Brahmavata Smithee
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Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » So 22 Mai, 2022 01:17

Heute war ein Horrortag - in die Freude, schöne Vintageobjektive für meine Panasonic S5 erstanden zu haben,
mischte sich der Schreck, das beim wiederholten Wechsel und Ausprobieren Dreck auf den Sensor kam.
Meine Methode heute:
Ein Brillenputztuch (keine Microfiber, eher wie glänzender Futterstoff) mit Neutralseife auswaschen
und zur Sicherheit zweimal in der Waschmaschine waschen, ohne Waschmittel.
Das feuchte Tuch über die Mitte zu einer Rolle falten und nur den Druck
dieser "Rolle" zum Reinigen nehmen,
nicht direkt mit dem Finger drücken.
Sehr langsam über den Sensor fahren, so dass die Feuchte sich weit verteilt
und nach einer/ zwei Sekunden wieder Rücksatandslos verdunstet ist.
Nach einem Wischen eine neue Fläche der Rolle nehmen
Das Ging recht gut, nur hinterliess etwas eine
fetthaltige Schliere. Die scheint nach zweimaligem Waschen des Tuches
und erneuten, drucklosen Wischens verschwunden.
Morgen sehe ich bei Sonnenlicht mehr,
natürlich nicht direkt in den Sensor gerichtet.
Es war Zeit zum Surfen, dabei stiess ich auf diese Seite,
zur Sensorreiniging welche Informationstechnisch der Overkill ist:

https://www.foto-schuhmacher.de/artikel ... igung.html

Das kann mir in Zukunft häufiger drohen, den Sensor reinigen zu müssen-
ne Art Fusselcheck 2.0, Kameraassistenten wissen, was ich meine.

Nur fühle ich mich mit meiner oben genannten Methode nicht wohl
- gut wäre, wenn nach einem fast drucklosem Wisch fast alles weg ist.

Methanol soll dazu das Mittel der wahl sein - ist aber giftig.
Und mal soll es für Sensoren wie den IBIS einer Sony Alpha ungeeignet sein, dann wieder schon.

Dazu schlug mal jemand bei DPReview Alarm - Solch ein Nassrreinigungsset hätte
schlieren auf dem Sensor hinterlassen - und diese seien erst nach Tagen aufgetaucht:
https://www.dpreview.com/forums/thread/4599242

Und stecken die selben Sensoren der Alphas nicht auch in den S-Kameras von Panasonic?

Daher die Frage:
Wie ist bei Panasonics S - Kameras der Sensor aufgebaut - ist immer ein Schutzglas davor?
Ist es immer von aussen mit einem IR Filter vergütet?
Wenn ja, wie ist dessen Rezeptur?
Und kann man von dieser darauf schliessen,
welche Alkohole die Vergütung angreifen würden, welche nicht?

Grüße,
Brahmavata




cantsin
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von cantsin » So 22 Mai, 2022 10:28

Tja, das klingt ein bisschen nach GAU - sorry, das so sagen zu müssen. Man sollte auf Sensoren nicht mit Brillenputztüchern reinigen, man sollte dieser Tücher (wegen der Rückstände) nicht mit Seife auswaschen, man sollte so ein Tuch nicht mit Leitungswasser befeuchten (weil dann noch Kalk und andere Rückstände hinzukommen). Ich hoffe nur, dass Du Dir die Sensoroberfläche nicht beschädigt hast und rate dringend, die Kamera schnellstmöglich zu einem Fotofachhändler zu bringen und dort den Sensor noch einmal professionell reinigen zu lassen, was ca. 20-30 Euro kostet.

Was Du in der Zukunft machen kannst: kauf Dir einen großen manuellen Blasebalg (z.B. aus dem Objektivreinigungssset von Zeiss - meine Empfehlung) und puste damit die Rückseite jedes Objektivs ab, bevor Du es an die Kamera schraubst. Wenn trotzdem Staub auf dem Sensor landet, schalte die Kamera aus und versuche, den Staub mit dem Blasebalg wegzublasen.

Wenn das auch nicht funktionieren sollte, gibt es im Handel professionelle Reinigungskits für Full Frame-Sensoren, die geeignete Reinigungsflüssigkeit und einen Reibigungsspatel enthalten. Es gibt dafür auch diverse Anleitungen im Netz. Aber ich selbst würde das nur bei billigen Gevrauchtkameras machen und für meine S5 immer zum Händler bzw. dessen Werkstatt gehen.




rush
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von rush » So 22 Mai, 2022 10:45

Ich hatte den Sensor meiner A7RII in ihren 5-6 Jahren bei mir insgesamt zwei oder dreimal mit solchen Sensor-Swabs (keinen Stempel) gereinigt. Das ging ziemlich problemlos und Sensorstaub war anschließend abgeblendet nicht mehr erkennbar. Auch sonst habe ich keine Nachteile festgestellt.

Wichtig: Reinigungsmodus in der Kamera aktivieren damit der Sensor stabil steht.
keep ya head up




Frank Glencairn
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Frank Glencairn » So 22 Mai, 2022 12:27

cantsin hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 10:28
Ich hoffe nur, dass Du Dir die Sensoroberfläche nicht beschädigt hast ...
Euch ist bewußt, daß hier niemand "den Senor" reinigt, sondern nur das Glas davor?

Ich benutze seit Jahren das hier, hat sich bestens bewährt.

https://www.visibledust.com/
cantsin hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 10:28
Wenn trotzdem Staub auf dem Sensor landet, schalte die Kamera aus und versuche, den Staub mit dem Blasebalg wegzublasen.
Ja, ein Blasebalg ist immer die erste Wahl, bevor man was anderes benutzt.
Allerdings nur wenn man einen mit Filter hat, sonst bläst man sich nur zusätzliches Zeig drauf (Staub, Pollen, Partikel etc.)

Zuletzt geändert von Frank Glencairn am So 22 Mai, 2022 12:32, insgesamt 1-mal geändert.




cantsin
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von cantsin » So 22 Mai, 2022 12:31

Frank Glencairn hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 12:27
cantsin hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 10:28
Ich hoffe nur, dass Du Dir die Sensoroberfläche nicht beschädigt hast ...
Euch ist bewußt, daß hier niemand "den Senor" reinigt, sondern nur das Glas davor?
Ja. (Wobei das Glas fest eingebautes Teil des Sensors ist - Definitionssache. Man kann auch beschädigtes Glas i.d.R. nicht austauschen, sondern braucht einen Vollaustausch des Sensors.)

Aber die eingangs beschriebene Methode kann Rückstände/Schlieren und Mikrokratzer auf dem Filterglas hinterlassen. Und wegen der kleineren Oberfläche sind die dann auch sichtbarer als vergleichbare Putzspuren auf einem Objektiv.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » So 22 Mai, 2022 13:52

Danke für die Antworten!
Ich sehe meine einmalige Aktion noch relativ entspannt,
da ich mit sehr, sehr wenig Druck gearbeitet habe.
Dazu habe ich den Sensortest gemacht, gegen den blauen Himmel
bei Blende 32(!) im High Resolution Mode der S5 -
noch mal Glück gehabt, ich sehe keine Defekte.

Ich habe mir den Eclipse Sensorreiniger mit den dazugehörigen Swabs bestellt.
Es hiess, das Methanol würde Sensoren der Sony α7 III zerstören,
ist aber in im folgenden Bulletin klargestellt, dass der Reiniger ok sein soll:
http://photosol.com/wp/wp-content/uploa ... update.pdf

Genaueres zur Beschichtung findet man aber nicht zu Sonys Exmor IMX410 Sensor,
der laut Wikipedia in der Sony α7 III, Nikon Z 6 Panasonic S1/S1H
(und damit auch S5) und Sigma fp verbaut ist.

Und es gibt widersprüchliche Aussagen zu (CMOS) Sensoren:
Mal heisst es, das CMOS Sensorglas im letzten Gang mit Siliziumnitrit passiviert wird,
welches sehr hart ist.
Dann soll es widerum Indiumzinnoxid sein - als unsichtbare Leiterbahn auf dem Sensor
unverzichtbar (also unterhalb des Schutzglases) auf dem Glas ein guter Infrarot-Blocker -
und sehr weich.

Beim ewähnten Exmor IMX410 Sensor findet man die meisten Infos bei den Astrokameras:
Bei der QHY410C wird dort vor der Kratzempfindlichkeit der Antireflex / IR beschichtung gewarnt.
Spannend wäre, herauszufinden, aus welchen Verbindungen diese (mehrlagigen?) Beschichtungen bestehen.
mit der Annahme, dass die Rezepturen sich ähneln und man eine Vorstellung der Empfindlichkeit bekommt...

Last but not least, so ernst ich eure Warnungen vor Putztüchern und Leitungswasser nehme:
Wer hat es selber erlebt, dass er sich seinen Sensor damit ruiniert hat?
Grüße, Brahmavata
Zuletzt geändert von Brahmavata Smithee am So 22 Mai, 2022 16:36, insgesamt 1-mal geändert.




cantsin
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von cantsin » So 22 Mai, 2022 16:10

Hier noch ein Foto des Zeiss-Blasebalgs:

PXL_MWP_20220522_140625333.NIGHT.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.




cantsin
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von cantsin » So 22 Mai, 2022 16:18

Brahmavata Smithee hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 13:52
Last but not least, so ernst ich eure Warnungen vor Putztüchern und Leitungswasser nehme:
Wer hat es selber erlebt, dass er sich seinen Sensor damit ruiniert hat?
Ich kenne das von Objektiven. Bei fast allen Vintage-Objektiv-Gebrauchthändlern sind "cleaning marks"/"Putzspuren" and "coating damaged through cleaning" häufige Warnhinweise bzw. Angaben zur Qualität der Gebrauchtware, und die Schuldigen dabei praktisch immer Putztücher. Auf Sensorfiltern gibt es u.a. Antireflexions-Coatings.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » So 22 Mai, 2022 16:52

Ich kenne das von Objektiven. Bei fast allen Vintage-Objektiv-Gebrauchthändlern sind "cleaning marks"/"Putzspuren" and "coating damaged through cleaning" häufige Warnhinweise bzw. Angaben zur Qualität der Gebrauchtware, und die Schuldigen dabei praktisch immer Putztücher. Auf Sensorfiltern gibt es u.a. Antireflexions-Coatings.
Also nicht selber an einem Objektiv oder Sensor erlebt oder Zeuge solch einer Schrottung per Brillenputztuch gewesen?




MK
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von MK » So 22 Mai, 2022 16:59

Brahmavata Smithee hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 13:52

Last but not least, so ernst ich eure Warnungen vor Putztüchern und Leitungswasser nehme:
Wer hat es selber erlebt, dass er sich seinen Sensor damit ruiniert hat?
Grüße, Brahmavata
Wenn es zumindest destilliertes Wasser gewesen wäre...

Und mit Brillenputztüchern kriegt man nicht mal Monitore streifenfrei sauber weil da Mittel für eine antibeschlagende Wirkung drin sind die als Schicht auf der Oberfläche verbleiben.

Zur technischen Reinigung kommt eigentlich fast immer hochreiner Alkohol zum Einsatz. Muss natürlich unvergällt sein weil es sonst zu Rückständen kommen kann... besonders wenn man den in der Apotheke holt. Und wenn man vorher mit was anderem gereinigt hat kann es ein paar Durchgänge benötigen das wieder ganz runterzukriegen.

Wie hart die Beschichtung ist keine Ahnung. Ich habe vor vielen Jahren mal eine beschädigte Beschichtung von einem Broadcast Röhrenmonitor entfernt. Das war eine Heidenarbeit und nur mit Schleifpaste zu bewerkstelligen. Oberflächlich beschädigen geht aber recht schnell mit den falschen Tüchern.




roki100
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von roki100 » So 22 Mai, 2022 17:01

Mit "rogge lcd reiniger" habe ich alles sauber bekommen. Eclipse und andere Zeug (zB. Alkohol mit destillierte Wasser mischen Empfehlungen uvm.) schon alles ausprobiert... Mit rogge lcd reiniger habe ich beste Erfahrung gemacht - keine streifspuren oÄ. alles sauber. Damit habe ich sowohl Linsen (Canon FD und EF zerlegt und innere Linsen) gereinigt und auch Sensor....

1. Zuerst mit dem Pusteding staub wegpusten...
2. Rogge Reiniger auf Wattestäbchen drauf sprühen und den Sensor vorsichtig Nasswischen, mit der andere/trockene Seite vom Wattestäbchen trocken wischen...

Darfst nicht zu fest drauf drücken und wischen, möglichst sanft drüber wischen...

Und was habe ich vorher gemacht? Ca. 100 Videos geschaut... Eclipse, Alkohol etc. Stabs uvm. gekauft (ca. 60 Euro dafür ausgegeben), um später festzustellen, dass das geschmissenes Geld und reine Zeitverschwendung war... Das Pusteding, rogge lcd reiniger und Wattestäbchen war die günstigste aber (zumindest in meinem Fall) auch die beste Option.
Jesus und das (zweite) Gebot: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!’
SlashCam-User und das (erste) Gebot über alles: "Du sollst deine Kamera lieben wie dich selbst!"

Zuletzt geändert von roki100 am Mo 23 Mai, 2022 00:05, insgesamt 3-mal geändert.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » So 22 Mai, 2022 17:31

Und mit Brillenputztüchern kriegt man nicht mal Monitore streifenfrei sauber weil da Mittel für eine antibeschlagende Wirkung drin sind die als Schicht auf der Oberfläche verbleiben.
War, wie ja, wie Eingangs detailliert beschrieben, ein mehrmals gewaschenes Stofftuch für Brillen und nicht diese Einmaldinger...
Eclipse und andere Zeug (zB. Alkohol mit Wasser mischen Empfehlungen uvm.) schon alles ausprobiert...
Genau das mixen soll zu Schlieren führen, auch mit destilliertem Wasser...
Welche Sensoren hast du mit den Rogge-Reiniger behandelt?

Wattestäbchen wären für mich ebenso wenig geeignet wie mein Putztuch - gerade trocken ist es
doch recht rauh - ich habe damit sehr viele CD-Player Linsen gereinigt und dabei immer darauf geachtet, dass es feucht bleibt
Ich fürchte, der Adapter von Canon FD zum L-Mount an der S5 ist nicht ganz am Drama unschuldig-
statt ihn mit Anireflexionslacken wie Nextel zu beschichten, sind einfach Samtstreifen
innenseitig eingeklebt - und darauf sammelt sich der Staub!
Zuletzt geändert von Brahmavata Smithee am So 22 Mai, 2022 18:02, insgesamt 1-mal geändert.




roki100
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von roki100 » So 22 Mai, 2022 17:38

Brahmavata Smithee hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 17:31
Welche Sensoren hast du mit den Rogge-Reiniger behandelt?
OG BMPCC und rawlite OLPF Glas, der vor dem Sensor sitzt.


Das Blöde mit Eclipse war, dass danach, als sich wieder Staub auf OLPF Glas sammelte, Staub quasi drauf klebte. Puste wie Weltmeister und es will einfach nicht weg. Auch das ist mit günstige Reinigungsmittel von Rogge kein Problem mehr...
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MK
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von MK » So 22 Mai, 2022 18:05

Wenn es auch mit hochreinen Flüssigkeiten schliert liegt irgendwo eine Verunreinigung vor die dann halt weiter verteilt wird.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » So 22 Mai, 2022 18:10

OG BMPCC und rawlite OLPF Glas, der vor dem Sensor sitzt.
Also du meinst den Sensor der ersten Blackmagic Pocket und und ein zusätzliches Glas,
/ Low pass filter, den man vor den Sensor setzt?
https://rawlite.com/
Wenn es auch mit hochreinen Flüssigkeiten schliert liegt irgendwo eine Verunreinigung vor die dann halt weiter verteilt wird.
Das kann auch an den Vergällungsstoffen liegen.
Wenn man mit einer Isopropanol / Wasser Mix reinigt, verflüchtig sich der Alk,
das Wasser bleibt mit dem Dreck etwas länger liegen - Schlieren.

Ein Spruch aus vergangenen Schallplattenzeiten - einmal nass (abgespielt), immer nass.
Das bewahrte einen auch davor, seine LP zu verleihen...

Vor 20 jahren kursierte der Tipp, den Sensor grosszügig mit destiliertem Wasser zu benetzen
und den Dreck per Q-Tip abzusaugen - IBIS gabs noch nicht...
Don't do this at home:
https://www.dslr-forum.de/showthread.ph ... post256053




cantsin
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von cantsin » So 22 Mai, 2022 19:18

Also, ich verstehe diese Diskussion hier nicht wirklich. Fertige, bewährte Sensorreinigungs-Kits gibt's für 20-30 EUR bei Online-Händlern. Die haben die chemisch geeignete Reinigungsflüssigkeit und qua Material und Größe perfekte Reinigungsspatel/Swabs. Mit so einem Kit gehen mehrere Reinigungen.

Alternativ kann man für den gleichen Preis beim Fachhändler eine einmalige Reinigung vornehmen lassen, was i.d.R. ambulant geht und 10-30 Minuten lang dauert. (Ich bin da persönlich mehr von der Abteilung Vorsicht und tue, bei meinen besseren Kameras, letzteres.)

Dies wäre so ziemlich der allerletzte Posten, an dem ich noch mehr Geld zu sparen versuchen würde, zumal wenn es hier um die Grundfunktion einer 1800-Euro-Kamera geht...




MK
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von MK » So 22 Mai, 2022 20:28

Brahmavata Smithee hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 18:10
Das kann auch an den Vergällungsstoffen liegen.
Hatte ich oben geschrieben... deswegen unvergällten Alkohol für technische Anwendungen nutzen, und auch nicht das destillierte Wasser aus dem Baumarkt wo 5 Liter 1,49 kosten... aber so ist es halt mit den schlauen Tipps aus dem Internet.

Wenn man die Flüssigkeit mit dem gelösten Dreck darin wieder antrocknen lässt ist es auch egal mit was man putzt oder wie man was mischt.

Wattestäbchen gibt es auch fusselfrei, aber halt nicht im Drogeriermarkt.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » So 22 Mai, 2022 20:39

Also, ich verstehe diese Diskussion hier nicht wirklich. Fertige, bewährte Sensorreinigungs-Kits gibt's für 20-30 EUR bei Online-Händlern. Die haben die chemisch geeignete Reinigungsflüssigkeit und qua Material und Größe perfekte Reinigungsspatel/Swabs. Mit so einem Kit gehen mehrere Reinigungen.
Steht alles im ersten Post. Auch wuden in dem verlinkten Artikel
Reinigungsswabs getestet, mit schlechten Ergebnis.
Und es wäre schick zu wissen, worauf man da eigentlich rumscheuert,
ob die Vergütung des IMX410 Sensors (ohne Tiefpass) was abkann oder nicht...

Ein S5 user hat mir inzwischen dieses Kit empfohlen:
https://www.lens-aid.de/shop/sensor-bun ... sparpreis/
Zuletzt geändert von Brahmavata Smithee am So 22 Mai, 2022 21:20, insgesamt 2-mal geändert.




TomStg
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von TomStg » So 22 Mai, 2022 21:07

cantsin hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 19:18
Also, ich verstehe diese Diskussion hier nicht wirklich. Fertige, bewährte Sensorreinigungs-Kits gibt's für 20-30 EUR bei Online-Händlern. Die haben die chemisch geeignete Reinigungsflüssigkeit und qua Material und Größe perfekte Reinigungsspatel/Swabs. Mit so einem Kit gehen mehrere Reinigungen.

Alternativ kann man für den gleichen Preis beim Fachhändler eine einmalige Reinigung vornehmen lassen, was i.d.R. ambulant geht und 10-30 Minuten lang dauert. (Ich bin da persönlich mehr von der Abteilung Vorsicht und tue, bei meinen besseren Kameras, letzteres.)

Dies wäre so ziemlich der allerletzte Posten, an dem ich noch mehr Geld zu sparen versuchen würde, zumal wenn es hier um die Grundfunktion einer 1800-Euro-Kamera geht...
Kann ich nur 5x unterstreichen!
Wer den Sensor, dh das wichtigste Bauteil seiner Kamera so leichtfertig aufs Spiel setzt, dem ist nicht mehr zu helfen!




TomStg
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von TomStg » So 22 Mai, 2022 21:12

Brahmavata Smithee hat geschrieben:
So 22 Mai, 2022 20:39
Steht alles im ersten Post.
Schon im ersten Post wurde ein Fass aufgemacht, das ganz schnell wieder geschlossen werden sollte.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » So 22 Mai, 2022 21:21

Schon im ersten Post wurde ein Fass aufgemacht, das ganz schnell wieder geschlossen werden sollte.
Ach ja? Hier kommt die Titanic:




pillepalle
Beiträge: 5606

Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von pillepalle » So 22 Mai, 2022 21:33

Es gibt doch schon lange die perfekte Anleitung zur Sensorreinigung...



Was mich dann aber schon ein wenig überrascht hat, dass Arri zum reinigen ihrer Optiken einfachen Fensterreiniger empfiehlt :)



VG
Seit die Phönizier das Geld erfunden haben erwarte ich keinen Dank mehr.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » So 22 Mai, 2022 23:12

Bleiben wir gleich bei ARRI:
https://www.arri.com/resource/blob/1781 ... s-data.pdf
Auch da halb so wild. Arri macht aber Teile der Sensor-Produktion selbst
und hat sicher an eine widerstandfähige Oberfläche gedacht.
Man darf mit mit Luft aus dem Blasebalg,
danach Scheibenreiniger,
destilliertem Wasser, Isopropropyl ran,
in der Reihenfolge, mit diesen Reinigungsstäbchen:
https://www.texwipe.com/absorbond-tx762




vobe49
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von vobe49 » Mo 23 Mai, 2022 01:03

Hatte kürzlich während unseres Andalusien-Urlaubs erstmals meine neue Sony Alpha 6600 mit Sony 10 - 18 mm und Sony 18 - 135 mm im "harten" Einsatz und recht schnell auch einen Fussel oder so etwas und später wahrscheinlich auch mal Staub auf dem Sensor. Ärgerlich insbesondere bei Filmen, was ich hauptsächlich mit der Kamera tue und wenn man es nicht schnell merkt. Ärgerlich auch, weil ich nur wenige Objektivwechsel hatte und prinzipiell auch außerordentlich vorsichtig war. Beim Fotografieren ist so ein Staubkorn auf dem Sensor kein Beinbruch; beim filmen schon eher.

Meine Erfahrung in Bezug auf die Wirksamkeit der Sensorreinigung bei Staub / Fusseln: Objektiv ab, Kamera mit Sensor nach unten halten und die Sensorreinigung der Kamera laufen lassen. Danach mit einem Blasebalg vorsichtig den Sensor freiblasen. Sitzt das Staubkorn etwas fester hilft ein Stäbchen aus einem Reinigungsset. Deutlich schwerer ist es, Aerosole auf dem Sensor zu beseitigen. Die fängt man sich schnell am Meer ein. Flüssige (professionelle) Reinigungsmittel auf dem Sensor bürgen nach meiner Erfahrung immer ein gewisses Risiko. Daher wechsele ich nicht gerne Objektive und lasse in unsicherer Umgebung lieber gleich das 18 - 135 mm drauf. Allerdings bringen die 10 mm beim filmen oftmals die interessanteren Einstellungen.

Frage: wie kontrolliert ihr die Staubfreiheit des Sensors unterwegs, um Schlimmes zu vermeiden. Ich habe unterwegs des Öfteren die Kamera gen Himmel gerichtet und abends im Hotel ein Foto der hellen Bettdecke gemacht. Hat jemand eine bessere/sichere Methode zu bieten ?

LG vobe49




pillepalle
Beiträge: 5606

Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von pillepalle » Mo 23 Mai, 2022 01:25

vobe49 hat geschrieben:
Mo 23 Mai, 2022 01:03
Frage: wie kontrolliert ihr die Staubfreiheit des Sensors unterwegs, um Schlimmes zu vermeiden. Ich habe unterwegs des Öfteren die Kamera gen Himmel gerichtet und abends im Hotel ein Foto der hellen Bettdecke gemacht. Hat jemand eine bessere/sichere Methode zu bieten ?
Himmel funktioniert gut. Blende schließen und Motiv unscharf stellen. Jede gleichmäßig helle Fläche tut es eigentlich. Da sieht man Flecken am ehesten. Falls man ein weißes Stück Plexiglas dabei hat, kann man das auch vor die Optik halten. Zuhause tut es auch ein alter Leuchtkasten, (wer sowas noch hat), oder eine LED mit Kunststoffdiffusor davor, usw.

Hab aber ehrlich gesagt fast nie Staubprobleme. Die Sensorreinigung beim Aus-/Einschalten der Kamera scheint ganz gut zu funktionieren.

VG
Seit die Phönizier das Geld erfunden haben erwarte ich keinen Dank mehr.




Darth Schneider
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Darth Schneider » Mo 23 Mai, 2022 07:23

Also das mit dem Glasreiniger mag bei den Arris so gut gehen, aber bei anderen Kameras würde ich jetzt zum Sensor reinigen kein normaler Glasreiniger empfehlen.
Und finde den Tipp diesbezüglich von Arri eher sehr befremdlich…
Das ist ziemlich scharfes Zeugs..
Das nehm ich nicht mal für meine Brille..;)
Ausserdem gibt es zig verschiedene Glasreiniger, weniger starke bis zu sehr starken, professionelle Reinigungsmittel , bis solche mit noch ganz anderen Eigenschaften…
Welches ist das richtige, Ajax, Fen1000 ?
Gar keins…
Das wäre ja dann sonst wie ein Spiel mit dem Feuer.
Gruss Boris
Alles vor und rund herum um die Kamera ist für einen guten Film viel, viel wichtiger als die Kamera selber.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » Mo 23 Mai, 2022 14:16

Das ist ziemlich scharfes Zeugs..
Weil...?
Ein Kommentator betont im Sensor-Scratch-Video,
dass die Aniti-Reflex-Beschichtung des Sensorglases
aus Magnesiumflourid besteht.
Heisse Schwefelsäure mag es nicht,
ansonsten ist es chemisch stabil.
Härte nach Mohs: 6
Sand (Siliciumdioxid) kann mit der Härte 7 ein Sensorglas also "ritzen"...




Darth Schneider
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Darth Schneider » Mo 23 Mai, 2022 14:35

Schwefelsäure ?
Das ist bei allen Sensoren von allen Herstellern so ?
Chemisch stabil ?
Wohl kaum.D

Und kalte Schwefelsäure mag die Kamera rund um den Sensor eh gar nicht, ich denke nur schon die Dämpfe alleine an sich sind sicher sehr gefährlich.
Greift fast alles an…, auch natürlich Glas…
Ich weiss es, ich muss mit dem Zeugs schliesslich arbeiten….;)

Ich würde auch mit einfachen Haushaltsreiniger und Scheibenreiniger aufpassen.
Wer weiss schon ganz genau was da alles womöglich drin ist….?
Und wenn du jetzt glaubst des stehe genau auf der Verpackung irrst du dich…
Nur auf den professionellen Industrie Reinigungsmitteln ist das wirklich genau angegeben.
Gruss Boris
Alles vor und rund herum um die Kamera ist für einen guten Film viel, viel wichtiger als die Kamera selber.

Zuletzt geändert von Darth Schneider am Mo 23 Mai, 2022 15:28, insgesamt 1-mal geändert.




MK
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von MK » Mo 23 Mai, 2022 15:19

Alleine von Sidolin gibt es zig verschiedene Varianten. Von Abperleffekt bis zu sonstigen Zusätzen. Wobei streifenfrei da meistens schon bei Fenstern nicht funktioniert.




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » Do 26 Mai, 2022 15:25

An die Hausfrauen - ARRI schreibt vor, dass man mit (bi) destilliertem wasser nachwischt,
und mit hochreinen Isopropanol nachwischt - die Streifen sind also erst einmal vernachlässigbar.

Zurück zum Sensor der S5, der auch in der Sony A7III und Pansonic S1 steckt:

Hier wird eine A7III zerlegt:
Dabei erstaunt, wie dick das Frontglas der beweglichen Sensoreinheit ist - man möchte ja meinen,
weniger Masse wäre besser.

https://kolarivision.com/sony-a7r-iii-d ... -teardown/

Als Filter, welche sichtbares Licht durchlassen, werden Lithiumniobat (Mohs-Härte5)

https://dslrbodies.com/cameras/camera-a ... ensor.html

und, sehr viel wahrscheinlicher, Indiumzinnoxid eingesetzt.
Letzteres dient nicht nur generell als durchsichtiger Stromleiter
sondern auch der elektristatischen Reinigung.
Natürlich bleibt das Trägermaterial entscheidend, wenn die Härte der
der ultradünnen Beschichtung höher ist.
Aber nach den Quellen, die ich gefunden habe,

https://www.researchgate.net/publicatio ... f_ITO_film

liegt die Härte von ITO Beschichtungen zwischen 4,9 und 12 GPa.
Das liegt in etwa zwischen Apatit und Quarz. (Mohs Härte 5-7)

Es ist also "safe" zu sagen, dass man die Beschichtung von ITO
und Lithiumniobat nicht mit Kalk aber auf jeden fall mit Sand zerkratzt bekommt -
wobei Lithiumniobat empfindlicher ist - und auch mal zum Q-Tip greifen kann....




MK
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von MK » Do 26 Mai, 2022 15:35

Mit dem General Bergfrühling wird es sogar blütenfrisch...




Brahmavata Smithee
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Re: Panasonics S Kameras: "Nasse" Sensorreinigung - womit?

Beitrag von Brahmavata Smithee » Fr 03 Jun, 2022 21:45

Um den Thread mal wieder auf professionelles Niveau zu bringen:
Ich habe das Nass-Reinigungsset von Lens-Aid mit Spateln probiert,
Kimtech Science Einmaltücher 7552
zur Labor und Optikreinigung und die von Arri empfohlenen
Texwipe Absorbond ® Swab TX762.
Dazu die Reinigungsflüssigkeit von Lens-Aid,
Hochreines Bidestilliertes Wasser,
Isopropanol, 99,5 Prozent.
Methanol wollte ich nicht verwenden,
ist giftig und auch schwer zu kriegen,
ausser man bestellt es als "Eclipse" bei der Firma photosol.

Alles hinterlässt Niederschläge auf dem Sensor,
solange es nicht homöopathisch angewendet wird_
-Lens-Aid sowieso, weil seifenfenbasiert,
die Flüssigkeit schäumt beim Schütteln.
-Das Isopropanol, weil es Feuchtigkeit aus der Umgebung zieht.
Wahrscheinlich verdunstet Isapropanol nur im Reinraum rückstandsfrei.
-lediglich das bidestillierte Wasser verdunstet - fast - rückstandslos.
Ärgerlich, denn bei Lens Aid und co ist man Anfangs gezwungen, mehr anzuwenden,
wenn der Fleck - wie bei mir- hartnäckig ist, Öl oder Fett.

Bei den Spateln von Lens-Aid ebenso wie bei den Swabs von Texwipe
hat man zu wenig Stoff auf dem Kunststoffträger,
nicht mehr als einen halben Millimeter, eher weniger.
Das Sandkorn, dass man damit in den Sensor kratzen kann,
würde man zwar vorher sehen und auch weggeblasen bekommen
- aber mich verwundert, dass Q-Tips verteufelt werden,
wo immer 3-4mm Baumwolle über dem Träger liegen
Habe ich aber nicht getestet.
Dazu sind ein Drittel der Spatel von Lens-Aid durch die Spannung
des Reinigungs-Vlieses verzogen - sie müssten plan sein,
um ohne übermäßigen Druck über den Sensor gezogen zu werden.
Nachdem die Spatel aufgebraucht waren - und das geht schnell,
wenn man nur einmal wischt, ohne den Spatel zu drehen - habe ich
die Spatel vom Stoff befreit und nach der Anleitung von https://www.foto-schuhmacher.de/artikel ... igung.html
mit dem Kimtech Einmaltuch 7552 umwickelt, so dass ich jetzt
4 - 6 Lagen Stoff auf dem Spatel hatte
Die Dinger fühlen sich nicht anders an als normale Taschentücher-
und fusseln (eher pudern) wenn man nur Alkohol zum Reinigen nimmt.
Man kehrt eigentlich nur winzige "Schneeflöckchen" in die Sensorecken.

Auftritt der von Arri empfohlenen Absorbond Swabs TX762.
Die sind kleiner als ich es mir vorstellte, haben ebenso nur einen
hauchdünnnen Polypropylen-"Bausch" auf dem Träger.
Da der Sensor der S5 tiefer im Gehäuse liegt, muss man das Stück
mit dem Reinigungsbausch beim rausnehmen um 90 Grad knicken -
noch in der Tüte, in welcher sie geliefert werden,
damit kein Fingerfett drauf kommt.
Sonst kommt man nicht in die Sensormitte.
Mit den TX762 habe ich den Sensor dann sauber bekommen,
mit sehr wenig Isopropanol und mit so wenig Druck wie es nur geht.
Will man Rückstände von Lens Aid oder reichlich angewendeten
Isopropanol weg bekommen, gibt es noch eine Methode,
die für den Sensor nicht ungefährlich ist:
Die Absorbond Swabs TX762 saugen zwar alkoholbasierte Flüssigkeiten
sofort auf, nicht aber reines, bidestilliertes Wasser.
Ich habe von Wasser einen Maikäfer-grossen Tropfen
(eher ein kleiner Maikäfer) auf dem Sensor abgelegt und ihn dann mit dem
TX762 Swab über den Sensor geführt - ohne dass der Swab die Oberfläche berührte.
Das bidestillierte Wasser nahm alle Rückstände auf.
Man muss dabei aber extrem Aufpassen, dem Rahmen des Sensors
nicht zu nahe zu kommen - saugt der was vom Wasser auf,
sickert es zwischen die Sensorgläser. Zuviel aufgebrachter Alkohol
hingegen verdampft dagegen schnell genug.
Kleiner Nebeneffekt- der Tropfen zieht nach, wo noch Dreck ist
und läuft als Kügelchen wo der Sensor sauber ist. Man braucht keine Lupe.
Am Ende den Tropfen in die Sensormitte zum liegen gebracht, abgetupft, fertig.
Oder halt einen letzten Wischgang mit sehr wenig Isopropanol.

Zum Sensor selber:
Im Menu das Sensorcleaning anschalten, die Kamera dann nicht ausschalten.
Der Sensor bleibt dann in einer Position fixiert.
Will man aber an die Ränder des Sensors, ist das Arbeiten im abgeschalteten
Zustand besser. Hält man die Kamera auf dem Kopf, Links, Rechts,
sinkt der Sensor auch entsprechend ab und man kann seinen Rahmen besser sehen
und die Sensorränder besser wischen.
Es scheint auch wohl ein Mißverständnis zu geben,
wie fragil die IBIS Sensoren aufgehängt sind.
Der Sensor wird nicht durch mechanische Arme bewegt,
sondern wie die Linse eines CD-Players durch Magnetfelder.
Und diese haben eine ziemliche Kraft.
Trotzdem wie ein rohes Ei behandeln und so wenig
beim Reinigen drücken,
dass man den Druck selber kaum in den Fingern spürt.
Keine Panik am Anfang - was oft wie ein Kratzer ausschaut,
ist verschmierter Schmutz...




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