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Tonverzerrungen mit Rode NTG-2 und Sound Devices 302




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Frage von WWJD:


Hi Tonleute

Vor kurzem habe ich mir eine gute FieldField im Glossar erklärt - Mixer - Mirkrofon Ausrüstung für Videoaufn. gekauft, siehe oben.
Doch leider mache ich jetzt ein paar schlechte Erfahrung bei bestimmten Aufnahmesituation. Genauer gesgt bei Musikdarbietungen auf der Bühne.
Die Aufnahmen sind immer leicht verzerrt, obwohl beim Mixer und an der Cam (;Canon HV20/30) bis max. -15db ausgepegelt wurde.
Was mache ich bloss falsch, bin am Ende meines Latein. Wenn nach der Musikdarbietung ein Sprecher seinen Text liest, ist der Ton absolut bestens, nur bei Musik verzerrt das ganze. Brauche ich ev. ein anderes Mikrofon, wenn ja welches?

Bin um eure Hilfe sehr dankbar.

Beste Grüsse
Jack




Antwort von ruessel:

Maximalen Schalldruck überschritten? Genügend Phantomspannung?



Antwort von WWJD:

Ich hab jetzt das Mikro immer mit einer 1,5V Batterie benützt, nicht mit Phantomspeisung. Liegt es womöglich daran?
Wo stelle ich den max. Schalldruck ein, bzw. welche Einstellungen sind beim Mixer vorzunehmen?



Antwort von ruessel:

Quote:
Liegt es womöglich daran?


zu 100% JA.



Antwort von WWJD:

Okay ruessel, werde es mal ausprobieren.
Vielen Dank.........



Antwort von nahmo:

@ruessel:
Kannst Du mir das erklären? Soll das heissen, dass das Mikro mit einer 1,5 Volt Batterie anders arbeitet als mit 48V von einem Mischer?

Danke und Gruß,

nahmo



Antwort von ruessel:

Quote:
Kannst Du mir das erklären? Soll das heissen, dass das Mikro mit einer 1,5 Volt Batterie anders arbeitet als mit 48V von einem Mischer?


Im Grenzbereich, ganz klar JA.

Für das normale Ausgangssignal ist es völlig egal, welche Betriebspannung du innerhalb der vorgegebenen normalen Werten nimmst. BandbreiteBandbreite im Glossar erklärt und Verzerrung sind davon nahezu unabhängig. Aber die realisierbare max. Ausgangsspannung des Mikrofons und ein wenig auch die Impedanz verändert sich, d.h. für maximale Lautstärke benötige ich auch max. Betriebsspannung, sonst reichen die Signalspitzen nicht mehr und werden gerade abgeflacht.......dann zerrt es.

Bei meinem Ohrwurm z.B. kann man mit 1,2V normalen Strassenlärm gut abbilden, mit 9-10V schon einen Lanz Trecker mit defekten Auspuff.... ohne das es zerrt.



Antwort von domain:

Normalerweise und in guten Mikros werden die 1.5 V einer AA-Baterie aber nicht als Phantomspannung verwendet, sondern vorher noch durch einen Spannungswandler auf wesentlich höhere Werte, z.B. auf 48 V gebracht.
Die Qualität der so erzeugten Gleichspannung beeinfusst aber wesentlich die Qualität des Ausgangssignales.



Antwort von ruessel:

Quote:
Normalerweise und in guten Mikros werden die 1.5 V einer AA-Baterie aber nicht als Phantomspannung verwendet, sondern vorher noch durch einen Spannungswandler auf wesentlich höhere Werte, z.B. auf 48 V gebracht.


Woher kommt diese Erkenntnis?



Antwort von domain:

Zitat aus dem Internet:

"Batteriespeisung:
Im nicht- oder semiprofessionellen Bereich, etwa bei Verwendung unsymmetrischer Eingänge eines mobilen Recorders, muss zur Spannungsversorgung ein meistens batteriebetriebenes Speiseteil in die Mikrofonleitung geschaltet werden, sofern das Kondensatormikrofon nicht selbst ein solches Speiseteil im Griffstück integriert hat. Dabei wird die Vorspannung mit einem Spannungswandler aus den 1,5 Volt einer handelsüblichen Batterie gewonnen. Die Qualität der so gewonnenen Gleichspannung wirkt sich direkt auf die Mikrofonsignalqualität aus. Da der Leistungsbedarf eines Kondensatormikrofons sehr gering ist, hält eine Batterie viele Stunden vor."


Das gilt allerdings nur für Mikros, die überhaupt auf eine Phantomspannung angewiesen sind.



Antwort von ruessel:

So einen Spannungswandler habe ich noch nie gesehen, meist laufen sie erst ab ca. 4V los. Auch alle Mikrofone die ich bis jetzt geöffnet habe, besaßen keinen Spannungswandler, das Rode auch nicht. Nur mein Sennheiser Funksender macht dies an der Mikrofonbuchse und der läuft auch mit mehreren Batterien.

Quote:
Das gilt allerdings nur für Mikros, die überhaupt auf eine Phantomspannung angewiesen sind.


Richtig, davon ging ich aus....



Antwort von nicecam:

"ruessel" wrote:
Bei meinem Ohrwurm z.B. kann man mit 1,2V normalen Strassenlärm gut abbilden, mit 9-10V schon einen Lanz Trecker mit defekten Auspuff.... ohne das es zerrt.

Das heißt also, mit den 9V meines RODE STEREO VIDEOMIC an der HV-20 liege ich ebenso auf der sicheren Seite, wie mit dem an Phantomspannung der XH-A1 angeschlossenen Sennheiser ME66 mit K6?

Nicht aber bei Betrieb des Sennheiser an meiner HV-20 und dann mit Batteriebetrieb 1,5V?



Antwort von ruessel:

Quote:
Das heißt also, mit den 9V meines RODE STEREO VIDEOMIC an der HV-20 liege ich ebenso auf der sicheren Seite, wie mit dem an Phantomspannung der XH-A1 angeschlossenen Sennheiser ME66 mit K6?


Nicht automatisch. Auch eine Tonkapsel mit 48V kann kratzen wenn sie nix taugt. Angeblich sollen auch die herkömmlichen Elektretmikrofone altern, man hört, das die Sennheiser (;ME) aus den 70/80er Jahren schon stark im Klang nachgelassen haben.



Antwort von nicecam:

Dann dann will ich mal hoffen, dass mein (;gebraucht) erstandenes ME66 noch nicht viele Jahre auf dem Buckel hat. 70/80er Jahre kann ja nicht sein, dann hätte es ja eine niedrigere Zahl, nehme ich an.

Ich las auch mal, dass die Verbindung zwischen den Speisemodulen und dem Mikrofonteil kritisch bei Alterung sei. Das würde ja wieder für ein Rode NTG sprechen, wo beides eine Einheit darstellt.



Antwort von ruessel:

Ich habe das NTG3. Allerdings höre ich kaum einen Unterschied zum NTG1/2 raus..... auch die Signalqualität ist gleich (;rauschen), nur der Pegel nicht.



Antwort von domain:

Die heute üblichen Elektret-Kondensatormikrofone benötigen wegen der dauerhaften elektrostatischen Grund-Polarisierung überhaupt keine Phantomspannung mehr, wenn auch sie über eine solche betrieben werden können. Aber sie benötigen zumindest 1,5 V für eine sonstige Anpassungselektronik, wie z.B einen Impedanzwandler bzw. einen FET-Verstärker, beides bereits in die Mikrokfonkapsel integriert.
In dem Fall muss natürlich keine Spannungswandlung mehr nach oben in Richtung Phantomspannung durchgeführt werden.
Man kann also in diesen Fällen nicht mehr von einer benötigten Phantomspeisespannung im eigentlichen Sinne sprechen.



Antwort von WWJD:

OhLaLa mein Thread hat da was ausgelöst.

Eure Fachsimpelei hat mich jetzt etwas verwirrt Leute.
Was gilt nun in meinem Fall?
Mikrofon Batterie raus und nur noch mit Phantomspeisung arbeiten?

Trotzdem vielen Dank für euren Input;-)



Antwort von ruessel:

Quote:
Mikrofon Batterie raus und nur noch mit Phantomspeisung arbeiten?


wenn es laut ist, ja....



Antwort von thos-berlin:

Es gibt noch immer die Möglichkeit, daß der maximale Schalldruck (;siehe Ruessels erster Beitrag) überschritten wurde.

Wenn durch die laute Aufnahmesituation die Membranen an ihre mechanischen Grenzen stoßen, dann klingt auch bei heruntergeregelter Aussteuerung das Signal verzerrt. Das hat dan nichts mit der Versorgungsspannung zu tun, da die die mechanischen Grenzen nicht verändern.

Vielleicht hilft Dir dieser Thread weiter.

Vielleicht in lauten Umgebungen auf ein dynamisches Mikrofon ausweichen.



Antwort von domain:

Würde ich auch sagen, theoretisch sollte es aber bei Elektretmikrofonen keinen Unterschied machen. Sollte es sich bei der Musik auf der Bühne allerdings um sehr laute Verstärkermusik handeln, dann tippe ich eher auf Schallpegel, die das Mikro schlicht überfordern, insbesondere wenn dann die leisere Sprache wieder normal klingt.
In dem Fall nämlich kannst du bei der Musik pegeln was du willst, auch auf -20 DB und wirst keine Besserung merken.



Antwort von nahmo:

Ich danke auch erstmal.

Gruß,

nahmo



Antwort von ruessel:

Quote:
Wenn durch die laute Aufnahmesituation die Membranen an ihre mechanischen Grenzen stoßen


Rode NTG2 = 131dB



Antwort von thos-berlin:

Quote:
Rode NTG2 = 131dB


Bis dauerhafte Beschädigung oder bis Verzerrung ?



Antwort von ruessel:

SPL 131 dB = (;Dezibel Sound Pressure Level) Grenzschalldruck beim NTG2 Mikrofon gemessen Abstand 1 Meter bei 1 kHz – ab dem der Klirrfaktor größer als 0,5 % ist.



Antwort von nicecam:

"thos-berlin" wrote:
Bis dauerhafte Beschädigung...

Das sind ja die Befürchtungen, die einen fertigmachen.

Hab jetzt ganz dringend mal eben googlen müssen: maximaler Schalldruck und die Möglichkeit von Beschädigung

Ich positionierte mal (;in meinem immer noch währenden jugendlichen Leichtsinn) mein ME66 - sagen wir mal 1m vor einem Bühnenlautsprecher und hörte Musik über Kopfhörer ab. Au, Au - Aua, DAS war laut. Ich konnte runterpegeln bis auf nahezu 0 - war immer noch verzerrt. Dann versuchte ich es mit meinem dynamischen Mikro, das ging dann.

Nun helft doch dem thos-berlin und nicecam aus ihrer Not. Ist denn nun mein ME66 beschädigt? :"-(;
Ach, ich glaub mal nicht. Nimmt immer noch ganz anständig auf. :"-)



Antwort von mbwkrause:

Nach meiner Erfahrung ist das NTG-2 besonders in den Bassregionen empfindlich und neigt dort schon früher zur Überlastung. Für Livemusik ist es schlicht und einfach das falsche Mikro, für alles andere ist es in der Preisklasse (;fast) unerreicht.



Antwort von ruessel:

Quote:
Nach meiner Erfahrung ist das NTG-2 besonders in den Bassregionen empfindlich


Alle Mikrofone sind im Bassbereich für Verzerrungen empfindlicher, in diesem Frequenzbereich liegt die höchste Energie eines Tonsignals.



Antwort von kornhaas@nexgo.de:

"ruessel" wrote:
Quote:
Liegt es womöglich daran?


zu 100% JA.


Sorry, da muss ich aus Erfahrung wiedersprechen.

Es ist egal, ob mit 1,5V oder einer externen Phantomeinspeisung über ein beachtek das NTG versorgt, das NTG-2 verzerrt bei basslaster Musik und macht die Aufnahmen unbrauchbar.

Ich dachte auch erst, es sei Camera, Kabel, beachtek, ...., aber nach zahlreichen Testreihen bin ich zum Ergebnis gekommen, dass das NTG-2 sicherlich ein gut klingendes rauscharmes Mikro ist, aber fuer etwas basslastigere Musik (;live oder aus der Dose) absolut ungeeignet ist.

Gruss
Robert



Antwort von WWJD:

Hi Leute

Hab nur kurz mal bei slashcam vorbeigeguckt und meinen Thread gesehen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich an der Cam, also HV20/30 lediglich die Mic-Dämpfung (;ist ja bei dieser Cam ja per Menü möglich) aktivieren muss, und alles ist wieder im Lot, d.h. perfekte Tonafnahmen auch bei diesen Grenzsituationen.

Es liegt also weder am Mic (;immer noch ein sehr gutes Allround-Reportage Mic) noch an meinem Fieldmixer (;immer noch sensationell).

Beste Grüsse
Jack



Antwort von kornhaas@nexgo.de:

"WWJD" wrote:
Hi Leute

Hab nur kurz mal bei slashcam vorbeigeguckt und meinen Thread gesehen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich an der Cam, also HV20/30 lediglich die Mic-Dämpfung (;ist ja bei dieser Cam ja per Menü möglich) aktivieren muss, und alles ist wieder im Lot, d.h. perfekte Tonafnahmen auch bei diesen Grenzsituationen.

Es liegt also weder am Mic (;immer noch ein sehr gutes Allround-Reportage Mic) noch an meinem Fieldmixer (;immer noch sensationell).

Beste Grüsse
Jack


Hallo Jack,

was bezeichnest Du als Mic-Dämpfung? Auspegeln? Bei meiner VX2100 kann ich auch manuel pegeln, aber das bringt nichts, weil der Ton vom NTG-2 schon verzerrt an die DigCam weitergeleitet wird.

Gruss
Robert



Antwort von WideScreen:

Wenn du zu nah an der Band bist, und es sehr laut ist, dann ist das Mic übersteuert. Also die Membrane schlägt an und da kannst du auch mit höherer Spannung nix machen. Das Mic ist für normale Tonaufnahmen gedacht. Für Discobetrieb solltest du auf ein Spulenmikrofon umsteigen. Habe mal lange Zeit interviews in Dissen gedreht, wenn die Leute da ins Mirco schreien, weil man sein eigenes Wort nicht versteht, dann kommt es ganz besonders aufs Mic an. Phantomspeisung hat den Vorteil, dass die Batterie nicht heimlich, still und leise leer werden kann. Ist im Broadcastbereich eigentlich Standart die 48V zu benutzen.



Antwort von WWJD:

@kornhaas

also im Menü auf Micdämpfung umschalten und fertig.
Der Eingangspegel wird autom. leiser.



Antwort von WideScreen:

Bringt aber nix, wenn das Mic schon übersteuert ist....



Antwort von jay787:

"mbwkrause" wrote:
Nach meiner Erfahrung ist das NTG-2 besonders in den Bassregionen empfindlich und neigt dort schon früher zur Überlastung. Für Livemusik ist es schlicht und einfach das falsche Mikro, für alles andere ist es in der Preisklasse (;fast) unerreicht.


Ich besitze seit kurzem auch das Rode NTG-2. Es wurde mir von einem Bekannten empfohlen. Ich filme überwiegend Eisenbahnen. Letztes Wochenende war ich erstmals mit dem NTG-2 unterwegs. Als ich mir die Aufnahmen zu Hause betrachtete, musste ich feststellen, dass bei vielen Aufnahmen (;nicht bei allen) die hohen Töne verzerrt sind. Hat jemand eine Erklärung dafür? Ich wäre für Hilfe sehr dankbar.

Viele Grüße
Johannes



Antwort von deti:

Wenn sehr viele tiefe Frequenzen vom Mikro aufgenommen werden, dann erzeugt das riesige Signalpegel, obwohl man das Gefühl hat nicht viel zu hören. Wichtig ist vor Ort auf eine korrekte Aussteuerung zu achten. In krassen Situationen, wie z.B. bei starkem Windgeräusch oder einem Schlagzeug im Hintergrund, empfiehlt es sich den Tiefpassfilter direkt am Mikro zu aktivieren.

Deti




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