filmförderung wurde ich mit solchen Begründungen abgelehnt. Man fördert wohl lieber einen Herrn Schweiger, der mit wertvollen Werken wie "Klassentreffen 2.0" unterlegt, dass Inhalte völlig egal sind. Hauptsache die "richtigen" Namen sind beteiligt. Und sowas wird gefördert und gekauft. Hauptsache Namedropping und irgendwer der irgendwas Kluges studiert hat war beteiligt.
Und so sehe ich es als einzigen Ausweg die erste Episode mit eigenen Mitteln zu produzieren. Was wegen begrenzter Mittel leider dauert, weil ich die Drehs natürlich umso effizienter planen und timen muss. Wenn man alles aus der eigenen Tasche bezahlt tun 5 Tage Ferienwohnung plus eine 1000km Anreise mit Sprit und Maut schon weh im Geldbeutel. Da sollte man nichts vergessen. Glücklicherweise ist beinahe alles dafür im Kasten. Und damit wäre auch diese Frage ein wenig geklärt:
Pete O hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 23:14

(...)
Ich fände es spannender zu lesen wie es weitergeht und ob das Projekt grundsätzlich Fortschritte gemacht hat.
Es ging dauerhaft weiter. Ich war dieses Jahr schon viermal auf Tour. Unter anderem ein weiterer, einwöchiger Dreh in Chernobyl, wo ich nochmals viele neue, sehr interessante Sachen vor die Linsen bekam. Dinge, die keiner der neuen Instagram-Reiseblogger die sich nun wegen der HBO-Serie "Chernobyl" mit klimatisierten Reisebussen dorthin begeben, zu Gesicht bekommt. Und noch dreimal in Frankreich, wo ich abermals unglaubliche Schlösser und Herrenhäuser mit voller Einrichtung dokumentieren konnte. Zeitkapseln die eine vergangene Epoche nicht besser visualisieren können als das beste Museum. Ein 2wöchiger Dreh in nochmals Georgien und neuerdings Armenien ist nun aber gecancelt. Wegen der Einreiseverbote.
Generell ist bis auf weiteres Schluß mit allen Dreharbeiten. Ich kann nichtmal Sit-ins drehen mit meinen Begleitern, zumindest nicht wenn ich mich an die gesetzlichen Bestimmungen halten soll. Von daher komme ich auch nur bedingt mit dem Schnitt weiter. Denn die Interviews und Statements spannen das Gerüst für den Schnitt. Und wie es aussieht wírd das auch noch längere Zeit dauern, aber das ist wieder ein anderes Thema.

Unabhängig von meinen Projekt habe ich die Anfrage einer Produktionsfirma aus einem nicht EU-Land bekommen. Sie wollen einiges meines Rohmaterials für eine eigene Doku-Serie kaufen. Und Teil des Deals ist dass sie mich zukünftig für diverse Drehs engagieren wollen und ich meine Footage (die ich drehe und an sie verkaufe) für mein eigenes Projekt weiter verwenden darf. Gerade letzteres war bei mir die Grundvoraussetzung. Insgesamt gerade dieses Jahr ein finanzieller Rettungsfallschirm, denn ich denke ich bin in guter Gesellschaft wenn ich sage dass ausnahmslos alle Assignments bis September abgeblasen wurden.

Und es hat sich noch etwas aufgetan. Ein deutsches Produktionsunternehmen will meinen Kumpel und mich als Protagonisten für eine deutsche Fernsehserie auf einem bekannten Männer-TV-Kanal engagieren. Wir wären dabei aber nicht nur Protagonisten, sondern würden auch die Reisen planen und helfen es in das TV-Format zu adaptieren. Ist aber noch in den frühen Kinderschuhen. Es gab 2 Testdrehs aus denen jetzt in Verbindung mit meinem Material Demoreels für den Verkauf an den Sender geschnitten werden. Der Sender selbst war vom ersten Expose und einer Kurzversion meines Prologfilms aber schon mal sehr angetan. Gibt der Sender das Go für die Produktion werden wir also zusätzlich für dieses Format unterwegs sein. Unabhängig von meinem Projekt. Wie nun der Corona-Virus diese Entwicklung beeinflusst können wir aber noch nicht sagen. Ich hoffe es wird durch Sparmaßnahmen nicht abgeblasen.
Für mich war dieser Deal hauptsächlich interessant weil ich so einen Fuß in die Tür bekomme und dann in der Medienlandschaft kein Unbekannter mehr bin. Denn sobald man einen gewissen Bekanntheitsgrad hat interessiert plötzlich die akademische Qualifikation niemand mehr. Man sieht das ja sehr deutlich daran wie sehr Youtuber und andere Influencer mit Werbeverträgen zugeballert werden. Für mich ist es nur eine sehr gewöhnungsbedürftige Situation, weil ich normalerweise hinter der Kamera agiere. Wobei auch Teil des Deals ist dass immer mal wieder Material aus meiner Kamera sowie Fotos meines Kumpels gezeigt werden. Quasi um den Schulterblick zu vertiefen. Ich war jedenfalls froh durch selbst arrangierte Sit-ins schon ein wenig daran gewöhnt zu sein, dass eine Linse auf mich gerichtet ist. So sind mir die Testdrehs mit einem Fragegewitter vom Redakteur/Autor doch recht leicht gefallen.
Grundsätzlich wird diese Serie natürlich nicht in dem Masse tief gehen wie mein Projekt. Das wäre für den Kanal auch nicht passend. Es wird eher ein Roadmovie meets Jungs gehen in verlassene Buden. So könnte man mein Projekt zwar auch grob umschreiben, aber meine Episoden sind sehr kategorisch angelegt, während das TV-Format für welches wie nur als Protagonisten dienen eher eine chronologische Reise durch die Lande wird mit sehr gemischten Orten. Bleibt aber unterm Strich für mich ein Interessenskonflikt weil ich natürlich keine Orte besuchen will die ich bereits selbst abgedreht habe.
Pete O hat geschrieben:
Di 31 Mär, 2020 23:14

Vorallem würde mich interessieren ob der TO immer noch auf der Fuji XT3 unterwegs ist. Ich hab es ja so verstanden dass er sie eher nur als Zwischenlösung nutzt.
Tatsächlich bin ich immer noch auf der X-T3 unterwegs. Seid nun einem Jahr auch exklusiv. Die FS5 war das letzte mal im Februar 2019 für das Projekt "Lost Places" im Einsatz.
Da meine Exkursionen immer extremer werden brauche ich einfach ein kompaktes Setup. Ich habe zwischendurch mit einer 1DX iii als Ersatz geliebäugelt, aber da stören mich aktuell noch zu viele Sachen bzw. da ist mir mit den bekannten Kompromissen dann einfach der Preis zu hoch.
Die Fuji X-T3 überzeugt mich nicht vollends, aber sie ist auch im Jahr 2020 immer noch der beste Kompromiss für dieses Projekt. Sie ist kompakt, günstig genug um ein 2. Exemplar als Reserve dabei haben zu können, sie hat nen guten Codec mit ihren 10bit. Ich werde wohl das Upgrade auf die X-T4 machen, denn auch ich kann ein Schwenkdisplay und einen IBIS sehr gut gebrauchen. Das Schwenkdisplay erleichtert wesentlich die Einsicht bei Benutzung eines Gimbals und auch Aufnahmen wo die Kamera in der hintersten Ecke platziert ist gelingen so nun ohne Try & Error. Es sei denn bis dahin verkündet Sony endlich die A7siii (oder wie auch immer sie dann heissen mag) und die Kamera hat die Specs die ich mir auch tatsächlich erhoffe.
Grundlegend interessiere ich mich aber auch für die C500 Mark ii. Sie wäre kompakt genug für den Gimbaleinsatz aber erwachsen genug für meine weitere Coorporate-Arbeit. Aber da warte ich derzeit natürlich ab wie sich der Markt entwickelt.




Auf Achse
Beiträge: 3973

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Auf Achse » Mi 01 Apr, 2020 16:06

Danke fürs Update deines aktuellen Standes! Hab in Vergangenheit auch ab und zu an dich gedacht und auf Neuigleiten gehofft :-)

Wünsch dir weiterhin Alles Gute und lass mal wieder von dir hören!
Auf Achse




Mediamind
Beiträge: 657

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Mediamind » Mi 01 Apr, 2020 16:15

Auch von meiner Seite drücke ich Dir die Daumen. Deine Arbeit ist inspirierend. Leider weis ich noch nicht wozu. Meine Versuche, ein Brautpaar zumindest in ein Industriemuseum mit viel rostigem Stahl zu bewegen, waren noch nicht sehr erfolgreich :-)
Mir fehlt noch ein Packende, um mal etwas eigenes zu machen. Mach auf jeden Fall weiter so.




Pete O
Beiträge: 8

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von Pete O » Mi 01 Apr, 2020 17:58

Das klingt doch schon mal nicht so schlecht.

Auch wenn das mit deinem eigenen Projekt schwierig anläuft, so finde ich, ist es doch ein sehr gutes Zeichen das grundsätzlich Interesse besteht. Sei es am Rohmaterial oder an deiner Person.
Darf ich fragen wie man dort an dich herangetreten ist? Oder wie kamen die dazu dich zu fragen? Oder bist du vorstellig geworden? Sowas finde ich immer spannend. Bei dem Sender handelt es sich um DMAX?



Ich werde wohl auch auf die Fuji X-T4 upgraden. Ebenfalls aus den genannten Gründen. Vorallem die Sensor-Stabilisierung ist ein echter Pluspunkt, weil ich bis jetzt ausschließlich mit adaptierten EF-Objektiven arbeite, die bis auf eines alle keinen eigenen Stabi besitzen.

Die C500 ii würdest du dann auch auf einen Ronin S setzen? Geht das denn?




r.p.television
Beiträge: 3031

Re: Passion für Lost Places

Beitrag von r.p.television » Mi 01 Apr, 2020 18:30

Pete O hat geschrieben:
Mi 01 Apr, 2020 17:58
Darf ich fragen wie man dort an dich herangetreten ist? Oder wie kamen die dazu dich zu fragen? Oder bist du vorstellig geworden? Sowas finde ich immer spannend. Bei dem Sender handelt es sich um DMAX?
Dazu nur kurz: Auf den Sender will ich hier nicht im speziellen eingehen. Man wäre auch nicht absolut auf einen Sender festgelegt. Die Produktionsfirma selbst will es auf jeden Fall machen. Die haben bisher schon sehr viele Automotive-Sachen produziert die auf vielen verschiedenen, deutschsprachigen Sendern laufen. Die sind guter Dinge dass sie das an den Mann bringen, wobei ein Sender primär bedient wird. Aktuell stellt nur die Corona-Krise so gut wie alles in Frage.
Der Kontakt entstand erstmal über meinen Kumpel weil die Produktionsfirma via Facebook und Homepages nach Lost Places Fotografen gesucht hat. Er war dann aufgrund seiner Bildersets in der engeren Auswahl und wurde auf einen gemütlichen Plausch zu denen eingeladen. Dort hat er dann erwähnt dass er meist mit mir unterwegs ist und hat denen meinen Film gezeigt. Die waren dann vorallem von unserer Art zu reisen angetan. Also mit der alten Schrottkarre durch die Lande zu fahren und anstatt abendlichem Rollkoffersport aufm Hotelparkplatz irgendwo in der Botanik campieren. Teilweise auch in den Lost Places. Und vermutlich weil wir ein wenig schräge Vögel sind. Grundsätzlich werden wir falls die Serie tatsächlich produziert wird aber eher zu dritt unterwegs sein, weil die Gefahr besteht dass wir zu zweit ein wenig zu einsilbig werden. Auch enstehen zu dritt ganz andere Dynamiken in Gesprächen.

Pete O hat geschrieben:
Mi 01 Apr, 2020 17:58
Die C500 ii würdest du dann auch auf einen Ronin S setzen? Geht das denn?
Spannende Frage. Vom Gewicht geht es ohne Probleme. Fraglich ist nur ob der Kamerabody nicht schon sehr früh hinten am Rollmotor anschlägt. Denn optimalerweise will ich auch in den Underslung-Mode gehen ohne die Kamera für den Wechsel abzumontieren. Man kann mit Kontergewichten ein wenig gegenarbeiten, aber ich könnte mir vorstellen dass sich das trotzdem nicht wirklich ausgeht.
Aber es kam ja gerade der Crane 3S raus (irgendwie so heisst der). Da kann man einen der Arme verlängern dass ohne Mühe auch eine längere Kamera wie die C500 Mark ii frei rotieren kann. Das ganze Ding ist dann zwar sichtbar und auch spürbar sperriger, aber wenn ich überlege mit welchem Monster ich da früher stundenlang rumgestiefelt bin (FS700 + R5-Raw-Rekorder auf nem Ronin 1) sollte das immer noch leicht für mich zu händeln sein.
Beim Gewicht wiegt die C500 Mark ii wohl ungefähr ein Kilo mehr im abgespeckten Setup gegenüber einer 1DX Mark iii, mit der ich auch schon als Upgrade geliebäugelt habe. Das wäre immer noch alles gut tragbar. Wobei ich tatsächlich ausrechnen muss um wieviel schwerer das Setup dann in Summe wird gegenüber meiner aktuellen Combo (Fuji X-t3 mit Speedbooster und EF-Optiken auf nem Ronin S). Aber nur zum Vergleich: Der alte Ronin 1 den ich damals mit mir rumgeschleppt habe hat alleine 4,4 Kilo gewogen. Plus Raw-Rekorder mit V-Mount-Akku 3kg plus FS700 mit Speedbooster und EF-Optik ca 3 Kilo. Das waren 10,5 Kilo oder je nach Optik mehr die ich da saublöd vor mir herschleppen musste. Und den Ronin konnte man nicht einfach überall abstellen wie jetzt den Ronin S. Dafür brauchte man den Stand aka den Lifesafer. Dumm wenn der ein Stockwerk höher stand und der Körper bereits nach einem Sauerstoffzelt schreit. Da hat sich schon sehr viel verbessert was uns das Leben leichter macht. Auf so einen blödes Fahrradlenker-Gimbal würde ich auf keinen Fall mehr wechseln wollen. Das war nach meiner Ansicht immer eine Fehlkonstruktion.




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