NetLoungeDV Forum Logo


Texte
spacer
danach

devotion

erfuellung

homemade

kalama

nous

nyaland

spiegel

vivre

spacer Laurent Becue Renard: Vivre apres - paroles de femmes Laurent Becue Renard: Vivre apres - paroles de femmes spacer
spacer spacer
spacer

Frankreich, 2000, 82min., DV (gefazt auf 35mm, 1:1.85)

mo 12.2. 16h / arsenal1
di 13.2. 20.45 / cinestar5
mi 14.2. 12.30 / cinestar5

Dies ist die Chronik von Sedina, Jasmina und Senada, dreier junger Frauen aus Bosnien, dessen Welt während des Krieges zwischen 1992 und 1995 zerbrochen ist, und die nun auf der Suche nach einem Sinn sind, auf der Suche nach ihrem Leben.[aus dem forumprogramm]

spacer
spacer e-mail-interview in englisch

1 Wie würden Sie die Ästhetik Ihres Films beschreiben?
Es ist ein sehr intimer Film.
2 Warum entschieden Sie sich, diesen Film auf DV zu drehen?
Es gab im Grunde zwei Hauptgründe dafür:
--Ein finanzieller:
Ich plante, ein Jahr lang zu drehen, und davon mehr als 180 Tage in einem fernen Land (Bosnien). Und das Thema meines Filmes verlangte, daß ich Sequenzen von jeweils mehr als anderthalb Stunden aufnehmen konnte. So hatte ich am Ende mehr als 300 Stunden Material. DV war also das einzige bezahlbare Format für einen solchen Film.
--Ein praktischer:
Mein Film handelt von Intimität. Psychotherapeutische Sitzungen zu filmen ist keine simple Angelegenheit. Ich brauchte also eine sehr leichte Struktur für die Aufnahmen. Mit DV konnte ich das Team auf eine Kameraperson, den Dolmetscher und mich selbst reduzieren. Ich war mir sicher, daß ich mit einer DV-Kamera die Protagonistinnen des Films nicht verschrecken würde.
3 Was war besonders daran, auf DV zu drehen (verglichen z.B. mit 16 oder 35mm)? War es für Sie das erste Mal, oder kannten Sie das Format schon?
Es ist mein erster Film.
Es hat mir sehr gefallen, auf DV zu drehen, aufgrund der Freiheit, die es mir gab. Wenn je während der Dreharbeiten ein gewisser Druck auf mich lastete, dann war das immer auf den Film selbst zurückzuführen, auf sein Thema, nicht aber auf technische Probleme, die auftreten, wenn man auf einem Kinoformat dreht.
4 Welche Kamera und Schnittsoftware haben Sie verwendet?
Eine Sony VX1000 und eine Canon, geschnitten wurde auf Avid.
5 Welches Drehverhältnis hatte der Film?
300 Stunden Material, 82 Minuten fertiger Film.
6 Hätten Sie im nacherein vielleicht doch lieber ein anderes Format gewählt?
Ich hätte 35mm vorgezogen, aber das war reines Wunschdenken. Das hätte ich so niemals schaffen können.
7 Da Sie schon auf DV drehen - würden Sie auch andere Distributionsmöglichkeiten als die heute etablierten in Betracht ziehen? Wenn ja, welche?
Nicht besonders.
8 Ein gutes Wort (oder zwei) über DV:
Freiheit (und Freiheit).
9 Ein schlechtes Wort (oder zwei) über DV:
Wenn du keinen Tontechniker hast, wenn du ein Kameramikrophon benützt oder ein Mikrophon, das an die Kamera angeschlossen ist (wie bei mir), wirst du am Ende eine Menge Sound-Probleme haben. Wären mir bei dem Film nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung gestanden, um eine kinoähnliche Postproduktion zu haben (auf Kino spezialisierte Tontechniker und -studio) -- der Ton wäre eine Katastrophe geworden.


[Laurent Bécue-Renard was born in Paris in 1966. He was chief editor of the Internet magazine ‘Sarajevo OnLine’, based in Sarajevo itself, during the last year of the war in Bosnia. A graduate of the Paris Institut d’Etudes Politiques and a former student at the ESSEC Graduate School of Economics, he was also a Fulbright visiting scholar at Columbia University (New York). He is the author of the ‘Sarajevo Chronicles’, published in English on the Sarajevo OnLine Internet site (1995-96). Living Afterwards is his first film.]


nach oben



[impressum]
spacer