vaio
Beiträge: 1385

Re: Sensor 1x1 oder warum ein Smartphone niemals eine sehr gute Kamera sein kann

Beitrag von vaio »

dustdancer hat geschrieben: Mo 22 Jul, 2019 06:28
Jott hat geschrieben: So 21 Jul, 2019 23:59 Du brauchst nur eine der gängigen Filmapps wie FilmicPro. Damit kann man sehr viel machen, und eben auch die gewünschte Framerate wählen und fixieren. Soderbergh hatte diese App für seine iPhone-Spielfilme verwendet.
Wieso wird eigentlich immer noch die Mär weiter getragen, dass Filmic Pro oder andere Software CFR (Constant Frame Rate, hier als fixierte Framerate bezeichnet) schafft? Es ist immer noch eine VFR, die dann zwar nähere an der gewünschten Frame Rate dran liegt, als der Gerätstandart, aber halt keine CFR ist.
Das ist so, dennoch ist das für den Schnitt und die weitere Bearbeitung vollkommen vernachlässigbar, da ich keine Schnittsoftware kenne, die damit Probleme hätte. Eine größere Hürde sind dagegen der hohe Akkuverbrauch und Temperaturanstieg des iPhones, während der intensiven Nutzung der FilmicPro-App. Das sollte man bei der Planung berücksichtigen. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. So nehme ich beim Filmen neben dem iPhone, noch 1 oder 2 Ladekabel, eine oder mehrere Powerbanks und eine kleine Kühltasche mit. Je nachdem was ich vor habe. Die Qualität reicht für mich vollkommen aus.
Zurück in die Zukunft



domain
Beiträge: 11062

Re: Sensor 1x1 oder warum ein Smartphone niemals eine sehr gute Kamera sein kann

Beitrag von domain »

Im Bedarfsfall eine Kühltasche mitzunehmen ist eigentlich eine gute Idee. Neben etwas längeren USB Kabeln und Powerbanks könnte man zur Kühlung auch kleine sehr kalte Getränkefläschchen und eine Jause mitnehmen.



mash_gh4
Beiträge: 4716

Re: Sensor 1x1 oder warum ein Smartphone niemals eine sehr gute Kamera sein kann

Beitrag von mash_gh4 »

interessant ist es schon, wie selbstverständlich diese ganze geschichte mittlerweile zumindest im journalistischen umfeld professionell genutzt, diskutiert und institutionell gelehrt wird.

https://www.tvtechnology.com/opinions/w ... rd-for-eng
https://www.tvtechnology.com/opinions/e ... d-go-wrong
https://www.tvtechnology.com/opinions/h ... journalism

https://en.wikipedia.org/wiki/Mobile_journalism
https://reutersinstitute.politics.ox.ac ... ile-phones
https://mojoconference.asia/



domain
Beiträge: 11062

Re: Sensor 1x1 oder warum ein Smartphone niemals eine sehr gute Kamera sein kann

Beitrag von domain »

Diese Entwicklung zeigt wieder mal das Diktat der technischen Möglichkeiten.
Wenn möglich, dann muss offensichtlich auch der mobile one-man Echtzeitjournalismus auf Teufel komm raus realisiert werden und zwar ohne kritischen Gegencheck, sondern einfach dem folgend, was dem Journalisten als maximal medienwirksam erscheint, also eine höchst subjektive Herangehensweise.
Meine Erfahrung als gereiftes Semester aber hat ergeben, dass man im Sinne einer Entschleunigung nichts versäumt, wenn man mal eine Woche keine superaktuellen Meldungen und Berichte mehr verfolgen muss.
Nachlesen oder Nachschauen mit Bewertung reicht auch. So schnell verändert sich unsere Welt nun auch wieder nicht.



mash_gh4
Beiträge: 4716

Re: Sensor 1x1 oder warum ein Smartphone niemals eine sehr gute Kamera sein kann

Beitrag von mash_gh4 »

ja, der qualität tut es sicher nicht gut, wenn entsprechendes fachwissen und ergänzende zusammenarbeit verschwinden.

dass war ja schon mit dem verschwinden des berufstands setzer so, und auch am ständig wachsenden anteil von veröffentlichten fotos, die so nebenbei am handy von diesbezüglich denkbar unbegnadeten zeignossen fabriziert werden, statt sachkundige und geübte fotografen hinzuziehen, ist es recht deutlich nachvollziehbar...

das ändert aber nichts daran, dass entsprechende entwicklungen durchaus auch ganz erfreuliche nebenwirkungen bzw. tatsächliche eine befreiende wirkung entfalten können.

ich hab ähnliches bereits in den frühen 90er jahren erlebt, als mein damaliger lehrmeister ganz begeistert mit billigen videokameras herum gerannt ist, weil er diese krücken, trotz aller unübersehbaren visuellen einschränkungen, als viel befriedigender empfunden hat, als das mühselige geld-aufstellen und die materialschlacht, wie sie mit klassischer filmarbeit zwingend verbunden waren. für jemanden wie ihn, der auch die andere seite dieser alternative zuvor bereits praktisch auskosten durfte, hat das durchaus sinn gemacht. für uns junge daneben, die wir diese wahl und die daraus erwachsende erfahrungen noch nicht hatten, war dagegen dieses ganze consumer-video-zeug völlig inakzeptable und unbefriedigend. so haben wir dann mit schrecklichen ungenügenden super8-versuchen und minderwertigstem 16mm-equipment ein ganz ähnliches anrennen gegen windmühlen durchgespielt, wie man es heute mit etwas anderen notlösungen auch wieder überall praktiziert. am kern der sache -- dem unverhältnis zw. den tatsächlich verfügbaren produktionsmitteln und dem angestrebten ziel bzw. der großen illusion, ja: "verblendung!", die über all dem schwebt -- hat sich nicht viel geändert. auch die offene frage, wie man sich damit tatsächlich vernünftig arrangiert, dürfte (zumindest im künstlerischen umfeld) weitestgehend die gleiche geblieben sein.



 Aktuelle Beiträge [alle Foren]
 
» Die Rolling Stones sind wieder 30 in neuem Musikvideo dank DeepFake
von WWJD - Di 6:04
» Roland Emmerich im Interview - KI ist eine Chance für Hollywood
von MaxSchreck - Mo 21:01
» Der Pokalsiegerfilm
von 7River - Mo 20:52
» Nikon ZR in der Praxis: 6K 50p RED RAW Monster für 2.349,- Euro mit klassenbester Colorscience?
von ffm - Mo 20:16
» Blackmagic DaVinci Resolve 21 Public Beta 3 ist verfügbar
von Jörg - Mo 19:28
» DaVinci Resolve 20.2.3 Update und BRAW für Sony FX3 und FX30 im Video Assist 3.22
von Alex - Mo 18:51
» FX 9 und C 300 mk iii gegen Burano ersetzen?
von Pianist - Mo 17:42
» Panasonic Lumix L10 - Kompaktkamera mit GH7-Sensor und V-Log vorgestellt
von rkunstmann - Mo 15:12
» Ist der deutsche Film TOT? DOMINIK GRAF
von iasi - Mo 15:08
» Nanlux Matrix 2500B & 2500C: Modulare 2500W-Licht-Arrays für Filmsets
von slashCAM - Mo 14:42
» Wie schreibt man DREHBÜCHER - MELINA NATALE
von Nigma1313 - Mo 14:02
» [VERKAUF] Blackmagic Design UltraStudio 4K Thunderbolt 2 – professionelle 4K Capture/Playback I/O Box – 1HE Rack
von axlel91 - Mo 13:50
» DIY Soundsucher: Scanner für Ultrasoundaufnahmen bis 100 kHz
von ruessel - Mo 12:16
» Sony FX3 SLog3 vs BRaw - Unterschied?
von Alex - Mo 11:32
» Sony Xperia 1 VIII mit neuer 70mm Telekamera vorgestellt - und KI-Kamera-Assistent
von vaio - Mo 3:48
» Actioncam-Gigant GoPro erwägt Verkauf oder Merger
von iasi - So 19:45
» Corona Church
von klusterdegenerierung - So 18:58
» Sony Alpha 7R VI im Sensor-Test - Dynamik, Debayering und Rolling Shutter
von rush - So 16:52
» Von der EOS R1 bis zur R100 - Canon veröffentlicht zahlreiche Firmware-Updates
von slashCAM - So 11:15
» DIY: Ki und Ideenfindung für eine Grafikmaschine
von ruessel - So 8:59
» Audio-Mythen: Der harte Weg zur Selbsterkenntnis
von AndreasBuder - Sa 18:23
» ZineControl - Monitoring und Fernsteuerung per App für die Nikon ZR
von cantsin - Sa 13:16
» Heute auf der Reste-Rampe: Arri-Standorte
von Jott - Sa 12:53
» DJI Osmo Pocket 4P - Dual-Kamera mit 17 Blendenstufen Dynamik, 3x Zoom und D-Log2
von Tscheckoff - Sa 12:25
» KI - Ganz praktischer Erfahrungsaustausch
von iasi - Sa 12:23
» DJI Osmo Pocket 4P mit Dual-Kamera und 3x Zoom kommt am 14. Mai - nach Cannes
von Jott - Sa 11:54
» 2026: Welche Zeitlupenkamera?
von Tscheckoff - Sa 9:30
» R.I.P. PRG Cinegate GmbH
von rush - Sa 9:13
» SD+HD Bearbeitung/Restauration/Digitalisierung mit VD1/2
von Jens65 - Sa 2:59
» Erweiteres Grading fürs Creator Studio? Color.io-Entwickler geht zu Apple
von slashCAM - Fr 15:02
» CANON stellt EOS R6 V und RF 20-50mm F4 als PowerZoom-Kombination vor
von Tscheckoff - Fr 14:23
» Was schaust Du gerade?
von ruessel - Fr 12:23
» Videostativ für Lumix S5II
von Tscheckoff - Fr 12:18
» Verkaufe Manfrotto 535 MPRO Stativ + Nivellierhalbkugel + MVH502AH Neiger
von JB Eisenbahnfilme - Fr 10:05
» Sony A7R VI vorgestellt mit 66,8MP, Dual Gain und bis zu 120min 8K-Videoaufnahme
von rush - Fr 9:28