Frage von Erik:war gestern mal wieder im kino (road to p)
wenn da nur ein auto nah vorbei faehrt vibriert da schon der sessel vom bass
ich frage mich nun wie man solche effekte ordentlich macht?
wird der orginal autofahr sound einfach solange verschraubt bis genug bass drin ist oder wird da ein neuer sound erzeugt und hinzugemischt?
also falls jemand ahnung hat wie man das selbst machen kann oder weiss wo ein tut zu finden ist waere ich ueber eine antwort erfreut
erik
Antwort von Achim:
: war gestern mal wieder im kino (road to p)
: wenn da nur ein auto nah vorbei faehrt vibriert da schon der sessel vom bass
: ich frage mich nun wie man solche effekte ordentlich macht?
: wird der orginal autofahr sound einfach solange verschraubt bis genug bass drin ist
: oder wird da ein neuer sound erzeugt und hinzugemischt?
: also falls jemand ahnung hat wie man das selbst machen kann oder weiss wo ein tut zu
: finden ist waere ich ueber eine antwort erfreut
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: erik
hallo Erik
haste denn Lautsprecher, die den Power-Bass erzeugen könnten? Das wär ja wohl erst mal vorraussetzung. Kino-Anlagen haben enorme Power. Wenn dein Mikro so weit runter geht im Frequenzgang, musst du den Bass ja nur entsprechend anheben im Schnittprogramm oder Soundprogramm.
A.
Antwort von Doc:
Vermutlich wird der Ton da stark bearbeitet und der Bass ordentlich verstärkt, schließlich klingt das Zuschlagen von Auto- ja sogar Kühlschranktüren im Kino ziemlich heftig! Macht zwar Eindruck, ist im Grunde aber nicht so realistisch...
Antwort von Erik:
: hallo Erik
: haste denn Lautsprecher, die den Power-Bass erzeugen könnten? Das wär ja wohl erst mal
: vorraussetzung. Kino-Anlagen haben enorme Power. Wenn dein Mikro so weit runter geht
: im Frequenzgang, musst du den Bass ja nur entsprechend anheben im Schnittprogramm
: oder Soundprogramm.
: A.
mein fehler wenn ich zu delitantisch geklungen habe
natuerlich ist mir klar das ich nicht den gleichen sound mit meinen boxen bekomme wie im kino
dieses bassigen sounds von denen ich spreche sind aber auch nicht einfach (hoeren sich jedenfalls nicht so an) wie ein bisschen rumgeschraubter o-ton sondern eigentlich bei egal welchem gebruach als immer gleiches wummern - ich weiss, eine komisch frage und schwammig gestellt ;-)
erik
Antwort von gast:
Du kannst davon ausgehen, dass bei Hollywood Produktionen ein Sounddesigner bezahlt worden ist, der sich um die Geräuschebene kümmert und sehr viel davon versteht. Ob ein Autogeräusch im Film von einem "echten" Auto abstammt, ist am Schluss nicht mehr relevant. Geräusche im Film haben nichts zu tun mit Realität - und das ist gut so.
Antwort von Markus:
Hallo zusammen,
ein satter Bass ist - sofern man nicht aufs Sounddesign zurückgreifen kann - von zwei Dingen abhängig: Dem Mikrofon und dem Lautsprecher (bzw. Subwoofer).
Stellt mal ein hochwertiges Mikrofon in einem Raum mit Belüftungsanlage auf, ohne den Low-Pass-Filter zu aktivieren. Der Subwoofer wird Freudensprünge machen! ;-)
In diesem Fall ist die tiefe Frequenz natürlich störend, doch wenn man mit dem gleichen Mikrofon einen sich schließenden Kühlschrank aufnimmt, erreicht man schon ganz ähnliche Resultate. Das Geräusch klingt richtig satt, besonders bei einem großvolumigen, amerikanischen Kühlschrank. ;-)
Antwort von Axel:
Road to perdition ist nicht nur schön fotografiert, sondern auch schön abgemischt, natürlich in Surround, aber darum geht"s nicht vorrangig. Für Kinofilme und Mini-Dv-Produktionen mit gutem Sound gilt, möglichst saubere O-Töne zu haben, die sich meist dennoch nur auf Dialoge beschränken. Dialoge OHNE Hintergrundgeräusche. Die Sprache kann mit Richtmikros "geangelt" werden oder mit Ansteckmikros, Hauptsache sauber. Für alles andere nehme dir einen DAT- oder MD-Recorder mit einem Richtmikro und einem Stereomikro (am besten immer dabei) und sammle Alltagsgeräusche und - mit dem Stereo - Atmos. Die kannst du hinterher katalogisieren und auf CD brennen. Die Geräusche kannst du mit einem geeigneten Tonprogramm tunen, höher oder tiefer pitchen, verzerren, filtern, was das Herz begehrt. Der Regen, der die Scheiben runterläuft? Ein Mix aus echtem Regen und irgendeinem Foley (Geräuschemacher)-Trick, evtl. Erbsen in einer Trommel, die gedreht wird. Das Auto? Per se ein Oldtimer, also ohne Geräuschdämpfung, zusätzlich komprimiert. Wenn es vorbeifährt, wird die Mono-Aufnahme über "panning" vom rechten zum linken Kanal rübergefadet, bzw. in mühevoller Frickelarbeit in einem Surround-Misch-Studio auf 6 Kanäle verteilt. Der 6., der LowFrequencyChanel, wird zusätzlich mit Rumpeln belegt, wie man es im wahren Leben nur hört, wenn man Wand an Wand mit einem Rangierbahnhof wohnt.
Damit jeder Effekt "wirkt", darf auch immer nur das zu hören sein, was Freude macht. Um darüber Kontrolle zu haben, benötigst du aber getrennte Tonquellen, die du beim Tonschnitt zu einem Klangteppich komponierst. Mit Realismus hat das, wie die Vorposter sagten, nichts zu tun.