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MovieReshape -- track mich, morph mich



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slashCAM
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Beiträge: 11262

MovieReshape -- track mich, morph mich

Beitrag von slashCAM » Fr 15 Okt, 2010 09:47




c-r-u-x
Beiträge: 38

Re: MovieReshape -- track mich, morph mich

Beitrag von c-r-u-x » Fr 15 Okt, 2010 11:50

Ein kurzer Augenblick der Faszination. Dann ungläubiges Kopfschütteln in Abscheu...

Sehr gelungene Referenz von einem youtube-Kommentator:
"In the year 4545
Ain't gonna need your teeth, won't need your eyes
You won't find a thing to chew
Nobody's gonna look at you "

In 10 Jahren wird die unfassbare schauspielerische Selbstaufgabe eines Christian Bale in "The Machinist" völlig entwertet sein. Dann übernehmen Maschinen seine Aufgabe.

Ich bin technikbegeistert und zukunftsorientiert - aber das finde ich absolut unethisch. Mich wundert es nicht, dass die Faszination für Filme bei so vielen nachlässt. Wie soll man als Zuschauer eine "suspension of disbelief" erleben, wenn man weiß, dass <nichts> mehr real ist.
Der Schauspieler, der in einem wilden Stunt vom Haudach fällt, die Explosion des Autos, die Helikopterfahrt über den Himalaya, die Figur des Hauptdarstellers? Alles nur noch ein Deus Ex Machina. Traurig...




HansMaulwurf
Beiträge: 375

Re: MovieReshape -- track mich, morph mich

Beitrag von HansMaulwurf » Fr 15 Okt, 2010 12:23

Och, solange wir uns noch hauptsächlich in einer realen Welt im Alltag bewegen, in der bedauerlicherweise so selten was explodiert, jemand neben einem vom Dach fällt oder ein Kerl aus der Hüfte mit einer Minigun schießend ´ne halbe Stadt ausradiert, wird´s faszinierend und interessant bleiben. Wir haben ja noch die tägliche Referenz der Normalität. Solange das der Fall ist, spielt´s aus meiner Sicht eher ´ne untergeordnete Rolle WIE es gemacht wurde.




c-r-u-x
Beiträge: 38

Re: MovieReshape -- track mich, morph mich

Beitrag von c-r-u-x » Fr 15 Okt, 2010 12:31

HansMaulwurf hat geschrieben:Och, solange wir uns noch hauptsächlich in einer realen Welt im Alltag bewegen, in der bedauerlicherweise so selten was explodiert, jemand neben einem vom Dach fällt oder ein Kerl aus der Hüfte mit einer Minigun schießend ´ne halbe Stadt ausradiert, wird´s faszinierend und interessant bleiben. Wir haben ja noch die tägliche Referenz der Normalität. Solange das der Fall ist, spielt´s aus meiner Sicht eher ´ne untergeordnete Rolle WIE es gemacht wurde.
Da bin ich anderer Meinung. Selten geht im Alltag auch die Welt unter und trotzdem finde ich reine CGI-Spektakel wie 2012 oder Transformers aufgrund ihrer vollkommen offensichtlichen und in jedem Frame spürbaren Künstlichkeit total langweilig und ohne Reiz.
Für mich als Filmliebhaber bedeutet es einen nicht unbedeutenden Mehrwert an Faszination und Wertschätzung, wenn ich einen Film wie Herr der Ringe: Die zwei Türme sehe und weiß, die Festung Helms Klamm wurde zu bemerkenswerten Teilen tatsächlich als Set gebaut. Oder dass ein Schauspieler wie Tom Hanks sich für Cast Away massiv Körpergewicht angefressen hat und anschließend stark abnehmen musste, um seinen Gewichtsverlust auf der einsamen Insel zu zeigen - während Christian Bale sich für seine Rolle in "The Machinist" auf ein wirklich gefährliches Gewicht heruntergehungert hat.

Die Faszination für einen Film ist nicht nur werkimmanent, sondern liegt zum Teil auch in seiner Entstehung. So wie bei der Rezeption eines Gemäldes oder einer Symphonie die Umstände, Ursachen und Schwierigkeiten seines Entstehungsprozesses einen erheblichen Teil der Diskussion bestimmen, hat auch ein Film so viel mehr Gewicht und Bedeutung, als das, was auf der Leinwand zu sehen ist.




HansMaulwurf
Beiträge: 375

Re: MovieReshape -- track mich, morph mich

Beitrag von HansMaulwurf » Fr 15 Okt, 2010 12:55

Reine CGI-Spektakel, klar ist das widerlich, aber das ist doch nicht der Ausgangspunkt unserer Diskussion. Klar, gibt es nichts schlimmeres als dem Film seine Künstlichkeit anzusehen. Wie schlimm war es in Matrix 2? 3? die ganzen unglaublich schlechten Animationen in den Realfilm eingebettet zu sehen. Aber wenn´s real aussieht und es einer Story zugrunde liegt und nicht nur Selbstzweck ist - warum nicht?

Ich denke wir haben grundsätzlich nur unterschiedliche Betrachtungsweisen. Mir persönlich ist es - mal nicht als Filmemacher, sondern -betrachter - vollkommen egal wie ein Film entstanden ist. Okay, die Hunger- und Fressaktion von Hanks oder der Bühnenbau zu Herr der Ringe ist ´ne nette Randnotiz, aber das war´s dann auch.
Wenn ich wie von dir angerissen an das Musikalische denke: Mir ist´s dezent egal, ob Pachelbel Tscheche, Ukrainer oder Weißrusse ist und ob er den Canon in D in seinen letzten Atemzügen geschrieben hat, während er von der Ruhr ans Bett gefesselt und schon sein Augenlicht verlor.
Ich finde die Melodie schön. Punkt.
Mag oberflächlich klingen, aber ich hoffe du weißt, worauf ich hinaus will. Und ich denke diese "Oberflächlichkeit" ist beim stinknormalen Rezipienten weit verbreitet. Ich befürchte kein abebbendes Interesse am Film dadurch.




B.DeKid
Beiträge: 12585

Re: MovieReshape -- track mich, morph mich

Beitrag von B.DeKid » Fr 15 Okt, 2010 18:09

Nettes Tool - will ich haben!

................

Ab sofort hoere ich auf zu tranieren - geh nicht mehr laufen , fahr kein Fahrad mehr etc.
Und seh mit 60 trotzdem aus wie Iggy Pop ;-)

MfG
B.DeKid




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