Frage von eishockeyfan:
Hallo, ich möchte bei kleinen Metal Newcomer Konzerten (räumlichkeiten ca 200-400 Personen) Videoaufnahmen für eine Band machen.'
Die Musik ist extrem Basslastig.
Ich verwendete beim ersten Versuch eine alte Panasonic Videocam mit Tape.
Der Klang war ganz OK, die Filmqualität allerdings dürftig.
Nun bin ich umgestiegen auf eine Canon EOS 60d mit LED Leuchte und Rode Stereo Video Micro.
Super Filmqualität aber Ton unbrauchbar trotz manueller Aussteuerung auf mimimal.
Ist ein neuerer Camcorder dafür doch besser, oder was mache ich falsch ?
Hier mein erster Test in großer Sporthalle mit internem Micro und automatischer Tonaussteuerung, war noch OK:
https://www.youtube.com/watch?v=86gfs9TVn2w
Hier der Link zum letzen mißratenen Test mit externem Video Stereo Mikro von Rode und manueller Tonaussteuerung auf minimal:
https://www.youtube.com/watch?v=QOjrtF9d_lQ
bin für jeden Ratschlag dankbar.
Antwort von soan:
Hi
1. ein Druckgradientenempfänger (sog. Richtmikro) ist für Aufnahmen in einer derart "Mikro-feindlichen" Umgebung ungeeignet da extrem anfällig für Drücke dieser Art. Besser ist tatsächlich ein dynamisches Mikrofon zu verwenden (ein sog. Handmikro).
2. Wenn du das Signal manuell aussteuerst (was absolut korrekt ist) sollte der Regler niemals auf extrem minimal stehen damit du korrekte Pegel erhältst. Das heisst nämlich das du im Grenzbereich der Technik arbeitest - mal einfach formuliert. Das Signal wird ziemlich gequetscht, da kommt nix bei raus (auch einfach formuliert)
Abhilfe:
1. entweder das gleiche Mikro weiter verwenden und einen Vormischer zum Pegeln nehmen -> Ergebnis wird weiterhin dürftig sein da Mikro zu anfällig
2. dynamische Mikrofone verwenden, am besten stationär (Stativ) damit nicht ständig durch die Positionsänderung der Kamera die Klangfarbe verändert wird -> dürfte was werden
3. Optimum: falls beim Konzert ein Mischer mit PA anwesend ist sich einfach bei dem ranklemmen und das ganze Konzert direkt mitziehen. Dazu noch ein stationäres Handmikro für den Raumklang verwenden (optimal wäre mindestens zwei, einmal links, einmal rechts) und dann im Schnitt diese Raummikros mit dem Mitschnitt aus dem Mischer etwas abmischen damit der Gesamtton nicht zu klinisch klingt.
Bei der Arbeit mit den DSLR empfiehlt es sich immer, den Ton auf einem externen Tonaufnahmegerät zusätzlich mitzuziehen. Die Qualität ist je nach Gerät deutlich besser !!
Antwort von eishockeyfan:
Danke für die Tips.
Was Mikrofone betrifft, bin ich absoluter Laie.
Den DJ kenn ich in den meisten Fällen auch nicht.
Es muß allerdings auch kein Profimitschnitt sein,ich lade die clips nur auf Youtube.
Das mit dem dynamischen Microfon hört sich ganz gut an, kannst du mir da was bestimmtes empfehlen ß
Desweiteren überlege ich mir, den Olympus LS-5 PCM Recorder anzuschaffen.
Antwort von pilskopf:
Jemand sollte den titel überarbeiten.
Antwort von carstenkurz:
Das mit dem dynamischen Microfon hört sich ganz gut an, kannst du mir da was bestimmtes empfehlen ß
Irgendein dynamisches Mikro sollte reichen, unter 100 Euro, bevorzugt von einem Markenhersteller wie Shure, EV, AKG, etc. Vielleicht nicht gerade so schwer. Vermutlich wird Mono reichen.
Desweiteren überlege ich mir, den Olympus LS-5 PCM Recorder anzuschaffen.
Da wirst Du unter Umständen noch mehr Probleme mit kriegen. Das Problem bei dieser Art Musik ist, dass oft schon die Mikrofonkapseln übersteuern bei diesen Lautstärken. Da kannst Du mit der Aussteuerung am Rekorder auch nichts mehr dran ändern.
Du brauchst bei dieser Anwendung etwas, was man sonst nicht braucht - ein sehr unempfindliches Mikrofon.
Mit dem Rekorder wäre aber eine Möglichkeit gegeben, einen Mitschnitt direkt aus dem Mischer zu machen. Da muss man aber eben sagen, dass es bei vielen Bands vermutlich nicht so eng gesehen wird, wenn Kameras und Tonaufnahmegeräte im Publikum laufen. Aber wenn ein Rekorder ans Mischpult gehängt wird, könnte das anders aussehen. Da wird man vermutlich oft genug ein schlichtes 'Nein' kassieren.
Das Problem mit solchen Aufnahmen taucht hier alle paar Wochen mal auf.
Bei manchen 'normalen' Mikros kommt man je nach Situation mit einem vorhandenen Dämpfungsschalter aus, -10dB Pad, etc. heisst sowas. Manchmal bringt auch ein zuschaltbarer Trittschallfilter noch etwas.
Wenn das nicht reicht, muss man sich eben gezielt ein unempfindliches Mikro besorgen.
- Carsten