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Infoseite // Wie ändere ich Material von HDV in ProResLT?



Frage von Randoms:


Das Material liegt schon in einer Sequenz, ist also bereits gecaptured worden. Momentan als HDV 1080i50 (Sequenzeinstellungen)
Wie gehe ich nun vor wenn ich das ändern mag in ProResLT.
Kann ich einfach die Sequenzeinstellungen auf ProResLT ändern und FC rendert mein Material um?

Oder über den Medienmanager ?

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Antwort von PowerMac:

Wie du schon schreibst: beides ist möglich. Die eine Variante ändert das Rohmaterial, die andere rendert nur die Timeline in einem anderen Codec.

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Antwort von Randoms:

Wie muss ich denn genau vorgehen wenn ich mir in den Voreinstellungen direkt eine Voreinstellung dafür "bauen" will??
Habe damit schwere Probleme.
Also ich habe HDV Material in 1440x1080i50, das bringt mein Zuspieler per Firewire rein.
Möchte es so haben das ich bei der Direktaufnahme über "Loggen und Aufnehmen" - direkt ProResLT auf der CaptureScratch habe.
Damit würde ich mir ein späteres Umwandeln per Medienmanager sparen.

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Antwort von Randoms:

Also wenn ich in die AUDIO/VIDEO Voreinstellungen gehe...
Da gibt es: Zusammenfassung, Sequenz,Aufnahme, Gerätesteuerung und A/V Geräte
Ich gehe die einzelnen Registerreiter mal durch:
SEQUENZ wähle ich ProResLT1440x1080 50i48khz
AUFNAHME müsste ich meines Erachtens auch ProResLT wählen, gibt aber nur ProRes 422 +HQ in der Auswahl!? Hier gibt es natürlich HDV, wie mein Ausgangsmaterial, möchte aber das bei der Aufnahme direkt in ProRes gecaptured wird....hier weiß ich nicht weiter...
GERÄTESTEUERUNG: Sony HDV 1080i50 FireWire

Ich denke mal das Problem liegt im Aufnahme-Bereich.
Ist es normal das da kein LT auftaucht?

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Antwort von Axel:

LT ist in meinen Augen eher ein Offline- und Endausgabe-Codec, siehe hier.

Manchen reicht ProRes422 gegenüber ProRes422HQ (was das Handbuch aber für HD empfiehlt), und zwar als Schnitt- und Bearbeitungscodec, man betrachtet dann HDV als Capturecodec und kehrt nie mehr dahin zurück. Die Abwägung, ob HQ oder nicht, kann u.a. dadurch beeinflusst werden, dass HQ in bisschen weniger Echtzeit bietet, andererseits ein bisschen länger durchhält, wenn viel nachbearbeitet wird. LT würde ausreichen, wenn ich nur in minimalem Umfang Farbkorrektur anwenden möchte - und dafür reicht HDV aber dann auch!

Ob du mit einem dieser Formate direkt capturest (sehr starker Mac nötig), vor der Bearbeitung wandelst oder ob du schlicht - durch ProRes Sequenzeinstellung - zum Schluss in diesen Codec renderst, hängt von Überlegungen ab, die du nur selbst treffen kannst ...

Ein Praxis-Tip trotzdem: Editiere die Pro-Res Voreinstellungen nicht. Insbesondere nicht die Bildgröße, die im Fall von HDV ja mit einer anamorphotischen Pixel-AR hantiert (du weißt schon, 1440 statt 1920). Es ist ein kleines Wunder, dass die Übersetzung von HDV nach ProRes nichts "kostet", aber eine Wandlung in quadratische Pixel für die Bearbeitung schon. ProRes darf kein Pixel dazu erfinden, dann ist es klasse. Bei der Endausgabe können ja Webformate wie H.264 quadratisch gemacht werden, aber nicht vorher.

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Antwort von Randoms:

Auszug aus dem WhitePaper von Apple folgt... das müsste doch für HDV locker ausreichen...

the new Apple ProRes 422 (LT) codec supports full-width 10-bit video sequences, but at a
target data rate even lower than these siblings. Apple ProRes 422 (LT) weighs in at
100 Mbps or less, depending on the particular video format. It balances incredible
image quality with small file sizes, and is perfect for digital broadcast environments
where storage capacity and bandwidth are often at a premium.
Apple ProRes 422 (LT) is ideal for live multi-camera and on-location productions
where large amounts of footage are acquired to disk. The low data rate of
Apple ProRes 422 (LT) also makes it an excellent choice for transcoding complex
camera codecs like AVCHD.

Ist es nicht so das man schlechtes Ausgangsmaterial nicht mit einem besseren Codec verbessern kann!?
Das war doch immer so!
Also wieso 4:4:4 wenn mein HDV nur 4:2:0 hat???
Man entlastet doch beim Schnitt die Prozessorlast mit dem ProRes, weil bei HDV MPEG ja ständig die GOP aufgebrochen/neu geschrieben werden muss.

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Antwort von Axel:

Ist es nicht so das man schlechtes Ausgangsmaterial nicht mit einem besseren Codec verbessern kann!?
Das war doch immer so! Nun ja, warum arbeitest du dann überhaupt in ProRes? Warum bleibst du nicht bei dem "schlechten Ausgangsmaterial", wenn du es sowieso nur noch weiter verschlechtern kannst?

Das ""s war immer so" klingt wie ein Karnevalsschlager. Erklärung folgt:
Also wieso 4:4:4 wenn mein HDV nur 4:2:0 hat??? Wer redet von 4:4:4? Der AIC behält das 4:2:0 des HDV. Du kannst dir ja mal angucken, wie weit du in der Farbkorrektur damit kommst, davon abgesehen, dass Color z.B. ihn gar nicht erst importiert.

Sogar 4:4:4 wird im Color-Handbuch ("chroma subsampling explained") ausdrücklich auch für 4:2:0 Ausgangsmaterial empfohlen, wobei es nicht darum geht, mehr aus der Information herauszukitzeln. Das geht wirklich nicht.

Ich gebe zu, LT selbst gar nicht probiert zu haben, da es im Color-Handbuch zusammen mit ProResProxy als Offline-Format bezeichnet wird. ProRes422 als optimiert für einen SD Video Workflow, ProResHQ als am besten für HD Video, 4444 für Film.

Es kann durchaus sein, dass LT für vieles ebenso ausreichend ist wie der einfache ProRes422. Das werde ich mal mit Material testen, das sich früher schon mal als problematisch erwiesen hat.
Man entlastet doch beim Schnitt die Prozessorlast mit dem ProRes, weil bei HDV MPEG ja ständig die GOP aufgebrochen/neu geschrieben werden muss. Vorausgesetzt, man schneidet, bzw. bearbeitet so, dass man die Echtzeit, die man bereits mit HDV seit knapp drei Jahren in FCP hat, überhaupt ausreizt. Ob man unbedingt von HDV umcodieren muss, wenn man z.B. eine Hochzeit schneidet? Wohl eher nicht. Das Echtzeit-Argument stimmt, aber aus einem anderen Grund: Weil die Darstellung, die du auf deinem Monitor hast, im Falle einer höheren Kompression ein Proxy mit stärkerer Abweichung ist, im Extremfall ein interpoliertes Frame mit interpolierten neuen Farben etc. in einer "dynamischen" Echtzeit-Ansicht. Das ist eine Referenz für gar nichts, und das Ergebnis ist dann regelmäßig enttäuschend.

In Motion ist HDV Krampf, Masken z.B. lieben keine Interframes >muss ProRes sein.

Insgesamt gibt es in der Praxis eine Menge Argumente für ProRes, aller markigen Altvordernsprüche zum Trotz.

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Antwort von Randoms:

Ich meinte bei HDV mit "schlecht", eben die GOP Struktur, das mein Mac es schafft das in Echtzeit zu verarbeiten stimmt tatsächlich, aber der Prozessor rechnet sich doch unnötig nen "Wolf"....

ProRes hätte dann für mich folgende Vorteile:
1) Meine CPU darf sich etwas mehr zurücklehnen im Vergleich zu HDV in der Timeline (darf man nicht auch mal an seine Hardware denken?) :-)

2) Mit ProRes hat man in Motion,Color und FCP mehr Performance bzw. weniger Verluste bei der Bearbeitung - hab ich das so korrekt verstanden?

Soweit so gut.
Wegen ProRes LT dachte ich mir das da eben bis 100Mbit Datenrate gefahren werden, aber mein HDV hat ja im Ursprungsmaterial nur 25Mbit, daher dachte ich reicht das bereits dicke mit dem LT-Codec....

Ich bitte um Berichtigung wenn da nen Denkfehler drin ist.
Desweiteren steht die Ursprungsfrage weiterhin offen.
Wie erstellt man eine Einfach Konfiguration als Standard Config die direkt beim Capturen als ProResLT oder ProRes422 aufnimmt mit meiner HDV Kamera als Zuspieler.

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Antwort von Axel:

Mit ProRes hat man in Motion,Color und FCP mehr Performance bzw. weniger Verluste bei der Bearbeitung - hab ich das so korrekt verstanden? Exakt. Besser wird nichts, nur nicht mehr extrem schlecht. Es gibt bereits einen - i.d.R. nicht sichtbaren - Verlust beim Übergang von HDV nach ProRes. Gegenüber dem Verlust, den HDV nach drei- vierfacher Rekompression erleidet, ist das allerdings ein Klacks.
Wie erstellt man eine Einfach Konfiguration als Standard Config die direkt beim Capturen als ProResLT oder ProRes422 aufnimmt mit meiner HDV Kamera als Zuspieler. Hab ich gerade zum ersten Mal probiert. "ProRes422 1440x1080 25p (bzw. bei dir evtl. 50i) 48 kHz" existiert für die Sequenz (auch als Proxy, LT oder HQ), aber unter Aufnahme gibt es nur - nicht duplizier- und damit nicht editierbar - "HDV - ProRes" und "HDV - ProResHQ".

Nach Apfel + 8 erscheint aber nicht brav das Loggen & Aufnehmen Fenster, sondern ein lapidares HDV - Aufnahme Abbrechen/Starten Fensterchen. An den Startpunkt muss man selbst mit der Kamera navigieren. Immerhin: Es wird ohne zu Quengeln aufgenommen, in bestem ProRes, auch mit Vorschau. Als "Einfache Voreinstellung" lässt sich das sichern, kein Problem (alle diese Angaben: FCP 7.0.1).

Ist das ein guter Workflow? Mit ProRes422 und ca. 100 Mbit/s macht ein komplettes Band von 1 Stunde also etwa 50 GB auf der Festplatte, gegenüber 13 GB im normalen HDV. Damit kann man doch leben, oder? Wird mein neuer Workflow.

Bisher habe ich in HDV gecapturet, die Clips gesichtet und nur das Verwertbare mit Compressor zu ProRes umcodiert. Ist wohl auch eine Frage des Projektumfangs.

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Space


Antwort von Randoms:

Sehr interessant Axel!

Da ich ne schnelle 1TB Firewire Festplatte für die Videoprojekte habe und meist nicht mehr als 2 Projekte gleichzeitig drauf laufen, ist mir der Festplattenaufwand relativ egal.
Das mit dem Aufnahmen Fensterchen hab ich bei nem Manuellen Versuch auch festgestellt. Allerdings sind dann aber auch keine Einzel-Clips entstanden wie das beim HDV Capturen bei mir automatisch funktioniert!
Das ist für mich ein Grund erst mal beim HDV Capturen zu bleiben.
Ich habe keine Lust mir per Direktaufnahme 1h Material in einem Clip aufzuhalsen, und den dann auseinander zu cutten. Nää!

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Antwort von Axel:

Allerdings sind dann aber auch keine Einzel-Clips entstanden wie das beim HDV Capturen bei mir automatisch funktioniert!
Das ist für mich ein Grund erst mal beim HDV Capturen zu bleiben.
Ich habe keine Lust mir per Direktaufnahme 1h Material in einem Clip aufzuhalsen, und den dann auseinander zu cutten. Nää! Komisch. Bei mir nicht. Ist alles wie bei HDV. Die Clips sehen auch aufs Haar so aus wie die HDV Clips, nur die Dateigröße hat sich verfünffacht ...

Musst du nochmal checken. Übrigens danke für den Input.

Space


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