| Qualitätsunterschiede RGB vs. S-Video?
Frage von Alexander Kluge:
Hallo!
Bei der Scart-Verbindung zwischen Yakumo-DVB-T Tuner und SEG-Fernseher sehe ich deutliche Qualitätsunterschiede zwischen der Ausgabe des Yakumo als RGB und als S-Video. Ist ein deutlich sichtbarer Qualitätsunterschied üblich oder z.B. von den Kabeln abhängig? Bis auf einige Matrox-Karten scheinen aber Massen-Grafikkarten keinen RGB-Augang zu haben.
Gibt es sonst Wege, Computersignale, z.B. bei der Nutzeung als "Media Center" aka Abspielstation in guter Qualität an den FS zu bringen? DVI hat de FS nicht.
Gruß Alexander
Antwort von Lars Mueller:
Alexander Kluge wrote:
> Bei der Scart-Verbindung zwischen Yakumo-DVB-T Tuner und SEG-Fernseher sehe > ich deutliche Qualitätsunterschiede zwischen der Ausgabe des Yakumo als RGB > und als S-Video. Ist ein deutlich sichtbarer Qualitätsunterschied üblich
Ja.
> Gibt es sonst Wege, Computersignale, z.B. bei der Nutzeung als "Media > Center" aka Abspielstation in guter Qualität an den FS zu bringen? DVI hat > de FS nicht.
Per LAN an ein Gerät streamen, daß das Bild dann per RGB auf den Fernseher bringt.
Gruß Lars
Antwort von Heiko Nocon:
Alexander Kluge wrote:
>Bei der Scart-Verbindung zwischen Yakumo-DVB-T Tuner und SEG-Fernseher sehe >ich deutliche Qualitätsunterschiede zwischen der Ausgabe des Yakumo als RGB >und als S-Video. Ist ein deutlich sichtbarer Qualitätsunterschied üblich
Ja, natürlich.
>oder z.B. von den Kabeln abhängig?
Man kann mit ausreichend miesen Kabeln sicher die Qualität der RGB-Übertragung auf das Niveau der S-Video-Übertragung und noch darunter senken. Umgekehrt allerdings gilt das nicht. Auch mit noch so guten Kabeln kann S-Video nie die Qualität von RGB erreichen.
>Bis auf einige Matrox-Karten scheinen aber Massen-Grafikkarten keinen >RGB-Augang zu haben.
Doch. Haben (;fast) alle. Bloß das da normalerweise kein für normale TVs brauchbares RGB-Signal rauskommt. Es ist zwar RGB , aber mit "falschem" (;nämlich VGA-) Timing und ohne "composite sync"-Signal.
Mit Hardware für ein paar Cent und dem richtigen Betriebssystem ist es aber kein großes Problem, einen TV an den normalen VGA-Anschluß einer Grafikkarte dranzustricken.
>Gibt es sonst Wege, Computersignale, z.B. bei der Nutzeung als "Media >Center"
Ja. Wie gesagt, das "Media Center" muß nur unter dem richtigen OS laufen. Naja, und man muß eine Graka haben, mit der entweder X-Server oder das Framebuffer-Device (;je nachdem, was man zur Ausgabe benutzt) richtig umgehen können. Mit den allermeisten existierenden Grafikkarten geht es zumindest mit dem X-Server. Beim Framebuffer sieht es etwas schlechter aus.
Antwort von Alexander Kluge:
"Heiko Nocon" schrieb im Newsbeitrag =?ISO-8859-1?Q?Re:_Qualit=E4tsunterschiede_RGB_vs._S-Video=3F?=###
>>Bis auf einige Matrox-Karten scheinen aber Massen-Grafikkarten keinen >>RGB-Augang zu haben. > > Doch. Haben (;fast) alle. Bloß das da normalerweise kein für normale TVs > brauchbares RGB-Signal rauskommt. Es ist zwar RGB , aber mit "falschem" > (;nämlich VGA-) Timing und ohne "composite sync"-Signal.
D.h., die Bemerkungen über die Signalqualität von VGA-Ausgängen gelten auch für VGA->RGB Adapter? Wegen der geringeren Auflösung sollten die Probleme aber überschaubear bleiben?
>>Gibt es sonst Wege, Computersignale, z.B. bei der Nutzeung als "Media >>Center" > > Ja. Wie gesagt, das "Media Center" muß nur unter dem richtigen OS > laufen. Naja, und man muß eine Graka haben, mit der entweder X-Server > oder das Framebuffer-Device (;je nachdem, was man zur Ausgabe benutzt) > richtig umgehen können. Mit den allermeisten existierenden Grafikkarten > geht es zumindest mit dem X-Server. Beim Framebuffer sieht es etwas > schlechter aus.
Eine Verständnisfrage: Wird nicht immer aus dem Framebuffer ausgegeben? Was ist ein Framebuffer-Device? Schreiben nicht der X-Server oder Windows in den Framebuffer?
Angenommen, ich würde das falsche Betriebssystem nehmen, weil die Mediaportal-Software mir ausgereifter zu sein scheint als die Linux-Projekte (;sollte das ein Irrtum sein, bin ich für Korrekturen dankbar): d.h. ich brauche nur unter dem Stichwort VGA, TV nach Bastellösungen zu suchen?
Gruß Alexander
Antwort von Heiko Nocon:
Alexander Kluge wrote:
>D.h., die Bemerkungen über die Signalqualität von VGA-Ausgängen gelten auch >für VGA->RGB Adapter?
Nein, jedenfalls nicht für die, die ein Signal mit VGA-Timing in eins mit PAL-Timing verwandeln. Die digitalisieren dazu nämlich das analoge RGB-Eingangssignal mit VGA-Timing und -Auflösung, legen es in einen Speicher, skalieren den Speicherinhalt auf PAL-Auflösung , lesen das Ergebnis mit PAL-Timing aus und wandeln es wieder in analoge RGB-Signale um.
Viele verlustbehaftete Stufen also und obendrein ggf. Probleme durch die unterschiedlichen Bildwiederholraten von Quelle und Ziel. (;Das ist allerdings nicht zwangsläufig, einige Adapter können Ein- und Ausgabe synchronisieren, wenn die Bildwiederholraten in einem näherungsweise ganzzahligen Verhältnis stehen.)
>Wegen der geringeren Auflösung sollten die Probleme >aber überschaubear bleiben?
Wenn das Bild gleich mit PAL-Auflösung ausgegeben wird, fällt natürlich die Skalierung weg. Aber i.d.R. scheiterst du unter Windows schon daran, den Graka-Treiber auf PAL-Auflösung zu zwingen. Und selbst wenn das noch klappen sollte, gibt's dann mit einiger Wahrscheinlichkeit Probleme beim Adapter, weil der sich dann nicht auf diese Nicht-Standard-VGA-Auflösung synchronisieren kann.
...
Nö. was ich meinte, ist, gleich Signale mit PAL-Auflösung und -Timing zu erzeugen. Dann geht das eigentliche RGB-Signal nämlich auf drei simplen Drähten durch den Adapter. Das einzige, was der Adapter machen muß, ist die beiden am VGA-Ausgang getrennt mit TTL bzw. CMOS-Pegel anliegenden Sync-Signale zu einem "composite sync"-Signal mit PAL-Pegeln zusammenzufassen. Das bedeutet in der billichsten Ausführung den Aufwand von zwei Dioden und einem Widerstand. Die allermeisten TVs sind mit dem so erzeugten (;nicht ganz normgerechten) Sync-Signal bereits zufrieden. Nur in hartnäckigen Fällen muß man etwas mehr Aufwand treiben (;XOR-Gatter und ggf. Bufferstufe). Kostet aber auch nur 2..3 Euronen.
>Eine Verständnisfrage: Wird nicht immer aus dem Framebuffer ausgegeben?
Elektronisch gesehen sicher.
>Was >ist ein Framebuffer-Device?
Eben ein spezielles Device (;also eine Treibersoftware) zur Ausgabe auf einen Framebuffer. Der Vorteil ist, daß man nicht auf Standard-VGA-Modi beschränkt ist, sondern die Eigenschaften des Framebuffers z.T. recht weit konfigurierbar sind. Insbesondere das Timing, mit dem sein Inhalt ausgegeben wird.
>Schreiben nicht der X-Server oder Windows in den >Framebuffer?
Wie schon gesagt: elektronisch mit Sicherheit. Der Unterschied ist, inwiefern sich die Eigenschaften des Framebuffers steuern lassen. Beim X-Server ist Auflösung und Timing (;im Rahmen der Möglichkeiten der jeweiligen Graka) frei konfigurierbar. Bei Windows ist man hingegen i.d.R. auf die Timings beschränkt, die der Graka-Treiber anbietet. PAL gehört praktisch nie zur angebotenen Auswahl.
>Angenommen, ich würde das falsche Betriebssystem nehmen, weil die >Mediaportal-Software mir ausgereifter zu sein scheint als die Linux-Projekte >(;sollte das ein Irrtum sein, bin ich für Korrekturen dankbar): d.h. ich >brauche nur unter dem Stichwort VGA, TV nach Bastellösungen zu suchen?
Die Antwort auf diese Frage solltest du dir nach Lektüre obiger Ausführungen selbst geben können.
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