Drushba hat geschrieben: ↑Mi 29 Apr, 2026 17:38
iasi hat geschrieben: ↑Mi 29 Apr, 2026 16:28
Der deutsche Film hat sich selbst das eigene Grab geschaufelt. Er wird gerade noch mit Förderung künstlich am Leben gehalten.
Er gilt selbst in D als unrentabel.
International ist er völlig abgeschrieben.
Eine ganze Reihe von Ländern fördern sehr erfolgreich Kinofilme, von Frankreich, Spanien über Skandinavien bis Korea etc. Filmförderung hilft, dass die Filme überhaupt erst entstehen können. Und auch wie hier verdienen die Stakeholder an den für sie relevanten Bereichen: Die Hersteller an der Herstellung, die Verleiher am Verleih etc. Der Unterschied ist meist aber auch, dass Film als Kulturgut und nicht in erster Linie als Wirtschaftsgut betrachtet wird und dementsprechend freier gedacht und geplant wird (das bedeutet vor allem auch weniger unsinnige Wirtschaftlichkeitsnachweise, die zu erbringen sind und stattdessen stichhaltige künstlerische Argumentationen). Zudem hat keine der erfolgreichen Filmfördernationen in unseriöser Weise Sender als Mitbestimmungs-Bremsklötze am Bein, so wie es hier der Fall ist. Kinofilme leben von der Originalität, das ist in vielen Ländern einfacher umzusetzen als hier in BWL-Sender-Schland. ))
Es ist nicht die Frage, ob gefördert wird, sondern wie.
Dass ÖR-TV-Sender bei Produktionen in der Form beteiligt sind, dass sie sich Senderechte schon in frühen Produktionsphasen sichern, sehe ich auch nicht als Problem.
Wenn man aber nur eher schulterzuckend aus der Branche vernimmt, dass keine 10% der Filme ihre Produktionskosten auch nur annähernd wieder einspielen, stimmt generell etwas nicht.
Es ist ja auch nicht so, dass es am Budget oder der Sprache liegen würde, dass wir in D "Extrawurst" als lokalen Kassenhit erhalten, während in Japan "Godzilla Minus One" über die Leinwand wütet.
Wer nur kleine Provinzgeschichten zu erzählen hat, darf sich nicht wundern, wenn sich nur die Einheimischen dafür interessieren.