Drushba
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Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von Drushba » Fr 01 Mai, 2020 16:06

Hi, mir ist coronabedingt langweilig und ich möchte programmieren lernen. Warum? Derzeit werde ich wie wir alle bombardiert mit Werbung zum Codenlernen und langsam fruchtet das bei mir. )) Da stellt sich für mich die Frage, was wohl für Filmer die beste Sprache wäre. Im Auge habe ich für das erste, eigene Projekt zwar eine browserbasierte Drehplan- und Produktionssoftware, die an meine Bedürfnisse angepasst ist und die ich derzeit so nicht auf dem Markt finde. Klar ist aber auch, dass das viel zu umfangreich für mich alleine ist und ich bei der Umsetzung deshalb ohnehin mit Programmierern zusammenarbeiten werden muss. Trotzdem will ich was davon verstehen.)) Beim ersten Umschauen hab ich Javascript ausmachen können, aber vielleicht fällt Euch ja was ein, was für Filmer noch interessanter sein könnte, egal auf welchem Gebiet oder für welche Anwendung. Und: Ich hab - bis auf meine verschollenen Basic-Kenntnisse aus C64 Zeiten - überhaupt keinen Plan. Gar keinen. Merci schonmal für Input, gerne auch für lohnenswerte bzw. fehlende Softwarelösungen.))

PS: Bin auf Mac only
"Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren." Hippokrates von Kos, 460 bis 370 v. Chr

Zuletzt geändert von Drushba am Fr 01 Mai, 2020 17:46, insgesamt 2-mal geändert.




Alex T
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von Alex T » Fr 01 Mai, 2020 16:30

Ich bin jetzt Keiner, der einen guten Überblick über alle Programmiersprachen hat, allerdings war ich damals (C-64/Amiga/erster PC) auch sehr früh mit Basic zugange, weiterhin Turbo Pascal, DBAse und Clipper. Dann 2 Jahrzehnte gar nichts mehr programmiert. Als es mich dann wieder gepackt hat, bin ich in Visual Basic (.NET) eingestiegen. Das ging für mich ganz gut und nach 2 Wochen hatte ich einen für meine Verhältnisse recht komplexen Code geschrieben. Soweit ich weiß kannst du kostenlos loslegen mit Visual Studio.

P.S.: Und Tipp gegen Werbung - Falls die aus dem Browser kommt, empfehle ich folgende Plugins/Erweiterungen/Addons:
  • UBlock Origin
  • Track me not (TMN)
  • Canvas Fingerprint Defender
  • Cookie Quick Manager
  • HTTPS everywhere
  • Redirector
  • Privacy Badger
  • Facebook Container
Die meisten sollten für Chrome und Mozilla verfügbar sein, MAC/Safari kenn ich mich nicht aus...
„Es gibt wohl zwei gleichberechtigte Wege um in der Medienbranche zu arbeiten: Man lernt die Theorie und fängt dann an, das zu tun was man weiß. Oder man lernt in der Praxis und weiß dann, was man tut“




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 17:15

Die frage ist, was willst Du genau machen? Auch GUI oder Webbasierte Programmierung? Unix oder Windows...?

Das andere ist, willst Du dir schwieriger machen oder leichter haben? ;)
Statt Visual Studio, würde ich immer noch eher AutoIT empfehlen. AutoIT ist unterschätzt aber mächtig....und da meistens von Virenmacher "missbraucht", werden AutoIT Programme von Virenscanner meistens auch als Viren erkannt. ;)

Unix&Scripting: da würde ich dir klar #!/bin/bash empfehlen und auf jeden Fall, Perl oder TCL.

Einfach mal testen. Es ist unterschiedlich, was einer als "logischer" für sich selbst kapiert. In den meisten Fällen macht man sich auch schwieriger, indem man meint (weil man das so irgendwo gelesen hat, jedoch nicht klar und eindeutig rübergebracht), dass objektorientierte Programmierung (kurz OOP), besser sei, was totaler quatsch ist. Das merkt man aber mit der Erfahrung und kennst dann die Möglichkeiten und wunderst dich darüber, wie schwer Du dir damals mit OOP das leben gemacht hast. ;)
OOP macht also nicht immer Sinn, nur bei Großprojekten und Gruppen-Programmierung, wo auch bestimmte Standards beachtet werden, weil die anderen sich auch daran halten müssen.
Wenn Du aber als ein-Mann-Kopf etwas programmierst, dann scheiß auf die Standards bzw. irgendwelche Regeln die von dritte als feste regeln eingeführt wurden. An diese musst Du dich nicht wirklich halten. Wichtig ist, Ziel zu erreichen, wie Du dahin kommst, ist erstmal egal. Mit der Zeit lernst Du dann, wie Du das eigene Programm "Modular" aufbauen kannst bzw. soll etwas neues dazu kommen? Dann lernst Du, wie Du von beginn daran denkst, so das Programm zu schreiben, um neue Funktionen etc. zukünftig einbauen zu können...

Ansonsten, egal mit was Du beginnst, wenn Du das eine kannst, dann ist es leicht etwas neues zu erlernen....
Zuletzt geändert von roki100 am Fr 01 Mai, 2020 17:52, insgesamt 5-mal geändert.




mash_gh4
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von mash_gh4 » Fr 01 Mai, 2020 17:27

naja -- für einfach dinge ist es ausgesprochen nützlich, wenn man python gut vertraut ist. das ist auch im filmgeschehen mittlerweile die wichtigste scripting-sprache, um irgendwelche ablauf mit möglichst wenig aufwand zu automatisieren.
im übrigen ist python wirklich sehr leicht zu lernen und in der nutzung ausgesprochen entgegenkommend, um vorhaben schenll zu skizziern und irgendwie zum laufen zu bekommen.

für ernsthaftere projekte bzw. software, die dann wirklich möglichst fehlerfrei und schnell laufen soll, greift man aber trotzdem besser zu anderen werkzeugen. ich würde dir in diesem zusammenhang heute unbedingit rust ans herz legen. das ist zwar am anfang eine wirkliche herausforderung, weil der compiler äußerst streng urteilt, und dir kaum einen programmierfehler durchgehen lässt, aber dafür sind dann auch die resulate unvergleichlich sauberer und oft noch schnell als C/C++ programme.

gerade wenn man kein vollprofi ist, und all die fallstricke, feinheiten und probleme, wie sie sich etwa im zusammenhang mit feinheiten der speicherverwaltung und parallelisierten abläufen stellen, noch nicht völlig verinnerlicht hat, kann diese streng erzieherische und kontrollierende wirkung von rust wunder bewirken und einen großteil der häufigsten programmierfehlern verhindern. das ist auch der grund, warum selbst große firmen, dieser sprache, die eigentlich aus der freien szene kommt bzw. ursprünglich bei mozilla entwickelt wurde, immer mehr beachtung schenken. microsoft hat bspw. analysiert, dass sich 70% ihrer groben softwarefehler und sicherheitslücken der letzten jahre verhindern hätten lassen, wenn rust für die programmierung benutzt worden wäre.

da man mit hilfe dieser sprache ohnehin praktisch alles bewerkstelligen kann, was sonst mit C oder C++ abgewickelt wird, ist es oft einfach vernünftig, neuere software von grund auf damit zu schreiben. so wird im augenblick sehr viel wirklich herausragender und innovativer code eben tatsächlich in dieser sprache entwickelt. es gibt dafür auch bspw. ganz wunderbare unterstützung im gstreamer, so dass es auch für ernsthaftere vorhaben des videoprocessings eine höchst effiziente basis darstellt.




mash_gh4
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von mash_gh4 » Fr 01 Mai, 2020 18:24

roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 17:15
...auf jeden Fall, Perl oder TCL.
bitte nicht! -- das sind zwar alles dinge, die ich irgendwann auch gelernt und benutzt habe, aber von denen ich heute wirklich jedem ganz dringend abraten würde!

wie gesagt -- von mir aus python, typescript od. auch go, wenn es einfach sein soll, aber doch bitte nicht irgendwas deutlich schlechteres aus dem vorigen jahrhundert!
roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 17:15
In den meisten Fällen macht man sich auch schwieriger, indem man z.B. meint das objektorientierte Programmierung (kurz OOP) besser sei, was totaler quatsch ist. Das merkt man aber mit der Erfahrung und kennst dann die Möglichkeiten und wunderst dich darüber, wie schwer Du dir damals mit OOP das leben gemacht hast.
naja -- rust hat auch mit vielen dogmen der bekannten objektorientierten sprachen gebrochen, um noch effizienter zu sein bzw. "zero-cost abstractions" umzusetzen, aber deswegen ist die sache nicht unbedingt gleich einfacher geworden, weil eben die entsprechenden sprachlichen möglichkeiten durchaus auch ihren sinn haben bzw. unglaubliche möglichkeiten bieten, wenn man einmal den umgang damit erlernt hat. das gilt auch in hohem maße für die einflüsse und möglichkeiten funktionaler programmiersprachen bzw. sprachkonstrukte, wie sie heute ohnehein in allen ernstzunehmenden programmierungebungen geboten werden.




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 18:50

mash_gh4 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 18:24
roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 17:15
...auf jeden Fall, Perl oder TCL.
bitte nicht!
jeder wie es mag :) Wenn es um komplexe Aufgaben geht (wie z.B. Datenbanken analysieren&auswerten usw.), nutze ich viel lieber das. :)
Erwähnt habe ich ja schon: Es ist unterschiedlich, was einer als "logischer" für sich selbst kapiert. Natürlich ist Python auch gut. Es geht auch nicht darum "was besser ist". Der Anfang ist ja sowieso etwas, wo man sagen kann, fang an mit egal was...und wenn Anfänger weiter macht und andere Programmiersprachen kennenlernt, Erfahrung sammelt, dann weißt er mit der zeit, was für welche zwecke besser geeignet ist. Das beste gibt es nicht, alt oder neu zählt nicht, sondern was ist für X/Y besser geeignet, um das Ergebnis zu perfektionieren.... ;)

Es gibt so Sachen, da muss man nicht übertreiben und tausende Zeilen und Kopfzerbrechen betreiben ;)
Beispiel: Unix Systeme steuern, Protokolle analysieren&auswerten, Ergebnisse liefern (am besten mit Filter und E-Mail an die Zuständige senden). Was wirst Du dafür einsetzen? Python? Ja, mach mal... ;)
Ich würde eher ssh in Verbindung mit (tcl) "expect" empfehlen, womit eben auch die #!/bin/bash Werkzeuge (wie sendmail, cat, grep usw) bedient werden.... ;)




prime
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Fr 01 Mai, 2020 19:33

Probier Python :-)
roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 18:50
Beispiel: Unix Systeme steuern. Was wirst Du dafür einsetzen? Python? Ja, mach mal... ;)
Ich würde eher ssh in Verbindung mit (tcl) "expect" empfehlen. ;)
Warum soll man mit Python kein Unix System (oder auch Linux) steuern können? Dann ist wohl das was ich hier jeden Tag mache schwarze Magie oder was?

Ne lange Zeit hab ich auch bash Skripte verwendet um allerlei Zeugs zu automatisieren, irgendwann hab ich ein Teil der Skripte auf Python umgestellt. Hätte ich viel früher machen sollen. Warum? Viel portabler, viel leichter zu lesen und zu verstehen (vor allem nach langer Zeit), kein Raten zwischen verschiedenen Implementation von cp oder was auch immer, Zugriff auf eine Riesensammlung an zusätzlichen Bibliotheken (Python-Module). Simples Beispiel, Standard-Mac Installation hat kein 'watch' oder 'wget' (ja ja es gibt curl bla bla). Wenn man mal hier mal da unterwegs ist dann kann das schon ganz schön nerven.




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 19:39

prime hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 19:33
Probier Python :-)
roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 18:50
Beispiel: Unix Systeme steuern. Was wirst Du dafür einsetzen? Python? Ja, mach mal... ;)
Ich würde eher ssh in Verbindung mit (tcl) "expect" empfehlen. ;)
Warum soll man mit Python kein Unix System (oder auch Linux) steuern können? Dann ist wohl das was ich hier jeden Tag mache schwarze Magie oder was?
Wo steht, man soll es nicht? Ich schreibe nur, was ich eher empfehlen würde. Mir ist ein freier Tag wertvoller als es unnötig in Zeilen und für gleiches Ergebnis, zu investieren... ;)
Standard-Mac Installation hat kein 'watch' oder 'wget' (ja ja es gibt curl bla bla). Wenn man mal hier mal da unterwegs ist dann kann das schon ganz schön nerven.
Das muss ja wirklich(?) einfacher sein, Python Script zu schreiben, statt die fehlenden Werkzeuge zu installieren oder auf andere auszuweichen? ;)
Für mich gilt: #!/bin/* ist eine riesige Programmierumgebung (IDE). ;)
Zuletzt geändert von roki100 am Fr 01 Mai, 2020 20:00, insgesamt 2-mal geändert.




prime
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Fr 01 Mai, 2020 19:58

roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 19:39
Das muss ja wirklich(?) einfacher sein, Python Script zu schreiben, statt die fehlenden Werkzeuge zu installieren oder auf andere auszuweichen? ;)
Für mich gilt: #!/bin/* ist eine riesige Programmierumgebung (IDE).
Genau und wenn ich auf dem Gerät keine Admin/Root Rechte hab dann installiere ich erstmal neue Sachen statt einfach mein bestehendes Python Skript zu nutzen?

*Bitte jetzt nicht anfangen mit, kopier es doch in ~/bin und erweitere PATH.. alles schon gemacht ;-P




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 20:03

prime hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 19:58
roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 19:39
Das muss ja wirklich(?) einfacher sein, Python Script zu schreiben, statt die fehlenden Werkzeuge zu installieren oder auf andere auszuweichen? ;)
Für mich gilt: #!/bin/* ist eine riesige Programmierumgebung (IDE).
Genau und wenn ich auf dem Gerät keine Admin/Root Rechte hab dann installiere ich erstmal neue Sachen statt einfach mein bestehendes Python Skript zu nutzen?

*Bitte jetzt nicht anfangen mit, kopier es doch in ~/bin und erweitere PATH.. alles schon gemacht ;-P
Verstehe ich nicht warum Du kein Admin Rechte hast? Das war aber so nicht gemeint. Was ich meinte ist folgender Beispiel: Ziel, Änderungsdatum aller Dateien in Ordner xy auslesen, die in den letzten 100 Tagen geändert wurden. Nun zeigt mal bitte Drushba ein Beispiel Python Script, damit er auch versteht was gemeint ist ;)

Und ich zeige Drushba meine Empfehlung: find /xy -mtime -100 ;)

Da war jetzt eine einfache Aufgabe. Nun soll aber das Ergebnis am besten in einer Datei gespeichert werden und am besten Ergebnis von Dateien, die mit SlashCam* beginnen.... Uff, jetzt gibt es in Python Script etwas mehr Zeilen, nicht wahr? ;) Zeigt bitte Drushba wie das dann aussieht....

Und ich zeige Drushba meine Empfehlung: find /xy -mtime -100 | grep -i "SlashCam" > ergebnis.txt

Weiter machen? z.B. das Ergebnis per E-Mail senden? Ja, zeigt mal Drushba wie das Python Script aussieht, um das Ergebnis dann noch per E-Mail zu versendet... und ich liefere dann meine Empfehlung? ;)

Und nochmal:
Für mich gilt: #!/bin/* ist eine riesige Programmierumgebung (IDE). ;)
Python ist NUR ein Bestandteil von "*"
Zuletzt geändert von roki100 am Sa 02 Mai, 2020 00:31, insgesamt 1-mal geändert.




prime
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Fr 01 Mai, 2020 20:16

roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 20:03
Verstehe ich nicht warum Du kein Admin Rechte hast?
Soll es geben wenn man auf unterschiedlichen Geräten unterwegs ist die einen nicht gehören etc.
roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 20:03
Das war aber so nicht gemeint. Was ich meinte ist folgender Beispiel: Ziel, Änderungsdatum aller Dateien in Ordner xy auslesen, die in den letzten 100 Tagen geändert wurden. Nun zigmal Druschba ein Beispiel Python Script, damit er auch versteht was gemeint ist ;)

Und ich zeige Drushba meine Empfehlung: find /xy -mtime -100 ;)
Das ist ja schön und gut aber du verwechselst Einzeiler mit (ganzen) Skripten.




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 20:22

prime hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 20:16
roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 20:03
Das war aber so nicht gemeint. Was ich meinte ist folgender Beispiel: Ziel, Änderungsdatum aller Dateien in Ordner xy auslesen, die in den letzten 100 Tagen geändert wurden. Nun zigmal Druschba ein Beispiel Python Script, damit er auch versteht was gemeint ist ;)

Und ich zeige Drushba meine Empfehlung: find /xy -mtime -100 ;)
Das ist ja schön und gut aber du verwechselst Einzeiler mit (ganzen) Skripten.
Nein :) Die Missverständnisse kommen daher, weil einige nicht begriffen haben, dass die Konsole (#!/bin/*) eine riesige Programmierumgebung (IDE) ist. Betrachtet man das als IDE, dann wird einem mit der Zeit einiges klarer.
Das Beispiel mit find, ist also etwas, wie in Python Script:
import os.path
print os.path.getmtime(<datei>)
...

Zeigt bitte Drushba wie das aussieht (noch Ergebnis speichern und per E-Mail senden)... es ist ja nur ein kleines Beispiel. Danach kann sich Drushba ungefähr vorstellen, was ich hiermit gemeint habe: Es gibt so Sachen, da muss man nicht übertreiben und tausende Zeilen und Kopfzerbrechen betreiben ;)

Natürlich sind das nur ein paar Zeilen, bei komplexere Aufgaben, ändert sich das aber nicht... ;)

Und bitte nicht missverstehen, jeder wie es mag.... ;)




prime
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Fr 01 Mai, 2020 20:42

roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 20:22
Nein :) Die Missverständnisse kommen daher, weil einige nicht begriffen haben, dass die Konsole (#!/bin/*) eine riesige Programmierumgebung (IDE) ist.
Die Konsole (Terminal) ist kein IDE. Du bist der erste von den ich sowas höre.

Komm mal runter, es geht hier nicht um UNIX/Linux Admin Wissen. Er fragt welche Programmiersprache, nicht nach Verwendung von den Standard-Werkzeugen etc.




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 20:45

prime hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 20:42
roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 20:22
Nein :) Die Missverständnisse kommen daher, weil einige nicht begriffen haben, dass die Konsole (#!/bin/*) eine riesige Programmierumgebung (IDE) ist.
Die Konsole (Terminal) ist kein IDE. Du bist der erste von den ich sowas höre.
ja ist bekannt, deswegen erwähne ich es... ;)
Komm mal runter, es geht hier nicht um UNIX/Linux Admin Wissen. Er fragt welche Programmiersprache, nicht nach Verwendung von den Standard-Werkzeugen etc.
Hä? Sorry, Du hast immer noch nicht kapiert. Nochmal:
import os.path
print os.path.getmtime(<datei>)

ist nichts weiter als "find" bzw. das Werkzeug bedienen.




mash_gh4
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von mash_gh4 » Fr 01 Mai, 2020 20:47

lieber roki!

der schwachsinn, den du hier gerade verzapfst, kommt mir ungefähr so lächerlich vor, als würden selbstbewusste männer sich als erfahrene handwerker darzustellen versuchen, nur weil sie in der lage sind, irgendwelche IKEA reagale zusammenzuschauben...

und übrigens, wenn ich irgendwas zu rechnen hab, starte ich nicht die taschenrecherapplikation od. versuch das umständlich in der shell zu bewerkstelligen, sondern tipp einfach ein "python3" ein und geb mich glücklich und unbelastet der tatsächlichen aufgabe im dortigen REPL mode hin... :)

aber, wie gesagt, richtiges programmieren ist ohnehin etwas anderes...
Zuletzt geändert von mash_gh4 am Fr 01 Mai, 2020 21:17, insgesamt 1-mal geändert.




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 20:56

Das war bloß nur eine simple Aufgabe um zu zeigen wie mächtig die (Unix) Konsole/Terminal ist und das das eben in Wirklichkeit, eine Programmierumgebung ist.




prime
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Fr 01 Mai, 2020 21:00

roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 20:45
Hä? Sorry, Du hast immer noch nicht kapiert.
Oh doch ich hab schon verstanden das du nicht den Unterschied zwischen Verwendung von Standard Werkzeugen und einer Programmiersprache kennst (mit der man z.B. die Werkzeuge 're-implementieren' kann wenn man will).
um zu zeigen wie mächtig die (Unix) Konsole/Terminal ist
Und danach hat hier niemand gefragt.




cantsin
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von cantsin » Fr 01 Mai, 2020 21:04

Kann nur mash_gh4's Empfehlungen für Python als Scripting-Sprache (inkl. Web-Applikationen) und Rust als Softwareentwicklungssprache (=moderne, sichere Alternative zu C, C++ und Objective C) unterstützen.

Auf unserer Hochschule ist in den Mediendesignstudiengängen Python schon seit 15 Jahren die Standard-Programmiersprache. Sie ist die einzige, die leicht zu erlernen und dabei gut strukturiert, lesbar und mit unzähligen Bibliotheken und Modulen hervorragend ausgebaut ist (und auch im Gegensatz zur Shell-Programmierung betriebssystemübergreifend).

Ich bin selbst ein Shell-Nerd (zsh rules!), aber komplexere Dinge würde ich darin niemals schreiben, nicht nur wegen ggü. Python viel schlechter lesbaren C-Shell-Syntax, sondern vor allem, wegen der Abhängigkeiten und Inkompatiblitäten zur jeweiligen Shell und Unix-kompatiblen Tools (wo z.B. die Syntax des find-Kommandos zwischen den BSD-Tools in MacOS und den GNU-Tools in Linux und Cygwin signifkant voneinander abweicht und Skripte daher nicht übergreifend kompatibel sind, und sich die Syntax bestehender Skripte zerschiesst, sobald eins der verwendeten Tools seine Kommandosyntax ändert. Gerade heute wieder saß ich beinahe eine halbe Stunde lang fest an einem nicht mehr funktionierenden, selbstgeschriebenen ffmpeg-Wrapper-Skript, bis mir auffiel, dass die POSIX-Substitution nicht von der ash-Systemshell unter Debian unterstützt wird, und ich "#!/bin/sh" durch "#!/bin/zsh" ersetzen musste...)




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 21:12

@prime
Das ist ja das Problem, nicht begreifen wollen, dass die (Unix)Werkzeuge auch in #!/bin/* Script genau so funktionieren (wie das Beispiel mit os.path.getmtime(<datei>) in *.py ) und das #!/bin/* zu einem riesigen Programm (zu einem Werkzeug) gemacht werden kann, der die selbe Ergebnisse erfüllen kann...wie ein riesiger Python Script... ;)

Der Unterschied besteht darin, das einige z.B. find nur als Unix-Werkzeug (und nicht als ein teil der Programmierumgebung) verstehen , sondern nur das andere (os.path.getmtime(<datei>)) als teil einer Programmiersprache. ;)




prime
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Fr 01 Mai, 2020 21:18

Niemand hat hier nach der Verwendung von Unix-Werkzeugen gefragt... weiß echt nicht warum du da noch jetzt weiter drauf rumreitest. Es ist deiner Argumentation nicht sehr förderlich wenn du grundlegende Dinge (Programmiersprache vs ausführbares Programm) neu-definieren willst. Du kannst es gerne noch 100 mal schreiben, ändert nix, es bleibt lächerlich.




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 21:21

Das liest sich so in etwa:
Niemand hat hier nach der Verwendung von Python-Werkzeugen gefragt... ;)

Aber so ist das wenn man ls, cp, cat usw. nur als Unix-Werkzeuge in der Konsole kennt und #!/bin/* völlig außer acht lässt...




prime
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Fr 01 Mai, 2020 21:26

Roki ich werde dich nicht daran hindern dich weiter hier lächerlich zu machen.




mash_gh4
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von mash_gh4 » Fr 01 Mai, 2020 21:34

roki100 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 21:12
Der Unterschied besteht darin, das einige z.B. find nur als Unix-Werkzeug (und nicht als ein teil der Programmierumgebung) verstehen, ...
du solltest dir einmal die performance und ergonomie von befehlen wie fd oder ripgrep ansehen, wenn dich die frage der beziehung zur tatsächlich benutzen programmierumgebung im hinblick auf solche qualitäten interessiert.
Zuletzt geändert von mash_gh4 am Fr 01 Mai, 2020 21:37, insgesamt 1-mal geändert.




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 21:37

@prime
Warum lächerlich? Das Du das nicht verstehen willst oder kannst, macht sich nicht der dritte lächerlich, sondern Du tust das, indem Du eine Sache nicht verstehen willst oder kannst, weil Du Konsole nur als Werkzeug für Befehle ausführen oder ähnliches verstehst.

Also nochmal für dich. Ein Python "Programm" beginnt in der Linux Konsole so (Beispiel):

Code: Alles auswählen

#!/usr/bin/env python3
import os.path
print os.path.getmtime(xy)
...
...
Das nennst Du dann: eine echte Script/Programmiersprache und nicht lächerlich! ;)

Doch das hier

Code: Alles auswählen

#!/usr/bash
find xy -mtime -100 ;)
...
...
Ist für dich keine Script/Programmiersprache und sogar lächerlich.
;)

Vielleicht wird es Zeit mal umzudenken? Denn #!/bin/*** ist eine mächtige Programmierumgebung. Es ist auch mit Editoren (nano, vi etc.) ausgestattet, womit Du deine Programme schreiben kannst... ;) Es ist einiges aber zu beachten, für #!/usr/bin/env python3 musst Du import x.y anwenden, und für bash musst Du nichts importieren, es ist alles inklusive dabei ... ;)))




Drushba
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von Drushba » Fr 01 Mai, 2020 21:51

Leute , ich häng Euch an den Lippen, danke für all die Infos, aber bitte nicht streiten.))
"Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren." Hippokrates von Kos, 460 bis 370 v. Chr




prime
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Fr 01 Mai, 2020 21:55

Reise nach Absurdistan. Roki, schreib gerne noch weitere 20 Beispiele, vielleicht kommst du selber noch drauf, wenn nicht auch nicht weiter schlimm. Hauptsache du bist glücklich mit deiner IDE.




mash_gh4
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von mash_gh4 » Fr 01 Mai, 2020 22:03

ah ja -- as IDE würde ich übrigens VSCode verweden, wobei natürlich das ganz freie Che fast noch toller ist.




roki100
Beiträge: 4099

Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 22:28

prime hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 21:55
Reise nach Absurdistan.
Na dann wünsche ich Dir viel spaß da. ;)

Übrigens, hier etwas für dich: https://cdn.oreillystatic.com/en/assets ... on%201.ppt Wenn dir irgendwann mal langweilig ist, einfach lesen. ;)
Zuletzt geändert von roki100 am Fr 01 Mai, 2020 22:40, insgesamt 1-mal geändert.




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Fr 01 Mai, 2020 22:30

mash_gh4 hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 22:03
ah ja -- as IDE würde ich übrigens VSCode verweden, wobei natürlich das ganz freie Che fast noch toller ist.
Ja nicht schlecht. Zu empfehlen ist auch "Sublime Text"




Onkel Danny
Beiträge: 387

Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von Onkel Danny » Sa 02 Mai, 2020 12:10

Also auch ich kann mash_gh4 nur voll zustimmen.
Python zum reinschnuppern und Rust als gute Alternative zu C/C++/Java.
Wobei letztere natürlich auch zu empfehlen sind, wenn es um Anwendungsentwicklung geht.

Es sei vielleicht noch erwähnt, das die Programmiersprachen für gewöhnlich Betriebssystem unabhängig sind.
Auch wenn die Anwendung für jedes OS neu compiliert werden muss. Ausnahme Java, da geht ein Code für alle.
Und man sich als Anfänger auf eine lange Einarbeitungszeit einstellen kann.

Also mal eben ein Große Anwendung erstellen, ist leider nicht drin. Dran bleiben, ist hier das A und O.
Genau wie beim Schnitt oder Grading etc. regelmäßig daran arbeiten, dann wird das auch was.

Und das was rooki100 von sich gegeben hat, vergessen wir mal lieber ganz schnell wieder!

greetz




roki100
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Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Sa 02 Mai, 2020 12:51

Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 02 Mai, 2020 12:10
Und das was rooki100 von sich gegeben hat, vergessen wir mal lieber ganz schnell wieder!
Bis auf cantsin, habt ihr keine eindeutige Erklärung geliefert. ;) Man kann doch auch bash/sh/zsh, perl, tcl etc. auch empfehlen. :) Die frage ist nun, warum soll "only UNIX/apple" Nutzer das schnell vergessen? :) Wenn ihr das eine bevorzugt, ist doch schön, jedoch sollte das kein Hindernis sein, auch etwas anderes empfehlen zu dürfen. Schadet ja nicht.... :)

Übrigens: http://vschart.de/vergleich/python-prog ... rl/vs/rust
Zuletzt geändert von roki100 am Sa 02 Mai, 2020 13:14, insgesamt 2-mal geändert.




mash_gh4
Beiträge: 3503

Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von mash_gh4 » Sa 02 Mai, 2020 13:11

Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 02 Mai, 2020 12:10
Es sei vielleicht noch erwähnt, das die Programmiersprachen für gewöhnlich Betriebssystem unabhängig sind.
Auch wenn die Anwendung für jedes OS neu compiliert werden muss. Ausnahme Java, da geht ein Code für alle.
naja -- leider war das auch bei java mehr ein großartiges versprechen, dass all beflügelt hat, aber in der praxis hat es mit der kompatibilität und langzeitpflege immer gewaltige probleme gegeben, und im übrigen war das zeug halt auch immer ausgesprochen ressourcengefräßig, so dass es mittlerweile wohl wirklich nur mehr in trägen bereichen wirtschaft größerer beliebtheit erfreut.

aber natürlich ist dieser wunsch nach möglichst großer plattformunabhängigkeit und der sicheren ausführung von fremdem code in sandboxes nicht verschwunden. mit webassembly (WASM u. WASI) ist hier in den letzten jahren eine wundere lösung herangereift, die diesen traum in erneuerter form zum leben erweckt. prinzipiell kann man zwar mittlerweile code aus ganz verschieden programmiersprachen nach WASM übersetzen und dann bspw. einfach im webbrowser ausführen, aber auch hier ist rust den meisten anderen lösungen deutlich überlegen, weil es keinen garbage collector benötigt und sich damit viel besser in die WASM-vorgaben fügt bzw. deutlich schlankere und effizienteren resultate in diesem format generiert.

das ist jetzt natürlich nicht unbedingt ein feature, mit dem man gleich am anfang loslegen sollte, aber doch ein bereich, den ich für ausgesprochen spannend und bedeutsam für das zukünftitge geschehen halte.

auch wenn man natürlich code oft relativ leicht in native ausführbare executables für die bekannten plattformen cross-compilieren kann (nur in richtung mac ist das immer sehr mühsam, weil man dafür um die entsprechenden werkzeuge von apple nicht herumkommt bzw. es in der praxis aus linzenzrechtlichen gründen kaum auf anderen maschinen abwickeln kann), bleibt doch das problem, dass man mit einem unheimlichen aufwand verbunden ist, software wirklich auf allen systemen zu testen, die kleinen unterschiede auszubügelen und befriedigende GUI-lösungen anzubieten, die den erwartungen der jeweiligen benutzerschaft tatsächlich gerecht werden. das vermag man in irgendwelchen engagierten und von neugierde und schaffensdrang beseelten freizeitprojekten einfach nicht zu leisten. ich mach meine sachen deshalb in der regel lieber als docker-images zugänglich, die dann auch relativ einfach auf allen drei betriebssystemen genutzt werden können. im übrigen ist das ja mittlerweile auch die wichtigste art der bereitstellung, um irgendwas im server-umfeld bzw. auf kubernetes-clustern irgendwo in der cloud nutzen zu können.

auch im entwicklungsalltag bzw. den hilfsmitteln, deren man sich dazu bedient, haben diese containerbasierten lösungen in den letzten jahren ein völliges umdenken mit sich gebracht. heute ist es ganz selbstverständlich, dass man auch bei lächerlichen amateurprojekten bspw. auf GitLab ganz wunderbare continous integration (CI) lösungen nutzt, wo code beim einpflegen von änderungen automatisch überprüft und in einem ganz sauberen und eindeutig reproduzierbarem umfeld automatisch übersetzt und zur auslieferung bereitstellt wird. derartiges möchte ich mittlerweile wirklich nicht mehr missen.
Onkel Danny hat geschrieben:
Sa 02 Mai, 2020 12:10
Und man sich als Anfänger auf eine lange Einarbeitungszeit einstellen kann.
leider betrifft das ja nicht nur die anfänger! auch wenn man einmal mitten drinnen ist, kommt man mit dem lernen und aneignen all der ständig hinzukommenden neuerungen und weiterentwicklungen kaum nach. ;)

trotzdem muss man einfach ins kalte wasser springen. wirklich lernen kann man vieler dieser sachen nur im praktischen tun -- ...und all den unvermeidlichen fehlern und langsam dämmernden einsichten, die man dabei im laufe der zeit durchmacht... ;)
Zuletzt geändert von mash_gh4 am Sa 02 Mai, 2020 13:42, insgesamt 3-mal geändert.




mash_gh4
Beiträge: 3503

Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von mash_gh4 » Sa 02 Mai, 2020 13:24

roki100 hat geschrieben:
Sa 02 Mai, 2020 12:51
Wenn ihr das eine bevorzugt, ist doch schön, jedoch sollte das kein Hindernis sein, auch etwas anderes empfehlen zu dürfen. Schadet ja nicht.... :)
ja -- natürlich sollte man ein größeres instrumentarium an werkzeugen beherrschen, weil sich nicht alles für jeden zweck in gleicher weise eignet, aber wenn man es sich aussuchen kann -- was ja z.b. bei beruflicher tätigkeit in diesem umfeld leider nur eher selten der fall ist --, ist in den letzten paar jahren bei umfragen immer weitrestgehend das selbe ergebnis herausgekommen:

https://insights.stackoverflow.com/surv ... -languages




roki100
Beiträge: 4099

Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von roki100 » Sa 02 Mai, 2020 13:37

rust ist auf jeden Fall interessant. Ich habe mal beim Kollegen gesehen der einige GTK Apps mit rust programmiert hat.




prime
Beiträge: 827

Re: Coden für Filmer - welche Sprachen, welche Anwendungen?

Beitrag von prime » Sa 02 Mai, 2020 13:42

roki100 hat geschrieben:
Sa 02 Mai, 2020 12:51
Bis auf cantsin, habt ihr keine eindeutige Erklärung geliefert. ;)
Wirklich? Liest du überhaupt was andere hier schreiben? Lies doch nochmal mein Post der enthält mehr oder wenige die gleichen Argumente wie cantsin auch aufgeführt hat.

Hier gerne für dich nochmal:
prime hat geschrieben:
Fr 01 Mai, 2020 19:33
... Warum? Viel portabler, viel leichter zu lesen und zu verstehen (vor allem nach langer Zeit), kein Raten zwischen verschiedenen Implementation von cp oder was auch immer, Zugriff auf eine Riesensammlung an zusätzlichen Bibliotheken (Python-Module). Simples Beispiel, Standard-Mac Installation hat kein 'watch' oder 'wget' (ja ja es gibt curl bla bla). Wenn man mal hier mal da unterwegs ist dann kann das schon ganz schön nerven.




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