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Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken



Besonderheiten, Pro und Contra sowie Fragen zu digitalen (Spiegelreflex-)Kameras mit Videofunktion sowie Cine-Camcordern mit großem Sensor
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slashCAM
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Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von slashCAM » Mi 24 Dez, 2008 00:10

Test: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken von rob - 24 Dec 2008 00:05:00
>Mittlerweile sollte jedem klar sein, dass mit der Videofunktion von DSLRs ein völlig neues Kapitel in der Technikgeschichte des digitalen Videos geschrieben wird - es ist dies eine der wenigen Gelegenheiten, bei der tatsächlich von revolutionären Neuerungen gesprochen werden darf. Nikons D90 stellt die erste DSLR mit HD-Video-Funktion dar - mittlerweile, und vielleicht auch etwas mit Zugzwang, gefolgt von der Canon 5D MKII. Wir hatten nun Gelegenheit, die Nikon D90 genauer zu erkunden und viel Freude aber auch etwas Frust mit Ihr gehabt …
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meawk
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Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » Mi 24 Dez, 2008 01:43

Danke!!!

Jo - daher hab ich mir das Teil ja auch schon mit entspechenden Objektiven (manueller Blendenring) vor ca. zwei Monaten gekauft. Ja, das Prozedere von Kholi funktioniert wirklich - auch hier noch mal mein spezielles Danke an diesen "Tüftler".

Hier mein letztes Werk - bitte um Nachsicht, da ich erst seit der Nikon mit dem Filmen angefangen hab -, mit einem 1,8/50mm Nikkor und dem Prozedere von Kholi aufgenommen:



Und hier eins, wo man die Lowlight-Fähigkeiten so ein wenig erkennen kann:



Meawk




baerenbold
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Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von baerenbold » Mi 24 Dez, 2008 13:56

Also, wenn das die Revolution im Filmgeschäft sein soll, dann sind Revolutionen auch nicht mehr das, was sie mal waren !
Abgesehen von der extrem geringen Schärfentiefe sind die Bilder auf dem Qualitätsniveau einer AIPTEK 99.- € Cam, jedenfalls was die drei Beispielfilme aus dem Beitrag betrifft.
Bei der AIPTEK allerdings würde man die fehlende Schärfe und Brillanz bemängeln, hier nennt man es künstlerisch hochwertige Weichheit der Konturen.
Und die Nummer mit der mangelnden Schärfentiefe nutzt sich auch schnell ab.
Bei kontrollierten Drehs in Studioumgebung, wo ich jeden Take aufwendig einrichte, x-mal proben kann und ein Schärfeassi nichts anderes zu tun hat als sich um die Bildschärfe zu kümmern, geht das i.O.
In dokumentarischen Situationen aber, wo ich schnell auf das Geschehen um mich herum reagieren muß, bin ich um jedes Quentchen mehr Schärfentiefe dankbar, damit ich nicht ständig am Focus arbeiten muß.

Das zeigt sich ja auch deutlich beim "Pumpkin-Film", wo die ständige Unschärfe nicht mehr künstlerisch gewollt sondern eher störend wirkt.

Für mich ist das derzeitige 2/3" Format bei professionellen Kameras das Optimum in der täglichen Arbeit.
Zuletzt geändert von baerenbold am Mi 24 Dez, 2008 16:54, insgesamt 1-mal geändert.




meawk
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Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » Mi 24 Dez, 2008 14:24

Man kann auch vom "was nicht sein darf kann nicht sein" so überwältigt sein, das man nichts mehr sieht/sehen will. Der Vergleich mit der 99 Euro-Cam zeigt, welche Gedanken deinen Text bestimmt haben (Hast du etwa in ein falsches Pferd investiert?).

Hier noch was, fine ich auch cool:

http://vimeo.com/channel24571




ruessel
Beiträge: 6400

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von ruessel » Mi 24 Dez, 2008 17:33

Der Vergleich mit einer 99 Euro Cam passt nicht schlecht, hier kann man auch nix großartiges an der Kamera einstellen. Allerdings ist das gewonnene Ergebnis bei der D90 stark abhängig vom verwendeten Objektiv.
Meine ersten Versuche mit einer Lichtstarken Optik haben mich fast umgehauen, bei F1.2 ist die LowLightfähigkeit sicherlich besser als bei jedem heute angebotenen Camcorder bis 10.000 Euro. Mit einem günstigen Nikon KIT Objektiv, das meist erst bei F3.5 anfängt sieht es schon schlechter aus. Deshalb stört mich auch ein wenig das abgebildete LowLight Foto, ohne Angabe der verwendeten Blende ist es als LowLightbeweis nicht Aussagefähig.
Gruss vom Ruessel




Jan-Paul
Beiträge: 75

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von Jan-Paul » Mi 24 Dez, 2008 17:33

Hm, Ich finde das ja sehr durchwachsen. Auf der einen Seite sind natürlich der Preis und die Optikmöglichkeiten enorm.
Aber eine Kamera an der ich die Gain/ISO und den Shutter/Verschlusszeit nicht einstellen kann, ist grenzwertig.

Was im Test zu kurz kommt ist eine genauere Analyse des MJPEG Verfahrens, da steckt nämlich auch nochmal die ein oder andere böse Überaschung drin.

Bin eher gespannt auf Canons Antwort in diesem Preissegment, schon allein, weil ich mit Canon fotografiere und dementsprechend keine Nikkor Optiken habe.




meawk
Beiträge: 1270

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » Mi 24 Dez, 2008 17:50

Jan-Paul hat geschrieben:Hm, Ich finde das ja sehr durchwachsen. Auf der einen Seite sind natürlich der Preis und die Optikmöglichkeiten enorm.
Aber eine Kamera an der ich die Gain/ISO und den Shutter/Verschlusszeit nicht einstellen kann, ist grenzwertig.
Wer sagt das? Selbstverständlich kann ich die ISO und die Shutter beeinflussen. Bevor man so was in die Welt setzt sollte man sich mal erkundigen (Prozedere von Kholi: Hiermit setze ich die Videoautomatic außer Kraft und bestimme über den Blendenring die ISO, Blende und den Shutter - mal googeln und dann aber auch alles lesen).

Oben, zweites Video, das mit dem Low-Light-Vermerk: Sieht das wie ISO-Automatik aus. In der Nacht ohne jegliche Zusatzbeleuchtung. Und da hab ich noch geübt, war mein erstes Video mit der Camera. Ich übe zwar immer noch, wie wir fast alle - denk ich mal so -. Man braucht aber zwingend Objektive mit manuellem Blendenring und möglichst mit Lichtstärke 1,4 oder 1,8 - gut 2,8 geht auch noch, nach weiter nach oben wirds dann aber schwieriger die Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

Frohe Weihnachten.




Prozedere by Kholi:

1. Nikon D90 in manuellen Modus Schalten ohne LiveView aktiviert zu haben
2. AE-L Taste drücken
3. BlendeBlende im Glossar erklärt (am Objektivring) auf einen Wert um die 5.6 oder 8 schließen (Zusatz meawk: nicht den Blendenring des Objektivs, der muss erstmal auf Auto-Blende stehen bleiben (sonst funktiniert die LV-Taste nicht), sondern mit dem Wahlrad unter dem Auslöser einstellen)
4. Kamera auf eine gleichmäßig hell erleuchtete aber nicht gleißende Fläche richten
5. LiveView aktivieren
6. BlendeBlende im Glossar erklärt auf 2.8 oder 1.4 öffnen und sich über eine Verschlußzeit zwischen 1/30 und 1/60 bei moderatem Gain (ISO) freuen

Und es funzt - wie die Tester ja richtig schreiben.
Zuletzt geändert von meawk am Mi 24 Dez, 2008 19:02, insgesamt 1-mal geändert.




Kingkam
Beiträge: 1

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von Kingkam » Mi 24 Dez, 2008 18:48

Nikon D90 als einsamer Revolutionär

Für einen prima DSLR Fotoapperat macht die D90 revolutionäre Videos. Die Handhabung bringt mich ins nostalgische Schwärmen. In der Filmklasse übten wir mit einer 16mm Kurbel-Bolex die Einstellungen. Jede Szene musste nach 30 Sec zu Ende sein und der ganze, in der Kamera produzierte Film war 3 Minuten lang.

Wer ansehbare Filme machen will, muss sorgsam arbeiten. Das geht mit der D90 prima auf einem Stativ und gesetztem Licht. Und mit einem Fisheye kann man auch "wilde" Aktionen filmen und experimentieren.

Wenn ich keine Automatik habe, muss ich sie auch nicht überlisten.

Für einen revolutionären Film!




baerenbold
Beiträge: 86

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von baerenbold » Mi 24 Dez, 2008 19:07

VENCEREMOS !




meawk
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Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » Mi 24 Dez, 2008 19:16

Na ja - dazu kein Kommentar.

Nur soviel: Die Automatik ist manchmal ja auch nicht schlecht. Insofern ist das ja gerade so schöööön. Wenn man nur mal draufhalten will, nimmt man die Automatik (dann hab ich zwar bei schlechtem Licht ein vergrieseltes Bild usw., wie bei fast allen Camcordern der neuesten Generation, na ja) und wenn man "kreativ" sein möchte, dann nutzt man das gesamte Potential. Und fast alle alten Nikon-Objektive mit manuellem Blendenring erleben eine neue Blütezeit- Danke Nikon.




cebros
Beiträge: 624

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von cebros » Do 25 Dez, 2008 00:40

Das Fazit steht irgendwie in Widerspruch zum vorangehenden Testbericht. Dem einzigen Vorteil - einer wunderbaren DOF - steht eine Reihe gravierender Schwächen gegenüber, die die Einsatzmöglichkeiten der Kamera für bewegte Aufnahmen doch extrem einschränken.




Zizi
Beiträge: 1324

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von Zizi » Do 25 Dez, 2008 01:38

Jetzt wünsch ich mir zu Weihnachten nur noch den 5D Test !
Wann wird es denn so weit ?




slashCAM
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Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von slashCAM » Do 25 Dez, 2008 09:45

Test: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken von rob - 25 Dec 2008 09:42:00
>Mittlerweile sollte jedem klar sein, dass mit der Videofunktion von DSLRs ein völlig neues Kapitel in der Technikgeschichte des digitalen Videos geschrieben wird - es ist dies eine der wenigen Gelegenheiten, bei der tatsächlich von revolutionären Neuerungen gesprochen werden darf. Nikons D90 stellt die erste DSLR mit HD-Video-Funktion dar - mittlerweile, und vielleicht auch etwas mit Zugzwang, gefolgt von der Canon 5D MKII. Wir hatten nun Gelegenheit, die Nikon D90 genauer zu erkunden und viel Freude aber auch etwas Frust mit Ihr gehabt …
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domain
Beiträge: 11026

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von domain » Do 25 Dez, 2008 11:23

ruessel hat geschrieben: Meine ersten Versuche mit einer Lichtstarken Optik haben mich fast umgehauen, bei F1.2 ist die LowLightfähigkeit sicherlich besser als bei jedem heute angebotenen Camcorder bis 10.000 Euro.
Naja Objektive mit dieser Lichtstärke werden ja nicht gerade zur Standardausstattung von Nikon-Usern zählen und haben außerdem den Nachteil, dass sie nie wirklich scharf abbilden können, auch nicht abgeblendet. War beim Noctilux (1:1) von Leitz übrigens auch nicht anders.
Dieser Objektivtyp liefert zwar noch bemerkenswert hohe Kontraste bei offener Blende, aber das Auflösungsvermögen war immer schon recht bescheiden.
Was ich bei der D90 nicht ganz verstehe ist das schlechte Auflösungsvermögen im Videomodus. Das kann ja wohl nicht wahr sein, dass es noch schlechter als bei den mickrigen 1/3" Sensoren ausfällt.
Allein aus dem Grund heißt es: abwarten und Tee trinken bis zum nächsten Modell.




Uwe
Beiträge: 1310

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von Uwe » Do 25 Dez, 2008 12:25

Die Lowlight-Fähigkeiten der D90 sind hervorragend - auch schon mit einem 1.8er. Siehe hier:

Der Guardian-Fotograf Dan Chung hat es mit einem 1.4er getestet + war auch begeistert:
Gruss Uwe




meawk
Beiträge: 1270

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » Do 25 Dez, 2008 12:53

So ist es - die D90 ist wirklich Klasse (Und das AF 1,4 D bekommt man für unter 300 Euro, das AF 1,8 D für schlappe 125 Euro; gebrauchte 1,4 AI gibts schon für ab 90 Euro - wenn man Glück hat. Ganz ehrlich: Ein 1,2er braucht eigentlich kein Mensch, aber wer es hat - muss es behalten).

Das einzige Manko aus meiner Sicht ist die MJpeg Compression. Hier hätte ich mir auch h.264 gewünscht. Aber ansonsten kann man nicht meckern. Das manuelle Nachfahren bei Bewegtbildern will zwar geübt, geübt, geübt und geübt werden, aber ist durchaus zu bewerkstelligen. Man ist halt durch den "ansonsten" schnellen AF schon sehr verwöhnt.

Jetzt, nach zwei Monaten Kontakt mit der Cam: Die würde ich immer wieder kaufen!!!

Kleine Anmerkung: "Shoot in HD, deliver in SD" ist auch möglich. In diesem Zusammenhang brauchen die Ergebnisse der D90 keinen Vergleich mit professionellen PAL-Cameras scheuen (!).




rob
Administrator
Administrator
Beiträge: 1230

Re: Test: NIKON D90: Videorevolution mit Tücken

Beitrag von rob » Do 25 Dez, 2008 18:40

Einen schönen ersten Weihnachtsfeiertag an alle slashCAM-Leser.

Das Kapitel "Videos mit der D90" ist bei der ersten Ausspielung nicht korrekt auf dem Server gelandet - wir haben jetzt die Vimeo-Links per Hand nochmal nachgetragen. (Der Sensor-Größen-Vergleich wird die Tage ebenfalls neu ausgespielt.)

Viel Spaß schonmal beim Anschauen der D90-Beispiele von engagierten D90-Usern und schöne Rest-Feiertage.

Rob




illd
Beiträge: 21

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von illd » Fr 26 Dez, 2008 04:22

Hört sich wirklich interessant an das Teil. Danke für den guten Test.
Was ich jetzt noch an negativem über die D90 gelesen habe: Bei der Videoaufnahme sollen einige Kameras Frames gedoppelt oder übersprungen haben. Hoffentlich nur ein paar schlechte Geräte...




Bruno Peter
Beiträge: 4078

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von Bruno Peter » Fr 26 Dez, 2008 08:37

Kein schwenkbarer Monitor..., größtes Kaufhindernis mir als Videofilmer diese Kamera als Zweitkamera für Foto/Video zuzulegen.
Vergleicht man unser 1200 Lux Bild mit denen anderer HD-Camcorder wird schnell klar, dass die Nikon D90 am unteren Ende in Sachen Schärfe arbeitet.
Nun absolut keine Kauflust mehr..., Nikon soll mal bitte weiter schön üben...
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
http://www.videoundbild.de/




domain
Beiträge: 11026

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von domain » Fr 26 Dez, 2008 10:00

Sagen wir mal ja, das Revolutiönchen hat stattgefunden nun muss noch eine anständige Evolution nachfolgen.




Jan
Beiträge: 9612

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von Jan » Fr 26 Dez, 2008 23:09

Guter Test !

VG
Jan




MarcBallhaus
Beiträge: 1145

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von MarcBallhaus » Sa 27 Dez, 2008 17:39

Sehr einseitiger "Test". Die Tatsache, dass die Auflösung nicht HD 720p24 entspricht, wird komplett heruntergespielt. Die Tatsache, dass die Kamera extreme Treppenbildung bei diagonalen Linien zeigt, wird nicht mal erwähnt. Und, seit wann kann man denn auf Schärfe verzichten? Das soll ein Test sein? Wie sich das für mich liest, schreibe ich besser nicht.

Jeder der der Kamera kritisch begegnet muss sich doch mal ernsthaft fragen, wie eine Cam die einen solchen großen Sensor hat, unschärfer sein kann, als eine Billig-HD-Cam vom Blöd-Markt mit einem Bruchteil der Größe und Auflösung? Das muss doch jeden Tester extrem stutzig machen!

Die Kompression kann es nicht sein, weil, wenn man das Bild einer HD Kamera in 720p mit MJEPG bei gleicher Kompression speichert, sieht es immer noch um Längen besser aus als das der D90. Selbst wenn man die Datenrate halbiert sieht es noch besser aus, also muss die Ursache wo anders liegen.

Die Treppen verraten doch schon woher der Wind weht: Aus einer Hochskalierung! Die Kamera kann vermutlich kein HD, sie speichert nur in HD, weil es sich besser vermarkten lässt! Wie schon in einem anderen Thread geschrieben: Man nehme einen Siemensstern, filme ihn mit der D90 und parallel mit einer anderen HD-Cam. Dann skaliert man beide Bilder auf SD Größe herunter und anschliessend wieder hoch. Normalerweise müsste es jetzt extrem gelitten haben. Das Bild der D90 zeigt jedoch kaum eine wahrnehmbare Veränderung, während das Bild der echten HD Kamera entsprechend an Schärfe verloren hat und nun etwa so aussieht wie das D90 Bild von Anfang an.

Fällt das sonst denn wirklich keinem auf ausser mir?
MB




domain
Beiträge: 11026

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von domain » Sa 27 Dez, 2008 18:05

"Phänomenologen sehen den Ursprung der Erkenntnisgewinnung in den unmittelbar gegebenen Erscheinungen"

Das Faszinierende liegt aber eigentlich noch davor. Wenn man etwas nicht sieht, weil doch nicht sein kann was man sieht und man es daher mit Blindheit geschlagen nicht sehen will, dann wird überhaupt jedwede Bewertung und Beurteilung unserer Pixelzähler im konventionellen HD-Bereich fragwürdig.
Kurz gesagt, wenn es solange dauerte, die eklatanteste Schwäche der D90 überhaupt wahrzunehmen, dann erübrigen sich m.E. beinahe alle bisherigen gefinkelten Diskussionen über Auflösung und HD-Schärfe generell.




meawk
Beiträge: 1270

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » Sa 27 Dez, 2008 19:01

MarcBallhaus hat geschrieben:
Die Kompression kann es nicht sein, weil, wenn man das Bild einer HD Kamera in 720p mit MJEPG bei gleicher Kompression speichert, sieht es immer noch um Längen besser aus als das der D90. Selbst wenn man die Datenrate halbiert sieht es noch besser aus, also muss die Ursache wo anders liegen.


Fällt das sonst denn wirklich keinem auf ausser mir?
MB
Doch - aber das fällt aber nur dann auf, wenn die Camera falsch bedient wurde und daher "schlecht" gefilmt wurde. Mit den richtigen Objektiven und einer vollen manuellen Kontrolle sieht das Ganze schon anders aus.

Und wenn man dann nicht richtig arbeitet in Verbindung mit der "schlechten/veralteten" MJpeg-Compression (verstehe nicht, was die Nikon-Leute sich mit MJpeg gedacht haben, das war Unfug!), dann sieht es nicht gut aus - muss aber nicht.

Wenn per Firmeware-Update - so hoffe ich jedenfalls - eine MOV-h.264 Compression kommt, dann ist das Teil erste Sahne, das steht fest. Von der Kreativität mit Blick auf Tiefenstaffelung usw., usw. und "bei richtiger Anwendung (die meisten können das Teil nicht richtig bedienen, jo . . .) ist die Cam jetzt schon erste Sahne. Und die Lowlightfähigkeiten sind brutal gut. Man kann in der Nacht filmen - mit dem richtigen Objektiv selbstverständlich und wieder "bei richtiger Anwendung", da sehen alle mir bekannten Camcorder schlecht aus.

Wer nur mal draufhalten will, braucht sie erst gar nicht zu kaufen - soll lieber einen durch und durch "scharfen" Camcorder kaufen. Auch muss/sollte man grundsätzlich manuell scharfstellen, sonst wird das auch nichts. Und ohne "das Prozedere von Kholi" (auch wieder: richtig angewandt) wirds auch nicht so gut.

Für alle denen das zu kompliziert ist - bleibt bei den Camcordern!!!




domain
Beiträge: 11026

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von domain » Sa 27 Dez, 2008 20:13

meawk hat geschrieben: Und die Lowlightfähigkeiten sind brutal gut. Man kann in der Nacht filmen -
Stimmt, das war auch schon immer das Ziel jedweder Fotografie und Filmerei. Gehen wir hinaus in die Finsternis und mögen die Aufnahmen wie bei Tag aussehen, wo wir uns ausschlafen müssen.
Jeder Strahl der aufgehenden Sonne ist uns Vampiren der Nacht ein Gräuel, jede magische Stunde vor Sonnenuntergang zum Kotzen.
Finster muss es sein Freunde, wir sind Wesen der Nacht.




meawk
Beiträge: 1270

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » Sa 27 Dez, 2008 20:37

Jo - so isses, man will ja auch mal in der Dämmerung und den Abendstunden und in der Nacht filmen und nicht nur bei schönem Wetter. Und dann solls ja nicht so vergrieselt aussehen. Insofern, trotz a bissal Ironie - alles richtig.




MarcBallhaus
Beiträge: 1145

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von MarcBallhaus » So 28 Dez, 2008 07:15

Nun, ich komme aus der szenischen Ecke, bin es gewohnt einen Assi nur fürs Scharfziehen zu bezahlen und einen Oberbeleuchter dafür, dass er selbst keinen Finger krumm macht und nur seine Elektriker aka Beleuchter lossschickt ;)

Nein im Ernst, ich weiss wovon ich rede. Ich drehe sonst mit einer RED oder mit HD + Pro35 oder Letus oder Movietube. Ich habe die D90 natürlich mit anständigen Objektiven, wie z. B. einem 35 mm f/1.4 oder 50mm f/1.2 getestet, und schätze sehr wohl die Lowlight Fähigkeiten, die schon einen Deut besser aussehen als eine EX1 mit 18 dB Gain, aber ich habe auch mehrere Cams nebeneinander gehalten und nur deshalb komme ich zu diesem Endergebnis. Ich wollte die D90 ursprünglich ausschliesslich für LowLight Situationen einsetzen, wo es nicht lohnt 30kW Licht aufzubauen. Aber ich musste sie aussortieren, weil sie einfach nicht annähernd das kann, was sie verspricht. Als nächstes wird eine Canon EOS 5D MKII kommen und hoffentlich den Job erledigen.

Seid kritisch, macht den Test mit dem Siemensstern und urteilt selbst.

Im übrigen glaube ich nicht, dass es jemals ein Firmware Update geben wird, das h.264 unterstützt. Ganz einfach deshalb nicht, weil der Prozessor das nicht schafft. Das Encoding in H.264 ist etwa 5-6x so rechenintensiv wie das Encoding in MJPEG. Ich denke eher, es wird eine andere Kamera kommen oder eine überarbeitete D90 mit anderem Prozessor+Software.

MB




meawk
Beiträge: 1270

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » So 28 Dez, 2008 13:07

MarcBallhaus hat geschrieben: Im übrigen glaube ich nicht, dass es jemals ein Firmware Update geben wird, das h.264 unterstützt. Ganz einfach deshalb nicht, weil der Prozessor das nicht schafft. Das Encoding in H.264 ist etwa 5-6x so rechenintensiv wie das Encoding in MJPEG. Ich denke eher, es wird eine andere Kamera kommen oder eine überarbeitete D90 mit anderem Prozessor+Software.

MB
Warum?
Der Prozessor einer Canon SX1 IS schafft das auch.
Der Prozessor der D90 dürfte damit auch keine Probleme haben.




MarcBallhaus
Beiträge: 1145

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von MarcBallhaus » So 28 Dez, 2008 16:44

Kann ich mir einfach nicht vorstellen. Der Prozessor ist ja schon restlos damit überfordert überhaupt ein Video aufzuzeichnen, das sieht man ja an allen Ecken. Und so schlecht ist MJPEG auch garnicht, wenn das Ausgangsmaterial ok ist, lässt sich vor allem nativ sehr gut weiterverarbeiten, was bei H.264 so ohne weiteres ja nicht geht, zumindest nicht mit kleiner Rechnerleistung.

Wie gesagt, der Codec ist ja auch nicht schuld am miesen Bild, die Rate ist absolut ausreichend. Der Hund liegt ja wo ganz anders begraben.

MB




Bruno Peter
Beiträge: 4078

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von Bruno Peter » So 28 Dez, 2008 17:12

Die Videoeigenschaften dieser Kamera sind ja wirklich für die Tonne, siehe Wolfgangs Blog:

http://www.fxsupport.de/blog/aktuell.html
** S8-Hobbyfilmer seit 1970, Video seit 1988, Schmalfilmdigitalisierer seit 2007 **
http://www.videoundbild.de/




meawk
Beiträge: 1270

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » So 28 Dez, 2008 18:20

Ja wie gesagt - ich wiederhole mich zwar, ist aber bei der "was nicht sein darf, kann nicht sein" Fraktion notwendig.

Die meisten können die Camera nicht bedienen und beschweren sich dann über ihre miesen Ergebnisse. Ist wie beim blöden PC, der nicht funktioniert - nur, das Problem sitzt meistens vor dem PC.

sorry




MarcBallhaus
Beiträge: 1145

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von MarcBallhaus » So 28 Dez, 2008 18:21

Super!!!!! Danke für den Link. Dort steht ja quasi genau das was ich vermutet und Pi-Mal-Daumen ermittelt habe, nur vieeel besser!!! Endlich. Das nenne ich einen Test, und nicht diesen Volksverdummungsartikel um den es in diesem Thread geht!

Wer ist eigentlich der Autor des Artikels?

MB




Jan
Beiträge: 9612

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von Jan » So 28 Dez, 2008 18:26

Ich schätze Wolfgang normalerweise sehr, hier übertreibt er aber schon beachtlich. Ich habe mehrere Testvideos einer Panasonic GS 90 (Testsieger in mehreren Videomagazinen in der Consumer MiniDV Klasse für knapp 200 €) in ganz genau so einer Weihnachtsaufnahme beim Markt gesehen, diese Aufnahmen waren wirklich sehr dunkel und komplett verrauscht.


Die Kamera schafft in solch einer Situation eher 200 LP, ein Webcambild müsste nochmals deutlich darunter liegen.


Einige Aufnahmen der D 90 (besonders die ersten Bilder) sind schon ganz nett, hier wurden aber komplett die falschen Objektive verwendet (entweder auf Film gerechnet oder billigste Setoptiken).

Wie wärs zb mit 18-70 DX, 16-85 1:3,5 - 5,6 G ED VR, 17-55 1:2,8 G oder 70-200 1:2,8 G, das zuerst genannte ist von beachtlicher Qualität und trotzdem bezahlbar.

Ok , die mehr oder weniger nicht vorhandende manuelle Belichtung ist in der Form für die Tonne.


Hoffentlich hab ich die Canon bald....




meawk
Beiträge: 1270

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » So 28 Dez, 2008 18:28

Guckst Du hier:



und hier



Jooooooo . . .




meawk
Beiträge: 1270

Re: Test: NIKON D90 Videorevolution mit Tücken

Beitrag von meawk » So 28 Dez, 2008 18:35

Jan hat geschrieben:I

Ok , die mehr oder weniger nicht vorhandende manuelle Belichtung ist in der Form für die Tonne.


Hoffentlich hab ich die Canon bald....
Grober Unfug!!! Die D90 ist voll manuell steuerbar, wenn man es denn kann.

Der AF der Canon 5d II ist eine Katastrophe, sagt Canon selbst, zwar etwas schlanker, aber immerhin. Außerdem hab ich noch keinen guten Film eines Amateurs und der 5D II gesehen. Das Teil von Laforette ist kein Maßstab und der mußte sogar Nikon-Objektive mit Adapter benutzen, damit er manuell eingreifen konnte. Das ist im Videobereich ein Armutszeugnis von Canon mit Blick auf den 2500 Euro teuren Body der 5D II. Eine gute Fotoknipse ist sie aber.




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Hands On mit der Canon EOS C70


Wir hatten Gelegenheit zu einem ersten Hands-On inkl. erster Probeaufnahmen mit der neuen Canon EOS C70. Hier unsere Eindrücke zum neuen Einstiegsmodell in die Cinema EOS Linie, das mit einem völlig neuem Formfaktor aufwartet und tatsächlich viel mehr Pro ist, als man auf den ersten Blick meinen könnte. weiterlesen>>

Canon EOS R6 im Praxistest

Die Canon EOS R6 steht ein wenig im Schatten der Canon EOS R5 - allerdings zu unrecht, da sie für Filmer, die hochwertige 10 Bit Log 50/60p Formate benötigen die qualitativ bessere und zudem auch noch deutlich günstigere Alternative darstellt. Hier unsere Erfahrungen mit der Canon EOS R6, bei denen es um Hauttöne, Gimbal-Shots, LOG/LUT Workflows, 50p und vieles mehr geht. weiterlesen>>

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Die olympischen Spiele als großes bewegtes Puzzle, bei dem man sich die Teilchen passend zuschneiden kann -- genug Geduld vorausgesetzt...